Genre:
Action USK Freigabe:
Freigegeben ab 12 Jahren gemäß § 14 JuSchG. ca. Preis:
20,00 €
Systeme:
PC, PlayStation 4, PlayStation 5, Switch, Xbox Series X/S
Inhalt:
Du bist Mateo Lombardo, ein Lehrling des Rosenkreuz-Ordens. Du und einige andere Mitglieder wurden nach Südfrankreich in die Region Gévaudan geschickt. Denn dort soll ein Ungeheuer sein Unwesen treiben. Doch kaum bist du mit den anderen angekommen, wird die Gruppe von dem Biest gnadenlos niedergemetzelt. Nur du überlebst und musst zusehen, wie du das Böse vernichtest.
Meinung:
Manchmal muss man erst etwas Ähnliches spielen, ehe einem auffällt, dass man etwas vermisst. So verhält es sich auch mit Castlevania. Denn obwohl Konami erst vor kurzem eine weitere Collection an Titeln des berühmten Franchise herausbrachte, sind neue Titel Mangelware. Was schade ist, da nicht zuletzt dank der Netflix-Trickserien der Name doch erheblich an Bekanntheit gewonnen hat.
Erinnerungen an Castlevania Dieser Mangel an neuen Castlevania-Games fällt einem umso mehr auf, wenn man anfängt, Chronicles of the Wolf zu spielen. Denn der Titel atmet von Anfang den Geist der berühmten Vorlage, so dass man sich In vielerlei Hinsicht an die Spielereihe erinnert fühlt. Doch schafft es das Game, auch abseits der Nostalgie auf eigenen Füßen zu stehen?
Zugegeben: Der Beginn des Spiels ist grandios. Nach einem kurzen Tutorial, in dem du die einfache Steuerung lernst, geht es dann auch gleich los. Du erwachst nach dem Gemetzel, triffst eine junge Frau, die sich anschließend aber auch gleich davon macht. Allerdings nicht ohne dir zuzurufen, dass sie sich an einem bestimmten Ort treffen möchte.
Und so fängst du an, dich durch das Game durchzuarbeiten. Von Anfang fühlt man sich an Castlevania erinnert, nur, dass du hier statt einer Peitsche ein Schwert nutzt. Doch ansonsten ist alles wie gehabt. Du bewegst dich durch eine wunderbar gruselige und verfallene Gegend und musst dich gegen allerlei Gefahren wehren. Das reicht von Fledermäusen, über Zombies und natürlich ebenfalls Skelette, die gerne ihre Knochen auf dich werfen. Ebenso gibt es Bosse, die du besiegen musst, um weiterzukommen. Auch hier merkt man die Liebe zu Vorlage, da diese stellenweise wunderbar bizarr und gruselig ausfallen.
Geradezu absurd schwer Deine Feinde lassen gerne Items fallen. Kugeln, mit denen du die Anzahl der nutzbaren Subweapons erhöhen kannst. Subweapons, die teilweise eine höhere Reichweite haben. Oder auch Elixiere, mit denen du dein Leben erneuern kannst.
Ebenso gibt es Fackeln, die Items fallen lassen. Oder Verstecke, wo du ebenfalls Objekte findest. Ganz zu schweigen von den Schreinen, wo du Leben regenerieren oder sogar speichern kannst. Und Letzteres ist bitter nötig.
Denn Chronicles of the Wolf hat einen geradezu absurd hohen Schwierigkeitsgrad. Das Game ist nicht ohne. Wobei die Schwierigkeit nicht so sehr aus herausfordernden Feinden besteht. Sondern daher, dass das Spiel mitunter unfair ist.
Und plötzlich tot.. Das Hauptproblem sind die Speicherpunkte. Denn nicht jeder Schrein, wo du Leben zurückerhältst, ist auch ein Rücksetzpunkt. Oft genug kann es passieren, dass du bei einem Bosskampf stirbst. Nur um anschließend an einem Ort wiederbelebt zu werden, der deutlich entfernt von dem Platz der Auseinandersetzung ist. Weshalb du dich dann wieder mühsam zurückkämpfen darfst.
Das Problem ist ja auch, dass das Game ein Metroidvania-Spiel ist. Dementsprechend kannst du viele Orte erst dann richtig erforschen, wenn du die entsprechende Fähigkeit hast. Doch da die Schnellreisepunkte ja weit auseinanderliegen, ist die Neigung, auch wirklich alles zu erkunden, eher gering.
Was aber ebenso daran liegt, dass du oft genug auf ein Mal in Räume kommst, wo du von jetzt auf gleich stirbst. Ursache dafür ist, dass du oft genug nicht die passende Fähigkeit besitzt, um weiterzukommen. Leider gibt es keine Vorwarnung vor dem Betreten.
Ansonsten lebt das Spiel davon, dass eine Art neues Castlevania ist. Das bedeutet, dass die Grafik bewusst an Super Castlevania IV auf dem SNES erinnert. Das hat durchaus seinen Charme, doch ab und an würde man sich ein paar mehr moderne Akzente wünschen. Was ebenso für die Steuerung gilt. Auch diese orientiert sich an jenen Zeiten und verlangt von einem, dass man am besten die ganze Zeit mit dem Steuerkreuz des jeweiligen Controllers lenkt. Was sich jedoch schnell seltsam anfühlt. Leider ist die Lenkung mit dem Analogstick sehr schwammig geworden, weshalb diese keine wirklich Alternative darstellt. Dafür kann die Musik überzeugen. Chronicles of the Wolf hat einige wunderbare Tracks, die einen richtig mitreißen.
Fazit:
Chronicles of the Wolf hätte das Potential gehabt, ein modernes Castlevania zu werden, jetzt wo Konami die Marke seit Jahren nicht mehr richtig pflegt. Und das Spiel hat durchaus Potential. Es atmet den Geist der alten Castlevania-Spiele. Allerdings stellenweise viel zu sehr. Moderne Akzente wären wünschenswert. Ebenso, wie das Game frustrierend schwer sein kann. Teilweise schon fast zu sehr. Mehr Speicherpunkte und Schnellreisestationen wären wünschenswert.
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