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Final Fantasy XIV: Endwalker

Entwickler: Square Enix
Publisher: Square Enix

Genre: Rollenspiele
USK Freigabe: Freigegeben ab 12 Jahren gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: 44,99 €

Systeme: PC, PlayStation 4, PlayStation 5

Inhalt:
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Die Entstehungsgeschichte von Final Fantasy XIV war bekanntlich mehr als abenteuerlich. Nach dem desaströsen Release 2010 und der Neuauflage mit A Realm Reborn im August 2013 ist das MMORPG von Square Enix mittlerweile schon bei der vierten Erweiterung Endwalker angekommen. Während andere Genrevertreter straucheln, blüht Final Fantasy XIV geradezu auf. Das spricht ganz klar für die Beliebtheit und den Erfolg des Spiels, doch es bringt auch gerade im Releasezeitraum einen kleinen Nachteil für Spieler (und Tester!). Warteschlangen so weit das Auge reicht. Sicherlich ist mit Serverproblemen bei derartigen Veröffentlichungen zu rechnen, doch diesen extremen Ansturm hat man wahrscheinlich unterschätzt. Unfassbar aber wahr, Square Enix musste sogar den Verkauf des Spiels kurzfristig stoppen, entschädigte die Spieler dafür aber sehr großzügig mit gratis Spielzeit.



Meinung:

Endlich online, der Spaß kann losgehen
Nachdem mit dem Login die größte Hürde überwunden war, konnte ich mich voll und ganz auf die Fortsetzung der Geschichte fokussieren. Lange Zeit war die Story in MMORPGs absolute Nebensache. Doch heutzutage legen immer mehr Spiele auch Wert auf eine qualitativ hochwertige Erzählung mit jeder Menge Quests. Selbstverständlich gelingt dies nicht immer, doch gerade Final Fantasy XIV gehört zweifelsohne zu den besten Abenteuern und legte von Grund auf Wert auf einen roten Faden mit einer Hauptquest die sich durch sämtliche Gebiete und Erweiterungen zieht. Es warten viele Dialoge, Zwischensequenzen, spannende Wendungen und eine tolle Soundkulisse. Es nimmt einiges an Zeit während der Levelphase in Anspruch, allerdings bereichert es diese umso mehr. Ein Grundwissen aus den vorherigen Addons ist beim aktuellen Addon Endwalker zu empfehlen, ansonsten wird es schwierig der neuen Erweiterung storytechnisch zu folgen.

Jede Menge neuer Content
In Sachen Inhalte geizt Square Enix bei Endwalker absolut nicht. Neben der typischen Erhöhung der Maximalstufe auf Level 90 samt neuer Fähigkeiten gibt es insgesamt sechs neue Questgebiete, acht neue Dungeons und allgemein neue Ressourcen und Rezepte für Berufe. Zudem gibt es mit dem Schnitter einen neuen Damage Dealer-Job und mit dem Weiser einen neuen Heiler-Job für alle Spieler, die bereits Stufe 70 erreicht haben. Die sogenannten Jobs in Final Fantasy XIV sind gewissermaßen Spezialisierungen der einzelnen Klassen. Weitere Content-Patches in Zukunft bringen zusätzliche Inhalte für Mehr- und Einzelspieler. Gerade letztere können die Story des MMORPGs auch problemlos genießen, da beinahe alle Aufgaben auch ohne menschliche Mitspieler gelöst werden können. Mit Hilfe von NPCs, die eure Gruppe vervollständigen, können sogar Dungeons abgeschlossen werden. Im Endgame wartet mit den kommenden Raids auf unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden der klassische Gruppenspielerinhalt. Hier darf man sich auf tolle, effektreiche Bosskämpfe freuen.
Die neuen Questgebiete werden, gebunden an die Story, in einer bestimmten Reihenfolge bereist und könnten grafisch unterschiedlicher nicht sein. Vom düsteren, verwüsteten Garlemald über das bunte Thavnair führt euch Endwalker sogar bis in ein Science-Fiction-Setting von Mare Lamentorum. Während es sich absolut lohnt die Hauptgeschichte zu verfolgen, ist das Questdesign allgemein sehr oft gemäß der MMORPG-Tradition. Anstrengend sind hier definitiv die Begleit-Aufgaben. Langsame NPCs bremsen das Erlebnis enorm und ein versehentlich verloren gegangener NPC wartet leider wieder am Ausgangspunkt.

Ein MMORPG für jedermann?
Obwohl es gerade für Final Fantasy XIV momentan einen riesigen Spielerandrang gibt, ist es sicherlich nicht für jeden etwas. Doch ein Vorurteil kann man sicherlich streichen. Zwar erweckt das Spiel auf einigen Bildern den Eindruck eines knalligen JRPGs, doch weit gefehlt. Man bekommt ein absolut tiefgründiges, emotionales Abenteuer präsentiert, düstere Schicksalsschläge wie farbenfroh und humorvoll. Abgesehen von den angesprochenen Warteschlangen sollte man sich auch nicht vom Grundspiel A Realm Reborn abschrecken lassen. Der Release liegt schließlich fast 10 Jahre zurück und daher ist die anfängliche Levelphase sowohl in Sachen Gameplay, als auch in puncto Story-Telling sehr langsam. Ein textlastiges Aufgabendesign sowie wenig actionreiche Kämpfe aufgrund mangelnder Fähigkeiten stehen an der Tagesordnung. Das stellt wahrscheinlich für viele eine große Hürde dar, doch hier lohnt sich Durchhaltevermögen allemal. Die Erweiterungen spielen sich nämlich allesamt hervorragend. Es gibt viel zu erleben und die Handlung wird besser und besser und gipfelt schließlich im aktuellen Content von Endwalker. Insofern ist Einsteigern zu empfehlen: Dranbleiben, es lohnt sich!



Fazit:

Wenn ich an den Anfang meiner Reise in der Welt von Final Fantasy XIV vor Jahren denke, hätte ich niemals geglaubt, dass mich das Spiel so mitnimmt wie letztendlich Endwalker. Damals schreckte mich der asiatische Grafikstil ab und ich war schlichtweg andere MMORPGs gewöhnt. Die Story im Grundspiel war (und ist nach wie vor unverändert) solide, aber Final Fantasy XIV startet sehr gemächlich. Doch immer mehr hat mich das Spiel und seine Community in den Bann gezogen. Neben dem klassischen MMORPG wie man es beispielsweise auch aus World of Warcraft kennt, hat mich hier vor allem die Geschichte gerade zum Ende hin enorm beeindruckt. Nach der Hauptgeschichte erschließen sich im Nachhinein so viele „Oha!“-Momente. Insofern kann ich wirklich nur jedem Spieler ans Herz legen, die liebevoll gestalteten Dialoge und Zwischensequenzen nicht abzubrechen und zu überspringen. Es würde den Spaß am Spiel und das Eintauchen und Mitfühlen mit den Charakteren total entwerten. Ist man schließlich beim Maximallevel angekommen und die Story gewissermaßen abgeschlossen, geht es ja MMORPG-getreu erst so richtig mit dem Endgame-Content los. Außerdem kann man sich auch Dank des Jobsystems mit mehreren Klassen auf einem Spielcharakter beschäftigen und sich mit haufenweisen Aufgaben die Zeit vertreiben. Neben den neuen Spielinhalten und den neuen Gebieten ist mir außerdem sehr positiv die allgemein belebte Welt auch in älteren Regionen aufgefallen. Es tummeln sich quasi überall Mitspieler, was allerdings im Releasezeitraum zu folgendem Problem führte.

Selten habe ich noch keinen Release eines beliebten MMORPGs ohne Serverprobleme und Warteschleifen erlebt. Leider gehörte auch die Veröffentlichung von Final Fantasy XIV: Endwalker dazu. Der Test wurde dank dieser mehrstündigen Loginprobleme nicht einfach, doch sei’s drum. Immerhin haben die Entwickler von Square Enix ihre Community gehört und entschädigen die Spieler kulanterweise mit zusätzlicher kostenfreier Spielzeit. Zuletzt sei noch auf eines hingewiesen: Ihr könnt das Spiel, im Unterschied zu vielen anderen, sowohl auf PC als auch eurer PlayStation genießen, ohne dabei Spielfortschritt zu verlieren. Der erstellte Charakter kann nahtlos weitergespielt werden. Dafür wird lediglich eine PS- und eine PC-Version von Final Fantasy XIV benötigt. Spielzeit ist selbstverständlich nur einmal pro Account fällig und diejenigen, die noch unschlüssig über einen Einstieg in Final Fantasy XIV sind, sollten unbedingt die Probeversion testen. Hier könnt ihr praktisch uneingeschränkt das Grundspiel samt der ersten Erweiterung Heavensward bis Stufe 60 genießen. Absolut ohne Zeitdruck! Zum Zeitpunkt des Tests wurden die Registrierungen dafür allerdings aufgrund der angesprochenen Serverauslastung eingeschränkt. Abgesehen davon, gibt es jetzt keine Ausreden mehr: Wir sehen uns in Eorzea!



Final Fantasy XIV: Endwalker - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Michael Renner

Screenshots


















Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 8.3125 Grafik: 8.25
Sound: 8.50
Steuerung: 8.50
Gameplay: 8.00
Wertung: 8.3125
  • Packende, mitreißende Geschichte
  • Extrem atmosphärische Spielwelt mit toller Soundkulisse
  • Zwei neue Klassenspezialisierungen
  • Sehr gut inszenierte, actionreiche Bosskämpfe
  • Enorme Spielzeit
  • Teilweise zu klassische MMORPG-Quests
  • Monotone Levelphase im Grundspiel
  • Serverprobleme bei Veröffentlichung

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Rezension vom: 02.01.2022
Kategorie: Rollenspiele
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