Genre:
Simulationen USK Freigabe:
Freigegeben ohne Altersbeschränkung gemäß § 14 JuSchG. ca. Preis:
22,99 €
Systeme:
PC, PlayStation 5, Switch 2, Xbox Series X/S
Inhalt:
Du erwachst auf einer einsamen Insel, die mitten in der Luft schwebt. Du hast zwar einen Rucksack mit dabei und auch eine ungefähre Ahnung, was du machen kannst. Doch ansonsten weißt du zunächst nicht, was dich erwartet oder was dein Ziel ist. Also machst du dich auf den Weg, es herauszufinden.
Meinung:
Survival Games haben ein ebenso einfaches, wie auch bestechendes Spielprinzip. Du wachst alleine auf, hast nur das allernötigste Minimum an Ressourcen. Und musst anschließend versuchen, darauf aufbauend dein Überleben zu sichern. Was mitunter durch externe Gefahren erschwert wird. Die Settings können dabei extrem unterschiedlich sein. The Raft platzierte den Spieler auf ein Floß, derweil Forever Skies dich auf eine lebensfeindlich gewordene Planet Erde versetzte.
Das Setting von Solarpunk ist eine fremde Welt. Eine, in der diverse Landmasse frei in der Luft schweben. Eine, in der das Wetter durchaus gefährlich werden kann. Und eine, in der du dann überleben musst.
Wie üblich fängst du klein an. Du hast eine Axt, eine Spitzhacke und eine Feldhacke, sowie ebenso Beeren, die Hunger und Durst stillen können. Du kannst bestimmte Werkzeuge jederzeit craften, wenn sie kaputt gegangen sind, wobei du später dann auch noch eine Handwerksbank und einen Forschungstisch errichten kannst. Deine ersten Maßnahmen sind klar: Genügend Ressourcen sammeln, um den Beginn zu überleben.
Dabei unterstützt dich ein sehr gutes Tutorial. Dass dir zunächst die einfachsten Dinge zeigt, ehe es am Ende Zielvorgaben gibt, wo du den Weg dorthin selber herausfinden musst. Auf diese Weise bist du gut gerüstet, für das, was als Nächstes kommt.
Was... nichts ist. Sobald du das Tutorial durch hast, hast du zunächst keine Zielsetzung. Weshalb du anschließend eher damit beschäftigt bist, nach und nach alles zu erforschen und zu bauen. Derweil du gleichzeitig das Eiland erkundest, auf dem du dich gerade befindest.
Zumindest kriegst du dann später wieder eine Mission. Denn du findest die Überreste eines abgestürzten Luftschiffes. Solche hast du bereits aus der Entfernung gesehen, also weißt du ungefähr was dich erwartet. Nämlich, so eins wieder zusammensetzen und anschließend dich auf zum nächsten Eiland zu machen.
Immerhin haben die Entwickler versucht, hier etwas Abwechslung reinzubringen. Denn die diversen Inseln, die du erkundest, haben häufig andere Biome. So das du gezwungen bist, deine Herangehensweise immer wieder neu anzupassen.
Auch ist es möglich, dass du, je weiter du im Spiel vorankommst, Abläufe immer mehr automatisieren kannst. Das ist schon praktisch, da irgendwann die Fertigungsprozesse sehr komplex sind. Und auf diese Weise sparst du Zeit.
Aber das ändert trotzdem nichts daran, dass das Game vor allem eins ist: Nicht sehr spannend. Es fehlt hier wirklich an einer Geschichte, an einem roten Faden, der alles zusammenhält, der auch den Progress, den du entwickelst, erklärt und einen Sinn ergibt.
Auch schadet es dem Spiel, dass die Welten, die du besuchst, überwiegend menschenleer sind. Es gibt hier niemanden, mit dem du interagieren kannst. Niemand, mit dem du reden kannst und der dir vielleicht ein paar Lorebrocken hinwirft. Stattdessen ist da nichts!
Doch das Schlimmste ist, dass das Game sehr einfach ist. Der Survivalaspekt reduziert sich hier darauf, dass du auf deine Gesundheit, deinen Hunger und deinen Durst achten musst. Externe Gefahren sind nicht vorhanden. Es gibt keine Monster, keine Bedrohungen, die für Spannung sorgen. Dadurch wird das Spiel irgendwann zu einfach.
Fazit:
Es hat seinen Grund, wieso viele Survival Games externe Gefahren einbauen. Denn auf diese Art und Weise kann dafür gesorgt werden, dass das Spiel spannender wird. Das fehlt hier. Und auch weitere Entscheidungen sorgen nicht dafür, dass Solarpunk wirklich spitzenklasse wird. Im Gegenteil: Die überwiegende Leere der diversen Inseln und der Mangel einer Story sind dem Spielspaß doch sehr abträglich.
Trotzdem hat das Game seinen Charme. Fortschritt ist sehr einfach zu erzielen und ist entsprechend auch sehr motivierend. Und zu sehen, wie komplex irgendwann deine Siedlungen werden, macht Spaß. Aber nicht genügend davon, um einen Kauf zu rechtfertigen.
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