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The Good Life

Entwickler: White Owls
Publisher: Active Gaming Media

Genre: Adventure
USK Freigabe: Freigegeben ab 12 Jahren gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: 40 €

Systeme: PC, PlayStation 4, PlayStation 5, Switch, Xbox One, Xbox Series X/S

Inhalt:
logo

Beim Namen Swery denken die meisten zunächst an abgedrehte Stories und Charaktere wie man sie etwa in Deadly Premonition findet. The Good Life entspringt ebenfalls aus der Feder des Kult-Directors, auch wenn man das dem Trailer nicht unbedingt ansieht. Legt man aber erst einmal los, finden sich schnell die Einflüsse.



Meinung:


Naomi Hayward ist Fotojournalistin und steckt knietief in Schulden. Um diese abzubezahlen, hat sie einen lukrativen Auftrag angenommen: Sie reist in das verschlafene Dörfchen Rainy Woods und soll herausfinden, warum es der selbsternannte "glücklichste Ort der Welt" ist. Die Dorfbewohner sind auch alle recht freundlich, doch bereits beim ersten Vollmond zeigt sich, dass sich jeder in einen Hund oder eine Katze verwandelt. Naomi muss also ermitteln...

Cats and dogs, living together, mass hysteria
Die Prämisse ist zwar durchaus ungewohnt, aber für ein Swery-Game immer noch recht zahm. In dem Dorf geht allerhand mystisches vor sich und auch Naomi erhält frühzeitig die Fähigkeit, sich in einen Hund oder eine Katze zu verwandeln. Da das aber für ihre Vorgesetzten ein wenig abstrus klingt, beschränken sich ihre eigentlichen Aufgaben zunächst einmal aufs Fotografieren verschiedener Personen, Gebäude und Landschaften. Dank Social Media steckt da nämlich richtig Kohle drin. Jedes Foto, das Naomi schießt, wird mit passenden Hashtags versehen und auf einem Kanal hochgeladen. Wechselnde Trends geben vor, wie viele Likes Naomi für ihre Fotos bekommt, was sich wiederum direkt auf ihren Geldbeutel auswirkt. Die wirklich großen Scheine kommen aber nur mit den großen Mysterien, die Rainy Woods umgeben.

Wie bei Swery üblich, verstecken sich hier eine Menge unterschiedlicher Mechanismen, die mal mehr mal weniger effizient eingesetzt werden. Alle Bewohner haben ihre eigenen Tagesabläufe und die Zeit des Tages läuft mit einem Tag- und Nachtwechsel unaufhörlich weiter. Die Katzen und Hunde haben ihre eigenen Fehden untereinander und Naomi, die sich in beides verwandeln kann, kann einer Seite helfen, was dazu führt, dass die andere sie nicht mehr so gerne mag. Naomi muss außerdem darauf achten, genug zu essen und zu trinken, zu schlafen, duschen und auch sonst auf sich Acht geben, da sie auch krank werden kann. Diese Survivalmechaniken sind der nervigste Teil des Spiels, da Naomi eh schon zu wenig Geld hat und Besuche beim Arzt ein Vermögen kosten können. Wer sich nicht behandeln lässt, kann sich jedoch abschminken, zu laufen oder auch nur flott zu gehen. Es gibt eine Farming-Simulation, sammelbare Ressourcen zum Kochen und Craften und Naomis Haus in Rainy Woods möchte auch eingerichtet werden. Dieses Übermaß an Mechaniken sorgt dafür, dass The Good Life sehr unruhig ist und sich selten ein vernünftiger Fokus aufbaut.

Wenn das Spiel jedoch seine Trümpfe ausspielt, bekommen wir eine sehr wendungsreiche Geschichte mit amüsanten Dialogen und skurrilen Figuren. Hier macht der Titel dann auch richtig Spaß, wenn Naomi als Journalistin auf Fotojagd geht und Spuren hinterherschnüffelt. Das auch im wahrsten Sinne des Wortes, denn die Hunde- und Katzenformen haben ihre eigenen Fähigkeiten, die hier oftmals eingesetzt werden müssen.

Swery-typisch
Auch an der technischen Front bleibt Swery sich treu. Das Spiel ist zwar nicht so verbuggt, wie man es von seinen früheren Werken kennt, aber vor allem im Bereich der Steuerung gibt es einige Makel. Naomi ist unglaublich langsam, sodass man froh ist, wenn man in Katzenform schnell laufen oder sich ein Mount zähmen kann, um endlich ein wenig schneller durch die große Karte zu kommen. Die Bewegungen und Sprünge sind ebenfalls recht hakelig. Da ist es gut, dass es eigentlich nie einen wirklichen Druck gibt. Zwar gibt es immer wieder Aufgaben, die innerhalb eines Zeitlimits erledigt werden müssen, aber wenn man hier versagt, starten sie einfach wieder direkt von vorne.

Grafisch bekommen wir einen passenden, recht blockigen Stil präsentiert, der das britische Landleben, das Rainy Woods verkörpert, hervorragend widerspiegelt. Die Umgebung ist zwar recht leer und mit schwachen Texturen versehen, aber alle Charaktere haben ihre sehr individuellen Designs und schnell lernt man alle Figuren des Dorfes und des Umlandes kennen und lieben. Wenn Swery etwas kann, dann ist es, eine verrückte Geschichte mit skurrilen Figuren zu erzählen. Beim Sound fällt vor allem auf, dass nur große Ereignisse sprachlich vertont wurden. Alle anderen Textpassagen werden in der Regel von Naomi mit den immer gleichen, schnell nervenden Sprachfetzen kommentiert.



Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters Kai Wommelsdorf

In The Good Life versteckt sich - wie so oft bei Swery - eine spannende Geschichte mit spaßigen Figuren und ein paar netten Gameplay-Ideen. Wenn Naomi den Stories hinterherjagt, Geheimnisse enthüllt und als Katze oder Hund auf Foto-Tour geht, kann man ordentlich Spaß haben. Leider gibt es aber auch noch einen ganzen Batzen anderer Mechaniken, die nicht zusammenpassen oder nicht über ein absolutes Minimum an Design hinauskommen. Quasi alle LifeSim-Elemente - seien es das Kochen, Farmen oder Craften - und vor allem die Survival-Elemente, bei denen man konstant Hunger, Müdigkeit und Gesundheit managen muss, wirken aufgesetzt und behindern nur den eigentlichen Spielfluss. Swery-Fans lassen sich drauf ein und werden auch ihren Spaß haben, aber wer tatsächlich eine Life- oder Survivalsimulation spielen will, bleibt dann doch besser bei Stardew Valley und Animal Crossing.



The Good Life - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Kai Wommelsdorf

Screenshots














Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 6.75 Grafik: 7.00
Sound: 6.50
Steuerung: 6.50
Gameplay: 7.00
Wertung: 6.75
  • Wendungsreiche Geschichte
  • Skurrile Charaktere
  • Katzen- und Hundeform
  • Fotojagden
  • Zu viele Mechaniken, die nicht ausgebaut wurden
  • Survival-Mechaniken stören Spielfluss
  • Hakelige Steuerung
  • Spärlicher Sound

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Rezension vom: 07.11.2021
Kategorie: Adventure
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