Genre:
Puzzles USK Freigabe:
Freigegeben ohne Altersbeschränkung gemäß § 14 JuSchG. ca. Preis:
5 €
Systeme:
PC, PlayStation 5, Switch, Switch 2, Xbox Series X/S
Inhalt:
Stell dir vor, du kommst ins Büro. Und das erste, was man dir sagt, ist, dass man überall Katzen versteckt hat. Jetzt keine lebendigen, sondern nur welche aus Ton. Aber trotzdem herrscht hier eine regelrechte Katzen-Plage. Und du hast die Ehre, diese aufzuräumen.
Meinung:
Zugegeben: Die Storyzusammenfassung habe ich mir aus den Fingern gesogen. Denn eine wirkliche Geschichte hat Secret Paws: Cozy Offices nicht. Braucht es auch nicht, weil es am Ende auf ein und dasselbe hinauskommt: Du musst in einem abgegrenzten Raum alle versteckten Katzen suchen.
Willst du mich verarschen? Wem das Spielprinzip bekannt vorkommt? Der liegt nicht verkehrt. Denn dieses Game ist ein Wimmelbildspiel, nicht unähnlich der Hidden Cats-Serie, die Stefan ja bereits vorgestellt hat. Doch der große Unterschied zu dieser Reihe ist, dass die Secret Paws-Reihe in 3D gestaltet ist.
Und das bedeutet, dass du wirklich in jeden Winkel und in jede Ecke gucken musst, um die Katzen zu finden. Die gibt es in den verschiedensten Größen und Farben. Sie reichen von riesengroß und nicht zu übersehen, bis hin zu ganz klein und beispielsweise auf der Duschbrause versteckt. Letzteres ist kein Scherz. Ich war im Bad und habe verzweifelt nach der letzten Katze gesucht. Bis mir die Suchfunktion anzeigte, dass das Gesuchte sich auf der Brause befand. Es war eine kleine Katze, dementsprechend auch leicht zu übersehen.
Es sollte leider nicht das letzte Mal bleiben, dass ich mich von Secret Paws: Cozy Offices verarscht gefühlt habe. Es ist leider Standard, dass Game gerne mal zu Verstecken greift, die sich sehr unfair anfühlen. Beispielsweise kannst du Bilder an der Wand hochschieben, wodurch sich eine äußerst dunkle Nische öffnet. Auf dem ersten Blick siehst du nichts. Bis du zufälligerweise reinklickst und eine Katze entdeckst. Ein anderes Mal findest du das gesuchte Objekt nur, in dem du wirklich jeden Millimeter absuchst und dann zufälligerweise Katzenohren entdeckst, die ein wenig über ein Hindernis hervorgucken.
Im Zweifelsfalle einfach die Perspektive ändern Ich weiß jetzt nicht, ob so etwas für ein Wimmelspiel Standard ist. Dies ist auch normalerweise nicht mein Genre. Aber ich war neugierig auf das Game geworden, eben den optischen Ähnlichkeiten mit Unpacking, einem meiner Lieblingspuzzlegames. Doch wo dieser Titel eben den Zuschauer auch noch dadurch animiert, dass er durch die Objekte und die Wohnung eine Geschichte erzählt, ist das hier in Secret Paws: Cozy Offices nicht der Fall.
Stattdessen wirst du einfach ins Geschehen geschmissen. Du kannst zwischen zwei Leveln auswählen, die beide ihrerseits zusätzlich in unterschiedliche Räume aufgeteilt sind. Du hast die freie Wahl, welchen du auswählst, du kannst jederzeit im Game selbst in den nächsten Raum rüberwechseln, in dem du durch eine Tür gehst. Die Räume unterscheiden sich nicht nur in Sachen Funktion und Ausstattung. Sondern ebenfalls darin, wie viele Katzen du suchen darfst.
Zum Glück musst du nicht alles aus einer einzigen Perspektive begutachten. Das Game gibt dir jede Menge Möglichkeiten, die Ansicht zu ändern. So kannst du zwischen vier verschiedenen Blickwinkeln wechseln, aber ebenso ins Geschehen rein- und wieder rauszoomen. Was wirklich sehr praktisch ist, wenn du beispielsweise Büropflanzen absuchen musst, ob du nicht was übersehen hast. Außerdem gibt es auch noch eine Hilffunktion, die dir jedoch nicht unendlich zur Verfügung steht. Je öfter du sie nutzt, desto mehr Cooldown hat sie. Bis du sie irgendwann überhaupt nicht mehr nutzen kannst.
Den optischen Vergleich mit Unpacking habe ich ja schon gemacht. In dieser Hinsicht wirkt Secret Paws: Cozy Offices leider sehr statisch. Und auch die Musik animiert einen nicht wirklich dazu, weiterzuspielen. Es ist leider musikalische Untermalung, die man getrost als „Gedudel“ titulieren darf.
Fazit:
Secret Paws: Cozy Offices bekehrt mich jetzt nicht dazu, dass ich mich mit Stefan um Wimmelbildspiele prügele. Die Idee, ein solches in einer 3D-Umgebung zu gestalten, ist zwar ganz nett. Aber stellenweise sind die Verstecke sehr frustrierend gewählt und mehr als einmal wird man sich als Spieler verarscht vorkommen. Da helfen auch die gute Hilfsfunktion und die gute Steuerung nicht. In Kombination mit der grausigen Musik kann ich das Spiel nur den wirklich Hartgesottenen empfehlen.
Bewertung Du kannst dieses Game hier benoten. Wohlgemerkt soll nicht die Rezension, sondern das Game an sich bewertet werden! Du hast also dieses Game gespielt? Dann bewerte es hier. Die Benotung erfolgt mit Sternen. Keine Sterne entsprechen der Schulnote 6. Fünf Sterne entsprechen der Schulnote 1.