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Spirit of the North Enhanced Edition

Entwickler: Infuse Studio
Publisher: Merge Games

Genre: Jump'n'Run
USK Freigabe: Freigegeben ab 6 Jahren gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: 25 €

Systeme: PlayStation 5

Inhalt:
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Titel wie Journey oder Abzû haben in der Vergangenheit gezeigt, dass Action nicht alles ist und von Atmosphäre und einer Botschaft übertrumpft werden kann. Spirit of the North möchte diesem Beispiel folgen und präsentiert sich auf der PS5 in einer aufpolierten Enhanced Edition als Launch-Titel der neuen Generation. Dann wollen wir uns mal in das Thema reinfuchsen.

Meinung:


Unser namenloser Fuchs hat keine besonderen Fähigkeiten, aber nachdem er sich schwer verletzt, hilft ihm ein Naturgeist wieder auf die Beine. Gemeinsam müssen die beiden das Land vom Übel befreien, das für die zwar schicke, aber tote Welt verantwortlich ist, in der sie sich befinden.

Immer der Nase nach
Eine Story ist in Spirit of the North zwar vorhanden, jedoch wird sie eher zufällig erzählt und leidet an langen Durchstrecken. Das kann interessant sein, wenn es gut umgesetzt wird, aber hier führt es nur dazu, dass man selten weiß, warum man überhaupt durch die Gebiete läuft. Der Weg voran eröffnet sich nur dadurch, dass es keinen anderen Weg gibt. Da selbst das manchmal nicht funktioniert, erscheint uns immer wieder unser Geisterbegleiter und zeigt uns unser Ziel auf. Ein guter Protagonist sieht leider anders aus.

Licht und Schatten
Dabei sieht er grafisch gar nicht einmal schlecht aus. Der Fuchs selbst ist schick animiert und überzeugt vor allem durch kleine Details. Lässt man ihn eine zeitlang stehen, rollt er sich ein und ruht sich aus und zu Beginn humpelt er mit einem verletzten Bein durch die Gegend. Dadurch entsteht eine gute Bindung zum Fuchs. Auch die Umgebung sieht sieht schick aus und zeigt einen Mix aus realistischer und mystischer Optik. Die Landschaften sind vielfältig und bieten einige schöne Texturen. Lediglich der Schnee, der eigentlich ein Highlight sein sollte, ändert seine Optik beim Durchlaufen extrem ruckelig. Ein paar Animationen sind außerdem verbuggt und unser Fuchs bleibt gerne mal schief und krumm an Steinen hängen. Insgesamt hat man aber nicht das Gefühl, dass die Power der PS5 ausgenutzt würde.

Träger Fuchs
Das hängt auch mit der Steuerung zusammen, die leider für die größten Probleme sorgt. Wer dachte, dass ein Fuchs geschickt und geschwind durch die Gegend läuft und über Stock und Stein springt, wird herbe enttäuscht. Der Fuchs hat eine seltsame Trägheit, durch die Sprünge immer wieder misslingen, wenn er nicht im richtigen Winkel läuft, reißt er bei Sprüngen gerne aus und immer wieder wird er durch unsichtbare Mauern an Felsen daran gehindert, sie zu erklimmen. Wer nicht genau dem vorgegebenen Pfad folgen will, kommt nicht voran. Auch simple Drehungen sind unnötig ausladend und man hat das Gefühl, einen schweren Laster zu steuern und keinen flinken Fuchs.

The Walking Spirit
Doch was macht man eigentlich das ganze Spiel über? Spirit of the North ist im Endeffekt leider nur ein Walking Simulator. Der Fuchs kann Energie von bestimmten Blumen aufnehmen und diese nutzen, um Steine zu aktivieren, die in der Regel den Weg nach vorn freilegen. Das klingt nach einer Art Puzzle, ist es aber nicht. Die Blumen befinden sich immer in direkter Nähe zu den Steinen und wenn man einen Stein aktiviert hat, kann man zu der Blume zurück und neue Energie holen. Dadurch muss man beim nächsten Stein nicht einmal nach der aktuellen Blume suchen. Der Fuchs erhält im späteren Verlauft weitere Fähigkeiten, mit denen unterschiedliche Barrieren überwunden werden können, aber das Grundprinzip bleibt immer gleich. Da helfen auch die optionalen Sammelobjekte in Form von magischen Stäben, die man zu eingefrorenen Leichen bringen muss, um ihre Geister zu befreien, nicht viel. Für einen Walking Simulator ist dann leider die Story auch einfach zu dünn, um für lange Zeit zu fesseln.



Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters Kai Wommelsdorf Spirit of the North Enhanced Edition nutzt leider nicht die Chance, die der doch recht übersichtliche Markt an Next Gen-Games bietet. Die neuen Funktionen des DS5-Controllers werden nicht genutzt und auch die Grafik, die zwar insgesamt sehr hübsch ist, reizt die PS5 nicht ansatzweise aus. Die Story ist bis kurz vor Schluss recht dünn und das Gameplay beschränkt sich auf langatmige Puzzles und Plattforming. Letzteres wird dann durch das größte Manko, die Steuerung, komplett zerschossen. Selten war ein Fuchs so träge und hakelig wie hier. Wer auf seiner neuen Konsole spannende Abenteuer erleben will, sollte zunächst lieber zu anderen Titeln greifen.

Spirit of the North Enhanced Edition - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Kai Wommelsdorf

Screenshots












Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 6.375 Grafik: 8.00
Sound: 7.00
Steuerung: 5.00
Gameplay: 5.50
Wertung: 6.375
  • Schicke Grafik...
  • Niedlicher Fuchs...
  • ... die aber die Kraft der PS5 nicht wirklich nutzt
  • ... der sich wie ein Lastwagen steuert
  • Dünne Story

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Rezension vom: 14.12.2020
Kategorie: Jump'n'Run
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