Genre:
Action USK Freigabe:
Freigegeben ab 16 Jahren gemäß § 14 JuSchG. ca. Preis:
€
Systeme:
PC, PlayStation 5, Xbox Series X/S
Inhalt:
Einst existierte ein Imperium. Es meinte sich durch die Wächter wohlgeschützt zu sein. Bis es durch die Kräfte eines Vestigiums zu Fall kam. Viel Zeit später haben sich die Überlebenden in viele sich gegenseitig bekämpfende Stämme aufgeteilt. In dieser Zeit ist Ryn unterwegs. Sie ist ebenfalls ein Vestigium. Und sucht nach ihrem Bruder.
Meinung:
Wir sind es gewohnt, dass die meisten Spiele entweder aus Japan oder Amerika kommen und sich dementsprechend beeinflusst zeigen. Nur ganz selten erscheinen auch Titel die in anderen Ländern entstanden sind. Weshalb Echoes of the End auch so hervorsticht.
Eine interessante Welt Denn das Spiel ist das Debüt des in Island säßigen Entwicklers Myrkur Games. Entsprechend zeigt sich das Game stark von der Gegend und Mythologie inspiriert. Wobei allerdings auch sehr viel eigene Ideen mit in die Story einfließen.
Dabei lernst du in der ersten Stunde sehr viel über diese Welt, ohne dass es aber wirklich in die Tiefe zu gehen. Vieles wird zunächst nur angerissen oder angedeutet. Der Fokus liegt in dieser Zeit mehr darauf, dass du ein Tutorial spielst, die Story und die wichtigsten handlungstragenden Figuren kennenlernst.
Zentraler Mittelpunkt des Games ist dabei Ryn. Sie ist ein Vestigium, also ein Individuum, das über mächtige und außergewöhnliche Fähigkeiten verfügt. Die sie aber nur schwer kontrollieren kann. Deshalb lebte sie mit ihrem Vater lange fernab jeglicher Zivilisation und begegnet Menschen allgemein sehr vorsichtig und zurückhaltend. Aus gutem Grund, wie ihr Halbbruder Cor bestätigen kann, der wegen einer nicht kontrollierten Explosion ihrer Magie Narben davongetragen hat. Nicht, dass ihn dies großartig stören würde, denn er liebt es, gemeinsam mit seiner Schwester unterwegs zu sein.
Puzzlelastige Action Es wird sehr viel Wert darauf gelegt, die Beziehung zwischen den beiden auszubauen. Sie reden ständig miteinander, tauschen sich aus und fragen nach. An einigen Stellen hält das Game sogar inne und du kannst auf eine Frage hin auswählen, welche Antwort du geben möchtest. Wobei dies keinen spürbaren Einfluss aufs Spielgeschehen hat.
Irgendwann wird Cor von einem feindlichen Land entführt und an seine Stelle tritt der Gelehrte Abrams. Der sich völlig anders steuert, als der Halbbruder von Ryn und auch völlig anders mit ihr umgeht.
Das Game ist dabei ein Action-Adventure, wobei der Fokus vor allem auf Puzzlen liegt, denen du wiederholt begegnest. Diese kannst du dadurch lösen, in dem du die Fähigkeiten der Figuren entsprechend einsetzt. So versperrt an einer Stelle eine Ranke den Weg. Allerdings gibt es eine mobile Fackel. Doch jedes Mal, wenn Ryn diese von sich stößt, geht das Feuer aus. Die Lösung ist, diesen Feuerträger erst zum Zielort zu bugsieren und ihn dann erst zu entzünden.
Eine lineare Welt Und das ist noch eines der einfachen Rätsel. Überwiegend sind diese Knacknüsse auch gut inszeniert. Nur manchmal fragt man sich, wie man weiterkommt, weil das Game einem nicht wirklich kommuniziert, wie es weitergehen soll. Zum Glück sind diese Momente eher spärlich gesät.
Ebenso gibt es Feinde, denen du dich stellen musst. Das sind unter anderem ebenfalls Trolle. Das Kampfgeschehen ist jedoch nicht sonderlich innovativ. Im Prinzip läuft es auf schlagen und dann entweder wegrollen oder parieren hinaus, wobei du auch Magie einsetzen darfst. Dir wird klar kommuniziert, wann du was machen sollst. Und du hast nur eine limitierte Manaleiste, die sich innerhalb von Kämpfen nur dann regeneriert, wenn du einen Feind tötest. Außerhalb von diesen Auseinandersetzungen spielt das limitierte Mana irgendwie keine Rolle, außer, dass du dies und deine Lebensenergie an bestimmten Punkten orientieren kannst. Ebenso gibt es einen Skilltree, in dem du nach und nach neue Fähigkeiten freischalten oder alte verbessern kannst.
Der Titel ist keine Open World. Der Spielfortschritt geschieht linear. Nur ab und an kannst du auch mal etwas abschweifen, um eine Truhe zu finden, in der du etwas findest, was die Lore des Games ausbaut.
Eine Ruckelorgie Und leider muss man auch die Grafik bemängeln. Denn die ist nicht sonderlich berauschend. Jetzt weniger vom Design her, dass in Ordnung ist. Aber mich stört dabei, dass du beispielsweise nicht die überall herumstehenden Fässer zerstören kannst, was mich dann doch sehr aus der Immersion herauswirft.
Doch das größte Manko an der Grafik ist, dass das Game ruckelt! Es wurde auf der Series X getestet und es ruckelte am heftigsten, wenn ich mich für den Darstellungsmodus entschied, also maximale Auflösung auf 30fps. Im Qualitätsmodus, mit niedriger Auflösung und 60fps war das Laggen nicht ganz so extrem, aber immer noch wahrnehmbar. Da das Spiel die Unreal Engine 5 nutzt, kann man sich gegebenenfalls schon denken woran es liegt.
Fazit:
Ich wollte Echoes of the End mögen. Mir gefiel das Setting, die Story und die Figuren. Doch die technische Umsetzung macht dem einen Strich durch die Rechnung. Nicht zerstörbare Objekte, teils schlecht kommunizierte Puzzles und das ständige Ruckeln, egal in welchem Modus man spielt, sind alles Sachen, die nicht sein müssen!
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