Genre:
Action USK Freigabe:
keine Jugendfreigabe gemäß § 14 JuSchG. ca. Preis:
30,00 €
Systeme:
PC, PlayStation 5, Xbox Series X/S
Inhalt:
Das Polizeirevier von Robocop wurde überfallen und nahezu alle Polizisten umgebracht. Die Spur führt zum Omnitower, der technisch gesehen außerhalb der Befugnis der Polizei ist. Dennoch macht sich Robocop auf den Weg, die Diebe aufzuspüren und zur Strecke zu bringen.
Meinung:
Vor ungefähr anderthalb Jahren kam Robocop: Rogue City heraus. Das Spiel war eine wunderbare Hommage an jene legendäre Filmreihe aus den 1980er Jahren und machte viel Spaß. Auch wenn es am Ende das Rad nicht neu erfand.
Ein neuer "Teil" so "kurz" nach dem Ersten? Zeitsprung nach vorne. Auf ein Mal wurde Robocop: Rogue Citty – Unfinished Business angekündigt. Eine neuer Teil, so „kurz“ nach dem ersten? Wie kann das hinhauen? Schließlich leben wir in Zeiten, wo die Entwicklung von Spielen mittlerweile gerne Mal fünf Jahre dauern kann, wenn nicht gar mehr.
Hinhauen kann es dadurch, als dass dieses Spiel bereits in Entwicklung war, als der erste Teil herauskam. Ursprünglich sollte das nämlich ein Add-On werden. Doch dann wurde es in eine Stand-alone Expansion erweitert und als solche herausgebracht.
Die Story setzt jetzt die Welt nicht in Brand. Sie ist okay. Sie ist existent, aber im Vergleich zum ersten Vorgänger eine Spur weniger überzeugend.
Allein gegen alle Im Prinzip bist du als Alleinkämpfer in diesem Turm und musst dich bis in die oberste Ebene vorkämpfen. Die diversen Feinde haben natürlich etwas dagegen, so das du dich denen mit allerlei Schießknüppeln wehren darfst. Neben der Standardpistole Robocops, kannst du ebenfalls die Waffen der besiegten Gegner aufsammeln. Darunter auch einige Neue.
Wer den ersten Teil gespielt hat, der weiß schon so ungefähr, wie das Gameplay funktioniert. Robocop kann sich bis zu drei Mal regenerieren und wenn er dann danach keine weitere Regeneration findet, ist er tot, falls seine Rüstung zur Neige geht. Er kann Erfahrungspunkte sammeln und sich so nach und nach verbessern. Ebenso kann er mit Unschuldigen reden und hat dabei die Wahl zwischen mehreren Dialogoptionen.
An diesen Elementen ändert Unfinished Business nichts. Es wäre allerdings auch falsch, deshalb jetzt zu behaupten, dass das Game aus diesem Grun langweilig und im Prinzip nur alter Wein in neuen Schläuchen wäre. Die Entwickler von Teyon wussten, was sie taten und fügten ein paar Neuerungen hinzu, die das Spiel interessant machten.
Einige Neuerungen Die wichtigste Neuerung ist, dass Robocop jetzt um die Ecke schießen kann. Genauer gesagt kann er in bestimmten Situationen zu zielen, dass die Kugel an Wänden abprallt und so einen Schützen trifft, der vielleicht gerade auf normalen Weg nicht erreichbar ist. Es braucht ein wenig, bis man sich an diese Spielmechanik gewöhnt hat. Aber es lohnt sich und es macht Spaß.
Die zweite Neuerung ist, dass man nicht die ganze Zeit als Robocop spielt. Stattdessen gibt es immer wieder Passagen, wo man das Frühere ich der Titelfigur lenkt, Alex Murphy. Der sich natürlich radikal anders steuert, als sein Künftiges, Gepanzertes Ich.
Und genau das ist der große Unterschied. Wo Robocop steif und unbeweglich ist, aber dafür mit einer soliden Panzerung ausgestattet, fehlt dies Alex Murphy. Dafür ist er beweglich. Er kann kriechen und springen. Es gibt sogar einige Passagen, wo er nicht kämpft, sondern sich nur weiterbewegen muss.
Laannnggggsssssaaaammmm Das Problem ist, dass dies dann bei den Stellen, in denen man Robocop steuert, seine Schwächen aufzeigt. Eben jene langsame Fortbewegung, dieses Kugel fressen und kräftig austeilen. Selbst wenn er sich mal schneller bewegt, ist das im Vergleich zu Alex Murphy immer noch sehr langsam. Hier hat sich Teyon keinen Gefallen getan.
Wie auch sonst das Game seine Mankos hat. So kommt es regelmäßig gerne zu Haklern und Rucklern. Und da man nicht ständig von Kampf zu Kampf geht, gibt es zwischendurch wiederholt eher langweilige und gefühlt leere Passagen.
Fazit:
Auch wenn Robocop: Rogue City – Unfinished Business seine Mankos hatte, machte es mir insgesamt Spaß. Die Neuerungen sind abwechslungsreich genug, um einen bei Laune zu halten. Auch wenn die Alex Murphy Passagen leider verdeutlichen, wie langsam sich Robocop selber fortbewegt.
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