Genre:
Strategie USK Freigabe:
Freigegeben ab 12 Jahren gemäß § 14 JuSchG. ca. Preis:
19,99 €
Systeme:
PlayStation 5, Switch, Xbox Series X/S
Inhalt:
Vor langer Zeit wurde der Planet durch zwei befeindete Magier in Stücke gesprengt. Nur die anderen Magier konnten die Welt zusammenhalten, so das sie jetzt in Form von fliegenden Inseln existiert. Das kostetet sie allerdings ihre gesamte Magie. Seit damals ist viel Zeit vergangen und ein neuer Magier wurde geboren. Droht deshalb der Krieg wieder auszubrechen?
Meinung:
Eigentlich müsste ich den folgenden Gedanken längst abgelegt haben, aber er taucht immer noch auf, wenn ich Echtzeitstrategiespiele an einer Konsole spiele: das nämlich eine Spielekonsole die denkbar schlechteste Plattform für dieses Genre ist. Dabei wurde im Laufe der Jahre wiederholt bewiesen, dass dem eben nicht der Fall ist. Dass es inzwischen kein Problem ist, ein Genre, in dem es auf flotte und sekundenschnelle Eingaben ankommt, auch beispielsweise auf einer Xbox Series X zu spielen. Insofern hätten die Umstände für Driftland: The Magic Revival eigentlich gut sein müssen.
Der PC-Ursprung macht sich bemerkbar Und zumindest die Ausgangslage ist interessant. Das Game hat eine abwechslungsreiche Story, die auch gut umgesetzt wird. In einem gelungenen Tutorial wird dir das Gameplay nähergebracht und dann kannst du dich entweder in einer Kampagne oder im freien Spiel austoben.
Das Besondere an diesem Game ist, dass es nicht so sehr auf eine direkte Steuerung setzt. Sondern vielmehr auf eine Art indirekte, wo du an einem bestimmten Punkt Einheiten Befehle gibst, die sie dort ausführen können. Das klingt natürlich interessant und abwechslungsreich. Doch der Weg dorthin ist... schwierig.
Es ist einfach so, dass man dem Game auf der Konsole anmerkt, dass es ursprünglich für den PC entwickelt worden ist. Das ganze Interface erinnert einen daran. Zwar wurde versucht, die Bedienung ans Gamepad anzupassen. Aber das ist leider nicht so ganz geglückt.
Nette Ideen und dann so etwas missglücktes Im Prinzip musst auf dem Steuerkreuz eingeben, in welche Ecke des Interfaces du aktiv werden möchtest. Um dann mit dem Stick auszuwählen, was genau du jetzt willst. Dass du beispielsweise ein neues Gebäude errichten möchtest. Oder nachgucken willst, wie gerade deine Ökonomie aussieht. Es ist im Grunde ein guter Gedanke. Der allerdings in der Praxis sehr fummelig und nicht sehr intuitiv geworden ist. Oft genug habe ich geflucht, weil ich in ein bestimmtes Menü wollte. Aber die Steuerung nicht so wollte, wie ich es will. Unnötig zu sagen, dass das nicht eben fürs Spiel spricht.
Und das ist eigentlich schade. Weil das Game ansonsten durchaus einige nette Ideen besitzt. Es gibt vier spielbare Rassen, die sich vor allem optisch voneinander unterscheiden. Die Menschen haben natürlich eine mittelalterlich aussehende Zivilisation, derweil die der Wildelfen Natur und Gebäude miteinander verschmilzt.
Jeder der Rassen hat insgesamt fünf Missionen. Jede Mission kann bis zu eine Stunde Spielzeit haben, was enorm ist. Allerdings wiederholen sich einige der Ziele, die du fürs Gewinnen der Missionen vollbringen musst, nach einiger Zeit stark. Was dann doch deutlich am Spielspaß nagt.
Viele Wege führen zur nächsten Insel Du kannst außerdem ebenfalls noch Gebäude upgraden, was im Laufe des Spiels notwendig ist. Des Weiteren musst du darauf achten, dass die ganzen Gebilde, die du errichtest, auch genügend Leute haben, um sie zu besetzen.
Natürlich geht dir irgendwann der Platz zum Bauen aus. Weshalb du dich selbstverständlich ausweiten musst. Und das wurde clever gelöst. Zum einen erlangst du neues Land, in dem du eine Brücke baust. Oder aber, du benutzt einen Zauberspruch, um so eine entfernt liegende Insel näher an dich heranzubringen. Um sie dann in Besitz zu bringen. Eine weitere Möglichkeit, auf eine andere Insel zu gelangen, ist übrigens auch ein Portal. Wobei das keine sonderlich lange Lebensdauer hat.
Fazit:
Ich hätte es nicht für möglich gehalten. Aber: Es gibt immer noch Echtzeitstrategiespiele, die nicht gut an die Konsole angepasst worden sind. Die Steuerung von Driftland: The Magic Revival ist nicht intuitiv und auf Dauer sehr nervig. Das ist schade, weil das Game ansonsten durchaus Spaß macht. Die vier spielbaren Rassen, die andere Spielewelt und Spielweise, die Story... das ist alles etwas, was für das Game spricht. Auch die Tatsache, dass die jeweiligen Missionen bis zu einer Stunde dauern können. Aber das sich dann die Ziele stark wiederholen, sorgt wiederum dafür, dass es Abzüge gibt.
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