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Beyond a Steel Sky

Entwickler: Revolution Software
Publisher: Revolution Software

Genre: Adventure
USK Freigabe: Freigegeben ab 12 Jahren gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: 29,99 €

Systeme: iOS, PC, PlayStation 4, PlayStation 5, Switch, Xbox One, Xbox Series X/S

Testsystem: Windows 10 64 Bit, 32 GB RAM, Amd Ryzen 5 1600X Six-Core Processor 3,60 GHZ, Radeon RX 580 8 GB

Inhalt:

Beyond_a_Steel_Sky_Logo

Zehn Jahre sind vergangen, seitdem Robert Foster seinen Roboterkumpel Joey in Union City zurückließ. Dieser wollte in der Stadt ein Utopia errichten. Allerdings scheint etwas geschehen zu sein, weil Maschinen aus der Metropole einen Jungen aus der Siedlung entführen, in welcher der Protagonist lebt, weshalb sich dieser auf den Weg zurück in die City macht, um das Kind zu retten und um herauszufinden, was da vorgefallen ist. Nun können wir auch auf den Heimkonsolen diese Geschichte erleben.



Meinung:

 

 

Ein ungeahnter Nachfolger
Es ist eher ungewöhnlich, dass eine Fortsetzung zu einem Spiel herauskommt, das mittlerweile vor mehreren Dekaden veröffentlicht wurde. Denn der Vorgänger von Beyond a Steel Sky, Beneath a Steel Sky, kam 1994 in den Laden, also zu einer Zeit, als das gängigste PC-Betriebssystem immer noch MS-DOS hieß und nicht Windows. Das Adventure, das von Revolution Software entwickelt wurde, war damals ein Kulthit, nicht zuletzt dank der Zusammenarbeit des Entwicklungsstudios mit dem bekannten britischen Comickünstler Dave Gibbons, der den Look des Games maßgeblich prägte. Der Erfolg gab außerdem den Anstoß, dass das Studio kurz darauf mit der Baphomets Fluch-Serie anfing, mit der es dann endgültig berühmt wurde. 

Doch während der Entwickler sich im Laufe der Jahre hauptsächlich auf die eben erwähnte Reihe konzentrierte, geriet Beneath a Steel Sky dabei dennoch nie wirklich in Vergessenheit. Es wurde für die mobilen Geräte umgesetzt und eine GOG-Fassung, mit der sich das Game auch auf modernen Computern spielen ließ, kam ebenfalls heraus. Diese ist übrigens kostenlos erhältlich. Schließlich wurde eine Kickstarter-Kampagne gestartet, um die Entwicklung eines zweiten Teils zu finanzieren. Mit Erfolg, denn seit Mai dieses Jahres ist Beyond a Steel Sky erhältlich. Erst für die Apple Arcade, danach auch endlich für PC-Besitzer.
 
Um es gleich vorwegzunehmen: Auch beim Nachfolger waren erneut Dave Gibbons als Designer und Charles Cecil als Schreiber beteiligt. Das merkt man dem Spiel positiv an, da der typische Stil des Künstlers überall durchschimmert, während die Story durch einen wunderbar trockenen Humor glänzt.

Clevere Spielelemente
Beyond a Steel Sky ist deutlich umfangreicher als der Vorgänger, den man innerhalb weniger Stunden durchspielen konnte. Jetzt sollte man etwas mehr Zeit erübrigen, ehe das Ende erreicht wird. Leider wird man storymäßig für das Spielen nicht wirklich belohnt. Die Geschichte des Games fängt gut an, zerfasert aber gefühlt stark ab dem Mittelteil, während das Finale unbefriedigend ausfällt. Das ist schade, da das Spiel jede Menge interessante Charaktere und Rätsel besitzt, die es abwechslungsreich machen.

Natürlich sind die Puzzles das Salz in der Suppe eines jeden Adventures. Hier haben sich die Entwickler von Beyond a Steel Sky etwas Cleveres einfallen lassen. Hauptsächlich nutzt der Spieler nämlich ein Tool mit dem Namen MINOS-Scanner. MINOS ist das Netzwerk, mit dem sämtliche Technologie von Union City miteinander verbunden ist. Mit Hilfe eines einfachen und intuitiven Drag & Drop-Systems ist es so beispielsweise möglich, einen Wasserspender und einen Reinigungsroboter so zu manipulieren, dass man später ein Mädchen retten kann. Oder aber man lockt einen Roboter auf ein Fließband, auf dem er dann gefangen ist, so dass man an seinen Energiekern kommt.
 
Nicht minder clever ist auch das Dialogsystem, das ebenfalls Teil der Puzzles in Beyond a Steel Sky ist. Anders, als in anderen Adventures, führt das Stellen von ein und derselben Frage hier nicht zu einer robotartigen Wiederholung derselben Antwort. Vielmehr variieren diese. Teilweise ist es sogar notwendig, dass man dies macht, da man erst bei wiederholtem Aufwand die Antwort erhält, die man braucht, um weiterzukommen.
 
Protagonist Robert Foster bewegt sich durch eine 3D-Welt. Das mag wie die Feststellung von etwas Offensichtlichem klingen, ist jedoch für dieses Spiel von enormer Bedeutung, denn jeder Bildschirm wurde damit im Hinterkopf designt. Außerdem werden alle Interaktionsmöglichkeiten gehighlightet, was auch eine große Hilfe ist. Allerdings gibt es nur wenige Szenen, durch die man sich bewegen kann. Irgendwann hat man diese über, doch um weiterzukommen, müssen erst gewisse Rätsel gelöst werden, was auf Dauer nervig ist.


Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters Götz Piesbergen
Beyond a Steel Sky ist eine gute Fortsetzung des berühmten Vorgängers. Das Game glänzt durch die gelungenen Dialoge und das innovative Puzzlesystem. Auch die Tatsache, dass die Gespräche immer wieder anders ausfallen, gefällt. Allerdings zerfasert die Story ab der Mitte und das Game hat ein unbefriedigendes Ende. Ebenso gibt es nur wenige Bildschirme, durch die man sich bewegt, was nach einer Zeit ebenfalls negativ auffällt.
Zu Beginn des Releases war das Spiel sehr verbuggt und fehlerlastig. Doch seitdem kamen diverse Patches heraus, mit denen die Fehler nach und nach beseitigt wurden, weshalb sie nicht mit in die Endwertung einfließen werden.

 

Fazit von Kai Wommelsdorf:

Beyond a Steel Sky ist nun auch auf Konsolen verfügbar und macht dort eine gute Figur. Am Gameplay hat sich nichts geändert und so bekommen wir immer noch eine sehr gute Story mit hervorragendem Artwork von Dave Gibbons, das sowohl in Comic-Sequenzen als auch in der normalen Spielwelt gut umgesetzt wurde. Der Titel hat in der Mitte so seine Längen, aber die interessanten Puzzles und das gute Dialogsystem sorgen für ausreichend Abwechslung. Für Konsoleros, die mit der kostenlos erhältlichen GOG-Fassung nichts anfangen können, hätte sich sicherlich gelohnt, auch Beneath a Steel Sky beizufügen, aber hier gibt es vermutlich rechtliche Gründe, die das verhindert haben. Wer auf dystopische Settings und ruhige Adventures steht, sollte definitiv einen Blick riskieren.



Beyond a Steel Sky - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Götz Piesbergen

Screenshots


















Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 7.75 Grafik: 7.00
Sound: 8.50
Steuerung: 8.50
Gameplay: 7.00
Wertung: 7.75
  • Fortsetzung eines Adventure-Klassikers
  • Innovatives Dialogsystem
  • Gelungene Puzzles
  • Wenig grafische Vielfalt bei den Szenerien
  • Story fällt im Mittelteil ab

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Rezension vom: 15.12.2021
Kategorie: Adventure
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