Entwickler:
Toukana Interactive Publisher:
Headup Games
Genre:
Strategie USK Freigabe:
Freigegeben ohne Altersbeschränkung gemäß § 14 JuSchG. ca. Preis:
14,99 €
Systeme:
PC, PlayStation 5, Switch, Xbox Series X/S
Inhalt:
Als Dorfromantik im April 2022 auf dem PC erschien, eroberte es direkt die Herzen der Spieler*innen und der Fachpresse. Der Mix aus ruhigem Städtebau und taktischer Tiefe war wohl genau das, worauf viele gewartet hatten, und entwickelte sich schnell zum Überraschungs-Hit. Etwas mehr als drei Jahre später, bringt der Berliner Entwickler Toukana Interactive sein Spiel endlich ebenfalls auf der PlayStation 5 und Xbox Series X/S heraus. Was ich natürlich sofort zum Anlass nahm, mir das Spiel auch endlich einmal persönlich anzuschauen.
Meinung:
Für Leute, die noch nie etwas von Dorfromantik gehört haben, lässt sich das Spielprinzip am einfachsten mit Carcassonne vergleichen. Wie bei dem beliebten Gesellschaftsspiel hat man auch hier sechseckige Karten, auf denen verschiedene Landschaften, wie Wälder, Dörfer und Felder zu sehen sind. Unsere Aufgabe besteht nun darin, die Karten so auf dem Spielbrett zu platzieren, dass möglichst viele der gleichen Landschaft miteinander angrenzen. Pro korrekt angefügter Landschaft erhält man 10 Punkte. Schafft man es sogar, alle sechs Seiten korrekt anzulegen, erhält man gar einen Bonus. Um dies zu schaffen, kann man nicht nur die Karten nach Belieben drehen, sondern auch an verschiedenen vorgegebenen Plätzen auf dem Spielbrett ablegen.
Komplexer als es zunächst den Anschein macht Obwohl das grundlegende Spielprinzip also tatsächlich sehr einfach ist, merkt man schnell, dass doch noch einiges dahintersteckt. Im Laufe des Spielverlaufs kriegt man nämlich auch Quests, die gemeistert werden wollen. Da heißt es zum Beispiel, einen Wald mit X Bäumen zu besitzen oder ein Dorf mit einer gewissen Größe zu bauen. Schafft man dies, erhält man zusätzliche Punkte und neue Karten, sodass das Spiel weiterlaufen kann. Schafft man es hingegen nicht, gibt es aber glücklicherweise keinen Makel, sondern man kriegt die Punkte und die Karten nicht. Zusätzlich dazu kommen im Spielverlauf ebenso noch neue Karten hinzu, wovon manche auch besondere Aufgaben von einem abverlangen. Die Lokomotive muss zum Beispiel an Schienen gelegt werden, welche ebenfalls erst hinzukommen. Der Wasserbahnhof muss hingegen komplett ins Wasser gesetzt werden.
Motivierende Lernkurve All diese Mechaniken und Besonderheiten kennenzulernen, dauert eine gewisse Zeit. Doch genau das macht den Reiz des Spiels aus. Mit jeder einzelnen Runde lernt man dazu, weshalb man auch immer motiviert ist, seinen bisherigen Highscore schlagen zu wollen. Zumindest war es bei mir auf jeden Fall so, dass ich stets das Gefühl hatte, nach jeder Runde die Mechaniken besser zu verstehen, und die Runden aufgrund dessen ebenfalls immer länger und der Highscore immer höher ging.
Verschiedene Spielmodi Neben dem normalen Modus bietet Dorfromantik alternative Spielmodi an. Wer einfach drauflosbauen möchte, ohne sich dabei allzu viele Gedanken machen zu müssen, ist der eigene Modus die richtige Wahl. In diesem Modus kann man nämlich nach Herzenslust mit unterschiedlichen Regeln und Einstellungen herumexperimentieren, um einen eigenen Modus nach deinen Vorstellungen zu erstellen. In die gleiche Richtung wie der eigene Modus geht auch der Kreativmodus. Allerdings muss man sich hier im Prinzip um keinerlei Regeln Gedanken machen. Schließlich hat man hier nicht nur eine unbegrenzte Anzahl an Kärtchen zur Verfügung, sondern ebenso die Möglichkeit, unpassende Karten einfach abzuwerfen, sodass es hier nur darum geht, eine wunderschöne Landschaft ohne Einschränkungen zu erschaffen. Wer nur eine begrenzte Zeit spielen möchte, für den ist wiederum der schnelle Modus genau das Richtige. Hier hat man nämlich nur eine limitierte Anzahl an Karten, die überhaupt gelegt werden können, und mit denen man versuchen muss, den Highscore zu brechen. Wem all das zu einfach erscheint, der sollte sich für den schwierigen Modus entscheiden. In diesem gibt es nämlich weniger Quests, was gleichbedeutend mit weniger neuen Karten ist. Zudem machen es komplexere Spielkarten schwerer, große Gebiete zu errichten. Zusätzlich dazu gibt es monatlich noch spezielle Herausforderungen, die einen immer wieder vor neue Aufgaben stellen.
Sieht aus wie ein echtes Brettspiel Optisch hat sich auf Xbox Series X/S und PlayStation 5 im Vergleich zum PC oder der ebenfalls schon lange erhältlichen Switch-Fassung nichts geändert. Das war aber auch gar nicht notwendig. Schließlich passt die Aufmachung und der Look mit seinen weichen Farben hier wieder perfekt zum Spiel und gibt ihm eine charmante Optik, den man sofort wiedererkennt. Nicht umsonst wurde dieser Look auch in die Brettspiel-Variante übernommen, die schon seit einiger Zeit im Handel erhältlich ist.
Fazit:
Nachdem ich Dorfromantik nun auch endlich selber gespielt habe, kann ich nachvollziehen, weshalb es bei seinem PC-Release einen solchen Hype ausgelöst hat. Wie kaum ein anderes Spiel versteht es sich darin das „easy to learn – hard to handle“-Prinzip umzusetzen. Denn trotz des einfachen Grundprinzips lernt man mit jeder Runde hinzu und verbessert so seinen eigenen Highscore. Das ist nicht nur motivierend, sondern macht auch eine Menge Spaß. Wer Dorfromantik bisher noch nicht gespielt hat, sollte dies also spätestens jetzt auf der PlayStation 5 oder Xbox Series X/S nachholen!
Bewertung Du kannst dieses Game hier benoten. Wohlgemerkt soll nicht die Rezension, sondern das Game an sich bewertet werden! Du hast also dieses Game gespielt? Dann bewerte es hier. Die Benotung erfolgt mit Sternen. Keine Sterne entsprechen der Schulnote 6. Fünf Sterne entsprechen der Schulnote 1.