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Tiny Tina's Wonderlands

Entwickler: Gearbox Software
Publisher: 2K Games

Genre: Action
USK Freigabe: Freigegeben ab 16 Jahren gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: 68,00 €

Systeme: PC, PlayStation 4, PlayStation 5, Xbox One, Xbox Series X/S

Inhalt:

Erneut lädt Tiny Tina zu einer Runde Bunkers & Badasses ein. Mit dabei bist auch du, der Neuling und angeleitet von ihr erlebst du ein buntes und wildes Abenteuer in ihren Wonderlands.



Meinung:

Borderlands 2 hatte im Laufe der Zeit viele gute DLCs erhalten, doch keines ist bis heute so gelungen gewesen, wie Tiny Tina's Assault on Wonderkeep. Man erlebte mit, wie das kleine, Explosionen liebende Mädchen in Form eines wilden und verrückten Rollenspiels den Tod von Roland zu verarbeiten versuchte. Das war eine grandiose Story und so ziemlich der Höhepunkt der Reihe.

Doch das ist jetzt allerdings schon viele Jahre her und seit damals stagniert die Serie. Das Pre-Sequel war netter Durchschnitt und der im Vorfeld enorm geyhpte dritte Teil schaffte es qualitativ genauso wenig, an den zweiten Teil anzuknöpfen. Der einzige Lichtblick war die Tales from the Borderlands-Serie, die jedoch nicht von Gearbox selbst entwickelt worden war, sondern von Telltale Games.

Neueinsteigerfreundlich
Seitdem wartet die Fangemeinde im Prinzip auf den Borderlands-Film, der ja demnächst in die Kinos kommen soll, weshalb die Ankündigung von Tiny Tina's Wonderlands so überraschend kam. Man rechnete eher damit, dass Gearbox bis zum Filmstart den dritten Teil noch ein wenig mehr mit DLCs unterstützen würde. 

Tiny Tina's Wonderlands ist jedoch das perfekte Spiel für Neulinge. Es setzt eben nicht voraus, dass du als Spieler einen der früheren Borderlands-Teile schon gespielt hast. Es gibt zwar hier und da noch Anspielungen auf die anderen Games, doch sind dies halt nur nette Easter Eggs und Homagen an die Hauptgames. Sie sind nicht definierender Bestandteil des Gameplays.

Das hat es allerdings in sich. Es ist merkbar, wie wichtig es den Entwicklern von Gearbox war, das Element einer Rollenspielgruppe ins Game zu übertragen. Gemeint ist damit, dass das ganze Design von Rollenspielelementen durchdrungen ist. Der Oberboss, der Dragon Lord, war in einem W20 gefangen und die Oberwelt besitzt den Charme eines Tabletop-Games, bei dem viel improvisiert wurde.

Eine Tabletop-Oberwelt
Letzteres ist auch die vielleicht größte Veränderung von Tiny Tina's Wonderlands. Anstatt eine große, in einzelne Areale aufgeteilte Welt ist diese hier wirklich eine „Oberwelt“. Aus der Vogelperspektive steuerst du deine Spielfigur und bewunderst einen Bach, der aus einer Getränkedose entsteht oder wie in Pokémon Gefahren im hohen Gras warten, während am Rande überall kleinere und größere Gebäude mit Abenteuern stehen.

Die Action findet zwar auch in den obligatorischen Leveln statt, doch diese sind von unterschiedlicher Länge. Es gibt die massiven Stages, für die Hauptquests und dann die kleinen, abgegrenzten Areale für die kleineren Auseinandersetzungen.

Die nächste Innovation hast du bei der Charaktererstellung. Anstatt wie früher die Wahl zwischen verschiedenen, bereits vorgefertigten Figuren zu haben, hast du jetzt einen einzelnen Charakter, der eben der Neuling ist. Diesen kannst du nach eigenem Gusto designen und anschließend eine von sechs Klassen auswählen, die sich voneinander unterscheiden. Meine Wahl fiel auf die magische, die zwei Zaubersprüche gleichzeitig ausrüsten kann.

Nicht nur Trillionen an Fernkampf-, sondern ebenso an Nahkampfwaffen
Natürlich hast du im Laufe des Games die obligatorischen Trillionen an Waffen. Wie es bei Borderlands üblich ist, wirst du mit diesen Schusswaffen förmlich zugeschmissen, die noch dazu in verschiedenen Güteklassen daherkommen. Das war schon seit jeher das definierende Elemente der Borderlands-Reihe und es ist gut, dass dies nicht verändert wurde, denn sonst würde dem Game etwas fehlen.

Doch auch in diesem Bereich gibt es eine kleine, aber wichtige Veränderung. Denn von nun an existieren ebenso die Nahkampfwaffen in vielerlei Ausführungen. Schwerter, Äxte und so weiter werden gedroppt, ebenfalls in verschiedensten Güteklassen. Das ist etwas, woran du dich erstmal gewöhnen musst, da der Nahkampf bislang in der Borderlands-Reihe keine allzugroße Rolle gespielt hat. Mit Tiny Tinas Wonderlands hat sich dies maßgeblich geändert.

Auch neu ist, dass es keine Granaten mehr gibt. Stattdessen wurde, passend zur Thematik, Magie eingeführt, die allerdings dieselbe Funktion übernimmt. Der einzige Unterschied ist, dass diese keine Munition verbraucht, sondern eine Cooldown-Zeit besitzt, nach der du erneut zaubern kannst.

Jede Menge Innovationen
Ansonsten ist alles wie gehabt. Der Charakter besitzt je nach Klasse einen Skilltree, in dem du dich austoben kannst, je legendärer eine Waffe ist, desto mehr Boni gibt sie und natürlich wird die Geschichte mit lauter irren Wendungen erzählt. Auch haben viele Feinde Varianten in einer stärkeren Ausführung, die sogenannten Badasses.

Du wirst mit Tiny Tina's Wonderlands deinen Spaß haben, nicht nur wegen der bereits erwähnten Innovationen, sondern ebenso wegen anderer Aspekte, wie beispielsweise, wie die Grundidee sich auf die Grafik auswirkt. Das Design der Oberwelt wurde ja schon genannt, doch das Aussehen der Gegner gefällt ebenfalls, das sich in diesem Fall nicht an den klassischen Borderlands-Feinden orientiert, sondern vielmehr RPG-lastig ist. So kannst du gegen Skelette in vielen Varianten antreten.

Es gibt jedoch Dinge, die nicht so gut gelungen sind. So wurde dem Game Crossplay versprochen, was bis heute allerdings nicht so richtig funktioniert. Auch die Tatsache, dass du ab Level 40 die Mythic Ranks freischalten kann, ist nicht so gut gelungen, bzw. stört es, dass du, wenn du diesen spielst, auf eine bestimmte Spielweise festgeschrieben ist. Auch fehlt ein New Game Plus, was bislang ein Hauptelement der Borderlands-Reihe war.

Doch ansonsten hast du es mit einem rundum gelungenen Spin-off zu tun, das vor allem durch die Innovationen besticht.



Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters Götz Piesbergen

Tiny Tina's Wonderlands ist großartig. Es ist dem Game anzumerken, dass die Entwickler sich wirklich Mühe gegeben haben, das Gameplay in vielen Aspekten zu verändern, aber es gleichzeitig auch in einigen Bereichen so zu belassen, wie es Altspieler kennen. So gefällt die clever designte Oberwelt, ebenso, wie die Trillionen an Waffen und Schilden und magischen Sprüchen, die gedropt werden. Schade ist, dass das Crossplay bis heute nicht richtig funktioniert oder dass das New Game Plus fehlt. Aber am Ende darf man darauf gespannt sein, was jetzt noch in Zukunft kommen wird. In jedem Fall ist Tiny Tinas Wonderlands nach langer Zeit wieder ein großartiges Borderlands-Game.



Tiny Tina's Wonderlands - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Götz Piesbergen

Screenshots














Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 8.875 Grafik: 9.00
Sound: 9.00
Steuerung: 9.00
Gameplay: 8.50
Wertung: 8.875
  • Ein innovatives Borderlands
  • Clever designte Oberwelt
  • Jetzt auch Trillionen an Nahkampfwaffen
  • Crossplay aktuell nicht möglich
  • New Game Plus fehlt

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Rezension vom: 11.04.2022
Kategorie: Action
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