Entwickler:
Zockrates Laboratories UG Publisher:
Phiphen Games
Genre:
Adventure USK Freigabe:
Freigegeben ab 6 Jahren gemäß § 14 JuSchG. ca. Preis:
19,99 €
Systeme:
PC, PlayStation 5, Switch, Xbox Series X/S
Inhalt:
Okay, das war so eigentlich nicht geplant. Ursprünglich wollte unser Mentor, der Maulwurf Sir Edler nur, dass wir uns eine Murmel angucken. Wer hätte denn überhaupt daran gedacht, dass daraus dann eine große Katastrophe werden würde, bei der wir am Ende aus Versehen den bösen Würfel Overlord Groll heraufbeschwören. Jetzt müssen wir die sechs heiligen Buchstaben sammeln, um das Tal Riverside zu schützen und wiederherzustellen.
Meinung:
Ich weiß noch, wann ich das erste Mal auf Ruffy and the Riverside aufmerksam wurde. Das war, als mir auf X ein Video des Games angezeigt wurde. Ich war von dem Kontrast zwischen der offensichtlich handgezeichneten Figur und der 3D Levelumgebung begeistert. Ich beschloss also, das Spiel im Auge zu behalten. Weshalb es dann auch nur folgerichtig war, mich für einen Key zu melden, als wir das Angebot dafür kriegten.
Und ich weiß nicht, was ich von dem Spiel erwartet habe. Aber sicherlich nicht das, was ich jetzt kriegte. Denn das Game ist eine spielbare Hommage an die Spiele der 32 und 64Bit-Ära, was man auch an der Grafik merkt. Der Kontrast zwischen den unterschiedlichen Grafikstilen, hier die handgezeichneten Charaktere, die voller Charme sind, dort die 3D-Spieleumgebung mit den damals üblichen eckigen Rundungen, sorgt in jedem Fall dafür, dass du das Game so schnell nicht vergisst.
Dabei findet das Spiel in einer semiopen World statt, wo du überall hinkommen kannst und auch jede Menge Sachen entdecken kannst. Viele Quests sind zu Beginn des Games noch nicht spielbar, sondern müssen erst im Laufe der Zeit aktiviert werden, was aber dem Spielspaß keinen Abbruch tut. Denn oft genug, wirst du ebenfalls dafür belohnt, dass du in jeden Winkel geschaut hast und alles Mögliche ausprobiert hast.
Ruffy and the Riverside ist dabei ein Action-Adventure-Titel, der sich deutlich an berühmten Collecathons wie Banjo-Kazooie orientiert. Dabei ist die Haupteigenschaft des Games die Kernfähigkeit von Ruffy. Denn er hat die Fähigkeit, Texturen auszuwechseln. Das funktioniert dabei ganz einfach: Du visierst eine Textur deiner Wahl an, kopierst sie und wendest dich dann der Zielfläche zu, um dort das Kopierte mit der alten auszutauschen. Und so wechselst du beispielsweise einen Wasserfall mit einer Ranke aus oder später einen Metallblock mit Holz, so das du diese erklimmen kannst.
Allerdings wird vom Spiel nicht immer deutlich mitgeteilt, was du jetzt wirklich tun sollst, beziehungsweise, welche Textur du nun auswählen sollst. Und das kann mitunter sehr frustrierend sein. Eine klarere Kommunikation wäre daher wünschenswert gewesen.
Dennoch macht das Game durchaus Laune. Denn wie gesagt, es belohnt dich dafür, dass du die Spieleumgebung erkundest und so beispielsweise genügend Münzen sammelst, um ein neues Cape zu kaufen. Was nämlich Auswirkungen wie unter anderem regenerierende Gesundheit oder Stamina. Oder aber du erhöhst allgemein deine Gesundheit, was auch möglich ist.
Bewegung ist daher selbstverständlich das A und O. Und Ruffy kann sich viel bewegen. Er kann sich schneller fortbewegen, was natürlich auf Kosten von Stamina geht. Oder aber er springt und hält sich an seinem Freund Pip der Biene fest.
Doch auch das hat seine Mängel. So ist die Steuerung stellenweise nicht präzise genug fürs 3D Plattformen. Oft genug kann es vorkommen, dass Ruffy springt und dann im letzten Moment abrutscht oder aus irgendwelchen Gründen das Ziel verfehlt. Was natürlich den Spielspaß nicht sonderlich gut fördert.
Dennoch: Auch wenn es zu höhren Wertungsgraden nicht ausgereicht hat, hat Ruffy and the Riverside seinen unbestreitbaren Charme. Riverside selbst ist mit jeder Menge illustren Figuren bewohnt, das Game bietet viele Secrets und einen grandiosen Soundtrack.
Fazit:
Es ist schade, dass Ruffy and the Riverside ausgerechnet an der Steuerung scheitert. Aber die unklare Kommunikation, was man jetzt austauschen soll und die unpräzisen Sprünge sind bei jedem 3D Action Adventure ein Todesurteil. Was insofern schade ist, als dass das Game eigentlich viel Charme besitzt. Die grafische Hommage an die 32 und 64 Bit Ära ist gut gelungen, die Musik grandios und die Welt belohnt einen dafür, wenn man sie erforscht.
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