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ELEX II

Entwickler: THQ
Publisher: THQ

Genre: Rollenspiele
USK Freigabe: Freigegeben ab 12 Jahren gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: 50 €

Systeme: PC, PlayStation 4, PlayStation 5, Xbox One, Xbox Series X/S

Testsystem: AMD Ryzen 5 5600 6-Core Prozessor; Windows 10; NVIDIA® GeForce® RTX 3080 DirectX® 12 Grafik, 32 GB Arbeitsspeicher

Anforderungen: 64-Bit-Prozessor und -Betriebssystem Windows 10, 64 Bit // AMD Ryzen 3 3100 / Intel Core i5-7400 // 12 GB RAM // Radeon RX 5600 XT / Geforce GTX 1060 // DirectX Version 11 // 45 GB verfügbarer Speicherplatz

Inhalt:
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Zeit für ein neues Spiel von Piranha Bytes und das zum Frühlingsbeginn. Naja, die Laufschuhe können auch im April wieder entstaubt werden. Die Entwickler muss man hierzulande wohl niemandem mehr vorstellen, der Computerspiele nicht erst kürzlich für sich entdeckt hat. Für diese Wenigen und der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass sich Piranha Bytes einen Namen mit handgefertigten Rollenspielen mit einem rauhen Charme wie der Gothic- oder der Risen-Serie gemacht haben. Dabei gab es wie bei vielen Franchises einige Aufs und Abs, aber die mittlerweile in Essen ansässigen Entwickler verfügen über eine treue Fanbasis.

Im Jahr 2017 wagte sich die deutsche Spieleschmiede an ein neues Rollenspiel in einem eigenwilligen Setting, das Elemente aus Fantasy und Science Fiction verbindet und dadurch angenehm unverbraucht daher kam - ELEX. THQ sagte die Marke so sehr zu, dass der große Publisher das Studio 2019 direkt samt der Markenrechte erwarb und jetzt ist es soweit: ELEX II ist erschienen.



Meinung:


Den Vorgänger muss man nicht gespielt haben, um mit ELEX II Spaß zu haben. Nichtsdestotrotz werden sich Serienveteranen an vielen bekannten NPCs, Locations und Anspielungen an die Ereignisse des ersten Teils erfreuen. Auch die Ereignisse des zweiten Teils spielen sich auf dem Planeten Magalan ab, einem Planeten, der lange vor den Ereignissen der beiden Spiele von einem Meteoriten getroffen wurde. Dieser schleuderte die menschlichen Einwohner um einige Zivilisationsstufen zurück in Richtung Clanwesen, Streitäxte sowie Jäger- und Sammlertum. Allerdings gehen nicht alle Errungenschaften der Hochtechnologien verloren und so gibt es Gruppierungen, die chemische, leistungssteigernde Drogen benutzen, technisch versierte Clans, welche hochentwickelte Roboter für den Kampf einsetzen und nicht zuletzt eine Schnellreisetechnologie sowie die Jetpacks.

Freund und Feind
Wie es sich für ein Spiel aus dem Hause Piranha Bytes gehört, gibt es wieder unterschiedliche Fraktionen. Da gibt es unter anderem Kleriker, magisch begabte Berserker, in Höhlen lebende Morkons und ganz neu als Feinbild etabliert: die Skyaniden. Hierbei handelt es sich um eine Alienrasse, durch die das gesamte schon zuvor instabile Ökosystem in seinen Grundfesten bedroht wird. Wieder einmal bleibt es an Jax, dem Helden des ersten Teils, hängen, die miteinander verfeindeten Kräfte zu einer Streitmacht zu formen und gegen die gemeinsame Bedrohung vorzugehen. Die insgesamt fünf verschiedenen Fraktionen haben alle eigene Fähigkeiten, Kampfstile und Ausrüstungsgegenstände. Wir als Spieler haben die Qual der Wahl, müssen es aber nicht überstürzen, sondern können uns mit allen Vor- und Nachteilen der einzelnen Fraktionszugehörigkeiten vertraut machen.

Eine handgemachte Openworld im Vogelflug
Ja, es handelt sich um eine offene Spielwelt, die man weitestgehend ohne Ladezeiten erkunden kann und das sogar aus der Vogelperspektive (zumindest, wenn man das modular aufgebaute Jetpack weit genug ausgebaut hat). Nein, es gilt nicht, nach der Ubisoft-Formel jede Menge Questmarker und Sammelobjekte abzugrasen. Ja, es gibt genug zu tun, um trotz frühlingshafter Temperaturen mehr Zeit auf Magalan als draußen zu verbringen.

Die große Spielwelt wird nicht etwa generisch erzeugt, sondern ist basierend auf der hauseigenen Grafikengine Genome von den Entwicklern in liebevoller Kleinstarbeit gestaltet worden. Das meint nicht nur Vegetation, Siedlungen, auftretende NPCs und auffindbare Gegenstände, sondern auch Tagesabläufe und Schlafplätze der Händler, Siedler und Kreaturen. Hier haben die Designer tolle Arbeit geleistet und im Gegensatz zu anderen dystopischen Spielwelten wirkt die Spielwelt trotz des rauen Charmes nicht abweisend, sondern bietet schöne Landschaften, warme Beleuchtungseffekte und lädt zu ausgiebigen Streifzügen ein. Die Genome-Engine muss sich dabei optisch nicht vor anderen verstecken, kann aber nicht mit aktuellen AAA-Titeln größerer Entwicklerstudios mithalten. Die Animationen der NPCs und Gegner sind mitunter recht hölzern und so manches Gesicht wirkt marionettenhaft. Meiner Meinung nach weiß die Spielwelt dennoch insgesamt zu gefallen und ist angenehm vielfältig, in puncto Beleuchtung beispielsweise hat man für ELEX II seine Hausaufgaben gemacht.

Rollenspielkerndisziplinen
Wer sich mit offenen Augen in der Spielwelt umschaut, dessen Inventar füllt sich schnell mit allerhand Waffen, Schilden, Pflanzen, Lebensmitteln, erbeuteten Fleischstücken und vielem mehr. Im Genre erfahrene Spieler ahnen bereits zu Beginn, dass es sich bei der einen oder anderen Sache um fürs spätere Crafting geeignete Items handeln dürfte. Die Inventarverwaltung erfindet das Rad nicht neu, funktioniert aber sowohl mit Controller als auch mit Maus und Tastatur solide. Die Gegenstände werden automatisch nach Kategorien abgelegt und häufig benutzte Items können einem ringförmigen Schnellzugriffsmenü zugewiesen werden. So kann man im Kampf schnell auf Tränke zugreifen oder etwa zwischen einer Nah- und einer Fernkampfwaffe wechseln. Zahlreiche der Gegenstände sind zu Beginn noch nicht benutzbar, was direkt zu den Lern- und Attributpunkten führt.

Möchte man eine riesige Streitaxt schwingen, so benötigt dies ein gewisses Maß an Gewandtheit, aber eben vor allem Stärke. Mit noch mehr Stärke steigert sich – anders als noch im Vorgänger – dann auch der verursachte Schaden. Die Attribute schalten demnach nicht nur Gegenstände frei, sondern wirken sich auf das Gameplay aus. Ebenso verhält es sich mit schweren Schilden oder kompliziert zu handhabenden Armbrüsten. Das Prinzip ist soweit vertraut. Darüberhinaus benötigt man, um etwa eine Spitzhacke für den Bergbau sinnvoll einzusetzen, eine entsprechende Unterweisung darin. Hierfür gilt es Lehrer zu finden, die einem unbedarften Neuling gegen Bezahlung erzählen, welches Ende man in Richtung Erzader richten sollte, wie man sich selbst Waffen schmiedet oder sich nicht nur von angekokeltem Rattenfleisch ernähren muss.

Zu Anfang volles Pfund aufs Maul
Ich werde nie vergessen, wie ich in der Welt von World of Warcraft schmerzhaft verstanden habe, dass mir ein kleiner Totenkopf neben dem Portrait des potenziellen Gegners anzeigt, dass ich lieber einen großen Bogen um selbigen schlagen sollte. In ELEX II fehlen derart hilfreiche Mechanismen nicht vollständig (auch hier gibt es eben jenes Symbol), aber ob eine Quest uns mit billigen Standardratten als typischen Rollenspielopfern oder mit HighTech-Drohnen, die wir ohne entsprechende Fernkampfkenntnisse kaum besiegen können, konfrontiert, erfahren wir mitunter eben erst, wenn wir wegrennen, während uns ein Laserstrahl den Allerwertesten versengt. Für mich gehört das zum Charme des Spiels, jedoch sollte man etwas Frustrationstoleranz mitbringen. Aber keine Sorge, es ist nicht Elden Ring. Die Kampfsteuerung funktioniert erstaunlich präzise, auch wenn es dem guten Jax – vermutlich aufgrund seines langen Exils – zu Beginn an so ziemlich an allem mangelt (Ausdauer, Lebensenergie, Stärke...). Da das Spiel stark auf die narrative und rollenspielerische Komponente setzt, möchte ich aber nicht unerwähnt lassen, dass es sich nicht um einen Titel der Arkham-Serie oder Assasins Creed handelt. Gegner umhauen macht Spaß, funktioniert aber auch per Button Mashing.

Atmosphäre durch Details
Passend zu den durchchoreografierten Tagesabläufen hat man sich auch in puncto Synchronisation viel Mühe mit Details gegeben. So überrascht etwa einer der NPCs mit schönstem norddeutschen Dialekt, während einer der Begleiter von Gronkh synchronisiert wurde.



Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters David Weigel

Piranha Bytes-Fans und Serienveteranen werden ganz bestimmt auf ihre Kosten kommen. Für Spieler, die über die nicht brandaktuelle Grafik hinwegsehen können, bietet die charmante handgestrickte Spielwelt von ELEX II viele Stunden spannende Rollenspielkost.



ELEX II - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
David Weigel

Screenshots














Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 7.375 Grafik: 6.50
Sound: 8.00
Steuerung: 7.00
Gameplay: 8.00
Wertung: 7.375
  • Science Fiction UND Fantasy in einem RPG
  • Open World mit Jet Pack erkundbar
  • Handgebastelte Open World
  • Hochwertige Synchronisation
  • Verschiedene Fraktionen mit eigenen Möglichkeiten
  • Grafikengine nicht mehr ganz zeitgemäß
  • Wachspuppenartige NPCs in emotionalen Szenen
  • Kampfsteuerung bildet kein Highlight

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Rezension vom: 15.03.2022
Kategorie: Rollenspiele
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