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A Plague Tale: Innocence

Entwickler: Asobo Studio
Publisher: Focus Home Interactive

Genre: Adventure
USK Freigabe: Freigegeben ab 16 Jahren gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: 30 €

Systeme: PlayStation 5, Xbox Series X/S

Inhalt:

Es ist das Jahr 1348, als sich das Leben der 15-jährigen Amicia de Rune und ihres 5-jährigen Bruders Hugo verändert, denn die Familie lebt in Aquitanien und der 100-jährige Krieg zwischen Frankreich und England ist vor kurzem ausgebrochen. Ihre Familie wird in Mitleidenschaft gezogen, als die französische Inquisition ihren Vater umbringt und die Dienerschaft massakriert. Nur Dank ihrer Mutter, die sich opfert, können die beiden fliehen. Sie haben dabei eine klare Aufgabe: Sie sollen zu Doktor Laurentius, der ihrem Bruder helfen kann. Doch der Weg dorthin ist gefährlich, nicht nur wegen der feindlichen Soldaten, sondern auch wegen der Pest, die überall ausgebrochen ist.



Meinung:

Als 2019 A Plague Tale: Innocence herauskam, hätten wohl nur wenige damit gerechnet, dass das Game für den Publisher Focus Home Interactive zu einem Riesenhit werden würde. Doch das gelungene Horror-Action-Adventure schlug damals alle in seinen Bann und erhielt auch überwiegend positive Bewertungen. Jetzt, zwei Jahre später, ist eine Neuauflage für die neue Konsolengeneration herausgekommen. In dieser wurde vor allem die Grafik kräftig aufpoliert, während das eigentliche Gameplay unangetastet geblieben ist.

Gnadenlos
Dabei präsentiert sich das vom französischen Entwickler Asobo Studio programmierte Spiel als förmlich gnadenlos. Die Story fängt düster an und entwickelt mitunter schon extrem nihilistische Töne. Hierbei wird perfekt die Atmosphäre der damaligen Zeit eingefangen, da der 100-jährige Krieg wirklich ein Konflikt war, bei dem vor allem Unschuldige litten, da keine Seite in dieser Auseinandersetzung Rücksicht auf Zivilisten nahm. Was könnte Unschuld besser repräsentieren, als zwei Kinder? Es war eine gute Entscheidung, da man so von Anfang an das Gefühl hat, dass jeder Schritt der Falsche sein kann und dass die Protagonistin Amicia unter enormem Druck steht, denn sie muss nicht nur um ihr Leben sorgen, sondern auch um das ihres jüngeren Bruders. Man hat es hier nicht mit Übermenschen zu tun, die mit einem launigen Spruch auf den Lippen die Bösen gleich reihenweise abknallen.

Stattdessen lautet in A Plague Tale: Innocence Schleichen die Devise. Heimlich und leise musst du dich durch die Stages bewegen und stets darauf aufpassen, dass du nicht erwischt wirst, denn überall sind Gegner. Vor allem die Soldaten sind es, die dir gefährlich werden und dich, wenn du nicht aufpasst, sofort töten können. Kombinierst du dies mit den diversen Rätseln, die du lösen musst, dann hast du einen Titel vor dir, der dich herausfordern kann.

Ein grauenhafter Tod
Gleichzeitig existieren jedoch auch noch die Ratten. Die sind ein steter Quell des Grusels, vor allem wenn man sieht, wie sich förmlich ein ganzes Meer an diesen Viechern über die Landschaft ergießt. Dies ist übrigens nicht übertrieben formuliert, sondern eine Tatsache. Das Game kann bis zu 5000 dieser Pestträger darstellen und das tut es mit gelungenem Einsatz. Vor allem auch deshalb, weil es dir möglich ist, Feinde in diese Schar zu locken, was zu einem grauenhaften Tod führen kann. Zu sehen, wie die Gegner von den Ratten verzehrt werden, lässt einem doch ganz schön mulmig werden. Allerdings ist dies manchmal notwendig, um weiterzukommen.

Allerdings ist Amicia nicht vollkommen hiflos. Sie hat eine Schleuder dabei, mit der sie Gegner für kurze Zeit lähmen oder gar, wenn sie keinen Helm tragen, töten kann, was mit einem krankmachenden Laut markiert wird. Später kann man die Schleuder upgraden, sodass man schneller nachladen oder spezielle Geschosse, wie Flammengeschosse, werfen kann. Natürlich entwickelt sich eine Art Wettlauf zwischen ihr und den Feinden. Vor allem die Soldaten werden im Laufe des Spiels immer besser gerüstet.

Eine umwerfende Grafik
Gleichzeitig muss sie allerdings auch auf ihren Bruder Hugo aufpassen. Der ist mit seinen jungen Jahren kein großer Kämpfer. Dafür kann er jedoch helfen, Rätsel zu lösen. Er ist außerdem nicht Amicias einziger Begleiter. Im Laufe des Games kommen und gehen andere, die jeweils unterschiedliche Fähigkeiten haben, wie beispielsweise der massiv gebaute Schmied Roderick, der Gegner bewusstlos würgen kann.

Allerdings dürfte A Plague Tale: Innocence für Stealthveteranen keine große Herausforderung sein. Sie dürften im Nu durch das Spiel rennen, während Casualplayer noch so ihre Probleme haben werden. Auch fühlt sich die Steuerung manchmal unpräzise an, vor allem, was das Zielen und Treffen mit der Schleuder angeht.

Auf der Xbox Series X, auf der das Game getestet wurde, sieht das Spiel umwerfend aus. Die Entwickler haben sich redlich bemüht, eine enorme Farbpalette zu gestalten, die eben nicht nur düster ist, sondern auch helle Farben bietet. Gleichzeitig wurde ebenfalls auf die Gesichter einiges an Aufwand gesetzt, da sie äußerst plastisch und realistisch wirken. 



Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters Götz Piesbergen

A Plague Tale: Innocence ist ein grandioses Game. Es ist den Machern gelungen, ein gruseliges Action-Adventure zu entwickeln, das mit einer gelungenen Atmosphäre glänzt. Die Schrecken des Krieges werden ebenso detailliert dargestellt, wie die Schar der Ratten, die sich wie eine Woge durch die Landschaft bewegen kann und alles frisst, was sich ihr in den Weg stellt. Die Stealth-Passagen mögen zwar für Veteranen keine Herausforderung sein, doch dafür dürften Casualplayer einiges zu knabbern haben. Das Upgrade auf die neuen Konsolen glänzt mit einer enorm verbesserten Grafik, bei der vor allem die Gesichter realistischer aussehen.



A Plague Tale: Innocence - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Götz Piesbergen

Screenshots


















Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 8.8125 Grafik: 9.50
Sound: 9.00
Steuerung: 8.50
Gameplay: 8.25
Wertung: 8.8125
  • Grandiose Atmosphäre
  • Super Story
  • Hervorragende Grafik
  • Für Veteranen zu leicht
  • Stellenweise unpräzise Steuerung

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Rezension vom: 11.11.2021
Kategorie: Adventure
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