Genre:
Rollenspiele USK Freigabe:
Freigegeben ab 12 Jahren gemäß § 14 JuSchG. ca. Preis:
25,00 €
Systeme:
PC, PlayStation 5, Switch, Xbox Series X/S
Inhalt:
Vor 1000 Jahren besiegte die gütige Göttin Elore die drei bösen Götter Death, Saruin und Schirach. Saruin wurde durch die zehn Schicksalssteine und das Opfer der Heldin Mirsa eingesperrt. Doch die Schicksalssteine wurden über die Welt verstreut und die Kräfte der Finsternis sammeln sich, um den Eingesperrten wieder zu befreien. Weshalb es jetzt auf acht Helden ankommt, die die Schicksalssteine wieder sammeln und den Gott ein für alle Mal besiegen müssen.
Meinung:
Jahrelang war die Romancing SaGa-Reihe nur etwas für eingefleischte Kenner. Viele ihrer Spiele schafften es nicht nach Europa, geschweige denn überhaupt irgendwie nach außerhalb von Japans. Doch in den letzten Jahren hat sich dies geändert. In den letzten Jahren wird man förmlich mit neuen und alten Titeln der Reihe im positiven Sinne überflutet. Das neuste Werk hört auf den Titel Romancing Saga – Minstrel Song -Remastered.
Ein Spiel mit Historie Dabei hat das Spiel schon eine gewisse Historie hinter sich. Denn ursprünglich war es das allererste Romancing SaGa, welches damals auf dem SNES herauskam, wenn auch nur in Japan. 2001 kam eine Adaption für den Bandai WonderSwan heraus, jedoch ebenfalls nur in Japan. 2005 erschien ein Remake, mit dem Untertitel Minstrel Song, für die PS2. Das war dann zum ersten Mal nicht nur ausschließlich in Japan erhältlich, sondern dieses Mal auch in Nordamerika. Und 2009 kam eine Adaption für einige japanische Mobilegeräte heraus, wie dem i-Mode. Womit das Remastered der PS2-Version die erste Fassung ist, die weltweit auf vielen verschiedenen Plattformen zu kaufen ist.
Es handelt sich hierbei jedoch nicht nur um ein bloßes Remastered. Im Vergleich zur Vorlage wurde noch mal einiges getan. Es gibt zusätzliche Charaktere und Events, ebenso natürlich, wie auch die Steuerung an die Moderne angepasst wurde.
Gewöhnungsbedürftig ist zunächst die Optik, bei der ich beim ersten Anblick vermutete, dass das Game ursprünglich auf dem DS oder 3DS herausgekommen sein muss. Denn im Prinzip wirken die Figuren so, als ob sie aus großen Flächen zusammengeklebt wurden, die anschließend mit Details bestückt wurden. Ein, zugegeben, etwas anderer Anblick, der dann aber im Laufe der Zeit seinen Charme entwickelt.
Erinnerungen an Final Fantasy II Der Ablauf des Spiels ist hierbei wie folgt: Du wählst zu Beginn eine von acht Figuren aus, spielt deren jeweiligen Prolog, ehe du dann die Welt erkundest und damit auch die Hauptquest. Die Charaktere sind dabei unterschiedlich: Du hast sie Kriegerin Sif aus der schneebedeckten Region von Valhallaland, Albert, den Erben eines Adeligen aus Rosalia oder Hawk, einen berüchtigten Piraten. Jede der Figuren spielt sich einzigartig, was sich eben nicht nur in den Werten ausdrückt, sondern ebenso, wie sie Kämpfen. Sif greift mit Schwertern, Äxten und Bögen an, derweil Claudia überwiegend Magie einsetzt. Eines haben die Charaktere gemein: Ihre jeweilige Erzählungen sind packend inszeniert und sie sind alle sympathisch
Dabei ist das Levelupprinzip des Spiels gewöhnungsbedürftig. Denn die Charaktere erhalten durch absolvierte Quests oder Kämpfe keine Erfahrungspunkte. Stattdessen steigen ihre Attribute entsprechend ihrem Einsatz. Ein Prinzip, wie man es aus Final Fantasy II her kennt, dass aber seit damals nur sehr selten Wiederverwendung findet. Aus dem einfachen Grunde, weil es schnell dazu führen kann, dass du dich verskillst und das dann erst mühsam wieder ausgleichen musst.
Wobei du allgemein in diesem Game viel Grinden musst! Der Schwierigkeitsgrad kann ziemlich stark schwankend sein. Es kann sein, dass du die normalen Kämpfe problemlos überstehst, nur um anschließend von einem Boss verprügelt zu werden. Weshalb du dann entsprechend skillen musst.
Und als ob dass noch nicht genug wäre, gibt es ein Problem mit der Narration, bzw. dem Storyprogress. Das Game ist ein Open World-Spiel, wo du entsprechend überall hingehen kannst, wo du hin möchtest. Doch es kann durchaus vorkommen, dass du nicht weißt, wo du als nächstes hinmusst oder wie der Weg dorthin aussieht. Die Gespräche mit NPCs helfen dir da nicht wirklich weiter, weil die so formuliert sind, dass sie sehr allgemein klingen und dementsprechend wenig Stoff haben, der weiterhilft.
Fazit:
Es ist einerseits löblich, dass ein „neuer“ Romancing SaGa-Titel herauskommt. Aber andererseits ist dies ein Spiel, dass seiner Zeit damals, während der SNES-Ära weit voraus war, weil Open World-Titel damals noch nicht so häufig waren. Und das hat eben auch Konsequenzen. Es ist manchmal frustrierend, über diese Welt zu navigieren, weil entsprechende Hinweise sehr vage und allgemein formuliert worden sind. Das Levelup-Prinzip erinnert an Final Fantasy II mit allen Vor- und Nachteilen. Und der Schwierigkeitsgrad des Games ist stark schwankend und man muss viel Grinden. Was insgesamt das zu einem Spiel werden lässt, an dem sich die Geister scheiden werden.
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