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Edge of Eternity

Entwickler: Midgar Studio
Publisher: Astragon

Genre: Rollenspiele
USK Freigabe: Freigegeben ab 12 Jahren gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: 40,00 €

Systeme: PlayStation 4, PlayStation 5, Switch

Inhalt:

Dem Planeten Heyron ist etwas Außergewöhnliches widerfahren: Er erhielt Besuch von Außerirdischen. Die Archelites, wie diese hießen, waren zu Beginn auch durchaus freundlich, bis sich ihr Verhalten veränderte und sie begannen, die Welt und ihre Bewohner gnadenlos anzugreifen. Du spielst in Edge of Eternity einen der Soldaten, die von der Invasion betroffen sind.



Meinung:

Wenn ein Spiel über Kickstarter finanziert wird, dann kannst du in den meisten Fällen davon ausgehen, dass es sich um einen Titel handelt, dessen Grafik entweder 8 oder 16bit-Pixeloptik bietet. Edge of Eternity sticht da aus der Masse hervor, denn hier wurde sich an eine 3D-Darstellung gewagt, die von den Screenshots den Vergleich mit dem Aussehen moderner RPGs anscheinend nicht zu scheuen brauchen sollte.

Finanziert wurde der Titel bereits 2014, doch es dauerte eine Zeit, bis er schließlich 2021 offiziell für den PC erhältlich war. Jetzt ist das Game auch für die Konsolen herausgekommen.

Hinter dem ambitionierten Projekt steckt ein französisches Studio. Midgar Studios, wie es heißt, haben den Titel bewusst als eine Hommage an Final Fantasy konzipiert. Gleichzeitig kopiert Edge of Eternity die Vorlage nicht 1:1, sondern bietet auch eigene Ideen.

Eine mittelprächtige Geschichte
Die Story des Spiels kannst du allerdings eher als mittelmäßig einstufen. Du steuerst den Soldaten Daryon, der als einziger seiner Einheit einen Angriff der Archelites sowie ein merkwürdiges Ritual seiner Vorgesetzten überlebt hat. Seitdem ist er fahnenflüchtig und reist zu seiner Mutter, die unter einer heimtückischen Krankheit namens Corrosion leidet. Seine Schwester Selene erwartet ihn bereits, da sie meint, einem Heilmittel auf der Spur zu sein. Gemeinsam machen sie sich auf, nicht nur dem Ursprung der Krankheit, sondern auch der Invasion nachzuspüren.

Die Geschichte von Edge of Eternity hat von Beginn an ein großes Problem: Sie schafft es nicht, dass du für die Protagonisten so etwas wie Interesse verspürst. Das mag daran liegen, dass die Story vor allem zu Anfang gefühlt jedes Klischee mitnimmt, das es gibt. Angefangen von schrecklich einfallslosen toten, blassen Nebenfiguren sowie austauschbaren Gegenspielern. Auch später wird die Erzählung nicht besser, da sie sich vor allem auf die beiden Hauptprotagonisten fokussiert, wobei gleichzeitig die Nebencharaktere von der Charakterisierung her allerhöchstens angerissen werden. Leider sind Daryon und Selene keine Figuren, die es schaffen, durch ihre Story allein das Interesse des Spielers dauerhaft zu fesseln. Im Gegenteil: Sie gehen einem schon sehr bald sehr schnell auf die Nerven.

Doch wo die Geschichte schwach ist, da müsste dann im Prinzip das Gameplay Potential haben, den Spieler zu fesseln. Das ist leider nicht komplett der Fall. Es gibt hier Licht und Schatten.

Ein nicht so gelungenes Questdesign
Positiv anzumerken ist, dass Midgar Studios sich bei einigen Aspekten ihre Gedanken machten. Bei anderen hingegen hast du das Gefühl, dass sie eher stiefmütterlich behandelt worden sind. 

Letzteres trifft vor allem auf die Quests zu. Hier ist das große Problem, dass diese überwiegend eher 08/15 sind. Oft genug wirst du von A nach B geschickt, nur um dort zu erfahren, dass du nach C weiterreisen darfst, um anschließend D zu erledigen. Es sind leider die bekannten Fetchquests, die noch dazu langweilig und uninspiriert präsentiert werden. Das wäre vielleicht zu verkraften, wenn sich diese Art von Questtypen auf die Nebenaufträge reduzierten. Doch leider sind auch einige Hauptquests betroffen, die eigentlich dafür sorgen sollen, dass sich die Geschichte des Games entwickelt. Wer also auf abwechslungsreiche Missionen steht, der wird hier enttäuscht werden.

Dafür kann jedoch die Oberwelt überzeugen. Es handelt sich hierbei um riesige Areale, die du frei durchwandern kannst, um beispielsweise spontane Nebenquests zu bekommen oder an plötzlich auftretenden, temporär begrenzten Ereignissen teilzunehmen. Ein wenig fühlst du dich hier an Final Fantasy XIV erinnert, wobei sich allerdings bei dem Vorzeige-MMORPG die Oberwelt belebter anfühlt. Doch dieses Manko wird durch die super designte Welt mehr als nur wettgemacht.

Innovativ kämpfen
Es gibt allerdings einen Aspekt, in dem kann Edge of Eternity brillieren. Das Kampfsystem ist von allen Merkmalen des Games dasjenige, bei dem du merkst, dass sich die Entwickler wirklich Gedanken gemacht haben. Es hat zwar einerseits von Final Fantasy das ATB-System übernommen, wonach jeder Held und Feind einen sich automatisch füllenden Balken hat, bei dem du dann anschließend eine Aktion auswählen kannst, doch gleichzeitig sind da noch andere Aspekte, die in dieser Kombination noch nie aufgetaucht sind.

Das fängt schon damit an, dass das Kampffeld, auf dem das Kampfgeschehen stattfindet, in mehrere Areale unterteilt worden ist. Zwischen diesen kannst du dich hin- und herbewegen. Das ist auch insofern notwendig, als dass du dadurch Angriffen von Gegnern ausweichen kannst. Es kann allerdings ebenso dazu führen, dass du dich von dem Feind entfernst und so selbst nicht attackieren kannst. Mit den Attacken ist es außerdem möglich, Spezialattacken des Feindes zu unterbrechen, denn die haben eine unterschiedlich lange Aufladezeit, die du gezielt zu deinem eigenen Vorteil nutzen kannst.

Ein weiteres Element dieses innovativen Kampfsystems ist, dass nicht jedes Kampffeld sich gleicht. Abhängig von der Umgebung können hier auch besondere Interaktionsmöglichkeiten vorhanden sein. Du kannst eine Felswand zum Einsturz bringen, um einen Gegner sofort zu besiegen oder aber du heilst dich.

Wenn der Soundtrack genial ist, die Grafik jedoch nicht
Gleichzeitig ist es auch so, dass du zu Beginn einer jeden Außeinandersetzung eine besondere Aufgabe erhältst. Diese muss man nicht zwangsläufig erfüllen. So sollst du beispielsweise eine bestimmte Zahl an Schaden verursachen oder von selbigem nur wenig kassieren. Je nachdem, ob du dich daran gehalten hast, wirst du belohnt.

Licht und Schatten bestimmen Edge of Eternity und zwar ebenfalls bei der Grafik. Es gibt helle Momente, wie die Grafik, aber auch unschöne Augenblicke, wie etwas steif wirkende Animationen oder langsam ladende Details. Hier merkst du, dass Midgar Studios eben kein professionelles AAA-Entwicklungsstudio mit einem enormen Budget sind. 

Dafür kann die Musik überzeugen. Man hätte es nicht für möglich gehalten, aber der Soundtrack von Edge of Eternity ist unglaublich und braucht sich, anders als die Optik, nicht vor einem Vergleich mit einem AAA-Game zu verstecken. Auch die Synchronisation ist großartig, wobei auch sie die maue Story nicht mehr herumreißen kann.



Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters Götz Piesbergen

Edge of Eternity ist ein ambitioniertes Projekt von Midgar Studios, doch am Ende muss man sich eingestehen, dass die Entwickler zu kurz gesprungen sind. Das Kampfsystem ist phänomenal, ebenso der Soundtrack. Der Rest reicht allerdings von mittelmäßiger Optik bis hin zu enttäuschendem Questdesign. 



Edge of Eternity - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Götz Piesbergen

Screenshots


















Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 6.8125 Grafik: 6.00
Sound: 8.75
Steuerung: 8.50
Gameplay: 4.00
Wertung: 6.8125
  • Innovatives Kampfsystem
  • Überzeugende Oberwelt
  • Super Soundtrack
  • Grauenvolles Questdesign
  • Mittelprächtige Gesamtgrafik
  • Langweilige Story

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Rezension vom: 14.03.2022
Kategorie: Rollenspiele
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