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Demoniaca: Everlasting Night

Entwickler: AKI
Publisher: EastAsiaSoft

Genre: Action
USK Freigabe: Freigegeben ab 16 Jahren gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: 15 €

Systeme: PC, PlayStation 4, PlayStation 5, Switch, Xbox One, Xbox Series X/S

Inhalt:
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Manchmal stößt bei der Sichtung neuer Trailer auf ein Spiel, von dem man noch nie gehört hat, das aber genau die richtigen Aspekte anspricht, um das Interesse zu wecken. Demoniaca: Everlasting Night ist so ein Titel, bei dem eine detaillierte und flüssig animierte Pixelgrafik mit einem Metroidvania und einem Kampfsystem, das aus einem Beat em' Up entsprungen zu sein scheint, vermischt wird, was wirklich interessant aussieht. Hinzu kommt eine abgefahrene Geschichte über die letzte Überlebende eines Dämonenangriffs, die sich zuerst einmal selbst den aufgeschlitzten Bauch zunäht. Stürzen wir uns also kopfüber in die Hölle.



Meinung:


Dämonen fallen über die Erde her, um einen neuen Turm zu Babel aufzubauen. Dafür metzeln sie alle Menschen nieder, die sie finden können. Nur die junge Demoniaca, deren Name verrückterweise ganz schön passend ist, überlebt, da sich das Blut eines Dämons mit ihrem eigenen vermischt, was ihr zu übermenschlichen Kräften verhilft. Also näht sie sich fix wieder zusammen und zieht los, um Rache zu üben.

Ist das noch Punk Rock?
Als erstes fällt der schicke 16bit-Grafikstil auf, in dem Demoniaca gehalten ist. Vor allem die Charakter Sprites sind sehr detailliert und überzeugen durch extrem flüssige Animationen, die vor allem bei den Bewegungen unserer Heldin stark an Fighter wie Guilty Gear oder King of Fighters erinnern. Auch die Hintergründe sind recht detailliert, auch wenn sie insgesamt ein wenig abwechslungsreicher sein könnten.

Neben der Grafik fällt auch direkt der Sound auf. Der eher härtere Rock- und Metal-Sound passt perfekt zur gesamten Ästhetik des Spiels und untermalt gekonnt die verschiedenen Gebiete.

Immer mitten in die Fresse rein
Da es sich bei Demoniaca um ein Metroidvania handelt, besteht das Gameplay hauptsächlich aus Kämpfen und Erforschung. Bei den Kämpfen greifen wir nicht mit verschiedenen Schwertern oder Zaubern an, sondern nutzen Tritte und Schläge. Wie bei richtigen Fightern können wir leichte und schwere Angriffe in beiden Kategorien zu verschiedenen Combos und Special Moves verbinden. Dafür bietet uns das Spiel auch eine Combo-Liste an, in die wir jederzeit einsehen können. In der Theorie klingt dieses Kampfsystem hervorragend und in einem Vakuum wäre es das wohl auch. Leider möchte es in Demoniaca aber wegen verschiedenster Design-Probleme nicht funktionieren.

Während wir in Fighting Games unsere Gegner mit Combos in der Regel jonglieren oder zumindest betäuben können, haben Attacken hier selten eine Auswirkung auf unsere Feinde. Diese greifen nach ihren festen Mustern weiter an und teilen dabei auch ordentlich aus. Dadurch muss entweder ausgewichen oder geblockt werden, was dazu führt, dass kaum ordentliche Combos entstehen können. Auch ist nur schwer nachvollziehbar, warum manche Attacken gegen manche Gegner effektiver sind als gegen andere. Außerdem muss der Schwierigkeitsgrad erwähnt werden.

Wie viel kannst du noch ertragen?
Zu Beginn gibt es die Auswahl zwischen dem Classic Mode und dem Easy Mode. Der Classic Mode ist eine extreme Herausforderung, aber auch die Bezeichnung "Easy Mode" wirkt deplatziert. Selbst hier stößt man schnell an Grenzen, was vor allem daran liegt, dass unsere Heldin selbst im Gegensatz zu ihren Feinden permanent in ein Stun Lock gerät und mit Status verändernden Effekten zugemüllt wird. Außerdem droppen aus den obligatorischen Kerzen nicht nur Heilgegenstände, sondern auch solche, die direkten Schaden zufügen. Ganz ehrlich, wenn man in seinen Titel einen "Easy Mode" einbaut, sollte man darauf achten, dass die Feinde uns nicht durch Stun Lock bereits im ersten Gang den Garaus machen können. Eine weitere Tücke ist jedoch das Plattforming.

Ich zähl' bis zehn und dann will ich euch springen sehn
Der zweite Teil des Gameplays, die Erforschung der Gebiete, wird definiert durch das Plattforming. Leider versagt Demoniaca hier auf ganzer Linie. Sprünge müssen pixelgenau ausgeführt werden, Demoniaca selbst kann sich nicht an Ecken festhalten und hochziehen und oftmals sind Feinde so platziert, dass man ihnen nicht ausweichen kann, wenn man auf eine Plattform springen möchte. Bereits relativ früh gibt es beispielsweise einen vertikalen Schacht, den man durch Wandsprünge erklimmen muss. Auf beiden Seiten sind Feinde platziert, denen man ausweichen muss. So weit, so gut. Ganz oben ist jedoch eine Plattform über dem "Ausgang" angebracht, die genau tief genug hängt, dass man an sie stößt, wenn man nicht an genau dem richtigen Punkt abspringt, wodurch man wieder hinunterfällt. Als würde das nicht reichen, schwebt dort auch noch ein Feind, dem man ebenfalls kaum ausweichen kann. Fällt man nun hinunter, fällt man gerne auch in die Feinde an den Seiten und verliert so jedes Mal Lebensenergie. Der Aufstieg ist eine Qual und selbst wenn man die Feinde auf dem Weg nach oben bekämpft, spawnen sie, sobald man wieder ganz nach unten gefallen ist. Wenn man nach erfolgreichem Aufstieg dann merkt, dass man an einem vollkommen falschen Ort ist, verflucht das Level Design, bei dem die Karte unerlässlich ist. Immer wieder werden Schätze und Feinde hinter Objekten, die im Vordergrund herumrutschen, verdeckt und zerstörbare Wände lassen sich auch kaum zufällig finden, da sie eine viel zu hohe Anzahl an Attacken benötigen, um einzustürzen. Dazu kommt noch ein Speichersystem, das einen ganzen Speicherpunkt pro Gebiet beinhaltet, sodass man beispielsweise nach einem Bosskampf entweder zum letzten Speicherpunkt zurücklaufen kann oder hoffen muss, im nächsten Gebiet bis zum neuen Speicherpunkt zu überleben.

Wie es geht
Die Bosse zeigen dafür aber, wie das Kampfsystem funktionieren könnte, wenn man sich bei den normalen Gegnern ein paar mehr Gedanken gemacht hätte. Bosse verfolgen ihr striktes Muster, dem man so lange ausweichen muss, bis sie an einem Punkt ruhig verharren. Das ist der Zeitpunkt, die Combos loszulassen. Das ist ein recht spannender Zweikampf, der gut mit dem Combo-System funktioniert.



Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters Kai Wommelsdorf

Demoniaca: Everlasting Night ist ein Trauerspiel. Die einzelnen Elemente versprechen Großartiges und sowohl Grafik als auch Sound können sogar abliefern. Im wichtigen Aspekt Gameplay macht sich jedoch nur Frust breit. Das komplexe Kampfsystem funktioniert außerhalb von Bosskämpfen nicht wirklich, das häufig vorkommende Plattforming ist eine absolute Qual und der Schwierigkeitsgrad durch Stun Locks, unfair platzierte Feinde, die selbst im "Easy" Mode kräftig austeilen und einstecken können und viel zu spärlich verteilte Speicherpunkte immens hoch. Passend zur Ästhetik können masochistisch veranlagte Spieler*innen mal einen Blick riskieren, aber alle anderen sollten sich für ihre Retro-Metroidvania-Gelüste lieber The Messenger, Blasphemous, Axiom Verge oder Owlboy zulegen.



Demoniaca: Everlasting Night - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Kai Wommelsdorf

Screenshots














Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 6.75 Grafik: 8.00
Sound: 8.00
Steuerung: 6.00
Gameplay: 5.00
Wertung: 6.75
  • Detaillierte Grafik
  • Flüssige Animationen
  • Passender Soundtrack
  • Combo-System bei Bosskämpfen
  • Grauenhaftes Plattforming
  • Zu spärliche Speicherpunkte
  • Gegner sind unfair platziert, stun locken und auch auf Easy zu hart
  • Combo-System bei normalen Feinden

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Rezension vom: 25.01.2022
Kategorie: Action
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