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EA Sports FC 26

Entwickler: EA Sports
Publisher: Electronic Arts

Genre: Sport
USK Freigabe: Freigegeben ab 12 Jahren gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: ab 69,99 €

Systeme: PC, PlayStation 5, Switch 2, Xbox Series X/S

Inhalt:

September ist Fußballzeit. Nicht nur, dass die Champions League startet. Auch auf dem virtuellen Rasen bedeutet dies den Start in die neue Saison. Und wie jedes Jahr stellen sich Fans aus aller Welt diesmal erneut die Frage, was sie in EA Sports FC 26 Neues erwarten dürfen. Um diese Frage zu beantworten, habe ich mir EAs Fußballsimulation auch dieses Jahr wieder ganz genau angeschaut. Was mir dabei aufgefallen ist, erfährst Du in dem nun folgenden Test.



Meinung:

Gerade in den FIFA-Jahren gab es den einen oder anderen Teil, bei dem man als Spieletester schon einmal ganz genau hinschauen musste, um wirklich große Neuerungen zu finden. Seitdem die Reihe in EA Sports FC umbenannt wurde, ist dies allerdings anders. Plötzlich schaffte es EA, Jahr für Jahr einige große Veränderungen und Neuerungen zu integrieren, die nicht nur Profis, sondern auch Gelegenheitsspieler*innen auch tatsächlich spüren.

Zwei unterschiedliche Gameplays
Und auch dieses Jahr hat EA solch eine Neuerung in petto. 
Wer schon einmal EA Sports FC sowohl online als ebenso in einem der Einzelspielermodi gespielt hat, wird gemerkt haben, dass die Ansprüche hier komplett unterschiedlich sind. Während es im Einzelspielermodus darum geht, eine möglichst authentische Fußballerfahrung zu erleben, steht online vor allem die Kompetitivität im Vordergrund. Hier soll auf beiden Seiten möglichst alles genau gleich ablaufen, damit keine*r einen Vorteil hat.
Aufgrund des bisherigen Gameplays war es allerdings nahezu unmöglich, alle zufriedenzustellen. Genau dieses Problem soll dieses Jahr aber endlich der Vergangenheit angehören. Um es diesmal sowohl Einzel- als auch Onlinespielern recht zu machen, hat man sich bei EA nämlich dazu entschlossen, zwei unterschiedliche Gameplay-Presets, die man natürlich ebenfalls individuell anpassen kann, einzuführen.

Kompetetiv
Das Competitive Gameplay ist dabei für sämtliche Online-Modi wie etwa Ultimate Team oder Clubs gedacht. Hier steht das Können der Spieler*innen an erster Stelle. Wer über schnellere Reaktionen und den besseren Skill verfügt, hat hier einen klaren Vorteil. Um dies zu unterstreichen, wurden hier beispielsweise das Dribbling und die Skill-Moves beschleunigt und Animationen kürzer gehalten.
All diese und weitere Veränderungen sollen für ein ausgeglicheneres Gameplay sorgen. Wie sich in der Praxis zeigt, ist EA dieses Unterfangen auch geglückt. Wenn man mit seinem Gegner*in auf einem Level agiert, entscheidet fortan tatsächlich nur noch das reine Können und nicht mehr das Glück, ob man gewinnt oder verliert.

Authentisch
Dem gegenüber steht das sogenannte Authentic Gameplay. Dieses, in sämtlichen Offline-Modi eingesetzte Gameplay ist auf höchstmöglichen Realismus getrimmt. Das Spiel ist hier insgesamt etwas träger und vor allem taktischer. Im Gegensatz zum Competitive Gameplay sind Dribbling und Bewegungen hier etwas langsamer und der physische Einfluss wesentlich stärker. Abgesehen davon sehen Animationen und Bewegungen realistischer aus und die Physik ist ebenfalls realistischer. Zu guter Letzt lernt die Torhüter-KI hier ständig dazu und erkennt Muster mit der Zeit immer besser und weiß darauf auch immer besser zu reagieren. All dies sorgt für ein spürbar anderes und vor allem realistisches Spielgefühl als beim Competitive Gameplay.

Auch an anderen Stellschrauben gedreht
Wie jedes Jahr hat EA nämlich auch dieses Jahr grundsätzlich an einigen Dingen geschraubt. So sind Dribblings nun noch einen Ticken explosiver. Zudem gibt es neue Skill-Moves wie den „Drag to Chop“ sowie eine ganze Reihe an neuen Animationen. Ebenso wurde wieder an der KI gefeilt. Dabei wurden nicht nur der Impact bei den Zweikämpfen sowie das Stellungsspiel und die Torhüter-KI noch einmal verbessert, sondern eben auch die Ballphysik. Spielt man im authentischen Gameplay-Modus, darf man deswegen eine noch realistischere Ballphysik bestaunen, auf die neben den Spielern ebenso die Wetterbedingungen jetzt sehr viel mehr Einfluss haben.

Endlich nennenswerte Änderungen in der Karriere
In Sachen Spielmodi erwartet einen wieder die altbekannte Auswahl. Und auch wenn somit die grundsätzliche Auswahl an Spielmodi unverändert bleibt, bedeutet das nicht, dass es hier keine Neuerungen zu vermelden gibt. Ganz im Gegenteil, so gut wie jeder Spielmodi hat irgendetwas Neues zu bieten.
Für mich als eingefleischtem Einzelspieler stehen dabei vor allem die Neuerungen in der Karriere im Vordergrund. Schließlich ist er der Modus, wo ich jedes Jahr die meiste Zeit drin verbringe. Umso erfreulicher ist es natürlich, wenn man sieht, dass sich EA hier nach Jahren der Vernachlässigung endlich mal wieder richtig Gedanken gemacht hat, was den Modus tatsächlich verbessern könnte. Herausgekommen sind dann gleich mehrere neue Features, wobei mir eines ganz besonders positiv aufgefallen ist. Die Rede ist von den neuen Live-Management-Challenges. Hier werden einem Herausforderungen gestellt, die auf realen Szenarien, aber auch auf alternativen Handlungssträngen basieren.
Zusätzlich zu den Live-Management-Challenges erwarten einen dieses Jahr noch weitere Herausforderungen. Dafür sorgen die ebenfalls neu hinzugekommenen zufälligen Ereignisse. Dank derer kann es zum Beispiel passieren, dass plötzlich mehrere Spieler erkranken oder man aufgrund eines Finanzproblems auf ein Mal mit einem viel kleineren Budget auskommen muss.
Eine weitere interessante Neuerung ist das Trainerkarussell. Ab sofort wechseln nämlich nicht mehr nur die Spieler den Verein, sondern ebenso die Trainer. Dabei achten die Mannschaften auch darauf, Trainer zu engagieren, die zu ihrer Philosophie passen. Man wird also (wahrscheinlich) nicht plötzlich Jürgen Klopp beim 1. FC Köln sehen.
Insgesamt bietet der Karrieremodus also einige Neuerungen, die ihn endlich etwas auffrischen und wieder interessant machen. Was leider nicht verändert wurde, ist die Inszenierung. Zwar ist es schön, dass man bei Vertragsverhandlungen oder Pressekonferenzen wiederholt Videosequenzen zu sehen bekommt, doch weshalb diese immer noch nicht vertont sind, ist mir persönlich ein Rätsel.


Neue Archetypen
Bei den Clubs gibt es ebenfalls einige Veränderungen zu vermelden. Die vermutlich wichtigste ist dabei wohl die Einführung der Archetypen. Diese neuen Archetypen, von denen es bisher 13 Stück gibt und die alle auf der Spielweise großer Legenden wie Toni Kroos, Zlatan Ibrahimović oder Ronaldinho basieren, ersetzen nämlich das bisher genutzte Spielerwachstumssystem.
Ebenfalls Potenzial haben auch die neuen Live-Events, wobei hier vor allem das Potenzial für noch mehr Spaß im Vordergrund steht. Denn genau dafür sind die Partien mit speziellen Regeln angedacht. Und tatsächlich hatte ich etwa mit den Spielen, in denen Tore nur von einem bestimmten Spieler gezählt werden, sehr viel Spaß.
Während diese Neuerung in meinen Augen sinnvoll ist, ist die Möglichkeit, mit Verbrauchsgegenständen aus dem Season Pass oder für Club-Münzen/FC Points dafür zu sorgen, dass man schneller levelt, eher fragwürdig. Auch wenn das offiziell als „Aufholmöglichkeit“ deklariert ist, ist es im Grunde nichts anderes als Pay-to-Win.

Der Pay-to-Win-Modus
Und wenn wir von Pay-to-Win reden, sind wir natürlich auch vom Ultimate Team-Modus nicht weit entfernt. Wer meine Rezensionen zu FIFA bzw. EA Sports FC in den letzten Jahren gelesen hat, wird wissen, dass ich von dem Modus grundsätzlich nicht viel halte (dies gilt aber ebenso für alle vergleichbaren Spielmodi in den anderen Sportspielen). Trotzdem ist dieser Spielmodus äußerst beliebt, weshalb sich viele sicherlich ebenfalls über die Neuerungen, die hier dieses Jahr Einzug gehalten haben, sehr freuen werden. Neben einigen Anpassungen der Balance gibt es hier nämlich auch einige neue bzw. wieder eingeführte Spielmodi und Features. So sind zum Beispiel die wöchentlichen Knockout-Turniere sowie die Silberstars wieder dabei.
Ebenfalls neu ist die Aufteilung der Champions in ein Weekend- und ein Challengers-Format. Zweites ist dabei für ungeübte Spieler*innen bis Division 7 gedacht. Obwohl diese Aufsplitterung im Grunde sehr lobenswert ist (da sie theoretisch für mehr Fairness sorgt), bleibt natürlich das Problem, dass man auch in diesem Challengers-Format Spieler einsetzen kann, die man durch zusätzliche Packs erworben hat. Somit ist der gesamte Ultimate Team-Modus dieses Jahr ebenfalls wieder nur für all diejenigen interessant, die sich tatsächlich weitere Packs leisten können. Denn ohne diese Investition hat man weder im Challengers-Format noch in irgendeinem anderen hier vorzufindenden Spielmodus eine reelle Chance, auch nur halbwegs konkurrenzfähig zu sein.

Neue Stadien
Ganz unabhängig davon, für welchen Spielmodus man sich entscheidet, dürfen sich Fans auch über neue Stadien freuen. Zu dem ohnehin schon großen Angebot gesellen sich gleich elf neue und offiziell lizenzierte Stadien hinzu.
Somit sind nun über 115 lizenzierte Arenen im Spiel enthalten. Wie immer wurden sämtliche Stadien möglichst authentisch nachgebaut, wobei es allerdings auch gehörige Schwankungen gibt. Berühmte Arenen wie etwa die Allianz Arena sind nämlich wesentlich detaillierter als kleinere Stadien. Dennoch ist es natürlich schön, dass man diese Auswahl hat und EA versucht, ihr Spiel immer authentischer zu machen.

Noch mehr Vereine und Wettbewerbe
Noch größer ist die Auswahl an spielbaren Ligen. Hier stehen jetzt nämlich 35 Ligen mit 750 Teams und über 20 000 Spielern zur Auswahl. Neben den ohnehin bereits vorhandenen Ligen. Wie der 1. und 2. Bundesliga, der spanischen La Liga, der Serie A usw. gesellen sich ab sofort die zweiten Ligen aus Spanien, Italien und Frankreich, die mexikanische Liga MX und die Serie A Femminile hinzu. Zudem sind endlich wieder der FC Bayern München, Atalanta Bergamo, Lazio Rom, AC Mailand, Inter Mailand und die brasilianische Nationalmannschaft mit ihren originalen Namen und Spielern vertreten. Zu guter Letzt wurden auch noch der Superpokal, der Pokal der Nationen sowie die CONMEBOL Recopa (südamerikanischer super Cup) neu ins Spiel integriert.

Hier kommt Stimmung auf
Was bei einer echten Fußballsimulation natürlich ebenfalls nicht fehlen darf, sind die Emotionen. Schließlich lebt der Sport davon, weshalb es schön ist, dass sie auch ihren Weg in das Spiel gefunden haben. Das fängt bereits beim Einlauf ins Stadion an, bei dem man auf verschiedene Fan-Choreografien blickt. Obwohl die Intensität und schiere Anzahl an Einläufen nicht an Madden NFL 26 oder gar College Football 26 (wo wirklich jedes Team eine eigene Einlaufzeremonie hat) heranreicht, kommt auch hier mitunter schon mal Gänsehaut auf.
Nach dem Anpfiff hören die Emotionen glücklicherweise aber nicht auf. Eigentlich geht es hier erst richtig los. Während der 90 Minuten bekommt man nämlich nicht nur allerlei Fangesänge zu hören. Die Fans bejubeln ebenfalls erfolgreiche Aktionen und lassen ihrem Unmut auch freien Lauf, wenn ihnen einmal etwas nicht passt. Damit ist während der gesamten Spielzeit für Stimmung gesorgt. Gemeinsam mit den ordentlichen Kommentatoren Jan Platte und Florian Schmidt-Sommerfeld, deren Sätze sich leider etwas zu oft wiederholen, kommt so eine gute Fußball-Stimmung rüber.



Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters Stefan.Heppert

EA Sports FC 26 erfindet den Fußball ganz sicher nicht neu. Aber die Veränderungen, die es mit sich bringt, sorgen zumindest für frischen Wind. Das gilt vor allem für die Neuerungen im Karrieremodus, der für Solospieler*innen somit endlich wieder interessant ist.
Ebenfalls interessant ist auch das zweigeteilte Gameplay, das wahrscheinlich immer noch nicht alle zu 100 % glücklich machen wird, aber auf jeden Fall einen Schritt in die richtige Richtung darstellt.
Auf dem Rasen begeistern zudem die neuen Fan-Choreografien und der deutlich spürbare Wettereinfluss.
All dies sorgt dafür, dass EA Sports FC 26 wieder einmal ein Stückchen besser als sein Vorgänger geworden ist und für alle Fußballbegeisterten somit auch dieses Jahr wieder einen unumgänglichen Kauf darstellt.



EA Sports FC 26 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Stefan.Heppert

Screenshots


















Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 8.8125 Grafik: 9.00
Sound: 8.50
Steuerung: 9.25
Gameplay: 8.50
Wertung: 8.8125
  • Noch mehr Lizenzen
  • Zweigeteiltes Gameplay
  • Neuerungen im Karriere-Modus
  • Einführung der Archetypen
  • Tolle Atmosphäre
  • Leider nicht so viele Einzüge wie bei den beiden Football-Spielen von EA
  • Videosequenzen noch immer ohne Vertonung
  • Nicht alle italienische Vereine lizenziert

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Rezension vom: 26.09.2025
Kategorie: Sport
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