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NieR Replicant ver.1.22474487139...

Entwickler: Toylogic
Publisher: Square Enix

Genre: Action
USK Freigabe: Freigegeben ab 16 Jahren gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: 55,45 €

Systeme: PC, PlayStation 4, PlayStation 5, Xbox One, Xbox Series X/S

Inhalt:

 

Das Action-Rollenspiel NieR: Automata genießt seit Jahren einen hervorragenden Ruf. Actionreiches Gameplay und eine gute Story mit Ihren vielen unterschiedlichen Enden waren dabei ein besonderes Aushängeschild. Jetzt hat Square Enix mit dem Entwicklerstudio Toylogic den sieben Jahre älteren Vorgänger aus 2010 NieR neu aufgelegt. Bereits dieser war für sein actionreiches Spielprinzip und die variantenreiche Geschichte bekannt. Mittlerweile ist das Spiel für die damalige PS3 / Xbox 360 allerdings in die Jahre gekommen. Jetzt kommt das Spiel als aufpolierte Version mit dem interessanten Titel NieR Replicant ver.1.22474487139… für Xbox One, PS4 und den PC erneut. Mal sehen, was die Neuauflage taugt!



Meinung:

Die mittelalterlich angehauchte Welt von NieR Replicant wird von der mysteriösen Runenpest bedroht. Auch unsere Schwester Yonah ist davon betroffen. Als klassischer, junger Held bereisen wir die melancholische, triste Spielwelt auf der Suche nach einem Heilmittel, um die Krankheit zu bekämpfen. Schattenhafte Kreaturen treiben überall ihr Unwesen und sind mittlerweile bis an den Rand unseres Dorfes vorgedrungen.
Zugegeben, das klingt auf den ersten Blick nicht sonderlich innovativ. So eine Ausgangssituation hat man in ähnlicher Weise in vielen Spielen. Doch NieR Replicant ist anders! Die Geschichte der Geschwister ist hervorragend erzählt, voller Wendungen und man fühlt förmlich mit den Charakteren mit. Die Spielzeit hat eine angenehme Länge von rund 20 Stunden, abhängig natürlich vom gewählten Schwierigkeitsgrad und der Anzahl der abgeschlossenen Nebenaufgaben. Um die volle Story-Erfahrung und deren Enden zu erleben, sind jedoch unbedingt mehrere Spieldurchgänge erforderlich und auch absolut empfehlenswert. Lasst euch davon nicht abschrecken, von A-Z muss man nicht nochmal alles neu abklappern.
Obwohl das Original von 2010 stammt, möchte ich hier nicht näher auf die Story eingehen. Die müsst ihr schon selbst erleben. Es lohnt sich!

Das Kampfsystem – Grandios und abwechslungsreich!
Ein wesentliches Feature, das uns als Spieler durch die atmosphärische Story begleitet, ist das überarbeitete Kampfsystem. Dynamisch, actionreich, fordernd und zugleich taktisch sowie variantenreich. Damit nähert es sich auch deutlich der Fortsetzung NieR: Automata an. Durch die absolut flüssige Steuerung ist man in jeder Situation agil. Im Angriffsrepertoire haben wir sowohl kombinierbare Nahkampf- als auch magische Fernkampfangriffe, die allerdings unsere Manaleiste belasten. Schnellfeuer, Flächenangriffe, aufgeladene Geschosse – die magischen Angriffsoptionen bieten für jede Situation die passende Möglichkeit. Wer lieber auf Nahkampf steht, dem stehen neben den klassischen leichten, sowie schweren Angriffen unterschiedliche Waffentypen zur Verfügung. Dank guter Kameraführung und den wenigen Anzeigen auf dem Bildschirm sind die Kämpfe ein super Actionspektakel. Der Vollständigkeit halber sei auch der neue Autokampf-Modus erwähnt. Sollte man wirklich nur die Story erleben wollen, kann man die Kämpfe dadurch per Knopfdruck praktisch automatisieren. So geht allerdings eine wesentliche Spielkomponente verloren, daher ist für den vollen Genuss auch zumindest der normale Schwierigkeitsgrad zu empfehlen. Auf dem niedrigen Schwierigkeitsgrad kommt das gute Kampfsystem mit all seinen Facetten schlichtweg zu wenig zur Geltung, da Gegner zu schnell und einfach sterben.
Während die Hauptgeschichte mit tollen Bosskämpfen begeistern kann, ist vor allem bei den Nebenaufgaben erkennbar, dass das Original bereits ein paar Jahre auf dem Buckel hat. Besonders originell sind diese nicht designt, sie stören aber keineswegs den Spielfluss. Umso interessanter ist der regelmäßige Perspektivenwechsel. Befindet man sich gerade noch in einem 3D-Dungeon, ist man beim Betreten eines Raums plötzlich in einer Twinstick-Shooter-Situation aus der Vogelperspektive oder in einer 2D-Plattformer-Passage. Stellenweise fühlen sich aber vor allem manche Dungeons ein wenig leer an. Das eine oder andere geheime, versteckte Item mehr hätte es ruhig sein dürfen. Heilungsgegenstände sind zwar immer gern gesehen, aber nichts geht über eine satte Belohnung in Form eines besonders seltenen Ausrüstungsteils. Sei’s drum.

Remake, Remaster – Die Neuerungen im Überlick
Allen voran wurde selbstverständlich die Grafik ordentlich aufpoliert. Jetzt läuft das Spiel in bis zu 4k und 60 Bildern pro Sekunde, auch auf Konsolen. Stichwort Konsolen: Die Neuauflage ist absolut angenehm und hübsch anzusehen, einen Next-Gen Titel darf man allerdings nicht erwarten, auch wenn das Spiel auf PS5 und Xbox Series X/S dank Abwärtskompatibilität spielbar ist. Am besten lässt es sich grafisch wohl mit dem Nachfolger NieR: Automata vergleichen. Dieser Vergleich gilt ebenso für das angepasste Kampfsystem.
Nicht nur an die Optik wurde Hand angelegt, auch der Sound bzw. die Synchronisation wurden verbessert. Die Sprachausgabe ist in sowohl japanischer, als auch in englischer Sprache möglich. Die Musik wurde neu aufgenommen und ist schlichtweg hervorragend. Sie passen enorm gut zur dramatischen Geschichte, Spielsituation und Umgebung.
Abseits von Grafik und Sound haben die Entwickler von Toylogic auch für Storyfans noch ein Ass im Ärmel: Ein zusätzliches Ende gilt es zu entdecken, mehr wird hier allerdings nicht verraten!



Fazit:

Insgesamt hat Publisher Square Enix meine Wünsche an die NieR-Neuauflage absolut erfüllt. NieR Replicant ver.1.22474487139… ist meiner Ansicht nach wesentlich mehr als ein Remaster, aber auch kein vollwertiges Remake im Stil der ganz Großen. Es muss aber auch nicht immer eine Neuauflage im Stil von Final Fantasy 7 sein. Die Grundpfeiler Grafik, Sound und Gameplay wurden allesamt toll erneuert und sinnvoll verbessert. Zudem wurde auch der wichtigen Story-Komponente ein zusätzliches Ende spendiert. An oberster Stelle steht für mich persönlich die Zugänglichkeit für neue Spieler. Ich habe damals das Original nicht zur Gänze selbst erlebt, ich kannte bisher nur grob den Storyverlauf, Videomaterial und Erzählungen von Bekannten. Umso mehr kann ich jetzt daher die Neuauflage des Vorgängers empfehlen. Auch wenn ich mir an der einen oder anderen Stelle ein wenig mehr Belohnungen für das Erkunden der größtenteils offenen Spielwelt gewünscht hätte, wurde ich in Summe gesehen keineswegs enttäuscht. Andere Rollenspiele bieten teilweise eine nahezu unendlich große Spielwelt, vollgespickt mit (sinnlosen) Aufgaben und noch dazu ohne jegliche hilfreiche Belohnung. Natürlich glänzt NieR in Sachen Belohnung auch nicht, es prahlt allerdings auch nicht mit einer X Quadratkilometer (sinnlos) großen Spielwelt. Alleine das Kampfsystem mit dieser flüssigen Steuerung ist ein einziger Genuss und macht enorm Spaß. Dann noch eine packende Story, Spielerherz was willst du mehr?



NieR Replicant ver.1.22474487139... - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Michael Renner

Screenshots


















Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 8.5625 Grafik: 7.75
Sound: 8.75
Steuerung: 8.75
Gameplay: 9.00
Wertung: 8.5625
  • Packende, mitreißende Geschichte, toller melancholisch passender Soundtrack
  • Extrem atmosphärische Spielwelt
  • Tolles, flüssiges, actiongeladenes Kampfsystem
  • Interessante Perspektivenwechsel
  • Angenehme Spielzeit für ein RPG mit absolutem Wiederspielwert
  • Wenig innovative Nebenaufgaben
  • Entdeckerdrang wird kaum belohnt
  • Teilweise Backtracking

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Rezension vom: 05.05.2021
Kategorie: Action
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