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EA Sports College Football 27

Entwickler: Electronic Arts
Publisher: Electronic Arts

Genre: Sport
USK Freigabe: Freigegeben ab 12 Jahren gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: ab 69,99 €

Systeme: PC, PlayStation 5, Xbox Series X/S

Ausgezeichnet mit dem Splash Hit Inhalt:

Es gibt Momente im Sport, bei denen das eigentliche Spiel fast schon zur Nebensache wird. Wenn Zehntausende Fans bereits Stunden vor dem Kickoff die Parkplätze rund um das Stadion in ein riesiges Fest verwandeln, Marching Bands die ersten Fight Songs anstimmen und ganze Universitäten in den Farben ihres Teams erstrahlen, dann weiß man sofort: Heute ist College Football.

Während hierzulande viele Football-Fans Woche für Woche ausschließlich der NFL entgegenfiebern, schlägt mein Herz schon seit vielen Jahren mindestens genauso sehr für den College Football. Zugegeben: Auf den ersten Blick unterscheiden sich beide Spielarten nur in einigen Details des Regelwerks. Das eigentliche Erlebnis könnte jedoch kaum unterschiedlicher sein.

Die NFL steht für Perfektion, Professionalität und das große Geschäft. College Football dagegen lebt von Emotionen, jahrzehntealten Rivalitäten und Traditionen, die teilweise seit mehr als einem Jahrhundert gepflegt werden. Hier geht es nicht nur um Siege oder Niederlagen. Es geht um Stolz, Identität und die Verbundenheit mit der eigenen Universität. Genau deshalb gleicht ein Spieltag oft eher einem Volksfest als einer gewöhnlichen Sportveranstaltung.

Genau diese besondere Atmosphäre fing EA bereits mit dem Comeback der Reihe im Jahr 2024 beeindruckend ein. Mit jedem neuen Ableger wurde das Fundament weiter ausgebaut, sodass EA Sports College Football 26 nicht nur zu den besten Sportspielen des vergangenen Jahres zählte, sondern gleichzeitig die bislang authentischste Umsetzung des amerikanischen Universitätsfootballs darstellte.

Die Aufgabe für die Entwickler war damit alles andere als einfach. Wie verbessert man ein Spiel, das bereits auf einem außergewöhnlich hohen Niveau angekommen ist? Wie erfüllt man die enormen Erwartungen der Fans?

Die Antwort lautet: nicht mit einer großen Revolution, sondern mit zahllosen kleinen Evolutionen. Und genau diese gibt es in EA Sports College Football 27 zuhauf. Doch ob sie tatsächlich ausreichen, um den ohnehin schon hervorragenden Vorgänger zu übertreffen, klärt dieser Test.



Meinung:

Mehr Teams, mehr Möglichkeiten
Der erste Blick fällt natürlich auf den Umfang – und insbesondere auf die verfügbaren Teams. Schließlich macht gerade die enorme Vielfalt einen großen Teil des Reizes aus. Jeder Fan möchte sein Lieblingscollege übernehmen und dessen Geschichte weiterschreiben.

Hier lässt EA keinerlei Wünsche offen. Sämtliche 138 Teams der FBS, der höchsten Spielklasse des College Footballs, sind vertreten. Dazu kommen mit North Dakota State und Sacramento State auch die beiden Programme, die zur kommenden Saison neu in die FBS aufgenommen werden.

Zwar werden viele Spieler zunächst zu bekannten Größen wie Alabama, Ohio State, Michigan, Georgia, Oregon oder Texas greifen, dennoch freut es mich sehr, dass auch kleinere Universitäten ihren Platz im Spiel gefunden haben. Gerade sie machen den besonderen Charme des College Footballs aus.

Denn anders als in Madden, wo sich vieles um den Kampf um den Super Bowl dreht, liegt der besondere Reiz hier oft darin, bewusst mit einem Außenseiter zu beginnen. Ein kleines College über mehrere Jahre hinweg zu einer nationalen Spitzenmannschaft zu formen, gehört zu den motivierendsten Aufgaben, die ein Sportspiel derzeit bieten kann. Mit einem neu in die FBS aufgenommenen Programm eine echte Erfolgsgeschichte zu schreiben, ist dabei wohl die größte Herausforderung überhaupt.

Hinzu kommt, dass sich die Universitäten nicht nur optisch unterscheiden. Jedes College besitzt seine eigene Identität, individuelle Stärken und eine ganz eigene Spielphilosophie. Manche Programme setzen traditionell auf ein dominantes Laufspiel, andere vertrauen nahezu ausschließlich auf spektakuläre Pass-Offensiven. Dadurch fühlt sich nahezu jede Mannschaft tatsächlich anders an – ein Detail, das maßgeblich zur Authentizität beiträgt.

Madden? Ja... und doch ganz anders
Immer wieder höre ich die Frage, ob College Football letztlich nicht einfach nur Madden mit anderen Trikots sei.

Wer bisher nur wenig Berührungspunkte mit Football hatte, könnte diesen Eindruck anfangs tatsächlich gewinnen. Die grundlegende Steuerung ähnelt sich, viele Mechaniken funktionieren identisch und auch das Spielgefühl erinnert zunächst an den großen NFL-Bruder.

Je länger man jedoch spielt, desto deutlicher treten die Unterschiede hervor. College Football ist wesentlich unberechenbarer. Die Offenses agieren mutiger, Trickspielzüge gehören beinahe zum Alltag und Quarterbacks gehen deutlich häufiger volles Risiko. Gerade kleinere Programme versuchen, spielerische Nachteile durch Kreativität auszugleichen – und genau diese Mentalität transportiert College Football 27 hervorragend.

Fake Punts, Option-Plays oder ungewöhnliche Formationen sorgen immer wieder für überraschende Momente, die man in Madden nur selten erlebt. Jede Partie entwickelt dadurch ihre eigene Dynamik und fühlt sich häufig spektakulärer an als eine klassische NFL-Begegnung.

Viele kleine Verbesserungen
Wer allerdings erwartet, dass EA sämtliche Spielmechaniken komplett umgekrempelt hat, dürfte enttäuscht werden. College Football 27 lebt vielmehr von zahlreichen Detailverbesserungen, die sich erst nach einigen Partien bemerkbar machen – dann aber umso deutlicher.

Bereits in meinem ersten Spiel fiel auf, wie flüssig sich Running Backs nun durch die Lücken der Offensive Line bewegen. Blocker reagieren intelligenter auf heranstürmende Verteidiger, Zweikämpfe wirken glaubwürdiger und das gesamte Spielgeschehen fühlt sich harmonischer an.

Keine dieser Änderungen springt sofort ins Auge. Wer die Vorgänger intensiv gespielt hat, merkt jedoch schnell, dass das Gameplay insgesamt runder geworden ist.

Besonders das Laufspiel profitiert davon. Running Backs erkennen freie Räume zuverlässiger, reagieren direkter auf Richtungswechsel und bleiben deutlich seltener an den eigenen Mitspielern hängen. Dadurch entstehen häufiger genau jene explosiven Big Plays, für die College Football so bekannt ist.

Auch das Passspiel wurde sinnvoll verfeinert. Quarterbacks werfen unter Druck glaubwürdiger, Receiver passen ihre Routen intelligenter an die jeweilige Spielsituation an und Defensivspieler reagieren insgesamt aufmerksamer auf das Geschehen.

Für sich genommen mögen all diese Anpassungen klein erscheinen. In ihrer Gesamtheit sorgen sie jedoch dafür, dass sich College Football 27 wie eine echte Weiterentwicklung anfühlt – und eben nicht wie ein simples Kader-Update.

Coaching wird wichtiger denn je
Eine der interessantesten Neuerungen betrifft die Trainer. Während Coaches im Vorgänger oftmals nur eine Nebenrolle spielten, prägen sie ihre Mannschaften nun wesentlich stärker. Jeder Trainer verfolgt eine eigene Philosophie. Manche bevorzugen ein temporeiches Passspiel, andere setzen auf eine dominante Defense oder ein körperbetontes Laufspiel.

Diese sogenannten Coach Tendencies beeinflussen nicht nur das Verhalten der KI, sondern auch die Auswahl der Spielzüge und den grundsätzlichen Charakter einer Mannschaft. Spielt man mehrere Universitäten hintereinander, merkt man schnell, dass sich nicht mehr alles gleich anfühlt. Genau diese Unterschiede verleihen den einzelnen Programmen deutlich mehr Persönlichkeit und steigern die Authentizität spürbar.

Wer berechenbar wird, verliert
Auch an der künstlichen Intelligenz hat EA weiter gefeilt. Besonders gelungen finde ich dabei, wie sich die Defense inzwischen an das eigene Spiel anpasst. Wer immer wieder denselben Spielzug nutzt, weil dieser anfangs hervorragend funktioniert hat, wird früher oder später dafür bestraft. Die gegnerische Defense erkennt die Muster, stellt sich darauf ein und nimmt einem genau diese Stärke.

Plötzlich ist man gezwungen, das gesamte Playbook zu nutzen und seine Strategie anzupassen. Doch genau so sollte Football funktionieren. Schließlich gleicht jede Partie einem Schachspiel, bei dem beide Seiten permanent versuchen, die Schwächen des Gegners auszunutzen und dessen Tendenzen zu erkennen. Und genau dieses taktische Element setzt EA Sports College Football 27 so überzeugend um wie nie zuvor.

Football bleibt ein Mannschaftssport
Doch nicht nur ein weit geöffnetes Playbook ist spielentscheidend. Auch der richtige Umgang mit den Spielern ist immens wichtig. Dank des aus dem Vorgänger bekannten und hier nochmals überarbeiteten Wear-and-Tear-Systems bauen Spieler im Laufe einer Partie nun nämlich sichtbar stärker ab, wenn sie dauerhaft auf dem Feld stehen. Kraft, Geschwindigkeit und Reaktionsvermögen lassen nach, während gleichzeitig das Verletzungsrisiko steigt.

Nicht jede Position ist davon gleichermaßen betroffen. Besonders Running Backs, Wide Receiver oder Defensive Linemen, die nahezu jeden Snap absolvieren, machen sich die Belastungen jedoch deutlich bemerkbar. Dadurch wird es nahezu unmöglich, dauerhaft ausschließlich auf dieselben Spieler zu setzen. Wer langfristig erfolgreich sein möchte, muss regelmäßig rotieren und wichtigen Spielern auch einmal eine Pause gönnen. Wie so viele Neuerungen, die man in College Football 27 antrifft, scheint auch diese Änderung zunächst unscheinbar zu sein. Am Ende sorgt sie aber für zusätzliche taktische Tiefe und macht das Teammanagement noch wichtiger als zuvor.

Der wahre Star heißt Dynasty
Natürlich macht es auch in EA Sports College Football 27 Spaß, schnell eine Partie zu starten oder sich online mit anderen Spielern zu messen. Wer das Spiel allerdings ausschließlich dafür nutzt, kratzt meiner Meinung nach nur an der Oberfläche.

Der eigentliche Herzschlag der Reihe heißt auch in diesem Jahr wieder Dynasty. Schon der Vorgänger bot einen hervorragenden Karrieremodus, doch an einigen Stellen war noch Luft nach oben. Das Recruiting funktionierte zwar bereits überzeugend, das Transferportal spielte jedoch häufig nur eine Nebenrolle und viele Entscheidungen hatten langfristig kaum spürbare Auswirkungen.

Genau hier setzt EA in diesem Jahr an – und das Ergebnis kann sich sehen lassen. Bereits nach den ersten Saisons wird deutlich, dass sich Dynasty wesentlich lebendiger anfühlt als noch im Vorgänger. Das liegt vor allem daran, dass man nun deutlich stärker das Gefühl vermittelt bekommt, tatsächlich ein komplettes College-Programm zu leiten – und eben nicht nur eine Football-Mannschaft.

Jedes College verfolgt seine eigene Vision
Zu den spannendsten Neuerungen gehören hierbei die sogenannten Dynasty Blueprints. Jede Universität verfolgt jetzt ihre eigene Philosophie und bringt individuelle Erwartungen mit. Während traditionelle Topprogramme Jahr für Jahr um die nationale Meisterschaft kämpfen müssen, verfolgen kleinere Colleges oft deutlich bescheidenere Ziele. Dort gilt bereits eine positive Saison oder die Teilnahme an einem Bowl Game als großer Erfolg.

Dadurch fühlt sich eine Karriere mit Alabama oder Oregon völlig anders an als beispielsweise mit Colorado State oder Southern Miss. Übernimmt man eines der Schwergewichte des College Footballs, reicht nämlich eine durchschnittliche Saison längst nicht mehr aus, um Fans und Verantwortliche zufriedenzustellen. Entscheidet man sich hingegen für einen Außenseiter, wird jeder kleine Erfolg entsprechend gefeiert. Somit verfolgt jede Karriere ihre ganz eigene Geschichte, anstatt lediglich möglichst viele Spiele gewinnen zu müssen.

Jetzt schaut auch der Athletic Director ganz genau hin
Noch interessanter wird dieser Ansatz durch die neuen Athletic Director Expectations. Früher wurden Trainer in erster Linie an ihrer Bilanz gemessen. Heute beobachten die Verantwortlichen deutlich genauer, wie sich das gesamte Football-Programm entwickelt.

Gewinnt man wichtige Rivalry Games? Entwickeln sich junge Talente wie erhofft? Gelingt es, hochkarätige Nachwuchsspieler an die Universität zu holen? Werden die sportlichen Ziele des Colleges erreicht? All diese Faktoren fließen nicht nur beim realen College Football in die Bewertung ein, sondern jetzt auch in der virtuellen Version. Dadurch fühlt sich nahezu jede Entscheidung bedeutender an. Es genügt jetzt längst nicht mehr, einfach nur Spiele zu gewinnen. Wer langfristig erfolgreich sein möchte, muss sein Programm Schritt für Schritt weiterentwickeln und nachhaltig aufbauen.

Genau dadurch entsteht dieses typische Manager-Gefühl, das Dynasty schon immer ausgezeichnet hat. Gleichzeitig bildet der Modus den realen College Football noch authentischer ab. Anders als in der NFL geht es hier nämlich häufig nicht nur um den kurzfristigen Erfolg, sondern eben darum, über Jahre hinweg ein konkurrenzfähiges Programm aufzubauen.

Recruiting bleibt eine Wissenschaft für sich
Einer der größten Unterschiede zwischen College Football und der NFL ist seit jeher das Recruiting – und entsprechend nimmt dieser Bereich auch im Spiel wieder eine zentrale Rolle ein.

In diesem Jahr gestaltet sich die Talentsuche allerdings anspruchsvoller als zuvor. Es reicht längst nicht mehr aus, einfach die besten Highschool-Spieler anzuschreiben und auf eine Zusage zu hoffen. Stattdessen muss man sich intensiv mit den individuellen Vorstellungen der Nachwuchstalente beschäftigen. Manche Spieler möchten möglichst früh einen Stammplatz erhalten, andere legen großen Wert auf den akademischen Ruf einer Universität oder bevorzugen ein College in der Nähe ihrer Heimat. Wieder andere orientieren sich vor allem an den sportlichen Perspektiven.

EA baut dieses ohnehin schon gelungene System also sinnvoll aus. Die Gespräche wirken abwechslungsreicher, Entscheidungen haben größere Konsequenzen und der Konkurrenzkampf um die besten Talente fühlt sich deutlich realistischer an. Gerade bei den absoluten Top-Prospects liefern sich mehrere Universitäten regelrechte Rekrutierungsduelle. Es kommt deshalb durchaus vor, dass man wochenlang glaubt, einen zukünftigen Superstar sicher verpflichtet zu haben – nur um kurz vor der endgültigen Entscheidung doch noch von einem größeren Programm ausgestochen zu werden, was natürlich frustrierend sein kann. Gleichzeitig sind genau solche Momente aber auch der Grund dafür, warum Recruiting auch nach vielen Spielzeiten nichts von seiner Faszination verliert.

Das Transferportal verändert die Dynamik
Ebenso wichtig wie das Recruiting ist inzwischen aber auch das Transferportal, das den College Football in den vergangenen Jahren grundlegend verändert hat. Während Spieler früher meist ihre gesamte College-Karriere an einer Universität verbrachten, wechseln sie heute deutlich häufiger den Standort, wenn sie sich davon bessere sportliche Perspektiven versprechen.

Und auch diese Entwicklung bildet EA in College Football 27 erfreulich realistisch nach. Unzufriedene Spieler verlassen ihre Mannschaft nun schneller, gleichzeitig eröffnen sich aber regelmäßig Möglichkeiten, erfahrene Verstärkungen für das eigene Team zu gewinnen.

Besonders gut gefällt mir dabei, dass langfristige Planung deutlich wichtiger geworden ist. Wer junge Talente dauerhaft auf der Ersatzbank versauern lässt oder Versprechen aus dem Recruiting nicht einhält, muss damit rechnen, dass diese früher oder später ihre Koffer packen. Umgekehrt kann man gezielt nach erfahrenen Spielern Ausschau halten und kurzfristige Schwächen im eigenen Kader beheben. Dadurch wirkt jede Saison wesentlich dynamischer als noch im Vorgänger.

Road to Glory wird persönlicher
Natürlich hat EA aber nicht ausschließlich am Dynasty-Modus gearbeitet. Auch der zweite große Spielmodus Road to Glory wurde sinnvoll erweitert.

Wie gewohnt beginnt man hier als vielversprechender Highschool-Spieler, der versucht, die Aufmerksamkeit möglichst renommierter Universitäten auf sich zu ziehen. Neu ist allerdings, dass sich der Karriereverlauf deutlich individueller anfühlt. Bereits die Wahl der Position beeinflusst den weiteren Verlauf wesentlich stärker als bisher. Darüber hinaus stehen erstmals zusätzliche Positionen wie Tight End, Safety oder Edge Rusher zur Auswahl. Das sorgt nicht nur für mehr Abwechslung, sondern erhöht gleichzeitig den Wiederspielwert erheblich.

Der Traum von der Heisman Trophy
Besonders gut gefällt mir außerdem die neue Heisman-Zeremonie. Wer über eine komplette Saison hinweg herausragende Leistungen zeigt, darf auf die prestigeträchtigste individuelle Auszeichnung des College Football hoffen.

EA hat diesem besonderen Moment erstmals eine eigene Präsentation spendiert. Zwar dauert die Zeremonie lediglich rund eine Minute, dennoch verleiht sie der Karriere deutlich mehr Bedeutung. Schließlich träumt im echten College Football nahezu jeder Spieler davon, eines Tages die berühmte Heisman Trophy in den Händen zu halten, und diese Ehre dann so zu präsentieren, finde ich sehr stark. Für jeden Spielertyp ist etwas dabei
Neben Dynasty und Road to Glory kehren selbstverständlich auch sämtliche weiteren Spielmodi zurück. Wer sich lieber online mit anderen Spielern misst, findet so im Road to the College Football Playoff erneut reichlich Herausforderungen. Und auch Ultimate Team ist wieder mit von der Partie und dürfte insbesondere Fans des Sammelkarten-Modus langfristig beschäftigen.

Eine besonders schöne Überraschung stellt außerdem die Rückkehr des Mascot Mashup dar. Hier treten die Maskottchen der verschiedenen Colleges gegeneinander an – herrlich verrückt, bewusst überzogen und genau deshalb eine willkommene Abwechslung zum ansonsten äußerst authentischen Football-Erlebnis.

So unterhaltsam die verschiedenen Spielmodi auch sind, bilden sie letztlich aber nur einen Teil dessen ab, was EA Sports College Football 27 so besonders macht. Der eigentliche Star des Spiels ist nämlich etwas, das sich nur schwer in Zahlen oder Features ausdrücken lässt: seine Atmosphäre.

Mehr als nur Football: Die Präsentation macht den Unterschied
Bewertet man EA Sports College Football 27 ausschließlich nach seinen spielerischen Neuerungen, würde man dem Spiel nämlich eigentlich nicht gerecht werden. Natürlich sind Gameplay, KI und die verschiedenen Spielmodi unglaublich wichtige Bestandteile des Spiels. Der wahre Grund, warum sich die Reihe jedoch so deutlich von Madden und nahezu jedem anderen Sportspiel unterscheidet, liegt aber eben in ihrer Atmosphäre.

Dazu muss man wissen, dass College Football in den USA weit mehr als ein Spiel ist, das samstags ausgetragen wird. Es ist ein gesellschaftliches Ereignis. Fans verbringen oft den gesamten Tag rund um das Stadion, Universitäten pflegen Traditionen, die teilweise seit mehr als einem Jahrhundert bestehen, und manche Rivalitäten reichen weiter zurück als die Gründung zahlreicher NFL-Franchises.

Bereits mit dem Comeback der Reihe gelang es EA, genau dieses besondere Flair einzufangen. College Football 27 geht diesen Weg nun aber noch einmal konsequent weiter und erweitert die Präsentation an vielen Stellen.

Rivalry Games erhalten endlich die Bühne, die sie verdienen
Zu den größten Stärken der diesjährigen Präsentation gehören zweifellos die berühmten Rivalry Games. Wer sich mit College Football beschäftigt, weiß, welche Bedeutung diese Begegnungen besitzen. Spiele wie Michigan gegen Ohio State, Alabama gegen Auburn oder Texas gegen Oklahoma sind weit mehr als gewöhnliche Saisonspiele. Hier geht es um Stolz, Tradition und teilweise jahrzehntealte Feindschaften zwischen zwei Universitäten.

Genau dieses besondere Gefühl transportiert College Football 27 so überzeugend wie nie zuvor. Schon beim Einlauf fällt auf, dass Rivalry Games deutlich aufwendiger inszeniert werden als normale Begegnungen. Maskottchen reagieren auf den jeweiligen Gegner, provozieren die gegnerischen Fans oder zeigen ihre unverhohlene Abneigung. Auch auf dem Spielfeld kochen die Emotionen schneller hoch. Spieler liefern sich Wortgefechte, schubsen sich nach Spielzügen gegenseitig oder feiern gelungene Aktionen wesentlich intensiver.

Für sich genommen mögen das alles kleine Details sein. Zusammengenommen sorgen sie jedoch dafür, dass Rivalry Games endlich die besondere Bedeutung erhalten, die sie auch im echten College Football besitzen.

Hinzu kommen zahlreiche historische Einblendungen und Hintergrundinformationen, die den jeweiligen Rivalitäten zusätzlichen Kontext verleihen. Die Kommentatoren greifen bedeutende Momente aus vergangenen Duellen auf, während Einspieler die Geschichte der Begegnungen näher beleuchten.

Besonders gelungen finde ich außerdem die größere Auswahl an Rivalry Trophies. Diese oftmals kurios wirkenden Trophäen gehören zu den schönsten Traditionen des College Footballs. Außenstehende mögen darüber schmunzeln, für die beteiligten Universitäten besitzen sie jedoch einen enormen Stellenwert. Dass nun noch mehr dieser einzigartigen Auszeichnungen ihren Weg ins Spiel gefunden haben, steigert die Authentizität somit spürbar.

Night Games sorgen für echte Gänsehautmomente
Doch nicht nur Rivalry Games besitzen im College Football einen besonderen Stellenwert. Auch Night Games gehören jedes Jahr zu den absoluten Highlights der Saison. Und auch diese setzte der Vorgänger schon eindrucksvoll in Szene. In College Football 27 legt EA aber auch hier eben noch einmal nach.

Viele Stadien wurden mit zusätzlichen Effekten ausgestattet. Größere Lichtshows, aufwendigere Pyrotechnik und beeindruckende Drohnenformationen sorgen jetzt dafür, dass sich Abendspiele noch spektakulärer anfühlen. Wenn sich das Stadion verdunkelt, Tausende Fans ihre Handylichter einschalten und die Mannschaft unter lautem Jubel sowie einem Feuerwerk das Spielfeld betritt, entsteht somit eine Atmosphäre, die derzeit kaum ein anderes Sportspiel erreicht.

Dabei geht es den Entwicklern erfreulicherweise nicht darum, möglichst viele Effekte einzubauen. Vielmehr orientieren sie sich erneut an den realen Vorbildern und bilden die jeweiligen Traditionen der einzelnen Colleges so authentisch wie möglich nach.

Traditionen, die jedes College einzigartig machen
Apropos Traditionen. Von denen gibt es im College Football eine Menge. Jede Universität, egal wie groß oder klein, besitzt ihre eigenen Rituale, ihre eigenen Zeremonien und ihren ganz persönlichen Charakter. Natürlich versucht EA auch diese Eigenheiten im Spiel darzustellen, und baut diese Jahr für Jahr auch weiter aus – so natürlich auch dieses Jahr. Besonders freuen dürften sich diesmal die Fans der Baylor University. Denn erstmals in der Geschichte der Spielereihe ist die berühmte Baylor Line vollständig im Spiel vertreten. Dabei laufen die Spieler vor dem Spiel gemeinsam mit einer Formation aus Studierenden ins Stadion – eine Tradition, die zu den bekanntesten des gesamten College Footballs zählt.

Neu hinzugekommen ist außerdem der berühmte Anchor Drop von Vanderbilt und auch der ikonische Tunnel Walk der Iowa Hawkeyes wurde noch einmal überarbeitet. Und das sind nur einige Beispiele für zahlreiche neue Details, die EA integriert hat und die dafür sorgen, dass sich jedes College einzigartig anfühlt.

Weit mehr als bloße Hintergrundmusik
Untrennbar mit dem College Football verbunden sind selbstverständlich auch die berühmten Marching Bands. Was hierzulande vielleicht ungewöhnlich erscheinen mag, gehört in den USA seit Generationen fest zum Football-Erlebnis. Dabei liefern die Bands längst nicht nur musikalische Unterhaltung, sondern sind selbst ein wichtiger Bestandteil der gesamten Show.

Genau diesem Aspekt widmet EA in diesem Jahr noch einmal deutlich mehr Aufmerksamkeit. Viele Marching Bands verfügen nun über eigene Choreografien und individuelle Formationen, wodurch die Einläufe noch authentischer wirken.

Gemeinsam mit den traditionellen Fight Songs, den zahlreichen Maskottchen – von denen dank rund 30 neuer Ergänzungen inzwischen nahezu jedes College eines besitzt – und den detailreich gestalteten Stadien entsteht bereits vor dem Kickoff eine Atmosphäre, die erstaunlich nah an echte Fernsehübertragungen heranreicht.

Fans werden selbst Teil der Show
Abgerundet wird die Präsentation durch zahlreiche neue Crowd Themes. Dabei handelt es sich um aufwendig inszenierte Fan-Choreografien, die das Geschehen auf den Tribünen noch lebendiger wirken lassen.

Besonders beeindruckt hat mich dabei das neu integrierte Helmet Stripe Theme von Penn State. Die Zuschauer kleiden sich dabei so, dass auf den Rängen der charakteristische Mittelstreifen des Helms nachgebildet wird – ein Bild, das in der Realität regelmäßig für Gänsehaut sorgt.

Erfreulich ist außerdem, dass diese Choreografien nicht länger ausschließlich Rivalry Games vorbehalten sind, sondern nun grundsätzlich bei deutlich mehr Begegnungen zum Einsatz kommen.

Neue Team-Trophäen
Ein weiteres Detail, das vielen Spielern vermutlich zunächst gar nicht auffallen wird, sind die zahlreichen neuen Team-Trophäen. Im College Football existieren unzählige kleinere Auszeichnungen, die nach besonderen Spielzügen vergeben werden – die sogenannten Team-Trophäen. Viele davon waren bereits in den vergangenen beiden Spielen vertreten. In diesem Jahr hat EA das Angebot jedoch nochmals deutlich erweitert. Ein schönes Beispiel ist der 305 Belt der FIU, der nach einer spielentscheidenden Interception verliehen wird.

Spielerisch haben diese Auszeichnungen zwar keinerlei Einfluss. Für das Gesamtgefühl sind sie dennoch enorm wichtig. Sie erzählen kleine Geschichten, schaffen emotionale Momente und zeigen einmal mehr, wie sehr sich die Entwickler mit ihrem Vorbild auseinandergesetzt haben. Genau dadurch entsteht nie der Eindruck, lediglich ein Madden mit College-Logos zu spielen. Stattdessen vermittelt College Football 27 überzeugend die Faszination einer Sportart, deren Magie weit über das eigentliche Spielgeschehen hinausgeht.

Grafisch weiterhin absolute Spitzenklasse
Auch technisch gehört EA Sports College Football 27 ohne Zweifel zur Speerspitze des Genres. Die Stadien wirken noch lebendiger, Spieleranimationen wurden weiter verbessert und insbesondere die Licht- sowie Wettereffekte hinterlassen einen hervorragenden Eindruck.

Vor allem die bereits erwähnten Night Games demonstrieren eindrucksvoll, wozu die aktuelle Hardware in der Lage ist. Flutlichter spiegeln sich auf dem Rasen, Pyrotechnik erhellt den Nachthimmel und Zehntausende Fans sorgen für ein beeindruckendes Gesamtbild.

Mindestens ebenso gelungen fallen die überarbeiteten Schneeeffekte aus. Kommt es während einer Partie zu starkem Schneefall, verändert sich nicht nur die Optik, sondern auch das Spielgefühl. Heftige Schneegestöber erschweren die Sicht und verleihen den Begegnungen einen ganz eigenen Charakter.

Darüber hinaus wirken die Animationen insgesamt natürlicher als im Vorgänger. Quarterbacks bewegen sich flüssiger, Tackles besitzen mehr Wucht und spektakuläre Catches sehen weniger geskriptet aus.

Der Sound setzt erneut Maßstäbe
So beeindruckend die Grafik auch ausfällt – der eigentliche Star der technischen Präsentation bleibt für mich auch diesmal der Sound. Schon seit dem Comeback der Reihe gehört die Klangkulisse zu den größten Stärken von EA Sports College Football. Und in diesem Jahr wurde sie sogar noch einmal spürbar verbessert.

Die Kombination aus Fans, Kommentatoren, Marching Bands und authentischen Stadiongeräuschen erzeugt eine Atmosphäre, die ihresgleichen sucht. Erzielt man in einem Rivalry Game kurz vor Schluss den entscheidenden Touchdown, explodiert das gesamte Stadion förmlich. Die Fans reagieren hörbar emotionaler, die Marching Band setzt unmittelbar ein und selbst über die heimischen Lautsprecher entsteht das Gefühl, mitten im Geschehen zu sein.

Genau hier zeigt sich erneut der größte Unterschied zu Madden. Während die NFL vor allem Professionalität und Präzision verkörpert, lebt College Football von Emotionen, Leidenschaft und Tradition. Und kaum ein anderes Sportspiel schafft es derzeit so überzeugend, genau diese Gefühle auch soundtechnisch rüberzubringen wie College Football 27.

Keine perfekte Saison
So beeindruckend EA Sports College Football 27 auch geworden ist – eine perfekte Saison spielt auch EA in diesem Jahr nicht.

Das liegt allerdings weniger an gravierenden Schwächen als vielmehr daran, dass sich die Entwickler mit den hervorragenden Vorgängern die Messlatte selbst enorm hochgelegt haben. Entsprechend fallen kleinere Unsauberkeiten heute deutlich stärker auf als noch vor einigen Jahren.

Die gute Nachricht: Keine dieser Schwächen ist auch nur ansatzweise gravierend genug, um den Spielspaß nachhaltig zu trüben. Wer allerdings viele Stunden in Dynasty, Road to Glory oder den Online-Modi verbringt, wird ihnen früher oder später dennoch begegnen.

Kleine KI-Aussetzer bleiben bestehen
Der größte Kritikpunkt betrifft dabei weiterhin die künstliche Intelligenz. Dabei macht die KI grundsätzlich einen ausgezeichneten Job. Sie reagiert besser auf wiederholte Spielzüge, passt sich der eigenen Strategie an und sorgt dadurch für abwechslungsreichere Partien.

Ganz fehlerfrei arbeitet sie dann aber eben leider doch nicht. Denn vor allem in der Defense kommt es gelegentlich zu Situationen, in denen Verteidiger kurzzeitig ihre Zuordnung verlieren oder auf bestimmte Spielzüge etwas zu spät reagieren. Vereinzelt wirken zudem auch Tackling-Entscheidungen nicht ganz nachvollziehbar.

Ähnliches gilt für die CPU-Offense. Meist agiert sie clever und glaubwürdig, hin und wieder trifft sie allerdings Entscheidungen, die nicht so recht zum bisherigen Spielverlauf passen. Solche Momente treten zwar erfreulich selten auf, fallen aber gerade deshalb stärker auf, weil das restliche Gameplay inzwischen ein außergewöhnlich hohes Niveau erreicht hat.

Kleine technische Ungenauigkeiten
Und auch technisch bleibt das Spiel leider nicht vollständig fehlerfrei. So passiert es gelegentlich, dass Animationen nicht ganz sauber ineinander überlaufen oder sich Spieler für einen kurzen Moment ineinander verhaken. Außerdem sind hin und wieder auch kleinere Clipping-Fehler zu beobachten.

Angesichts der enormen Anzahl an Teams, Stadien, Animationen und individuellen Präsentationen sind diese kleinen Problemchen aber mehr als zu verkraften. Zumal es während meines Tests keinen einzigen Fehler gab, der eine Partie auch nur ansatzweise ernsthaft beeinträchtigt oder gar unspielbar gemacht hätte.

Für Neueinsteiger nicht immer leicht
Das größte Problem von College Football 27 stellt somit den Einstieg ins Spiel dar. Wer bislang kaum Berührungspunkte mit dem College Football hatte, dürfte sich nämlich zunächst von der schieren Fülle an Inhalten erschlagen fühlen.

138 Teams, zahlreiche Conferences, jahrzehntealte Rivalitäten, Recruiting, das Transferportal, verschiedene Spielsysteme und unzählige Fachbegriffe verlangen anfangs durchaus etwas Einarbeitung. EA erklärt viele Zusammenhänge zwar ordentlich, nimmt Einsteiger aber dennoch nicht immer ausreichend an die Hand.

Wer bereit ist, sich etwas intensiver mit der Materie zu beschäftigen, wird allerdings schnell feststellen, dass genau diese Komplexität eine der größten Stärken des Spiels darstellt. Denn je tiefer man eintaucht, desto faszinierender wird die Welt des College Football.



Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters Stefan.Heppert

Mit EA Sports College Football 27 gelingt EA etwas, das im Sportspiel-Genre inzwischen erstaunlich selten geworden ist: Der Entwickler veröffentlicht kein jährliches Update, sondern eine spürbare Weiterentwicklung.

Zwar erfindet das Spiel den Sport nicht neu, doch genau das war nach dem hervorragenden Vorgänger auch gar nicht notwendig. Stattdessen verbessert EA nahezu jeden Bereich behutsam, aber konsequent. Das Gameplay wirkt noch flüssiger, die KI agiert glaubwürdiger, Dynasty gewinnt deutlich an Tiefe und Road to Glory vermittelt stärker denn je das Gefühl, tatsächlich den Weg eines College-Athleten zu erleben.

Die größte Stärke bleibt jedoch weiterhin die Atmosphäre. Wenn die Marching Band den Fight Song anstimmt, Zehntausende Fans ihr Team lautstark unterstützen, traditionsreiche Rivalry Games mit einer besonderen Inszenierung gefeiert werden oder ein kleiner Außenseiter plötzlich um den Einzug in die College Football Playoffs kämpft, versteht man sofort, weshalb diese Sportart in den USA einen derart hohen Stellenwert besitzt.

Und genau dieses Gefühl fängt EA Sports College Football 27 so authentisch und mitreißend ein wie kaum ein anderes Sportspiel zuvor. EA hat damit geschafft, was ich kaum für möglich gehalten hätte: meine ohnehin schon sehr hohen Erwartungen als Fan des realen College Footballs ebenso wie der Spielereihe nicht nur zu erfüllen, sondern sogar noch zu übertreffen. Für mich steht deshalb fest: EA Sports College Football 27 ist nicht nur das bislang beste College-Football-Spiel überhaupt, sondern zählt auch zu den besten Sportspielen, die jemals veröffentlicht wurden.



EA Sports College Football 27 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Stefan.Heppert

Screenshots












Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 9.625 Grafik: 9.50
Sound: 10.00
Steuerung: 9.50
Gameplay: 9.50
Wertung: 9.625
  • Unglaubliche College-Football-Atmosphäre
  • 138 spielbare Teams inklusive North Dakota State und Sacramento State
  • Überragender Dynasty-Modus mit noch mehr Tiefe
  • Zahlreiche neue Traditionen und Details
  • Dynamisches und abwechslungsreiches Gameplay
  • Einstieg für Neulinge teilweise etwas komplex
  • Ultimate Team und Monetarisierung bleiben ein Diskussionsthema
  • Kleinere KI-Aussetzer
  • Vereinzelte technische Ungereimtheiten

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Rezension vom: 20.07.2026
Kategorie: Sport
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