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Little Nightmares II

Entwickler: Tarsier Studios
Publisher: Bandai Namco

Genre: Puzzles
USK Freigabe: Freigegeben ab 12 Jahren gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: 30 €

Systeme: PlayStation 4, Switch, Xbox One

Inhalt:

Little_Nightmares_II_Logo

Ein kleiner Junge wacht mitten im Wald neben einem kaputten Fernseher auf. Er erkundet die Gegend und findet eine heruntergekommene Holzhütte. Dort entdeckt er ein kleines Mädchen, dessen Vertrauen er erlangt und gemeinsam machen sie sich auf in eine Welt, in der alles verkehrt zu sein scheint.



Meinung:

Ein Sequel, das gleichzeitig ein Prequel ist
Es ist vier Jahre her, seit den Tarsier Studios mit Little Nightmares ein Überraschungserfolg gelungen war. Grund dafür war die perfekte Mischung aus Plattforming, dem Lösen von Puzzeln sowie eine grandios gruselige Welt, in der alle Erwachsenen monströs groß waren und anscheinend die Kleinen zum Fressen gerne hatten. Außerdem hörte es mit einem Plottwist auf, der sich gewaschen hatte.

Little Nightmares II ist die Fortsetzung und doch gleichzeitig nicht, denn die Story des Spiels findet vor dem ersten Teil statt. 

Der neue Protagonist hört auf den Namen Mono und genau wie Six ist er ein kleines Kind, das sich in einer Welt behaupten muss, in der sein Leben nichts wert ist. Überall sind die Erwachsenen, die es auf ihn abgesehen haben. Er wird ständig verfolgt und muss sich teilweise an ihnen vorbeischleichen.

Eine intelligente Begleitung
Genau wie der Vorgänger ist Little Nightmares II ein Puzzle-Plattformer mit starkem Trial und Error-Faktor. Sprich, du bist ständig dabei, dich laufend und springend fortzubewegen, nur um dann innezuhalten, weil du erstmal ein Rätsel lösen musst. Wie beispielsweise, dass du über einen breiten Abgrund kommen musst, um weiterzukommen. Das ist alleine unmöglic, weswegen hier Six ins Spiel kommt. Die Protagonistin des ersten Teils wird dich ab dem Moment begleiten, in dem du sie gerettet und ihr Vertrauen erlangt hast. Sie wird dich im Verlaufe von Little Nightmares II unterstützen und gemeinsam mit dir schwere Objekte bewegen oder eine Räuberleiter machen, damit du auf eine höhergelegene Plattform kommen kannst. Oder aber sie hilft dir, wie in dem eben genannten Fall, den Abgrund zu überspringen. Dabei steuerst du Six nicht selbst. Stattdessen wird sie von der KI gesteuert, was allerdings keinen Unterschied macht, da sie in der passenden Situation genau die richtige Aktion durchführt und mit ihrem Verhalten einem auch manchmal Hinweise geben kann, was als nächstes getan werden sollte.

Scheitern als Spielprinzip
Du wirst in Little Nightmares II sehr oft scheitern. Oft genug wirst du eine falsche Aktion ausführen, einen falschen Weg nehmen und dafür büßen. Das ist dann der oben genannte Trial and Error-Faktor. Du scheiterst, du irrst, nur um daraus die richtige Schlussfolgerung zu ziehen, um erfolgreich weiterzukommen. Um den Frustfaktor zu minimieren, hat das Game sehr fair gesetzte Rücksetzpunkte, sodass du nie zu viel Fortschritt verlierst. 

In Little Nightmares II neben der Begleitung außerdem noch neu ist, dass du jetzt kämpfen kannst. Wer allerdings befürchtet, dass Mono zu einem gewalttätigen Monstrum wird, der kann beruhigt sein, denn der Protagonist ist nicht der geborene Kämpfer und wird es auch nicht werden. Seine „Waffen“ sind für ihn viel zu groß, weshalb er sie mit Mühe und Not stemmen oder ziehen kann. Aber so kann du dich in bestimmten Situationen durch eine kaputte Tür schlagen oder gar einem der Feinde den Schädel einschlagen, was übrigens nicht so einfach ist, sondern auf Grund der Tatsache, dass Mono die jeweilige Waffe nur mit Mühe nutzen kann, ein Gespür fürs Timing bedingt, was ebenfalls zum eben genannten Trial and Error-Faktor mit hinzukommt.

Little Nightmares II lebt dabei überwiegend von der gelungenen Horroratmosphäre. Die Welt ist düster, schon fast surreal. Du begegnest entstellten Erwachsenen oder Wesen, die erwachsenähnlich sind. Eine Lehrerin, durch deren Klassenzimmer du dich schleichst, besitzt einen Hals, den sie scheinbar unendlich weit strecken kann. Dann ist da noch der Thin Man, der im Inneren der überall verstreuten Fernseher anscheinend auf Mono wartet. Oder die Silhouetten von Kindern, die allem Anschein nach aus Störsignalen bestehen und mit denen Mono interagieren kann. Alles wirkt unwirklich, unheimlich und wie schon beim Vorgänger super gruselig!

Scheitern wegen der Sicht
Wenn es etwas am Spiel zu bemängeln gibt, dann ist das die Steuerung. Du wirst in Little Nightmares II sehr oft sterben und leider sind einige der Tode nicht nur auf das Trial and Error-Spielprinzip zurückzuführen, sondern darauf, dass du schlicht und ergreifend danebenlenkst. Besonders bei Balanceakten kann es gerne passieren, dass du stirbst, weil du danebengesteuert hast. Das liegt auch an der Perspektive des Spiels. Du beobachtest das Geschehen aus einer Seitwärtsansicht, wobei Mono sich in die Tiefe der Szene hineinbewegen kann. Diese fixe Ansicht hat allerdings die Folge, dass es zu Situationen kommt, in denen du absolut nicht einschätzen kannst, wo du dich hinbewegen musst, was dann zu den eben erwähnten Fehltritten führt.

Doch ist dies eher Meckern auf hohem Niveau. So etwas kann vorkommen, verdirbt einem aber auf lange Sicht nicht den Spielespaß. Dafür bist du zu sehr von der gelungenen Atmosphäre des Spiels gefangen, die eben nicht nur durch die surreale Darstellung des Geschehens und die abwechslungsreichen Puzzles erzeugt wird, sondern auch durch die Soundkulisse. Little Nightmares II setzt selten Musik ein, sondern setzt überwiegend auf Geräusche, wodurch die Gänsehaut nur noch verstärkt wird.


Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters Götz Piesbergen Little Nightmares II ist eine grandiose Fortsetzung des Vorgängers. Die Story des Spiels ist super und das Gameplay wurde nur dezent erweitert. Die Kombination von Mono und Six kann überzeugen, vor allem auch deshalb, weil letztere intelligent vom Game selbst gesteuert wird. Der Titel hat eine gelungene, unheimliche Atmosphäre. Das einzige Manko ist die manchmal unpräzise Steuerung, die durch die fixe Perspektive erzeugt wird. Das ist aber auch alles.

Little Nightmares II - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Götz Piesbergen

Screenshots


















Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 8.5 Grafik: 7.75
Sound: 9.00
Steuerung: 7.75
Gameplay: 9.50
Wertung: 8.5
  • Gelungene Fortsetzung
  • Gruselige Atmosphäre
  • Faire Rücksetzpunkte
  • Intelligente Begleitung
  • Steuerung manchmal nicht präzise genug
  • Manchmal ist die Perspektive unglücklich

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Rezension vom: 24.02.2021
Kategorie: Puzzles
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