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Madden NFL 23

Entwickler: Electronic Arts
Publisher: Electronic Arts

Genre: Sport
USK Freigabe: Freigegeben ohne Altersbeschränkung gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: ab 54,99 €

Systeme: PC, PlayStation 4, PlayStation 5, Xbox One, Xbox Series X/S

Ausgezeichnet mit dem Splash Hit Inhalt:

Pünktlich zur neuen NFL-Saison, die am 09. September mit dem Spiel der Buffalo Bills gegen die Los Angeles Rams startet, steht auch das neue Madden NFL 23 in den (virtuellen) Händlerregalen. Wie immer stellt sich die NFL-Gemeinde auch dieses Jahr wieder die Frage, welche Neuerungen und Verbesserungen EA dieses Mal ins Spiel gepackt hat. Die Antwort darauf erfährst Du genau jetzt.



Meinung:

Bevor es aber um neue Modi und Gameplay-Verbesserungen geht, geht es allerdings zunächst einmal sehr emotional zu. Denn wie die meisten wahrscheinlich mitbekommen haben, ist der Namensgeber der Spielreihe und legendäre NFL-Coach John Madden am 28. Dezember 2021 im Alter von 85 Jahren verstorben. Um dem Super Bowl-Champion von 1977 (Head-Coach der Oakland Raiders) seinen Respekt zu zollen, ist nicht nur das Introvideo ihm gewidmet, sondern auch das allererste Spiel, das man in Madden NFL 23 spielt. Anstatt den letztjährigen Super Bowl oder Pro Bowl zu spielen, um ins Siel zu kommen und den eigenen Schwierigkeitsgrad zu evaluieren, spielt man dieses Mal das John Madden Legacy Game, an dem nicht nur zahlreiche Legenden des Sports teilnehmen, sondern an dessen Seitenlinie auch zwei John Madden stehen. Denn während das eine Team vom jungen John gecoacht wird, wird das andere von einer älteren Version als Head Coach unterstützt. Zwischendurch gibt es zudem immer wieder teils lustige, teils interessante Anekdoten aus dem Leben des Hall of Fame-Coaches, der in seiner Karriere sage und schreibe 75 Prozent seiner Regular Season-Spiele gewonnen und damit Platz 1 aller Coaches innehat.

Mehr Selbstbestimmung
Nach diesem für jeden Football-Fan sehr emotionalen Auftakt werden wir mit der ersten echten Neuerung konfrontiert. Nun gilt es nämlich, den bevorzugten Passstil festzulegen. Hier hat EA mit dem Skill-Based-Passing oder Fähigkeiten basierenden Passen nämlich eine neue Variante eingebaut, die einem im Gegensatz zur bisherigen wesentlich mehr Kontrolle über den Ball verleiht. Konnte man bisher lediglich bestimmen, welcher Receiver angespielt werden soll, kann man jetzt per Tastendruck und Stick bestimmen, wohin der Ball fliegen soll. Zudem kann man jetzt auch die Art des Passes (zum Beispiel ein Lob) und die Geschwindigkeit des Wurfes selbst bestimmen. Für letzteres ist allerdings Timing gefragt, denn ähnlich wie bei FIFA beeinflusst der Druck auf die Wurftaste, wie fest geworfen wird. Möchte man einen lockeren Pass werfen, muss man die Taste also nur ganz kurz drücken, soll der Wurf hingegen richtig Wumms haben, muss man lange drücken. Anhand einer kleinen Anzeige erkennt man, wie viel Power man gerade hat. Zusätzlich dazu kann man, ebenfalls mit Halten einer Taste, die Passgenauigkeit bestimmen.
Auch wenn es sich eventuell nicht so anhören mag, bringt diese Neuerung doch einen großen Einfluss aufs Spielgeschehen mit sich. Ab sofort ist es nämlich nicht nur möglich, das Spieltempo zu variieren, sondern die Gegner auch mit unvorhersehbaren Bällen zu überraschen, was dem Ganzen tatsächlich eine wesentlich neue Dimension verleiht.

Veteran anstatt Rookie
Nachdem man sich für oder gegen einen der neuen Passstile entschieden hat (es gibt zwei Varianten, wobei eine etwas vereinfacht ist, ansonsten aber auch alle Neuerungen mit sich bringt), geht es ins Hauptmenü, in dem der NFL-Alltag auf uns wartet. Was ich damit meine, dürfte jedem, der Madden NFL in den letzten ein, zwei Jahren gespielt hat, schnell klar sein. Neuerungen in Form von neuen Spielmodi findet man hier nämlich keine. Stattdessen gibt es wieder alle altbekannten Spielmodi, wie etwa den Karrieremodus „Face of the Franchise“. Wie jedes Jahr erwartet einen hier auch diesmal wieder eine neue Story, die einen diesmal aber nicht ganz am Anfang seiner Karriere starten lässt. Stattdessen spielt man einen Veteranen, der in seiner fünften NFL-Saison steht – allerdings ohne Vertrag. Es liegt nun also an uns, unsere Karriere zu retten und ein Team davon zu überzeugen, uns in ihr Team aufzunehmen.
Im Grunde ist es sehr erfrischend, dass man diesmal etwas anderes erlebt. Auf der anderen Seite bleibt aber auch das Gefühl, dass man hier um ein ganzes Stück betrogen wird. Schließlich fehlt der College Football-Part hier komplett und ob die Möglichkeit, nun auch als Cornerback die Karriere durchzuspielen, dafür ein gleichwertiger Ersatz ist, muss jeder für sich entscheiden. Ich persönlich hätte mich auf jeden Fall sehr darüber gefreut, wieder in einem der tollen College Football-Tempel auflaufen zu dürfen.
Immerhin gibt es noch weitere Neuerungen, wobei EA bei allem verursacht hat, den eigenen Spieler in den Mittelpunkt zu stellen. Sei es die Tatsache, dass man jetzt tatsächlich nur noch seinen eigenen Spieler steuern darf, dass die Kamera besonders den eigenen Spieler fokussiert oder dass der eigene Spieler öfters als üblich direkt ins Spiel involviert wird – alles ist darauf ausgerichtet, dem Spieler das Gefühl zu geben, dass sein Spieler im Mittelpunkt steht. Das gelingt auch wirklich gut und macht eine Menge Spaß, vor allem weil sich EA auch sonst noch einige Verbesserungen hat einfallen lassen (z.B. Positionsorienterter Fortschritt).

Franchise-Modus bietet kaum Neues
Nichtsdestotrotz ist der „Face of the Franchise“-Modus für viele nur eine nette Dreingabe, zu den wirklich wichtigen Spielmodi. Zu denen gehört für viele zweifelsohne der Franchise-Modus, in dem man nicht nur die Geschicke auf dem Spielfeld, sondern auch daneben maßgeblich beeinflussen darf. Große Neuerungen sucht man hier dieses Jahr allerdings vergeblich. Zwar wurde das Draft- und Trade-System ein wenig verändert und ein paar neue Scouting-Features eingebaut, ansonsten ist hier aber so gut wie alles beim Alten geblieben. Ich als großer Fan dieses Spielmodus finde das besonders schade, denn eigentlich bietet er so viele Möglichkeiten, ihn zu verbessern oder auszubauen. Naja, bleibt die Hoffnung, dass EA für nächstes Jahr ein größeres Update parat hält - darüber würde wohl nicht nur ich mich sehr freuen.

Der beliebte Madden Ultimate Team-Modus
Ebenfalls wieder mit dabei ist auch der Goldesel aller Spielmodi, der Ultimate Team-Modus. Wie ich in den letzten Jahren (und auch bei anderen Sportspielen) erwähnt habe, bin ich persönlich kein Fan dieses Modus, da er in meinen Augen Spieler, die gewillt sind, weiteres Echtgeld auszugeben, klar bevorteilt. Nichtsdestotrotz erfreut sich dieser Modus seit Jahren allergrößter Beliebtheit. In Anbetracht dessen, dass dieser Modus so gut bei den Spielern ankommt, ist es auch kaum verwunderlich, dass EA auch hier kaum etwas Neues integriert - schließlich gilt nicht nur im Football die alte Weisheit "Never change a winning System". Getreu dieses Mottos hat EA auch dieses Jahr wieder nur kleinere Verbesserungen/Neuerungen ins Spiel integriert. Eine dieser Neuerungen (und gleichzeitig auch die größte) ist etwa der Field Pass. Davon gibt es drei unterschiedliche (saisonale, Wettkampf- und programmspezifische „Ultimate Team“-Passes), die einen jeweils vor andere Herausforderungen stellen. Schafft man diese, steigt man nicht nur in der jeweiligen Stufe hoch, es winken auch verschiedene Arten von Belohnungen, die von Münzen über Packs und Trikots bis hin zu Spielerobjekten mit hoher OVR-Wertung so ziemlich alles bieten. Damit einem auch nicht langweilig wird, wird EA immer wieder neue Ziele integrieren. Zudem wird es in jeder Season neue Passes geben, sodass man immer etwas zu tun hat.
Abseits davon gibt es nur noch kleinere Neuerungen, wie etwa bei der Weekend League, die nun MUT Champions heißt und ab sofort an jedem Wochentag spielbar ist (Montags wird alles zurückgesetzt). Neu ist zudem, dass man sich erst in die MUT Champions einkaufen muss und zwar, indem man Champions-Teilnahme-Tokens im Wettkampf-Pass erspielt. Ansonsten warten noch kleinere Neuerungen wie überarbeitete oder eine höhere OVR-Wertung des Starterteams sowie überarbeitet Strategiegegenstände auf einen. Alles nichts Weltbewegendes – für Fans dieses Spielmodus aber dennoch sicherlich recht interessant.

Auch sonst nichts Neues
Neben diesen drei großen Spielmodi gibt es auch wieder die Möglichkeit, einzelne Spiele zu starten (wobei man hier die Wahl hat, ein Spiel seiner Wahl, den Pro Bowl oder nochmal das John Madden Legacy-Spiel zu spielen) oder sich im Multiplayer-Modus gegen andere Spieler zu messen.

Das FieldSENSE-System ist größer als gedacht
Dass es mit dem Skill-Based-Passing eine neue Passfunktion gibt, habe ich ja bereits erwähnt. Allerdings ist dies noch längst nicht alles, was sich in Sachen Gameplay getan hat. Das Skill-Based-Passing ist nämlich nur ein Teil des sogenannten FieldSENSE-Features, das die Grundlage für ein noch realistischeres Gameplay darstellt. Neben dem neuen Passsystem umfasst es auch mehrere tausend neuer Animationen, die sich zum Beispiel in Tackles bemerkbar machen. Dank des sogenannten „Hit Everything“-Features sind Tackles und Kollisionen zwischen Spielern nun wesentlich weniger vorherbestimmt und man kann sogar noch während des Tackles ins Spielgeschehen eingreifen.
Gleiches gilt auch für „Hit the Pile“, dank dessen man während Kollisionen mit mehreren Spielern ebenfalls zahlreiche neue, dynamischere Animationen bewundern darf. Zudem werden hier nun mehr Aspekte mit in die Berechnung gezogen, wodurch jedes Tackling mit einem anderen Ergebnis ausgeht.
Zusätzlich zu „Hit the Pile“ gibt es zudem noch die „Stand-Up-Tackles“, die dann zum Zuge kommen, wenn Receiver oder Ballträger den Ball in ihren Händen halten. Wird er dabei getacklet, gibt es nun mehr Möglichkeiten, sich aus dem Tackle hinauszuwinden. Auf der anderen Seite können Verteidiger durch geschickten Einsatz des Hit-Sticks mehr Fumbles forcieren.
Ebenfalls neu ist, dass Verteidiger mit Hilfe des Hit-Sticks gesetzte Blöcke mit Gewalt durchbrechen können. Gerade beim Verfolgen eines Ball Carriers ist dies eine wichtige und auch sehr sinnvolle Neuerung. Ball Carriers können hingegen dank der neuen „360 Grad Cuts“ bestimmen, wann sie Gegenspielern ausweichen wollen. Durch den Einsatz des linken Sticks kann man dabei sogar zwischen harten Cuts und abgerundeten Richtungsänderungen wählen.
All das Genannte ist aber sozusagen nur die Spitze des FieldSENSE-Systems. Im Grunde hat das neue System nämlich auf jede einzelne Aktion, die während eines Spiels passiert, Einfluss, weshalb es den Rahmen sprengen würde, hier jedes einzelne Feature des FieldSENSE-Systems aufzuzählen und vorzustellen. Klar ist auf jeden Fall, dass das neue System wirklich gut funktioniert und Spielern nicht nur mehr Einfluss auf das Spielgeschehen erlaubt, sondern auch dafür sorgt, dass das Ganze noch realistischer als ohnehin wirkt. Ich habe mich ja schon in den letzten Jahren gefragt, wie EA ein noch realistischeres Spielgefühl vermitteln will. Jetzt, nach dem FieldSENSE-System, stelle ich mir diese Frage mehr denn je und ich bin wirklich gespannt, was sich EA für das nächste Jahr einfallen lässt.

Wie immer toll anzusehen
Anders als beim Gameplay hat sich in Sachen Grafik und Ton, bis auf ein paar Kleinigkeiten, kaum etwas getan. Allerdings ist dies Meckern auf hohem Niveau, denn wer das letzte Madden NFL selbst gespielt oder zumindest meinen Test gelesen hat, wird wissen, dass bereits Madden NFL 22 fantastisch aussah und sich ebenso anhörte. Gleiches gilt dementsprechend auch für Madden NFL 23, wobei es durchaus ein paar Möglichkeiten der Verbesserung gegeben hätte. Denn gerade bei der Darstellung längerer Haare hat das Spiel noch immer seine Probleme. Ebenso gibt es hin und wieder kleinere Grafik-Fehler, die das Spielgeschehen aber keinesfalls negativ beeinflussen.

Kein Zutritt für Last-Gen und PC
Was an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben sollte, ist, dass sich dieser Test auf die Xbox Series X (und PlayStation 5)-Version bezieht. Wer Madden NFL 23 hingegen auf dem PC oder einer Last-Gen-Konsole spielt, wird von den Neuerungen kaum etwas erleben dürfen. Dort fehlen die allermeisten Gameplay-Verbesserungen nämlich leider, weshalb es sich hier eher um ein (teures) Roster-Update handelt als um ein gänzlich neues Spiel.



Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters Stefan.Heppert

Wer den Vorgänger nur gelegentlich gespielt hat und deswegen nur oberflächlich auf die Neuerungen von Madden NFL 23 schaut, dürfte enttäuscht sein - kein neuer Spielmodus, die bestehenden wurden nur hier und da ergänzt und die Grafik wurde ebenfalls nur im Detail verbessert. Doch der Schein trügt, denn wer ein echter Madden-Profi ist und die Feinheiten des Vorgängers kennt, wird von Madden NFL 23 hellauf begeistert sein. Das neue FieldSENSE-System sorgt mit all seinen neuen Möglichkeiten, Animationen und sonstigen Features nämlich für ein beinahe ganz neues Spielgefühl, das des Amerikaners liebste Sportart in Sachen Realismus auf ein neues Level hebt. Da bleibt eigentlich nur noch die Frage, wie EA das im nächsten Jahr toppen will. Doch bis dahin vergeht bekanntlich noch viel Zeit, die man als Football-Fan mit vielen vergnüglichen Stunden vor der Konsole verbringen kann - vorausgesetzt man spielt auf der Xbox Series X/S oder PS5. PCler oder Spieler, die noch immer auf einer alten Konsole spielen, werden von all dem nämlich so gut wie nichts mitbekommen und sich stattdessen ärgern, dass sie Geld für ein teures Roster-Update ausgegeben haben.



Madden NFL 23 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Stefan.Heppert

Screenshots












Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 9.25 Grafik: 9.25
Sound: 9.00
Steuerung: 9.25
Gameplay: 9.50
Wertung: 9.25
  • Neues FieldSENSE-System
  • Skill-Based Passing
  • Noch immer sehr hübsch
  • Viele kleinere Gameplay-Verbesserungen
  • Schönes Madden-Tribut
  • Neuerungen nur auf den aktuellen Konsolen
  • Kaum Veränderungen im Franchise-Modus
  • Auch sonst kaum Änderungen in den Spielmodi
  • Kein College-Football mehr

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Rezension vom: 01.09.2022
Kategorie: Sport
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