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Darkestville Castle

Entwickler: Buka Entertainment
Publisher: Buka Entertainment

Genre: Adventure
USK Freigabe: Freigegeben ab 12 Jahren gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: 14,99 €

Systeme: PC, PlayStation 4, Switch, Xbox One

Inhalt:
darkestville_castle_logo

Für PCler ist Darkestville Castle bereits ein alter Hut. Schließlich erschien das schwarz humorige Adventure bereits Ende 2017 auf Steam. Konsoleros freuen sich dennoch über die späte Veröffentlichung. Denn egal ob Switch, PS4 oder Xbox One – klassische Adventures sind hier nach wie vor Mangelware, weshalb man sich über jeden Release erfreut – egal wie lang das Spiel bereits auf anderen Plattformen erhältlich ist.

Meinung:

Ein großer The Curse of Monkey Island-Fan
Wer erinnert sich nicht gerne an die 90er Jahre zurück? Das Jahrzehnt brachte nämlich nicht nur Boy- und Girlbands, noch heutige kultige TV-Serien und Buffalo Schuhe hervor, es war auch die goldene Ära der Point-and-Click-Adventures von LucasArts. Unter den zahlreichen tollen Spielen der ursprünglich von Georg Lucas gegründeten Firma stach eines besonders hervor: The Curse of Monkey Island. Das 1997 erschienene Spiel war der dritte Teil der insgesamt grandiosen Monkey Island-Reihe und gilt heute noch als Referenzwert in Sachen Point-and-Click-Adventures. Das auch zu Recht. Nicht umsonst saßen damals unzählige Spieler nächtelang vor ihren Rechnern und genossen den nahezu perfekten Mix aus Rätseln, Comedy und Optik.

Was das alles mit Darkestville Castle zu tun hat? Eine ganze Menge, denn auch der Erfinder und Entwickler von Darkestville Castle, der Argentinier Hernan Lopez, scheint ein großer Fan von The Curse of Monkey Island gewesen zu sein. Wenn man sich sein Spiel einmal anschaut, findet man nämlich doch so einige Parallelen und Referenzen zum Klassiker. Doch der Reihe nach...

Einmal ein Dämon sein..
Darkestville war einst ein nettes kleines Städtchen, bis eines Nachts ein Komet vom Himmel stürzte, der in seinem Inneren ein kleines Dämonenbaby barg. Seitdem wohnt der Dämon, den die Einwohner Cid nannten, in einem Schloss am Rande des Städtchens. Doch anstatt sich in das Stadtleben einzufügen, machte Cid nur Unfug und quälte die Bewohner jede Nacht aufs Neue mit Streichen und anderen Gemeinheiten. Jahrelang ging das so, ohne dass Cid nennenswerte Gegenwehr befürchten musste – zumindest bis jetzt. Denn nun stellt sich ihm Dan Teapot in den Weg, dem Cid schon einige Mal das Haus niederbrannte. Teapot hat nun genug von den Quälereien und schließt Cid kurzerhand in seinem eigenen Schloss ein. Zudem heuert er die Gebrüder Romero an, drei berüchtigte Dämonenjäger, die von Teapot den Auftrag bekommen, Cid in eine Dämonenfangtruhe zu sperren und Darkestville so endgültig von Cids andauernden Drangsalierungen zu befreien.
Leider sind die Gebrüder Romero nicht gerade die hellsten Dämonenjäger, weshalb der Plan gehörig nach hinten losgeht und sie anstatt Cid dessen geliebten Fisch Domingo einfangen. Cid, den wir fortan steuern, kann dies natürlich nicht auf sich sitzen lassen und setzt alles daran, um Domingo zu befreien...

Was danach geschieht, möchte ich an dieser Stelle nicht verraten. Nur so viel: Wer die klassischen LucasArts-Adventure kennt, wird wissen, dass die Charaktere dort zumeist von einem Fettnäpfchen ins andere getreten sind. Da Hernan Lopez, wie schon erwähnt, ganz offensichtlich ein großer Fan der klassischen Spiele und ins Besondere von The Curse of Monkey Island ist, darf man sich folgerichtig auch hier über jede Menge Gags, Missgeschicke und Slapstick-Einlagen freuen.

Hier schreit alles nach LucasArts
Das ist aber noch lang nicht die einzige Referenz auf die alten LucasArts-Spiele, die Lopez in Darkestville Castle hat einfließen lassen. Auch das Gameplay könnte gar nicht LucasArts-artiger sein: Wie zu guten alten Zeiten ist auch dieses neue Spiel ein ganz klassischen Point-and-Click-Adventure, in dem wir Cid per Clicks durch die Locations laufen und mit Gegenständen und anderen Charakteren interagieren lassen. Ebenso gibt es auch die klassischen Rätsel, in denen wir vorher eingesammelte und in unserem Inventar verstaute Gegenstände kombinieren und irgendwo einsetzen müssen. Der Schwierigkeitsgrad der Rätsel hält sich dabei auf einem überschaubaren Niveau. Manchmal muss man zwar ein wenig um die Ecke denken, doch das kennen wir von den klassischen Adventures ja ebenfalls. Für meinen Geschmack hätten die Rätsel sogar noch etwas knackiger sein können.
Da Point-and-Click-Adventures und eben auch Darkestville Castle eigentlich auf dem PC beheimatet sind, stellt sich die Frage, wie das alles mit dem Controller funktioniert. Schließlich kann man hier nicht einfach mit der Maus hinklicken, wohin Cid gehen bzw. mit was er interagieren soll. Erfreulicherweise stellt dies aber auch auf den Konsolen kein Problem dar. Die Steuerung per Sticks und Tasten funktioniert nämlich einwandfrei und ist genauso präzise, wie man es sonst von der Maus/Tastatur kennt.

Moderne Klassik
Die Grafik präsentiert sich ebenfalls ganz klassisch. Zwar wurden die Locations mit moderneren Mitteln kreiert, dennoch ist auch hier der Stil des alten Monkey Island-Spiels unverkennbar. Auch der starke Kontrast zwischen dunklen und knallig bunten Farben dürfte gestandene Gaming-Hasen sofort an die gute, alte Zeit erinnern.
Um das Retro-Feeling perfekt zu machen, hat der Entwickler zu guter Letzt auch noch auf die richtige Musikuntermalung geachtet. Schließlich war diese bei The Curse of Monkey Island eines der Highlights und genauso ist es nun eben auch bei Darkestville Castle der Fall.
Worauf wir hingegen leider verzichten müssen, ist eine deutsche Synchronisation. Die ist nämlich ausschließlich in Englisch und Russisch verfügbar. Dafür sind aber alle Dialoge vertont, was die Sache doch sehr erträglich macht. Für all diejenigen, die keiner der beiden Sprachen mächtig sind, gibt es auch deutsche Texteinblendungen, sodass man auch ohne Englisch oder Russisch können zu müssen der sehr netten und oft sehr skurrilen Story problemlos folgen kann.

Kurze Spieldauer, kein Wiederspielwert
Das einzige, was somit negativ anzumerken ist, ist die Spieldauer. Denn mehr als vier bis allerhöchstens fünf Stunden benötigt man nicht, um Cids Abenteuer durchzuspielen. Einen echten Grund, es direkt danach nochmal zu starten, gibt es leider auch nicht. Es gibt neben dem normalen Modus mit dem sogenannten Katzenmodus zwar noch einen weiteren Spielmodus, in dem alle Dialoge und im Spiel vorzufindenden Namen durch Katzengeräusche ersetzt wurden, doch dieser wirkt für mich eher absurd, als eine echte Herausforderung. Einen Grund, das Spiel nochmals anzugehen, stellt er meiner Meinung nach auf keinen Fall dar. Dabei wäre es sicherlich ganz nett gewesen, das Spiel mit irgendeiner Art neuer Herausforderung nochmals anzugehen. Doch so bleibt einem wohl nichts anderes übrig, als es nach ein paar Monaten (oder Jahren) einfach nochmal zu spielen – eben ganz im Stile der alten LucasArts-Adventures, die man ja auch nach einer gewissen Zeit gerne Mal wieder durchspielt. So gesehen passt diese Herangehensweise doch zum allgemeinen Auftreten von Darkestville Castle.

Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters Stefan.Heppert Auch wenn Darkestville Castle bereits seit knapp drei Jahren auf dem PC erhältlich ist, dürften sich Konsoleros sehr über die späte Veröffentlichung auf PS4, Xbox One und Switch freuen. Das Spiel von Hernan Lopez ist nämlich ein ganz klassisches Point-and-Click-Adventure, von denen es hier ja leider nicht ganz so viele gibt. Das alleine macht Darkestville Castle eigentlich schon zu einem echten Juwel. Da der Macher des Spiels aber auch noch ein großer The Curse of Monkey Island-Fan ist und viele Referenzen aus dem Klassiker in sein Spiel mit einfließen ließ, wird aus dem Juwel ein absolutes Highlight. Getrübt wird der Spaß nur von den etwas zu leichten Rätseln, der kurzen Spieldauer und dem fehlenden Wiederspielwert. Freunde klassischer Adventures werden aber dennoch ihre Freude an Darkestville Castle haben.

Darkestville Castle - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Stefan.Heppert

Screenshots














Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 7.25 Grafik: 7.50
Sound: 7.00
Steuerung: 7.50
Gameplay: 7.00
Wertung: 7.25
  • Klassisches Point-and-Click-Adventure
  • Viele Referenzen auf The Curse of Monkey Island
  • Controller-Steuerung funktioniert tadellos
  • Alle Dialoge vertont
  • Keine deutsche Synchro
  • Rätsel etwas zu leicht
  • Kurze Spieldauer
  • Kein Wiederspielwert

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Rezension vom: 31.08.2020
Kategorie: Adventure
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