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Necromunda: Hired Gun

Entwickler: Streum On Studio
Publisher: Focus Home Interactive

Genre: Action
USK Freigabe: Freigegeben ohne Altersbeschränkung gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: 39,00 €

Systeme: PC, PlayStation 4, PlayStation 5, Xbox One, Xbox Series X/S

Inhalt:
Necromunda Hired Gun Logo

Im Jahr 40.000 herrscht Krieg. An vielen verschiedenen Fronten bekämpfen die unterschiedlichsten Truppen die diversen Feinde des menschlichen Imperiums. Diese Einheiten benötigen natürlich Nachschub, den sie von Schwerindustriewelten wie Necromunda erhalten. Doch die Produktion von diesem Nachschub hat seinen Preis: Die Welt an sich ist bis auf drei Hive Cities unbewohnbar geworden und Gesetz und Ordnung können sich nur die obersten Schichten erlauben. Die Mehrheit leidet unter dem Recht des Stärkeren. Du bist ein Söldner. Recht hat immer der, der dich bezahlt, doch dann machst du dich auf die Spur einer großen Gang, bis du Hinweise einer Verstrickung in eine enorme Verschwörung findest, die nur du aufhalten kannst.



Meinung:

Das Warhammer 40k-Universum fasziniert mich. Ich bin zwar selbst kein Spieler dieses Tabletop-Games, aber die Lore und die Umsetzung in Form von Videospielen finde ich interessant, denn es ist erstaunlich, was aus den vielen Facetten der Vorlage erschaffen wird. Klassische 3rd Person Shooter wie Space Marine, Echtzeitstrategiespiele wie die Dawn of War-Reihe oder Action RPGs wie Inquisitor Martyr. Ich bin bei jedem neuen Game darauf gespannt, welches Genre jetzt abgedeckt und welcher Ort des 40k-Universums präsentiert wird.

Den neuen Handlungsort verrät bereits der Titel des Games: Necromunda, eine Welt, die schon oft Schauplatz von diversen Spielen war,nicht nur bei den Table Top-Abenteuern, sondern ebenfalls bei den Videospielen, in Form von Necromunda: Underhive Wars. Jenes war ein Multiplayer-Titel, nicht unähnlich Mordheim: City of the Damned, was ihm auch viele Kritiker vorwarfen.

Hired Gun ist wieder ein Shooter, dieses Mal aus der 1st Person-Sicht. Gleichzeitig ist das Game allerdings auch ein Looter Shooter, wie man es von der Borderlands-Reihe her kennt. Das heißt, dass die Gegner diverse Waffen und Ausrüstungsgegenstände fallen lassen, die verschiedene Stärken und Schwächen haben. Um das beste Material zu erhalten, ist es daher notwendig, manche Level mehrere Male zu besuchen, um eventuell einen Super Drop zu bekommen.

Besser als zu Beginn, aber immer noch ärgerlich
Doch was zunächst nach Abwechslung klingt, immerhin bieten die Borderlands-Titel jede Menge Stunden Spielspaß, war zu Beginn des Releases schon fast unspielbar. Es gab Crashes und Wände waren für viele Figuren nur eine Illusion. Seitdem wurde das Spiel viele Male gepatcht und verändert. Gleichzeitig wurde der Releasetermin der physikalischen Version von Juni auf den 23. Juli verlegt. Alles Anzeichen dafür, dass hier mal wieder ein Schnellschuss abgefeuert wurde, den die Gamer der digitalen Fassung als bessere Beta-Tester ausbaden mussten, was ein Argument mehr dafür ist, dass man sich Titel nicht direkt zum Release holt, sondern besser einige Zeit wartet, bis das Game die ersten Kinderkrankheiten überstanden hat, auch wenn es, um ehrlich zu sein, ärgerlich ist.

Doch zurück zum Gameplay: Wie der Titel schon sagt, bist du eine Hired Gun, also ein Söldner. Ursprünglich zu dritt mit Hund unterwegs, bist du bald solo, nachdem deine Begleiter getötet wurden. Schwer verletzt strandest du dann in einem Bereich der Stadt, den man durchaus als zivilisiert interpretieren kann. Von diesem Ort brichst du wiederholt auf, um der Verschwörung näher zu kommen. Dabei unterteilt sich das Gameplay in Haupt- und Nebenmissionen. In Erstgenannten treibst du die Story des Spiels voran. Hierbei bewegst du dich durch große Karten, die abwechslungsreich designt sind. So musst du in einer zum Beispiel dir deinen Weg auf einen Zug freikämpfen, auf den aufspringen und dich dann durch diesen ebenfalls durchkämpfen. Die Nebenmissionen sind da wesentlich einfacher gestrickt und beschränken sich häufig darauf, dass du entweder gewisse Objekte zerstören oder vorgegebene Gegner töten sollst. Bei diesen ist allerdings das Problem, dass hier designtechnisch nur Einzelteile der jeweiligen Hauptmissionskarte recycelt werden, was entsprechend langweilig wirkt. Auch sollen sich durch diese Seitenaufträge die Einflüsse auf die unterschiedlichen Fraktionen in Necromunda verändern, was jedoch keine spürbare Auswirkung hat.

Was für eine KI
Das trifft ebenso auf die Story zu, denn die wirkt lieblos zusammengeschustert und wird nicht sonderlich abwechslungsreich erzählt. Sie ist nur Mittel zum Zweck, damit deine Reise von A nach B über C halbwegs Sinn ergibt. Das große Manko ist, dass sich hier nicht die Mühe gemacht wird, den Titel auch für Neueinsteiger entsprechend zu gestalten. Wer sich mit der Lore von Necromunda und dem 40k-Universum nicht auskennt, ist aufgeschmissen und den kann auch die Action nicht wieder zurücklocken. Im Gegenteil: Die hat ebenfalls ihre Probleme, denn das Spielprinzip, das Looter Shooter-Prinzip, wird durch eine simple Spielmechanik so gut wie ausgehebelt. Von der DOOM-Reihe hat Necromunda: Hired Gun das Element der Glory Kills übernommen. Sprich, du kannst Feinde in einem spektakulär inszenierten Nahkampfangriff töten und erhältst dadurch Leben, Schildenergie und Munition. Doch anders als in Bethesdas bekanntem Shooter musst du Gegner dafür nicht vorher erst entsprechend vorbereiten, sondern kannst dies direkt auf simplen Knopfdruck tun. Das einzige Hindernis ist, dass dieser oft genug vom Game nicht erkannt wird. Dennoch: Dadurch, dass es so simpel ist, leidet der Spielspaß erheblich! Außerdem sparst du dir so die Mühe, Gegner erst mühsam mit Schusswaffen zu töten, Glory Kills langen vollkommen aus, es sei denn, du stößt auf größere Feinde oder Endbosse.

Auch lässt die gegnerische KI zu wünschen übrig. Es ist einfach, die Gegner, vor allem die dicken Brocken, auszutricksen. Es reicht häufig schon, sich in einem anderen Raum zu verstecken und dann ab und an hervorzuschauen, um Schüsse abzugeben. Sie feuern zwar zurück, reagieren aber so langsam, dass du dich schnell wieder zurückziehen kannst. Danach wandern sie in der näheren Umgebung umher, nur um wieder von dir, sobald es passt, getriggert zu werden.

Grandioses Stagedesgin, leider recycelt
Es gibt jedoch nicht nur negatives zum Gameplay zu sagen, denn da ist ja noch dein treuer Begleiter. Dein Hund lässt sich jederzeit rufen und, genauso wie du, skillen und verbessern. Er steht allerdings nicht unendlich lange zur Verfügung, sondern verschwindet nach einer gewissen Zeit. Wieder rufen lässt sich er dann erst nach einem Cooldown. Übrigens kann man ihn auch streicheln!

Wie bereits erwähnt, ist das Stagesdesign von Necromunda: Hired Gun grandios! Vor allem die Effekte, wie ein simples Feuer, sind super geworden. Man könnte sich hier stundenlang verlieren, wäre da nicht die Tatsache, dass da auch noch die Gegner sind und die können optisch leider nicht mithalten. Es existieren Cutscenes, da merkst du, dass die Feinde niedriger aufgelöst sind oder sie wirken allgemein detailarm. Was die Ladebildschirme angeht, gibt es ebenfalls Grund zur Kritik, denn es ist durchaus vorgekommen, dass kurz bevor man die Aufforderung für den Knopfdruck zum Weitermachen sieht, man einen kleinen Eindruck des neuen Areals erhascht, in dem man sich dann befindet.



Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters Götz Piesbergen

Necromunda: Hired Gun hätte so viel besser sein können. Aber das große Problem ist, dass die vielen Mankos den Spielspaß stören, sogar jetzt, lange nachdem die ursprünglichen Fehler gepatcht worden sind. Doch die mangelhafte KI, die gamebreaking Glory Kills, das sich wiederholende Leveldesign bei den Nebenmissionen oder die nicht ganz so beeindruckende Grafik der Gegner trüben den Gesamteindruck deutlich. Da hilft das grandiose Design der Hauptmissionen oder der Hund als Begleiter leider auch nicht weiter. Es ist schade, dass das so ist. Man hätte es sich gerne anders gewünscht.



Necromunda: Hired Gun - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Götz Piesbergen

Screenshots












Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 6.9375 Grafik: 7.50
Sound: 8.00
Steuerung: 7.00
Gameplay: 5.25
Wertung: 6.9375
  • Hund super Begleiter
  • Grandioses Leveldesign
  • 08/15-Story
  • Grafik der Gegner nicht ganz so überzeugend
  • Level der Nebenmissionen recyceln Einzelteile der Hauptmissionskarten
  • KI lässt zu wünschen übrig
  • Glorykills sind overpowered

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Rezension vom: 05.07.2021
Kategorie: Action
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