Genre:
Rollenspiele USK Freigabe:
Freigegeben ab 12 Jahren gemäß § 14 JuSchG. ca. Preis:
25,00 €
Systeme:
PC, Switch
Inhalt:
Als Trey zu sich kommt, kann er sich an nichts erinnern. Weder, woher er kommt, noch wo er ist oder wer er ist. Um dies herauszufinden, macht er sich nach einem Gespräch mit den Leuten, die ihn gefunden haben, daran, die Welt Talea zu erforschen. Er will ein Lumen werden, jemand, der die Animon trainiert. Das sind Kreaturen, die überall zu finden sind. Doch ist das ein langer und harter Weg.
Meinung:
Kreaturen finden, ggf. fangen und trainieren? Das klingt doch sehr nach Pokemon. Tatsächlich hatte und hat Gamefreaks RPG-Reihe einen enormen Einfluss auf die Welt der Videospiele gehabt. Denn was erfolgreich war, das findet oft genug Nachahmer. Die sich mal mehr mal weniger sklavisch an die Vorlage halten. Games wie Cassette Beats oder Palworld bekennen sich zwar offensichtlich zum Vorbild, bieten aber auch mehr als genug eigene Kreativität und Elemente auf.
Ein deutliches Bekenntniss Auch LumenTale: Memories of Trey bekennt sich zu der Vorlage. Bietet aber ebenfalls genügend Eigenständiges, damit du als Spieler dabei bleibst. Mit dem Ergebnis, dass dies ein interessantes und abwechslungsreiches Game ist, das herausgekommen ist. Wenn auch eins, dass Stärken und Schwächen hat.
Der Titel ist ursprünglich via Kickstarter finanziert worden und sollte zunächst bereits 2024 herauskommen. Doch Beehive Studios, die Entwickler des Spiels, verzögerten die Veröffentlichung auf Mai 2026. In dieser Zeit schlossen sie einen Publishing-Deal mit Team 17 ab, die schon zuvor mit Monster Sanctuary ein Game mit Monster Taming-Elementen veröffentlichten. Die Erfahrung, die sie damals gesammelt hatten, gaben sie an Beehive Studios weiter.
Dabei merkt man ihrem Spiel LumenTale an, dass diese sich bemühten, ein Spiel herauszubringen, dass zwar Pokemon-Artig wirkt. Aber mehr als genügend Elemente aufweist, so das es eigenständig ist. Das merkst du vor allem an der Welt und der Story, die deutlich umfangreicher und komplexer wirkt, als im Vergleich zum Vorbild. Angeblich sollen die Entwickler sich für die Story Spiele wie die Xenoblade-Reihe oder Persona als Inspirationsquelle genommen haben. Was sich stellenweise durchaus bemerkbar macht. Die Welt, auf der du unterwegs bist, wirkt bunt und vielfältig, derweil die Geschichte an sich stellenweise sehr komplex ist.
Ähnlich und doch anders Allerdings lässt das Pacing der Erzählung zu wünschen übrig. Spätestens ab der Hälfte des Games beginnt die Story sich zu ziehen. Es entsteht das Gefühl, dass den Entwicklern eine neue Volte lieber war, anstatt direkt aufs Ende zuzusteuern. Ebenso wären mehr Sidequests wünschenswert gewesen, weil diese mitunter interessanter als die Mainquest waren.
Doch das Kernelement des Games sind natürlich die Kreaturen, die du hier zähmen kannst. Beziehungsweise die Animon, wie sie hier heißen. Und hier beweist Lumentale schon allein von den Designs her, dass es alles, nur kein Pokemon-Klon ist. Es lässt sich schwer beschreiben, aber die diversen Wesen, denen du hier begegnest, wirken kreativer und abwechslungsreicher, als all das, was stellenweise bei den aktuellen Pokemon-Spielen aufgetischt wird.
Doch nicht nur das Aussehen ist anders. Der Titel baut auch genügend Elemente ein, damit es anders wirkt. So kannst du in den Kämpfen bis zu vier Kreaturen gleichzeitig einsetzen. Ebenso haben sie zwar Attribute, wie die Pokemon. Doch genauso haben sie auch Eigenschaften, die für zusätzliche Boni sorgen. Die Felicis genannten Fähigkeiten können so unter anderem dafür sorgen, dass ein Animon mit einem Extrapunkt an Energie einen kleinen Heileffekt für das gesamte Team erzeugt. Richtig eingesetzt kann dies dafür sorgen, dass das Game vor allem für High End-Spieler interessant werden dürfte. Denn so sind komplexe und knifflige Strategien möglich, die vor allem diese ansprechen dürften.
Eine wunderbare Optik Doch dafür mussst du dich auch selber reinfuchsen. Denn das Spiel erklärt von sich aus sehr wenig. Vieles muss du selbst herausfinden. Das ist dann stellenweise sehr Trial and Error oder Zufallsentdeckungen, was natürlich nicht besonders spielerfreundlich ist. Hier wären mehr Tutorials, mehr erklärende Texte hilfreich gewesen.
Dafür sieht das Game wunderbar aus. Die Optik erinnert stellenweise an ein HD Pixel-Game, den Grafikstil, den Square Enix aktuell mit ihren Titeln so populär macht. Das, kombiniert mit den gelungenen Designs sorgt wieder dafür, dass man das Game gerne spielt. Vorausgesetzt, man zockt es auf einer Switch 2 oder dem PC. Denn auf der Switch gerät das Spiel manchmal arg ins laggen, was sehr schade ist.
Fazit:
Es ist schade, das Lumentale sich stellenweise selber ein Bein stellt. Das Game hat gute Ansätze. Es bietet eine faszinierende Story, ein eigenständiges Design und ein Kampfsystem, das vor allem für High-Level-Player vielversprechend wirkt. Doch dem gegenüber steht die Tatsache, dass die Geschichte sich aber der Mitte zieht und man sich stellenweise mehr Erklärungen gewünscht hätte. Dennoch ist es ein Titel, in dem man durchaus reinschauen kann.
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