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Detective Dotson

Entwickler: Masala Games Private Limited
Publisher: Masala Games Private Limited

Genre: Adventure
USK Freigabe: Freigegeben ab 12 Jahren gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: 15,00 €

Systeme: Switch, Switch 2

Inhalt:

Dein Vater ist tot. Er wurde ermordet! Und jetzt liegt es an dir, die Schuldigen zu finden. Vorausgesetzt natürlich, du löst vorher all die anderen Fälle, die dir vorgelegt werden.



Meinung:

Wenn es um „realistische“ Settings geht, so ist die Welt der Videospiele gefühlt zweigeteilt. Entweder findet die Story in einer eindeutig westlich orientierten Realität statt, oder in einer, die deutlich japanische Einflüsse aufzeigt. Games, die auch mal andere Länder als Vorlage nehmen, sind eher selten. Zum Glück gibt es ja jetzt Detective Dotson.

Ein irritierender Anfang
Entwickelt wurde das Spiel von dem indischen Entwickler Masala Games. Das von dem Ex-Pixar und Ex-EA-Veteranen Shalin Shodhan gegründet wurde. Detective Dotson ist ihr erstes Game, dass auf PC und Konsole erscheint. Ursprünglich kam der Titel im April 2025 auf dem PC heraus, derweil die Xbox ihre Fassung im September erhielt. Seit Ende Oktober kann man das Spiel auch auf der Switch kaufen.

Der Beginn des Spiels ist dabei etwas irritierend. Im Prinzip fängt es damit an, dass der Protagonist Dotson, seines Zeichens Ermittler, die Asche seines Vaters im Fluss ausstreut, derweil du erfährst, dass dieser ermordet wurde. Und danach heißt es, du sollst den Mörder finden, aber nicht sofort. Denn zuvor sollst du einige kleinere Fälle lösen, wie beispielsweise, wer deinen Hund rosa eingefärbt hat. 

Der Beginn wirkt sehr trocken und irritierend. Du wirst einfach so ins Setting reingeworfen, ohne, dass es vorher zu einer Sequenz kommt, wo du siehst, wie der werte Herr Vater getötet wurde. Dadurch wirst du von der Story und dem, was auf dem Spiel steht, emotional distanziert sein.

Ohne Moos nix los
Immerhin darfst du danach ermitteln. Das heißt, du läufst durch eine begrenzte Umgebung und kannst anschließend anfangen, Leute zu befragen, Gefälligkeiten zu machen und dann auf einem speziellen Bildschirm festlegen, wer in welcher Abhängigkeit was gemacht hat. Die Personen, die du befragen musst, sind dabei teilweise gut versteckt, so dass du wirklich alles absuchen, beispielsweise in Gebäuden jeden einzelnen Raum durchsuchen und sogar aufs Dach gehen oder über einen Abgrund springen musst.

Wiederholt stößt du außerdem auf Items, die du einsammeln, auswählen oder sogar wegwerfen kannst. Diese Gegenstände benötigst du, um von einigen Leuten Antworten zu erhalten. Dabei wird dir immer angezeigt, was gewünscht wird. Wenn du was nicht findest, dann kannst du auch die diversen Läden aufsuchen, die überall zu finden sind.

Dort kannst du unter anderem Nahrung oder Verkleidungsstücke kaufen. Der besondere Clou ist, dass du dabei auch feilschen kannst, um so entweder weniger Geld auszugeben oder aber, wenn du etwas verkaufst, mehr Cash zu erhalten. Für finanziellen Nachschub sorgen dann die diversen Minigames, die du absolvieren kannst. So kannst du entweder zu Bollywood-Melodien das Tanzbein schwingen oder Wimmelbildspiele lösen. 

Nicht sonderlich überzeugend
Falls du gewinnst, erhältst du Geld. Falls du verlierst, gibt es keinerlei Konsequenzen. Und das ist schade, da so ein wenig dem Gameplay und Schwierigkeitsgrad der Zahn gezogen wurde.

Nicht, dass das Spiel sonderlich schwer ist. Selbst als durchschnittlicher Gamer bist du innerhalb eines Nachmittags durch. Und leider gibt es nichts, dass dich dazu einlädt, es wiederzuspielen.

Das Problem ist auch, dass die Minispiele einem sehr bald sehr schnell auf den Keks gehen, ebenso wie der unnötig verschachtelte Levelaufbau. Die Sprungpassagen wirken unnötig und die Hintergrundmusik nervt sehr schnell. Vor allem Letzteres ist sehr irritierend. Man hätte hier indische Melodien erwartet, doch die gibt es nur beim Tanzminigame. Außerhalb davon ist es ein enervierendes Gedudel, dass nicht für das Spiel spricht, sondern sogar sehr dagegen.

Nicht, dass die Optik es besser macht. Es ist ein Mischmasch aus 2D Pixelgrafik und 3D Objekten im Hintergrund. Ein Kontrast, der sich beißt und definitiv nicht für das Game spricht.



Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters Götz Piesbergen

Ich hatte mir von Detective Dotson mehr versprochen. Ein Adventure-Game mit Indienambiente klang auch vielversprechend. Doch davon wurde nur sehr wenig gut umgesetzt. Die diversen Minigames nerven sehr schnell, die Sprungpassagen sind unnötig und die musikalische Untermalung tötet jede Stimmung, die ggf. aufkommen könnte. Hinzu kommt auch noch die kurze Spieldauer und nicht vorhandene Wiederspielbarkeit. Womit das am Ende ein Titel ist, der seine Möglichkeiten nicht mal ansatzweise wahrnimmt.



Detective Dotson - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Götz Piesbergen

Screenshots


















Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 5.25 Grafik: 4.50
Sound: 3.50
Steuerung: 8.00
Gameplay: 5.00
Wertung: 5.25
  • Ein Game im indischen Setting
  • Bollywood-Musik in Minigames
  • Minigames nerven
  • Verschachtelter Levelaufbau mit unnötigen Sprungpassagen
  • Außerhalb der Minigames nerviges Gedudel
  • Clash zwischen 3D Hintergrundobjekten und 2D Pixelgrafik im Vordergrund

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Rezension vom: 18.11.2025
Kategorie: Adventure
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