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A Plague Tale: Requiem

Entwickler: Asobo Studio
Publisher: Focus Home Interactive

Genre: Adventure
USK Freigabe: Freigegeben ab 16 Jahren gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: 60 €

Systeme: PC, PlayStation 5, Switch, Xbox Series X/S

Ausgezeichnet mit dem Splash Hit Inhalt:
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Auch wenn es länger erscheint, liegt das Jahr 2019 noch gar nicht so lange zurück. Als A Plague Tales: Innocence herauskam, überzeugte der Titel vor allem durch glaubwürdige Charaktere und eine grundsätzlich glaubwürdige Welt voller Krieg, Tod und Krankheit, auch wenn eine dämonische Rattenplage das Kernstück der Handlung darstellte. Das Schicksal der beiden de Rune-Kinder Amicia und Hugo war packend erzählt und endete mit einer ordentlich Portion Empowerment und einem vagen Hoffnungsschimmer für die Zukunft. Den werfen wir in A Plague Tale: Requiem jetzt erst einmal über Bord.



Meinung:


Nach den Geschehnissen des ersten Teils reisen Amicia, Hugo, ihre Mutter und der junge Alchemist Lucas durch das Land und wollen sich im Schutze des Alchemistenordens in Ruhe niederlassen. Das Macula, die parasitäre Krankheit, von der Hugo befallen ist und die ihn mit den Ratten verbindet, hat sich seit dem Finale des Erstlings nicht mehr gemeldet und alles scheint in bester Ordnung zu sein. Amicia und Hugo tollen durch die Gegend und geraten dabei versehentlich in einen Überfall einer Räuberbande auf eine Farm. Die Gewalt, mit der sie dort konfrontiert werden, erweckt allerdings das Macula und Amicia muss alles daran setzen, Hugo Erlösung zu bringen. Koste es, was es wolle.

Tour de France
Da Requiem extrem storylastig ist, empfiehlt es sich unbedingt, zuvor den hervorragenden Vorgänger zu spielen. Die Geschichte knüpft an die Geschehnisse an und setzt dieses Wissen auch voraus. Es wird wenig von dem erklärt, was im ersten Teil geschehen ist und vor allem eine gesunde Portion an Vorwissen zu Hugo, der uns fast durch das gesamte erste Spiel begleitet hat, ist nicht verkehrt, da Amicia dieses Mal mit verschiedenen Gefährten unterwegs ist. Wie aber auch schon im ersten Teil ist jede Szene mit Hugo entweder purer Zucker (weil er so unglaublich niedlich ist) oder grausamste Qual (weil immer all diese schlimmen Dinge passieren) und die Bindung vor allem zu den Geschwistern ist von absoluter Wichtigkeit.

Tour de Force
Wie auch im ersten Teil steuern wir vornehmlich Amicia, die zwar sehr mutig, zeitweilig auch übermütig, aber körperlich nicht die stärkste Person ist. Banden von Wegelagerern und voll ausgerüstete Soldaten machen mit ihr im direkten Kampf kurzen Prozess. Stealth steht daher auf der Tagesordnung und so macht Amicia sich vor allem das Spiel aus Licht und Schatten zunutze, wirft Steine und Tonkrüge zur Ablenkung oder feuert mit ihrer Schleuder. Diese kann sowohl offensiv durch Headshots als auch defensiv eingesetzt werden. Mithilfe verschiedener Alchemierezepte können Geschosse hergestellt werden, die Flammen löschen, Feuer entfachen oder wie Blendgranaten leuchten.

Von Ratten und Männern
Ein weiteres Utensil sind aber die Ratten. Diese schwärmen regelmäßig durch die weitläufigen Gebiete und lassen sich nur durch Licht aufhalten und fressen alles, was in ihren Wirkungsbereich gerät. Ein Soldate trägt eine Fackel und wandert damit durch die Rattenmassen? Lösche mit einem gezielten Schuss die Fackel und die Ratten fallen über ihn her. Amicia kann an Werkbänken mit gesammelten Ressourcen ihre Ausrüstung verstärken und da nicht genug für alles da ist, sollte man sich frühzeitig überlegen, worin man sich spezialisieren möchte. Zeitweise begleiten Amicia verschiedene Gefährten, die unterschiedliche Fähigkeiten mit bringen und das Gameplay ein wenig abwechslungsreicher gestalten. In manchen Szenarien kann außerdem Hugo die Kontrolle über die Ratten übernehmen und sie direkt lenken, was allerdings nicht allzu lange funktioniert. Das Macula erfordert viel Anstrengung und darf ihn nicht übermannen.

Während die Heransgehensweise an die verschiedenen Szenarios oft recht frei gehalten ist, verläuft die Geschichte innerhalb linearer Kapitel. Sie ist deutlich länger als im Erstling, bietet dafür aber auch deutlich abwechslungreichere Gebiete, da Amicia und ihre Gefährten durch das ganze Land reisen müssen und verschiedene Städte besuchen. Man sollte sich aber bewusst sein, dass schwere Themen angegangen werden, die kaum durch leichtere Momente abgefangen werden. Dieses Spiel wird man garantiert deprimiert verlassen, aber das ist nun einmal auch gewollt.

Vom Regen in die Traufe
Optisch ist A Plague Tale: Requiem eine absolute Wucht. Es beginnt bereits mit wunderschönen Landschaften, in denen noch Friede, Freude, Eierkuchen herrscht und versinkt rasend schnell in herabgekommenen Slums, die in Regen, Gedärmen und sonstigem Dreck versinken. Besonders die Kontraste zwischen den Örtlichkeiten, die man einerseits lebensfroh bei Tag und anschließend in vollkommenem Chaos bei Nacht durchwandert, machen Eindruck.

Beim Sound überzeugt neben den hervorragenden Sprechern vor allem der Soundtrack. Wenn die Ratten von stakkatischen Streichern begleitet werden, baut sich eine unangenehme Situation auf, die permanente Spannung erzeugt.



Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters Kai Wommelsdorf

A Plague Tale: Requiem ist - wie auch schon der Vorgänger - eine hervorragend erzählte, sehr bedrückende Geschichte, die nie langweilig wird und bestes Stealth-Gameplay bietet. Auch den ersten Teil gibt es inzwischen für Next Gen-Konsolen und ich lege jedem ans Herz, diesen zuerst zu spielen, um ordentlich in die Welt und die Charaktere eintauchen zu können. Requiem ist größer, schicker und entwickelt das Gameplay dezent weiter, benötigt aber unbedingt Vorwissen, um wirklich landen zu können. Beide Titel sind aber jede Sekunde wert, die man mit ihnen zubringt.



A Plague Tale: Requiem - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Kai Wommelsdorf

Screenshots










Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 9.25 Grafik: 9.50
Sound: 9.50
Steuerung: 9.00
Gameplay: 9.00
Wertung: 9.25
  • Spannende und bedrückende Geschichte
  • Sehr gute Charakterzeichnung der Hauptfiguren
  • Viele Möglichkeiten der Problemlösung
  • Hervorragende Grafik
  • Atmosphärisch gruseliger Soundtrack
  • Etwas blasse Nebenfiguren

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Rezension vom: 26.10.2022
Kategorie: Adventure
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