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Stonefly

Entwickler: Flight School Studio
Publisher: MWM Interactive

Genre: Action
USK Freigabe: Freigegeben ab 6 Jahren gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: 20 €

Systeme: PC, PlayStation 4, PlayStation 5, Switch, Xbox One, Xbox Series X/S

Inhalt:
logo

 

Ich habe gerade erst mit einem Kollegen darüber gesprochen, dass Mechs alles besser machen. Titel wie Mechwarrior, Altdeus oder das Gundam-Franchise binden Mechs in ihrer natürlichen Umgebung in Geschichten ein, die meist weltverschwörerische Ausmaße annehmen. Stonefly packt seine Mechs lieber in eine Mikrokosmos-Welt, in der wir die Tiefen zwischenmenschlicher Beziehungen erforschen.



Meinung:


Annika Stonefly lebt zusammen mit ihrem Vater in seiner Werkstatt und hilft dort, alle möglichen Geräte in Stand zu halten. Eines Tages vergisst sie, die nötigen Ressourcen zu besorgen und setzt sich in den alten Mech ihres Vaters, um diese fix zu sammeln. Dabei wird sie von einer dunklen Gestalt beobachtet und es kommt, wies kommen muss. Am nächsten Morgen steht die Tür zur Garage offen und der Mech wurde geklaut. Da der Mech das letzte Erinnerungsstück an ihre Mutter ist, macht Annika sich auf den Weg, den Dieb zu jagen und freundet sich schnell mit einer Truppe von Jägern an, die sie auf ihrer Reise unterstützen.

Flug in den Mikrokosmos
Die eigentliche Geschichte von Stonefly ist relativ dünn und flott erzählt. Vielmehr geht es im Verlauf der verschiedenen Missionen, die Annika bestreiten muss, um weiterzukommen, um die immer stärker werdende Bindung zu der Jägertruppe und was es bedeutet, füreinander da zu sein. Ansonsten wird leider nicht viel im Bereich der Geschichte geboten. Stonefly spielt in einer Welt, in der Menschen die größte eines Fingernagels haben und in ihren Mechs durch Bäume klettern und fliegen, während sie sich fieser Käfer erwehren müssen. Hier versteckt sich ein interessantes Konzept, das leider nie ausgebaut wird.

Mit dem Mech in neue Höhen
Das Gameplay von Stonefly teilt sich grob in zwei Abschnitte. In Camps können wir Handel treiben und vor allem unseren alten Mech, den wir von den Jägern gestellt bekommen, aufpimpen. Annika ist ein kleines Wunderkind und findet immer wieder neue Ideen, wie man den Mech modifizieren kann. Das reicht von reinen Äußerlichkeiten wie anderen Beinen oder Flügeln, für die Annika Inspiration in der Natur sucht, über obligatorische Verstärkungen für Panzerung und Durchschlagskraft bis hin zu neuen Waffen, Angriffsmanövern und Gadgets. Nach und nach wird unser Mech immer stärker, dennoch ist man nie überfordert, da alle Attacken gut auf die Buttons verteilt werden.

Der Mech selbst sieht aus, wie ein Käfer und krabbelt behäbig am Boden herum. Seine wahre Kraft und Agilität entfaltet er aber in der Luft. Springt der Mech hoch, kann er gleiten und Bomben auf seine Feinde fallen lassen. Hat man die Gegner damit ausreichend beschossen, werden sie benommen und können mit einem kräftigen Flügelschlag von den Ästen und Blättern gestoßen werden, die unsere Arenen darstellen. Im späteren Verlauf kann man einige interessante Kombos lernen, um seinen Feinden ordentlich zuzusetzen. Allerdings können Kämpfe schnell aus dem Ruder geraten. Wird man selbst getroffen, ist der Mech nur schwer wieder unter Kontrolle zu bekommen und zischt von einem Ende des Bildschirms zum anderen, was in einer Kettenreaktion enden kann, die uns aus der Arena wirft. Verliert der Mech seine gesamte Hüllenintegrität, muss Annika zurück ins Camp, was mit einer ewig langen Sequenz, in der sie in ihrem Bett nachdenkt, zusätzlich bestraft wird.

Jäger und Gejagte
Die Welt ist aufgeteilt in drei recht große Abschnitte, die nach und nach freigeschaltet werden. Über ebenfalls freischaltbare Startpunkte in jedem Abschnitt kann man aus dem Camp schnell in das gewünschte Gebiet reisen. Neben den Story-Aufgaben, bei denen Annika zumeist einfach nur von Punkt A nach Punkt B gelangen muss, steht auf unserer Liste natürlich auch der Ausbau des Mechs. Dafür müssen Ressourcen gesammelt werden, die in der Welt verteilt sind. Leider gibt es in den großen Gebieten herzlich wenige dieser Ressourcen, sodass wir für mehr Ertrag sogenannte Alpha Aphids jagen müssen. Diese riesigen Monster haben allerlei seltene Ressourcen auf ihrem Rücken, weswegen nicht nur wir und die Jägertruppe darauf aus sind. Während wir also damit beschäftigt sind, die Materialien auf dem Rücken des Riesen abzubauen, kommen endlose Horden von Käfern, die das ebenso vorhaben und uns angreifen. Da wir unsere kostbare Zeit, bis der Alpha wieder untertaucht, nicht mit kämpfen verschwenden können, müssen wir in der Regel ausweichen und so schnell wie möglich die Vorkommen abbauen.

Gemalte Natur
Wie bereits gesagt, ist die Steuerung in den Kämpfen durch die durchdachte Button-Belegung gut gelungen. Im freien Feld leidet Stonefly leider an einer starren Kamera, die man selbst nicht drehen kann. Nicht selten wird daher die Sicht durch Äste oder ähnliches im Vordergrund behindert, was gepaart mit einem schwer abschätzbaren 3D in der Welt oft zu einem Absturz führt. Die Grafik ist dafür nicht zuletzt wegen des interessanten Stils und der Idee der Mikro-Welt äußerst gelungen. Die Gebiete sind recht abwechslungsreich und auch die Gegnervielfalt kann mit einigen unterschiedlichen Arten, die jeweils über ihre eigenen Angriffe und Schwächen verfügen, aufwarten und alles sieht handgemalt aus. Dafür ist der Sound recht schwach. Sprachausgabe gibt es nicht, nicht einmal Grunzlaute oder ähnliches geben die Figuren in Gesprächen von sich und der Soundtrack wird sehr schnell nervig.



Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters Kai Wommelsdorf

Stonefly braucht ein wenig, bis man sich in die Eigenheiten des Mechs, der Kämpfe und der Alpha Aphids eingearbeitet hat, aber dann entfaltet es sein Potenzial. Die Kämpfe sind spannend, die Alpha-Missionen nervenaufreibend und alles sieht dabei auch noch schick aus. Schade ist jedoch, dass die Story kaum etwas mit der interessanten Welt anfängt und der Sound ist der Tiefpunkt des Gesamtpakets.



Stonefly - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Kai Wommelsdorf

Screenshots


















Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 7.125 Grafik: 8.00
Sound: 6.00
Steuerung: 7.00
Gameplay: 7.50
Wertung: 7.125
  • Hübsches Design
  • Viel aufzurüsten am Mech
  • Spannende Alpha-Jagden
  • Actionreiche Kämpfe
  • Geschichte recht dünn
  • Interessante Welt leider nicht ausgebaut
  • Nerviger Soundtrack

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Rezension vom: 18.06.2021
Kategorie: Action
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