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Black Desert Prestige Edition

Entwickler: Pearl Abyss
Publisher: Kakao Games

Genre: Rollenspiele
USK Freigabe: Freigegeben ab 16 Jahren gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: 35 €

Systeme: PlayStation 4, PlayStation 5, Xbox One X, Xbox Series X/S

Inhalt:

Black_Desert___Prestige_Edition

Totgesagte leben länger! Im MMORPG-Genre gab es über die Jahre immer wieder einen „WoW-Killer“. Ebenso viele Spiele sind dann auch ganz schnell wieder in der Versenkung verschwunden oder sind nur eine Randerscheinung. Black Desert Online ist möglicherweise kein so bekannter Name wie World of Warcraft, doch das Buy2Play-MMORPG aus Korea von Pearls Abyss ist in Europa mittlerweile auch schon seit 2016 auf dem Markt. Nicht nur auf dem PC, auch auf PlayStation und Xbox kann man sich in die Online-Welt stürzen. Jetzt erschien zudem auch physisch die Konsolenvariante in der Prestige Edition. Diese Variante ist auch mit Next-Gen kompatibel. Mal sehen, ob es sich lohnt, darin einzutauchen oder ob sie doch nur für's Sammlerregal geeignet ist.



Meinung:

Sandbox- vs. Themepark-MMORPG
Black Desert Online
gehört ganz klar zur Sorte der Sandbox-MMORPGs. Ganz kurz zur Erklärung: In Sandbox-MMORPGs spielt die Story weitgehend keine Rolle. Sie ist zum Teil entweder gar nicht vorhanden oder weitgehend belanglos. Der Fokus liegt auf den spielerischen Möglichkeiten wie Crafting, Housing und der Community. Sehr oft sind sie auch grindlastig, wobei dieser Begriff nicht zwingend negativ zu sehen ist. Themepark-MMORPGs hingegen setzen auf eine Spielwelt voller Geschichten und Aufgaben. Die bekanntesten Vertreter sind allen voran World of Warcraft, Final Fantasy XIV, The Elder Scrolls Online oder Star Wars: The Old Republic.

In Black Desert Online verfolgt man zwar auch Quests, diese sind aber vielmehr Mittel zum Zweck und dienen hauptsächlich zum Erlernen der Spielmechanik. Klassische „sammle X“, „sprich mit Y“, „töte … Wölfe“ gehören zum Standardrepertoire. Dieser Stil ist hervorragend geeignet, um in Seelenruhe seinen Charakter zu verbessern, im Level aufzusteigen oder einfach nur Handwerk zu betreiben. Leider wird man gerade zu Beginn als neuer Spieler ein wenig in die Spielwelt geworfen, ohne wirklich zu wissen, was Sache ist. Es wirkt auf den ersten Blick abschreckend, doch man lernt durch die simplen Aufgaben schnell voranzukommen. „Learning by doing“ trifft es bei diesem Spiel wirklich sehr gut.

Grinden kann auch unterhaltend sein!
Die Story ist also definitiv nicht der Grund, sich langfristig mit BDO zu beschäftigen. Das Kampfsystem dafür umso mehr. Es ist extrem actionlastig, geht locker und leicht von der Hand und man schnetzelt sich gemütlich durch seine Gegner. Dass Farmen und Grinden Spaß machen kann, haben Spiele wie Diablo ja mehr als bewiesen. In Black Desert Online findet sicherlich jeder Spielertyp die passende Klasse mit favorisiertem Kampfstil. Ganz klassisch sind natürlich Magier, Krieger, Waldläuferin, aber habt ihr auch schon einmal die Klasse Walküre, Riese, Musa, Kunoichi oder Shai gespielt? Und das sind nicht einmal alle Möglichkeiten. Vielfalt wird definitiv groß geschrieben. Als ob die Klassenauswahl nicht schon schwer genug wäre, bietet der Charaktereditor ebenso ordentliche Anpassungsmöglichkeit. Dort lässt sich wirklich jedes Detail individualisieren! Bei Haar- und Augenfarbe ist da noch lange nicht Schluss. Gut so, schließlich verbringt man auch viel Zeit mit dieser Figur.

Spielwelt, Handwerk, Handel & Co
Die Welt von Black Desert Online ist extrem belebt, überall wuseln Spieler herum, klatschen Monster im Wald oder stehen in der Gegend herum. Für Sandbox-Fans fantastisch, aber das Spiel erfordert viel Einarbeitung und Geduld, um wirklich alle Spielelemente zu erlernen. Die Kämpfe hat man recht schnell verinnerlicht, das Handwerk und Handelssystem allerdings bei weitem nicht. Es zu durchschauen, ist das eine, es effektiv zu betreiben, das andere. Dafür muss man viel Zeit hineinstecken, ein Handelsnetzwerk baut sich schließlich nicht über Nacht auf. Zu tun gibt es also immer etwas, der wirkliche Spielfortschritt wird gerade mit steigendem Level allerdings immer schwieriger. Sind die Stufenaufstiege zu Beginn noch relativ schnell erreicht, wird es allerdings schon nach kurzer Zeit spürbar langsamer. Insgesamt ist man dennoch innerhalb einiger Stunden recht schnell auf Stufe 50, danach wird es aber wirklich zäh.

Das Wirtschaftssystem ist für ein MMORPG enorm komplex, aber gerade deswegen auch so interessant. Doch der Reihe nach... Während des Spielverlaufs wird man laufend mit sogenannten Beitragspunkten belohnt. Diese haben einen wichtigen Stellenwert im Spiel und sind an viele Möglichkeiten geknüpft. Wollt ihr ein Haus erwerben, müsst ihr Beitragspunkte investieren. Alternativ könnt ihr die Punkte in sogenannte Knotenpunkte auf der Karte stecken. Dort könnt ihr wieder in Lagerplätze, Arbeiter, die für euch schuften oder in ganze Produktionsbetriebe investieren. Arbeiter bauen Rohstoffe ab, diese lassen sich verkaufen, weiterverarbeiten oder über ein Handelsnetz in andere Städte schicken. Dort können sie unter Umständen noch gewinnbringender verwendet werden. In Black Desert Online könnt ihr euch allein schon mit dem Handelssystem voll und ganz beschäftigen.

Faires Buy2Play?
Wie weit kommt man nun mit dem Kauf von Black Desert Online. Im Prinzip ist es ein Buy2Play-Spiel mit zusätzlichem Shop. Darin lassen sich Kostüme, Reittiere usw. erwerben, um seinen liebgewonnen Charakter noch weiter zu individualisieren. Alles soweit OK. Spielfortschritt lässt sich auch ohne weitere Käufe erzielen, der Nachteil ist der Zeitaufwand. Vieles geht durch Ingame-Käufe einfach schneller und leichter von der Hand. Will man wirklich in Ranglisten mitmischen, kommt man daran nicht vorbei. So hat die Sache doch einen bitteren Beigeschmack.



Fazit:

Ich hatte so meine Vorurteile gegenüber Black Desert Online. Das Spiel schwirrte bisher für mich unter dem MMORPG-Radar und ich empfand es als „Grindgame XY“. Als Sandbox MMORPG verfolgt es aber ein völlig anderes Prinzip als die klassischen „großen“ Konkurrenten WoW und Co. Man will hier keine spektakuläre Geschichte erzählen, viel mehr lebt das Spiel von der Community, der Charakterindividualisierung und einem echt coolen Kampfsystem. Und wenn das Kampfsystem stimmt, dann darf es auch grindlastig sein. So macht der Grind nämlich auch Spaß! Noch ein Monster, noch Monster, ach, ein Monster noch! Dieses Spielprinzip hat mich in meiner MMORPG-Anfangszeit schon super unterhalten. Es lässt sich super spielen und gleichzeitig relaxen. Einfach Monster kloppen, ohne viele Aufmerksamkeit zu erfordern.

Was allerdings wirklich überraschend für mich kam, war das komplexe Handwerks- und Handelssystem. In so einer Form hatte ich es bisher in keinem Themepark-MMORPG. Allerdings erfordert es viel Geduld und Eigeninitiative, sonst kommt man nicht wirklich weit. Das Genre nimmt grundsätzlich aber viel Spielzeit in Anspruch, insofern sollte man ohnehin wissen, worauf man sich einlässt. Der Elefant im Raum ist, wer hätte es gedacht, das Finanzierungssystem. Ein zweischneidiges Schwert – definitiv! Buy2Play mit Ingame-Shop, eine klassische Kombination mit oft sehr trügerischem Eindruck. Zu Anfang erzielt man super schnelle Fortschritte, mit steigendem Level dauert es aber schon deutlich länger. Ab einem gewissen Punkt wird es dann sehr, sehr zäh. Die vorhin erwähnte Geduld wird da nochmal ordentlich auf die Probe gestellt. Gefällt einem das Spiel, wird man sicherlich dranbleiben und auch dann spricht absolut nichts dagegen, angesichts der hohen Spielzeit ein bisschen im Shop zu stöbern. Ich persönlich habe mich dazu noch nicht durchgerungen, trotzdem kann ich das Spiel ruhigen Gewissens empfehlen, WENN ihr auf MMORPGs im Sandbox-Stil steht.



Black Desert Prestige Edition - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Michael Renner

Screenshots


















Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 7.75 Grafik: 8.25
Sound: 7.00
Steuerung: 7.50
Gameplay: 8.25
Wertung: 7.75
  • Sehr detaillierter Charaktereditor
  • Actionreiches Kampfsystem
  • Spannendes Handwerks- und Handelssystem
  • kaum relevante Storyquests
  • Sehr direkter Einstieg, ohne viele Infos
  • Richtig kompetitiv nur durch Ingame-Käufe spielbar
  • Endgame sehr grindlastig

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Rezension vom: 19.11.2020
Kategorie: Rollenspiele
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