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Mafia: The Old Country

Entwickler: Hangar 13
Publisher: 2K Games

Genre: Action
USK Freigabe: keine Jugendfreigabe gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: 49,99 €

Systeme: PC, PlayStation 5, Xbox Series X/S

Inhalt:



Nachdem Mafia III bei einem Großteil der Spieler*innen nicht allzu gut abschnitt (ich hatte mit dem Titel im Gegensatz dazu sehr viel Spaß), besinnen sich 2K und Hangar 13 wieder auf ihre Wurzeln. In Mafia: The Old Country soll alles wieder ein wenig überschaubarer sein, also ganz genau so wie in Mafia I und II. Ob dieses Unterfangen gelungen ist und wie die Vorgeschichte zu den bekannten Ereignissen aus den beiden ersten Teilen so alles hergibt, haben wir für euch getestet.



Meinung:

Während wir in Mafia I bis III in den bereits bestehenden US-amerikanischen Ablegern der Mafia gestartet sind, versetzt uns Mafia: The Old Country in das Sizilien des frühen 20. Jahrhunderts. Auf der größten Insel des Mittelmeers erleben wir als Enzo Favara die Anfangszeiten der italienischen Mafia hautnah mit.
Der Start in das Spiel ist allerdings noch sehr viel dramatischer. Da Enzo in frühesten Kindheitsjahren von seinem Vater quasi an den Besitzer einer Schwefelmine verkauft wurde, schuftet er seit Jahren in selbiger und muss sich jedes Stückchen Brot mit purer Muskelkraft verdienen. Die Arbeit ist dabei nicht nur hart, sondern auch gefährlich, wie sich schon bald zeigt. Während eines dramatischen Ereignisses, bei dem Enzos bester Freund Gaetano zu Tode kommt, stellt er den Vorarbeiter der Mine zur Rede. Nachdem die Unterhaltung schnell eskalierte und sogar den Minenbesitzer, der obendrein auch der Chef eines mächtigen Mafia-Clans ist, auf den Plan rief, muss Enzo auf dem Rücken eines Pferdes fliehen.
Unterschlupf findet Enzo schließlich in einem scheinbar verlassenen Stall. Allerdings dauert es nicht sehr lange, bis ihn sein Kontrahent samt Handlangern findet. Schon den sicheren Tod vor Augen, rettet ihn das Schicksal in Form von Don Torrisi und seinen Männern. Ihm gehört nicht nur der Stall, sondern er ist ebenfalls ein weiterer mächtiger Mafia-Boss, der mit dem Minenbesitzer im Krieg ist.
Torrisi rettet Enzo nicht nur das Leben, sondern nimmt sich ihm auch an. Gegen Arbeit darf Enzo fortan auf seinem Anwesen leben, wobei die Aufgaben zunächst in die Kategorie „Ställe ausmisten“ fallen. Langsam aber sicher steigt Enzo aber in der Gunst auf und so werden ebenfalls die Missionen immer wichtiger werden.

Überschaubare Spieldauer
Bis wir aber etwa als Geldeintreiber oder später sogar als vollwertiges Mitglied des Clans auftreten und so zum Beispiel ebenso Mordaufträge erledigen, dauert es allerdings seine Zeit. Mafia: The Old Country nimmt sich nämlich die Zeit, die verschiedenen Figuren vorzustellen. Nach und nach nimmt das Spiel aber an Tempo auf, was es auch muss. Denn anders als die meisten modernen Open World-Spiele dauert es in Mafia: The Old Country nicht über 100 Stunden, bis man den Abspann sieht. Vielmehr ist nach 13 Stunden wieder Schluss.
Möglich wird dies dadurch, dass auch das ganze Missionsdesign und der Spielumfang sehr oldschool daherkommen. Nebenquests, die die Spieldauer in die Länge ziehen, gibt es hier nämlich nicht. Das Einzige, was es in dieser Art gibt, sind ein paar Sammelmissionen, deren Objekte man aber quasi im Vorbeigehen findet. Man muss also nur gar keine Pausen zwischen den Storymissionen machen, was nicht nur dem Erzähltempo, sondern eben auch der Spieldauer zugutekommt.

Die Spielwelt wird kaum gewürdigt
Die Storymissionen sind ebenfalls sehr oldschoolig gehalten worden. Die offene Spielwelt ist hierbei eigentlich nur dazu da, um zu den jeweiligen Schauplätzen zu gelangen. Einmal dort angekommen, führt uns das Spiel hingegen recht stringent durch die jeweilige Mission.
Abweichungen oder Platz für eigene Ideen/Fährten gibt es dabei kaum. Das bedeutet aber nicht, dass Mafia: The Old Country nicht dennoch reichlich was zu bieten hat. Die Aufträge sind nämlich trotzdem sehr abwechslungsreich gestaltet worden. Von Autorennen über wilde Schießereien, bis hin zu Messerkämpfen und Schleichpassagen, in denen wir unsere Gegner heimlich von hinten erdrosseln, bietet es alles, was wir in einem Mafia-Spiel erwarten.

Oh wie schön ist Sizilien
Die unterschiedlichen Spielmechaniken funktionieren dabei allesamt hervorragend. Sowohl das Schießen, ganz gleich ob mit Pistole, oder Gewehr, als auch das Deckungs-System geht intuitiv von der Hand. Selbiges gilt ebenso für die Messerkämpfe, bei denen der Wechsel zwischen Zustechen, Ausweichen und Kontern nahtlos ineinandergreifen und so ein realistisches Gefühl vermitteln. Das Autofahren fühlt sich ebenfalls gut an, wobei sich hier auch der Unterschied zwischen den verschiedenen Modellen deutlich bemerkbar macht.
Wie gesagt, kommt bei all dem leider die offene Spielwelt etwas zu kurz. Dabei ist sie es wirklich wert, genauer angeschaut zu werden. Aus diesem Grund empfehle ich auch unbedingt, zwischendurch einmal doch eine Missions-Pause einzulegen oder gleich in den freien Spiel-Modus zu wechseln. Hier kann man nämlich nach Herzenslust umherfahren und das traumhaft schöne Sizilien auf sich wirken lassen. Ganz gleich, ob man sich dabei in den Weinbergen befindet oder in einer der kleinen Ortschaften mit all ihren Gässchen und wundervoll alten Häusern – nach dem Betrachten bekommt man richtig Lust, Urlaub auf Sizilien zu machen.

Gespenstische Stille
Obwohl das virtuelle Sizilien so wunderschön aussieht, gibt es doch auch ein, zwei Schönheitsmakel.
Zum einen wären da die Details, die teilweise ganz offensichtlich erst kurz vor einem geladen werden. Ein gutes Beispiel dafür ist der Blick von einem kleinen Steg auf ein Boot, das einige Meter entfernt im Wasser liegt. Je nachdem, in welchem Winkel man mit der Kamera auf das Schiff blickt, erkennt man genau, wie die Wasserspiegelungen aufploppen.
Das zweite, was mir negativ aufgefallen ist, ist die leblos wirkende Spielwelt. In Anbetracht dessen, dass in der ganzen Spielwelt und vor allem in den Ortschaften jede Menge NPCs herumlaufen, wirkt dieser Kritikpunkt besonders irrational. Allerdings beziehe ich diesen Punkt darauf, dass die NPCs zwar da sind, aber leider so gut wie nichts sagen. Unterhaltungen oder auch ein Reagieren auf uns kommen einfach nicht vor. Selbst wenn man gegen sie läuft oder versucht, sie wegzuschubsen, was im Übrigen nicht funktioniert, bleiben sie stumm. Aus diesem Grund wirken sie wie leblose Statisten, anstatt dafür zu sorgen, dass man sich inmitten einer wuseligen Ortschaft fühlt.
Ansonsten ist der Sound aber sehr gut. Bei der Synchro zahlt sich aus, dass man auf Profis gesetzt hat, anstatt irgendwelche Influencer. Und auch der Soundtrack sowie die Soundeffekte sind hervorragend.



Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters Stefan.Heppert

Singleplayer-Spiele, mit einer überschaubaren Spielzeit, sind mittlerweile wirklich Mangelware geworden. Umso mehr habe ich mich auf Mafia: The Old Country gefreut. Hier deutete nämlich alles darauf hin, dass es genau so ein Spiel wird, wie ich lange gesucht habe. Und tatsächlich wurden meine Erwartungen erfüllt – und noch mehr. Hier ist nämlich nicht nur die Spieldauer genau richtig, während der 13 Stunden erlebt man auch eine gut geschriebene und inszenierte Story, die einen durchweg gut unterhält. Das die schöne Spielwelt während der Missionen etwas zu kurz kommt und es hier und da kleinere technische Probleme gibt, ist zwar sicherlich nicht optimal, aber ändert auch nichts daran, dass ich mit Mafia: The Old Country eine Menge Spaß hatte. Ich denke, damit werde ich garantiert nicht der Einzige sein.



Mafia: The Old Country - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Stefan.Heppert

Screenshots


















Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 7.875 Grafik: 8.50
Sound: 7.00
Steuerung: 8.00
Gameplay: 8.00
Wertung: 7.875
  • Schön gestaltete Open World…
  • Perfekte Spielzeit
  • Abwechslungsreiches Missionsdesign
  • Tolle Synchronisation
  • Gut erzählte und inszenierte Story
  • … die in den Storymissionen leider kaum zur Geltung kommt
  • Aufploppende Details
  • NPCs reden so gut wie nie miteinander

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Rezension vom: 21.08.2025
Kategorie: Action
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