Genre:
Puzzles USK Freigabe:
Freigegeben ab 6 Jahren gemäß § 14 JuSchG. ca. Preis:
20,00 €
Systeme:
PlayStation 4, PlayStation 5, Switch, Xbox One, Xbox Series X/S
Inhalt:
Das sollte eigentlich nicht geschehen. Da schlägt ein magisches Experiment fehl und der Magier fällt in einen Abgrund. Ein Handschuh fällt in einen Trank und kommt böse wieder hervor. Der andere fliegt aus dem Fenster, landet auf dem Boden und darf jetzt die Misere aufräumen.
Meinung:
Es ist beeindruckend, wie sich die Grafik zuletzt gewandelt hat. Der optische Unterschied zwischen einer PS4 und einer PS5 ist deutlich wahrnehmbar, vorausgesetzt natürlich, man besitzt die technischen Möglichkeiten, es auch entsprechend darzustellen. Und doch ist dieser Wandel längst nicht so enorm und weitreichend wie der damals in den 1990ern. Als 3D-Gaming mit der Generation N64 und PlayStation in jedem Haushalt Einzug hielt und nicht mehr ein bloßes Gimmick war.
Ein erstaunlicher Re-Release Das waren damals wilde Zeiten. Auf einmal schien es so, dass 3D ein Muss war. Dass jedes Game in einer solchen Optik dargestellt werden musste, egal ob es passte oder nicht. Es wurde auch entsprechend viel experimentiert, welche Titel gehen würden und welche nicht. Glover war damals so ein Experiment.
Das Game kam ursprünglich 1998 für das Nintendo 64 und Windows heraus, wobei ein Jahr darauf auch noch eine PS1-Version erschien. Entwickelt wurde der Titel von den Interactive Studios, die überwiegend für Lizenz-Titel bekannt waren, derweil Hasbro Interactive für die Veröffentlichung zuständig war. Das Game erhielt gute Bewertungen, wenn auch nicht überragende. Es sollte ebenfalls ein Sequel geben, doch das kam nie heraus.
Seit damals sind natürlich viele Jahre vergangen. Aus Glover wurde eine Art Kulttitel, derweil der Entwickler selbst 2013 die Pforten schloss. Umso überraschender war es, als schließlich 2025 ein Konsolen-Re-Release von dem Spiel angekündigt wurde. Entwickelt wurde dieser von QUByte Interactive.
Wenn die Moderne nicht existiert Ich war also neugierig. Ich hatte das Originalgame damals nie gespielt, da ich erst Jahrzehnte später mir einen N64 holen sollte. Umso gespannter war ich dann auf die Neuauflage.
Vorab eine Warnung: Wer jetzt erwartet, dass das Game irgendwie an die Moderne angepasst worden wäre, der wird enttäuscht sein. Du hast es hier wirklich mit einem Re-Release zu tun. Du spielst keine großartig aufpolierte Version. Du spielst die N64-Version, die auf die Konsolen geportet worden ist. Die einzige Anpassung an die Moderne ist, dass du im Spielmenü Filter einstellen kannst, die die Darstellung noch mehr retro wirken lassen kann. So kannst du beispielsweise einen Halbzeilenmodus aktivieren.
Dementsprechend altmodisch wirkt das Game. Die Optik ist natürlich nicht zeitgemäß! Die 3D-Grafik wird im Vergleich zu modernen Titeln bestenfalls rudimentär und über die Framerate braucht man erst gar nicht zu reden.
Nervige Kamera Es ist also ein Game, das in nahezu jederlei Hinsicht altmodisch ist. Aber auch altbacken? Kann man sich als moderner Spieler überhaupt darauf einlassen? Oder überwiegt irgendwann doch das Frustgefühl?
Zugegeben: Das Game kann sehr frustrierend sein. Vor allem die Steuerung ist nicht sonderlich innovativ. Alles dreht sich darum, dass du eben ein Handschuh best, der einen Ball durch die Gegend bewegt oder gar manipuliert. Das kann gut sein, doch häufig genug ärgerst du dich über die Kamera, die nicht gerade sehr reaktionsfreudig ist. Oft genug stellt sie sich nämlich völlig anders ein, als du willst. Und wenn sich dann noch im Wasser die eben dran gewöhnte Kamera umstellt, dann wird einem gleich komplett ganz anders.
Dabei ist Glover an und für sich nicht schlecht. Man merkt, dass die Entwickler sich Gedanken gemacht haben, wie sie das Grundkonzept umsetzen. Und das haben sie wirklich gut gemacht.
Ein Puzzlegame Denn dies ist kein Plattformer, wie man es erwarten würde. Es ist mehr ein Puzzlegame. Du kommst in ein Gebiet und musst dir überlegen, wie du weiterkommst. Dazu kannst du deinen Ball in unterschiedliche Arten verwandeln, darunter auch eine Kanonenkugel, mit der du Hindernisse zerstören oder Feinde erledigen kannst. Wenn man sich darauf einlässt, dann hat das Spiel seinen Charme.
Wenn da nur nicht diese Steuerung wäre. Denn die steht dem ganzen im Weg.
Fazit:
Es ist ein ungewöhnliches Experiment, ein N64-Game sozusagen im ursprünglichen Format herauszubringen. Es verlangt definitiv Eingewöhnung, sich an diese heutzutage veraltete Optik zu gewöhnen. Dabei ist das Spiel an und für sich nicht verkehrt. Es leidet halt nur unter der grauenvollen Steuerung, die vieles kaputt macht.
Bewertung Du kannst dieses Game hier benoten. Wohlgemerkt soll nicht die Rezension, sondern das Game an sich bewertet werden! Du hast also dieses Game gespielt? Dann bewerte es hier. Die Benotung erfolgt mit Sternen. Keine Sterne entsprechen der Schulnote 6. Fünf Sterne entsprechen der Schulnote 1.