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Evil Genius 2 - World Domination

Entwickler: Rebellion
Publisher: Sold Out Sales & Marketing Limited

Genre: Simulationen
USK Freigabe: Freigegeben ab 12 Jahren gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: 40 €

Systeme: PC, PlayStation 4, PlayStation 5, Xbox One, Xbox Series X/S

Inhalt:
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Spätestens seit Dungeon Keeper wissen wir, wie gut es sein kann, böse zu sein. Ich habe mich immer gewundert, dass das Dungeon-Aufbau-Genre nie richtig abgehoben hat. Die Dungeons-Reihe hat mit inzwischen drei Teilen zwar das von EA vernachlässigte Genre aufgegriffen und auch sinnvoll erweitert, aber so wirklich weitere Alternativen gab es nur wenige. Eine davon hat sich jedoch in Gestalt der James Bond-Persiflage Evil Genius an das Konzept aus einer thematisch anderen Richtung herangetraut. Fast zwanzig Jahre hat es nun allerdings gedauert, bis wir den zweiten Teil namens World Domination in Händen halten dürfen.



Meinung:


Die Welt zu erobern ist ja eigentlich ein ganz normales, persönliches Ziel. Das ist auch gar nicht so schwer, denn jeder hat ja irgendwo eine kleine Karibikinsel rumliegen, auf der man ein Casino errichten kann, um es als Front für die geheime Basis zu nutzen. Jetzt noch schnell ein paar Handlanger angeheuert, Spezialisten ausgebildet, die eine oder andere Bank ausgeraubt und schon steht dem Bau unserer alles zerstörenden Doomsday-Waffe nichts mehr im Weg.

Geschüttelt, nicht gerührt
Evil Genius 2 funktioniert am besten, wenn es sich komplett seiner Inspiration hingibt und die Tropes der Agentenfilme um James Bond und seine Kollegen voll ausschöpft. Unsere vier zur Verfügung stehenden Genies sind daher auch extreme Versionen ihrer Archetypen und reichen vom glatzköpfigen Blofeld-Verschnitt, über einen militärischen Diktator und eine verrückte Wissenschaftlerin, bis zur ehemaligen Geheimagentin. Jedes Genie hat seine eigene Kampagne und seine eigenen Quests und Sidestories, die alle wunderbar spaßig in Szene gesetzt wurden.

Dazu trägt die gesamte Präsentation des Spiels einen erheblichen Teil bei. Angefangen beim grundsätzlichen Design, das in einem kantigen Cartoon-Look gehalten wurde, der jeder Figur bis hin zum kleinsten Handlanger eine ganz eigene Persönlichkeit verleiht, bis zu den ausladenden Animationen, die die gesamte Basis extrem lebendig erscheinen lassen. Auch die Sprachausgabe ist hervorragend und jede Quest bis hin zu kleinen Nebensätzen während des laufenden Spiels wurden vertont.

Sharks with frickin' laser beams
Das Gameplay zur Weltherrschaft teilt sich in zwei größere Bereiche auf. Zuerst einmal ist da der Basenbau, denn unser Versteck muss zunächst einmal errichtet werden. Unser Casino dient dabei zur Ablenkung ankommender Agenten, indem unser trainiertes Entertainment-Personal sie an den Roulette-Tischen und Slot-Maschinen unterhält. Sollten sie sich doch einmal durch die letzte "Nur für Mitarbeiter"-Tür bewegen, betreten sie unsere tatsächliche Basis. Hier heben wir Räume aus und bauen Kasernen, Cafeterien, Trainingsräume, Goldlager, Funkanlagen bis hin zu unserem tief versteckten Rückzugsort. Im Gegensatz zu anderen Aufbautiteln haben wir hier direkt Zugriff auf alle Räume und können unsere Basis dadurch direkt komplett durchplanen. Das ist auch bitter nötig, denn der Platz ist knapp und Räume später zu vergrößern gestaltet sich oft knifflig.

Es gibt aber dennoch Fortschritt zu verzeichnen, denn unsere Wissenschaftler können neue Gerätschaften für die Räume oder auch Fallen entwickeln, mit denen wir die Agenten fernhalten können. Für alle diese Dinge benötigen wir unsere Handlanger, die neben Geld unsere Hauptressource darstellen und die zu verschiedenen Spezialisten trainiert werden können. Haben wir in unserer Basis erst einmal ein Rechenzentrum aufgebaut, können wir in den zweiten Bereich wechseln.

Wir stehlen... den Mond!
Auf der Weltkarte schicken wir uns dann an, die Weltherrschaft Stück für Stück an uns zu reißen. Hier können wir Posten in verschiedenen Regionen errichten, um dann dort die unterschiedlichsten Pläne auszuführen. Diese bringen uns in der Regel entweder Geld ein oder wir entführen Spezialisten, die dann unsere Handlanger ausbilden können. Die Weltkarte ist leider recht unübersichtlich und mit dem Controller durch alle verfügbaren Punkte zu scrollen, um herauszufinden, bei welchen eine Aktion nötig ist, ist komplizierter als es sein sollte. Geldprobleme hat man aber recht selten, weswegen man die Pläne eigentlich nur absolvieren muss, wenn sie zu einer Quest gehören oder man dringend etwas Kohle benötigt. Hier gibt es außerdem ein Heat-System, das ansteigt, wenn Pläne in einer Region ausgeführt werden. Mehr Heat bedeutet mehr feindliche Agenten und wenn eine Region zu viel Heat bekommt, gibt es einen Lockdown, der auch noch aktive Pläne abbricht. Es muss also mit Fingerspitzengefühl hantiert werden.

I expect you to die!
Evil Genius 2 lebt aber vor allem von seinem Witz, der in allen Kampagnen, die mit etlichen Nebenaufgaben gefüllt sind, sehr gut eingearbeitet wurde. Der Weg zur Weltherrschaft ist allerdings steinig. Sobald ein Genie einen Rückzugsort gebaut hat, geht es eigentlich nur noch darum, eine Superwaffe herzustellen und immer häufiger ankommende Agenten, die mit der Zeit auch immer stärker werden, aufzuhalten. Der Gameplay-Loop besteht dann hauptsächlich daraus, verstorbenes Personal nachzurüsten, zerstörte Fallen zu ersetzen und Handlanger auf der Weltkarte auf Missionen zu schicken. Häufig verbringt man seine Zeit auch nur mit warten. Warten, dass etwas erforscht wird, ein Plan durchgeführt wurde, dass genug Geld zusammengekommen ist usw. Es gibt eine Speed Up-Funktion, die das auf den ersten Blick erträglicher macht, aber feindliche Agenten rasen dann ebenfalls durch die Basis und nehmen sie auseinander, während man nicht schnell genug reagiert.



Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters Kai Wommelsdorf

Es hat ein paar Jahre gedauert, bis wir Evil Genius 2 - World Domination bekommen haben, aber insgesamt hat es sich gelohnt. Thematisch macht der Titel alles richtig und bringt gekonnt eine ordentliche Portion Humor in diese Aufbausimulation. Der Basenbau macht Spaß und auch das Endgame ist interessant, wenn die feindlichen Agenten stärker werden und einfach mehr passiert. Lediglich im Mittelteil kommt es häufiger vor, dass man einfach nur darauf wartet, dass Dinge fertig werden und man weitermachen kann. Dennoch bietet Evil Genius 2 viel Inhalt und eine schier endlose Menge an Nebenaufgaben, die für lange Zeit beschäftigen können.



Evil Genius 2 - World Domination - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Kai Wommelsdorf

Screenshots














Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 7.625 Grafik: 8.00
Sound: 8.00
Steuerung: 7.00
Gameplay: 7.50
Wertung: 7.625
  • Passender Humor
  • Hervorragendes Grafikdesign
  • Gute Vertonung
  • Viele Nebenaufgaben
  • Im Mittelteil etwas langwierig
  • Weltkarte unübersichtlich

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Rezension vom: 09.12.2021
Kategorie: Simulationen
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