Genre:
Strategie USK Freigabe:
Freigegeben ab 12 Jahren gemäß § 14 JuSchG. ca. Preis:
35,00 €
Systeme:
PC, PlayStation 5, Switch 2, Xbox Series X/S
Inhalt:
Die USS Voyager unter dem Kommando von Captain Kathryn Janeway sollte ursprünglich ein Maquis-Raumschiff in den Badlands verfolgen. Doch dann wurde das Schiff über 70.000 Lichtjahre hinweg in den Delta-Quadranten versetzt. Der direkte Weg zurück erscheint unmöglich, weshalb es sich auf die lange und abenteuervolle Reise zurück macht.
Meinung:
Star Trek existiert mittlerweile schon seit über 60 Jahren und hat in dieser Zeit jede Menge Filme und Serien hervorgebracht. Darunter auch Star Trek – Voyager, die von 1995 bis 2001 lief. Erzählt wurden die eingangs geschilderten Erlebnisse, die nur ansatzweise wiedergeben, was das Schiff und seine Crew im Laufe der Jahre erlebt haben.
Du kannst entscheiden
Vor kurzem wurde dann überraschend eine Videospieladaption der Serie angekündigt. Die ist jetzt unter dem Titel Star Trek: Voyager – Into the Unknown erschienen. Als Feature wurde die Tatsache vorgestellt, dass man nicht nur die Abenteuer der Reihe an sich nachspielen könne. Sondern ebenso alternative Entscheidungen treffen könne.
Und ohne zu viel vorwegzunehmen: Es wurde nicht zu viel versprochen. Doch der Reihe nach.
Star Trek: Voyager – Into the Unknown ist ein Survival-Spiel. Das heißt, du musst ständig ein Auge auf alle möglichen Ressourcen haben, um nicht im Nirgendwo zu stranden. Ebenso solltest du den Gemütszustand deiner Crew im Blick behalten.
Viel zu tun, viel zu beachten, viel zu bedenken
Zum Glück gibt dir das Game ein ausführliches Tutorial, wo dir das Gameplay nähergebracht wird. Das ist auch nötig, weil es sehr kleinteilig sein kann. Es geht hier eben nicht nur darum, dass du von A nach B reist, um dort Abenteuer zu erleben. Du brauchst Dilithium, damit der Warpantrieb funktionsfähig bleibt. Oder Deuterium, damit du gewisse Räume und Funktionen aktivieren kannst.
Dabei ist das Innere deines Schiffes nahezu ein einziger Schrottplatz. Im Tutorial kannst du zwar schon erste Räume freischalten. Doch den Rest kannst du erst im Laufe des Spiels freiräumen. Und dann gilt es auch noch zu entscheiden, was du in die jeweils freigeräumten Flächen baust. Was keine einfach Entscheidung ist, da du ständig abwägen musst, was du als Nächstes machen kannst und solltest. Denn du hast nicht unendliche Ressourcen oder Besatzungsmitglieder. Und oft genug musst du einer Sache Vorrang geben, obwohl du ursprünglich etwas anderes machen wolltest.
Dabei besteht das Game nicht nur von Reisen und Erkunden im All oder Ausbauen des Raumschiffes. Ebenso gibt es die Außenmissionen. Wo du eine Crew zusammenstellen musst, die dann auf einen Planeten runterbeamt, und dort eine Reihe von Herausforderungen meistern muss.
Auf die Eigenschaften kommt es an
Dir stehen verschiedene Mannschaftsmitglieder zur Verfügung, die unterschiedliche Eigenschaften haben. B’lanna Torres ist beispielsweise Ingenieurin und kann kämpfen. Derweil Tuvok Wissenschaftler und Sternenflotte repräsentiert. Du erhältst vorab einen Eindruck, was dich erwartet und musst dann entsprechend die jeweiligen Eigenschaften abdecken.
Auf der Oberfläche angekommen durchläufst du dann die Abenteuer und musst die entsprechenden Fertigkeiten einsetzen. Es gibt dabei eine Vorgabe, welchen Wert eine Eigenschaft haben sollte, um einen hundertprozentigen Erfolg zu erhalten. Je niedriger dieser bei einer Figur ist, desto schwieriger wird es, Erfolg zu haben. Du kannst aber auch zwei Personen miteinander kombinieren, um so den gewünschten Schwellenwert zu erreichen.
Jedes Mal, wenn du eine Figur eingesetzt hast, ist sie erst mal für eine Runde erschöpft und steht nicht zur Verfügung. Das macht die Sache nicht eben einfacher für dich, weshalb du entsprechend ein möglichst gut austariertes Team zusammenstellen musst.
Optische und akustische Mängel
Das Game atmet wirklich den Geist von Star Trek. Optisch wurde sich an dem damaligen Look orientiert, was großartig aussieht. Und dann ist da noch die Tatsache, dass du bei bestimmten Situationen andere Entscheidungen treffen kannst, die enorme Auswirkungen haben. So kannst du beispielsweise entscheiden, dass Tuvix zusammenbleibet und nicht getrennt wird. Wie sich das dann aufs Gameplay auswirkt, das macht wirklich Stimmung.
Übrigens ist jedes Playthrough komplett unterschiedlich von dem anderen. Nicht nur kannst du andere Entscheidungen treffen. Auch die Zusammensetzung der Planeten und ihrer Rohstoff ist anders.
Allerdings schwächelt das Game bei der Darstellung der Figuren. Manchmal wirken sie wirklich so, wie man es vom Fernsehen her kennt. Doch dann, vor allem bei den Bildern die das Geschehen wiedergeben, sehen sie fremdartig und verzerrt aus. Hier wären Episodenfotos besser gewesen.
Auch hätte ich mir mehr Sprachausgabe gewünscht. Bis auf das Intro, das Robert Duncan Mcneill gesprochen hat, gibt es davon sehr wenig. Und so wirkt es irritierend, dass man beispielsweise nicht die Stimmen von Roxanna Dawson oder Tim Russ hört, obwohl gerade ihre Figuren reden. Diese Stille wirft einen wiederholt aus dem Gameplay.
Fazit:
Star Trek: Voyager – Into the Unknown ist eine wunderbare Hommage an die Fernsehserie. Das Gameplay ist vielseitig und nicht jedes Playthrough gleicht dem Vorherigen. Es gibt viel zu tun und zu bedenken, weil alles Konsequenzen hat. Schade ist nur, dass man bei den Planetenabenteuern auf Episodenfotos verzichtet hat, sondern nur Nachzeichnungen verwendet, die noch dazu die Charaktere verzerrt wirken lässt. Ebenso wäre mehr Sprachausgabe super gewesen.
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