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Crystar

Entwickler: FuRyu
Publisher: NIS America

Genre: Action
USK Freigabe: Freigegeben ab 16 Jahren gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: 50 €

Systeme: PC, PlayStation 4, PlayStation 5, Switch

Inhalt:
logo

 

Entwickler FuRyu hat erst vor Kurzem mit Monark ein JRPG herausgebracht, das sich durch eine frische Thematik hervorgehoben hat, schlußendlich aber durch repetitives Gameplay nicht vollends überzeugen konnte. Auch Crystar schlägt in eine ähnliche Kerbe und möchte durch die Kraft der Emotionen düstere Feinde im Limbo zwischen Leben und Tod bezwingen. Können FuRyu dieses Mal die Spieler bei der Stange halten oder müssen sie sich weinend in eine Ecke stellen?



Meinung:


 

Rei erwacht in einer finsteren Welt, in der sie auch flugs von fiesen Monstern angegriffen wird. Um sich zu verteidigen und um ihre ebenfalls hier verschollene, kleine Schwester Mirai wiederzufinden, schließt sie einen Pakt mit zwei Dämonen (Mephis und Pheles, auf Japanisch "Mephis to Pheles", get it?), die ihr magische Kräfte verleihen. Im Gegenzug soll sie sich um die herumirrenden Monster kümmern und sie von ihrem Leid befreien, während Rei lernen muss, mit ihren eigenen Emotionen umzugehen.

Cry Baby
Im Gegensatz zu den taktischen Kämpfen in Monark agieren Rei und ihre Partymitglieder, von denen sie zwischendurch immer wieder einige begleiten und zwischen denen man im Kampf frei wechseln kann, in actiongeladener Echtzeit. Leichte und kräftige Angriffe lassen sich zu einigen Combos zusammenketten und auf Knopfdruck wird schnell zur Seite ausgewichen. Hat sich eine entsprechende Leiste in Form einer Träne gefüllt, kann Rei in einen stärkeren Zustand wechseln, in dem sie Hilfe ihres Wächters bekommt und deutlich stärker austeilt. Auf Knopfdruck kann die gesamte Leiste wieder geleert werden, um einen verheerenden Angriff auszuführen. Diesen Zustand kann man sich für Bosse aufsparen, wodurch diese kaum eine Herausforderung darstellen. Normale Feinde folgen außerdem so simplen Angriffsmustern, dass man ihnen leicht ausweichen kann. Dadurch verkommen Kämpfe, die den Hauptteil des Gameplays darstellen, leider zu lästigen Aufgaben, die eigentlich nur den Fluss der Geschichte behindern.

Cry for Love
Die Story ist nämlich durchaus ansprechend. Wie auch schon bei Monark werden hier einige harte Themen von Depressionen bis zu Selbstmord aufgegriffen und mit einer Eleganz behandelt, die man oftmals vergeblich sucht. Im Vordergrund steht immer der Heilungsprozess, sei es durch ein Rauslassen der eigenen Emotionen, durch ein tiefer gehendes Befassen mit den Standardgegnern in Form von Hintergrundinfos über ihrere früheren Leben oder durch ein einfaches Umarmen von Thelema, Reis treuer Hündin. Nichtsdestotrotz wäre eine Trigger Warnung mehr als berechtigt gewesen, denn die Themen kommen mitunter recht plötzlich auf.

Cry me a river
Das Gameplay teilt sich auf in eine Vorbereitungsphase in Reis Zimmer und den Abstieg in die Kreise des Limbo. Wenn Rei im Kampf emotional besonders stark aufgeladene Feinde, die rötlich schimmern, besiegt, wird sie mit deren letzten Gedanken konfrontiert, die sich in ihrer Psyche festsetzen. In ihrem Zimmer kann sie sich von diesen Gefühlen befreien, indem sie kräftig weint. Dadurch werden diese Restgefühle in Ressourcen für Waffen und Ausrüstung, also etwas Nützliches, umgewandelt. Ausrüstung kann verstärkt und mit unterschiedlichen Boni ausgestattet werden. Die Umwandlung von Trauer in etwas Positives ist eine starke Botschaft, die auch als Gameplay-Element wunderbar funktioniert.

Not Gon’ Cry
Auf der technischen Seite gibt es zwei unterschiedliche Dinge zu betrachten. Zunächst sei angemerkt, dass das Spiel bereits 2019 auf PS4 und PC erschienen ist. Das Charakterdesign ist hervorragend und sowohl die polygonalen Charaktermodelle als auch die gezeichneten Dialog-Portraits verkörpern die Melancholie des Titels perfekt. Die Dungeons sind leider kaum abwechslungsreich und bestehen aus unthematischen, schwebenden Korridoren, die sich optisch nicht den einzelnen Gebieten zuordnen lassen. Auf der Switch müssen wir mit einer Reduktion der Framerate von 60fps auf PS4 Pro und PC auf 30fps auskommen, die während der simplen Kämpfe aber nicht negativ ins Gewicht fällt. Störender sind da schon die Pop-Ups der Feinde. Die Sichtweite in den Dungeons ist recht hoch, allerdings werden entfernte Objekte erste geladen, wenn man näher an sie herankommt. Hier hätten ein paar Kniffe im Dungeon-Layout oder atmosphärische Nebeleffekte, wie sie in einem späteren Dungeon genutzt werden, sicherlich aushelfen können.

Neben dem obligatorischen Pro der Portabilität kostet die Switch-Version einen Zehner weniger als die PS4-Fassung und beinhaltet obendrein noch den kompletten Kostüm-DLC.



Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters Kai Wommelsdorf

Wie vorher schon Monark kann auch FuRyus Crystar vor allem im Bereich der Geschichte und der Schicksale einzelner Charaktere überzeugen. Der Umgang mit brisanten Themen ist gelungen und die Einbindung dieser Thematiken in das Gameplay ist zwar zweckmäßig, aber auch passend und innovativ. Leider hapert's in den actionreichen Kämpfen an Abwechslung oder Herausforderung und diese bilden dann doch den Großteil der Spielzeit. Es ist schön, dass die DLCs bereits in der Switch-Version enthalten sind, aber es ist schwer, den Preis mit dem recht rudimentären Gameplay zu rechtfertigen.



Crystar - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Kai Wommelsdorf

Screenshots














Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 7 Grafik: 7.00
Sound: 8.00
Steuerung: 7.00
Gameplay: 6.00
Wertung: 7
  • Gute Aufarbeitung harter Themen
  • Schicke Designs
  • Aufnahme von Thematik ins Gameplay
  • Spannende Geschichte
  • Langweiliges Leveldesign
  • Repetitive Kämpfe
  • Pop-Ups

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Rezension vom: 07.04.2022
Kategorie: Action
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