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Call of Duty: Vanguard

Entwickler: Sledgehammer Games
Publisher: Activision

Genre: Action
USK Freigabe: keine Jugendfreigabe gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: ab 64,99 €

Systeme: PC, PlayStation 4, PlayStation 5, Xbox One, Xbox Series X/S

Inhalt:

Nach vier Jahren (bzw. CoD WWII) kehrt Call of Duty an den Schauplatz zurück, der die Reihe einst so groß machte - den Zweiten Weltkrieg. Trotz des bekannten Schauplatzes sollen Spieler*Innen in Call of Duty Vanguard aber dennoch frische Inhalte genießen dürfen. Ob dieses Versprechen eingehalten wurde und wie sich der beliebte Multiplayer in diesem Jahr schlägt, haben wir für euch getestet.



Meinung:

Seit nunmehr 18 Jahren erfreut uns Activision Jahr für Jahr mit einem neuen Call of Duty. Während die Settings immer mal wieder wechseln, ist die Aufteilung des Spiels seit Jahren die gleiche. Neben dem äußerst beliebten Multiplayer-Modus gibt es auch stets einen Zombie-Modus und eine Einzelspieler-Kampagne.
Wenn diese in Call of Duty Vanguard startet, ist der Krieg eigentlich schon so gut wie entschieden und Hitler bereits in seinem Bunker verschanzt. Die Alliierten wissen aber, dass es einen Geheimplan namens "Projekt Phönix" gibt, allerdings nicht, was sich dahinter verbirgt. Da eine ganze Division zu unflexibel wäre, wird kurzerhand eine bunt zusammengewürfelte Spezialeinheit, bestehend aus der sowjetischen Scharfschützin Polia Petrova, dem amerikanischen Piloten Wade Jackson, dem australischen Sprengstoffexperten Lucas Riggs sowie dem Anführer der Gruppe, dem SAS-Soldaten Arthur Kingsley, in das bereits stark umkämpfte Hamburg geschickt, in dem die Pläne vermutet werden.
Der Plan scheitert allerdings und die Gruppe von GESTAPO-Direktor Hinrich Freisinger festgenommen. Um herauszufinden, was das Team von seinen Plänen weiß, werden sie alle einzeln von seinem getreuen Adjutanten Jannik Richter verhört. Während dieser Verhöre erfahren wir dann nicht nur mehr über Freisingers Geheimplan, sondern auch über die Vorgeschichte der einzelnen Mitglieder der Alliierten-Spezialeinheit und dürfen so in Rückblicken nochmal wichtige Momente des Krieges miterleben. Mit Polina kämpfen wir etwa im kalten Stalingrad, mit Arthur in Frankreich, als Wade sind wir Teil bei der Schlacht um Midway und als Lucas sind wir im sandigen El Alamein unterwegs.

Bombastisch aber bekannt
Wie man es von Call of Duty gewohnt ist, ist die Kampagne wieder einmal mehr bombastisch inszeniert. Punktgenau getriggerte Events und eine fantastische Grafik sorgen für ein tolles Spektakel. Trotz der filmreifen Inszenierung hat man dennoch nicht den Wunsch, all dies mehr als ein Mal sehen zu müssen. Dafür ist die Story trotz guter Ansätze einfach zu schwach. Nicht nur, dass die Frage, was das „Projekt Phönix“ nun genau ist, eigentlich nie beantwortet wird, auch die Gruppendynamik geht aufgrund der einzelnen Rückblicke vollkommen verloren. Lediglich zu Anfang und am Ende kämpft die Truppe wirklich zusammen. Aber nicht nur die Story lässt einiges zu wünschen übrig, auch das Gameplay wirkt nicht allzu frisch. Innovative Neuerungen sucht man hier nämlich vergebens. Stattdessen gibt es die typische CoD-Action mit einigen Schleichelementen in schlauchartigen Leveln. Für ein Mal macht das durchaus Spaß, danach hat man aber auch wieder genug davon.

Ein neuer Modus
Glücklicherweise ist die Einzelspieler-Kampagne für die allermeisten ja aber ohnehin nur eine nette Dreingabe. Die wirklich wichtige Frage, die sich jeder stellt, ist die nach dem Multiplayer-Modus und was dieser anzubieten hat. Im Grunde kann man diese Frage ganz einfach beantworten: Fast das gleiche wie im Vorgänger, denn neben Deathmatch, Kill Confirmed und Domination (sowohl in der normalen als auch in der Hardcore-Variante) findet sich mit Patrol lediglich ein neuer Spielmodus wieder. Der weiß dafür aber umso mehr zu gefallen. Angelehnt an den bekannten Spielmodus Hardpoint gilt es nämlich auch hier wechselnde Punkte zu halten. Erschwert wird das Ganze hier allerdings dadurch, dass sich diese Punkte bewegen, weshalb man sich als verteidigendes Team nicht mehr so gut verschanzen kann, was wesentlich mehr Dynamik in das ganze Geschehen bringt. Wie sich zeigt, findet dieser Modus bereits sehr viel Anklang, was ich nur allzu gut verstehen kann.

Actionreicher Multiplayer-Modus
Ganz gleich, ob man nun Patrol oder einen der altbekannten Spielmodi spielt, eines kann man sich gewiss sein - dass es sehr actionreich zugeht. Im Vergleich zu Black Ops Cold War scheint das Tempo nämlich nochmal ein ganzes Stück angezogen worden zu sein. Zumindest erschien es mir so, als ich meine Testrunden spielte und so gut wie keine Sekunde verschnaufen konnte. In meinem Lieblingsmodus, Domination, wechselten die zu einnehmenden Punkte gefühlt alle 30 Sekunden das Team und auch sonst konnte man kaum einen Meter laufen, ohne direkt beschossen zu werden. Dieses Szenario ist mir nicht nur in der sogenannten „Blitz“-Einstellung widerfahren, die extra für actionreiche Sessions ausgesucht werden kann, sondern auch in der „Assault“ und sogar in der sogenannten „Taktik“-Einstellung, die durch weniger Spieler eigentlich für ein taktischeres Vorgehen sorgen soll. Von Taktik war aber, zumindest während meiner Runden, nie etwas zu sehen. Wer also wirklich auf Taktik besteht, sollte sich lieber mit Freunden in einer privaten Session treffen. Am besten erstellt man dazu auch gleich noch seinen eigenen Clan und profitiert ganz nebenbei von den zusätzlichen Erfahrungspunkten, die es nun für das Spielen in einer Gemeinschaft gibt. Die Level sind auch dringend notwendig, denn um eine Waffe vollständig aufzuleveln und so in den Genuss sämtlicher Aufsätze aus zehn Kategorien zu kommen, benötigt es jetzt 70 Level. Wenn man mehrere Waffen aufleveln möchte, bedeutet dies also eine Menge Arbeit.

12 Operator
Dabei ist das Aufleveln des eigenen Rangs und der Waffen noch nicht einmal alles, denn zusätzlich verfügen nun auch die Operator über einen eigenen Fortschritt, der über insgesamt 20 Level geht. Freigeschaltet werden dabei allerdings „nur“ Skins und ähnliches, was den einen oder anderen aber sicherlich dennoch reizen dürfte. Waffen gibt es hingegen keine freizuschalten, was auch daran liegt, dass man sein Loadout bestehend aus Waffen, Aufsätzen, Ausrüstungsgegenständen und Perks vollkommen frei konfigurieren und quasi mit jedem der insgesamt 12 Operator (von denen viele erst freigeschaltet werden müssen) jede Waffe nutzen kann.
Dabei verfügt aber auch jeder Operator über eine bevorzugte Waffe, die, wenn man sie denn nutzt, einem zusätzliche Erfahrungspunkte einbringt. Zudem gibt es für jeden Operator auch eigene Herausforderungen, Finishing Moves, Calling Cards sowie Highlightvideos – es lohnt sich also, trotz aller Freiheit, die man bei der Waffenwahl hat, dennoch auch darauf zu achten, welchen Operator man nun spielen möchte.

Nichts für Gelegenheitsspieler?
Für Gelegenheitsspieler bedeutet all diese Auflevelei natürlich, dass sie sehr lange brauchen werden, um irgendwann in den Genuss sämtlicher Waffen, Operator etc. zu kommen. Zumal all das Genannte noch nicht einmal alles ist, was man sich erspielen kann. Zusätzlich zu alldem gibt es nämlich auch noch besonders starke Waffen, deren Einzelteile man sich aber erst im Laufe der Zeit erbeuten muss. Gerade Letztere bergen meines Erachtens aber eine Menge Frustpotenzial. Denn nehmen wir mal an, dass man immer nur nach der Arbeit ein paar Ründchen spielt, sich dann aber stets Gegner gegenüberstehen sieht, die bereits mit den starken Waffen auf einen schießen, kann der Spaß sicherlich schon mal verloren gehen. Ob dies wirklich der Fall sein wird, muss sich natürlich erst noch zeigen – die Gefahr, dass schon bald nur noch Hardcore-Gamer im Spiel zu finden sind und sich Gelegenheitsspieler lieber ein anderes Spiel suchen, besteht aber auf jeden Fall. Dabei wäre es wirklich schade, wenn man sich den Spaß nehmen ließe. Denn an einem mangelt es Call of Duty Vanguard nicht – an Abwechslung. Das gilt nicht nur, wie bereist erwähnt, für die ganzen Waffen etc., sondern ebenso auch für die Maps. Die insgesamt 20 unterschiedlichen Maps, die es bereits zu Beginn gibt, bieten nämlich ebenfalls reichlich Abwechslung und tragen so mit dazu bei, dass einem der Multiplayer-Modus wirklich sehr viel Spaß macht.

Trashiger Zobie-Modus
Neben dem Multiplayer-Modus bietet Call of Duty Vanguard natürlich auch noch den obligatorischen Zombie-Modus an. Bisher konnte ich persönlich leider nie etwas mit diesem Modus anfangen, in diesem Jahr könnte sich das allerdings ändern. Im Vergleich zu den Vorjahren wurde der Einstieg für Neulinge nämlich wesentlich vereinfacht, sodass sie sich nicht direkt vollkommen überfordert fühlen. Geblieben ist allerdings die herrlich trashige Story, bei der es um eine Horde Untoter und den dämonischen Kortifex geht. Das Schöne an dieser Story ist, dass sie sich, im Gegensatz zur Geschichte der Einzelspieler-Kampagne, selbst nicht allzu ernst nimmt und deswegen wirklich eine Menge Spaß bereitet. Für ein paar Runden zwischendurch, am besten natürlich in einer Gruppe mit Freunden, ist der Zombie-Modus diesmal also tatsächlich für jeden eine schöne Abwechslung.

Tolle Grafik, satter Sound
Die Grafik weiß bei all dem in der von uns getesteten Xbox Series X-Version übrigens vollends zu überzeugen. Ganz gleich, ob alleine, im Multiplayer-Modus oder bei der Zombie-Jagd, die Optik ist immer toll und bietet zahlreiche Details sowie eindrucksvolle Explosionen. Die sehen übrigens nicht nur toll aus, sondern hören sich auch sehr gut an. Gleiches gilt auch für die Waffen, die sich allesamt schön satt anhören. Was mir ebenfalls gut gefallen hat, ist die Synchronisation in der Kampagne. Denn auch wenn die Story nicht wirklich überzeugen kann, so sind die englischen als auch deutschen Stimmen doch immer passend.



Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters Stefan.Heppert

Mit Call of Duty Vanguard ist das so eine Sache. Auf der einen Seite ist da die Kampagne, die trotz guter Ansätze und toller Inszenierung schlussendlich doch leider niemanden vom Hocker reißt. Aber wie immer ist die Kampagne für die allermeisten ja ohnehin nur eine nette Dreingabe. Was wirklich zählt, ist der Multiplayer-Modus, und der kann in weiten Teilen überzeugen. Gerade Hardcore-Gamer werden dank der zahlreichen, freischaltbaren Dinge für lange Zeit ihre Freude haben - und das, obwohl es vom reinen Gameplay nur wenig Neues gibt. Gelegenheitsspieler werden hingegen ihre Schwierigkeiten haben, nicht nur, weil es eben lange dauert, bis man wirklich alles freigeschaltet hat, sondern auch aufgrund des hohen Tempos, durch das man ohne reichlich Übung sehr oft den Todesbildschirm sehen wird.
Man sollte also bereits vor dem Kauf des Spiels wissen, wie viel Zeit man hineinstecken kann/möchte, ansonsten kann es schnell sehr frustrierend werden. Wenn man aber genügend Zeit hat, dann kann man mit Call of Duty Vanguard unzählige unterhaltsame Stunden auf den virtuellen Schlachtfeldern verbringen.



Call of Duty: Vanguard - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Stefan.Heppert

Screenshots


















Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 8.25 Grafik: 8.50
Sound: 8.00
Steuerung: 8.50
Gameplay: 8.00
Wertung: 8.25
  • Tolle Soundkulisse und schicke Grafik
  • Gute Synchronisation
  • Zahlreiche freischaltbare Dinge (Multiplayer-Modus)
  • 20 Maps (Multiplayer-Modus)
  • Actionreiche Multiplayer-Gefechte (Multiplayer-Modus)
  • Enttäuschende Story (Kampagne)
  • Kaum Gruppendynamik (Kampagne)
  • KI mit Aussetzern (Kampagne)
  • Kaum Neuerungen (Kampagne & Multiplayer-Modus)
  • Für Gelegenheitsspieler eventuell frustrierend (Multiplayer-Modus)

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Rezension vom: 11.11.2021
Kategorie: Action
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