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Pillars of Eternity II: Deadfire Ultimate

Entwickler: Obsidian Entertainment
Publisher: THQ Nordic

Genre: Rollenspiele
USK Freigabe: Freigegeben ab 12 Jahren gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: 54,00 €

Systeme: PlayStation 4, Xbox One

Inhalt:

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Als ein Gott dein Schloss kaputttrampelt, stirbst du. Jedoch ist das nicht das Ende des Spiels, sondern der Anfang, denn sehr schnell erhältst du von einer anderen Gottheit einen neuen Auftrag: Du sollst den Gott, der dich ursprünglich getötet hat, verfolgen und herausfinden, was er vorhat.



Meinung:

Weltklasse
Als 2015 das erste Pillars of Eternity herauskam, erhielt es überwiegend Bestbewertungen. Auch hier auf Splashgames hat mein Kollege Christian Jacob es mit einer Gesamtnote von 10 bewertet. Nicht schlecht für ein RPG, das sich bewusst nicht an modernen RPG-Games orientierte, sondern eher an Klassikern wie Baldur’s Gate. Eine Adaption für die Konsolen kam zwei Jahre später heraus, während wiederum ein Jahr später für den PC die direkte Fortsetzung veröffentlicht wurde. Wieder dauerte es zwei Jahre, bis auch die Konsolen mit ihrer jeweiligen Fassung bedacht wurden.

Wer den ersten Teil nicht gespielt hat, bzw. bei wem der letzte Playthrough zu lange zurückliegt, der wird von Beginn an von der Lore des Spiels förmlich erschlagen. Es werden einem jede Menge Begriffe entgegengeworfen, bei denen man zunächst nicht weiß, was sie bedeuten. Erst nach und nach erschließt sich einem, was für eine unglaublich reichhaltige Welt Obsidian Entertainment hier wieder aus dem Boden gestampft hat. Man merkt erneut, was für eine weltklasse RPG-Schmiede dieser Entwickler ist, was einem zuletzt bei The Outer Worlds aufgefallen sein dürfte.

Nach dem Beginn, in dem die Spielfigur von dem Gott getötet wird, findest du dich dann in einer Art Zwischenwelt wieder, in der du anschließend deinen eigenen Spielcharakter erstellen kannst. Erneut wird man hier von der Menge an Lore schier erschlagen, doch da musst du durch. Das Schöne dabei ist, dass die Gestaltungsmöglichkeiten keine Grenzen kennen. Wie in vielen Old School RPGs kannst du als Spieler vorab nahezu jeden Aspekt deines Charakters festlegen, angefangen bei den Rassen. Im Laufe des Games kannst du dann auch dein eigenes Abenteuer gestalten.

Charisma en Masse
Im Laufe des Spiels wird man eine bunte, vielfältige und vor allem lebendige Spielewelt besuchen. Man wird vielen Figuren begegnen, die von Obsidian Entertainment grandios geschrieben wurden. Die Dialoge sind fantastisch geworden und tragen mit dazu bei, dass die Charaktere so charismatisch wirken. Jedes Areal, das du im Laufe des Durchspielens aufsuchst, ist einzigartig und bietet wiederholt neue Herausforderungen.

Dazu gehört leider ebenfalls, dass du mit der misslungenen Steuerung leben musst. Das klingt jetzt harsch, hat aber einen wahren Kern. Das Problem ist einfach, dass das, was auf dem PC perfekt funktioniert, nicht auf der Konsole klappt. Es ist weniger die Schwierigkeit, die ganzen Fähigkeiten auszuwählen, die die Figur besitzt. Das lässt sich relativ problemlos über die Bumper des jeweiligen Controllers bewerkstelligen. Doch ausgerechnet beim Laufen bereitet Pillars of Eternity II enorme Probleme. Hier ist die Steuerung schwammig und unpräzise. Viel zu oft läufst du in irgendeine Wand hinein, obwohl du ursprünglich durch die Tür wolltest. Die Sache ist, dass diese Problematik auch nicht immer auftaucht. In offenen Gebieten ist es kein Problem. Doch wenn du zum Beispiel in einem Haus bist, zickt auf einmal die Steuerung herum.

Ich wünschte, das wäre die einzige Problematik von Pillars of Eternity II. Doch leider existieren da noch ein paar andere. So ist jeder Ortswechsel mit Warten verbunden. Die Wartezeiten in diesem Spiel sind teilweise jenseits von Gut und Böse. Es dauert manchmal gefühlt eine Minute, ehe die neue Location geladen wurde. Wieso das so ist, ist leider unklar.

Genauso reichhaltig wie die Welt an sich, präsentiert sich auch der Ton. Es gibt viele unterschiedliche Akzente in Pillars of Eternity II. Man hat Figuren, die mit einer spanischen Sprachfärbung sprechen, während andere eine schottische besitzen. Das Schöne ist, dass diese Sprachmelodien nicht einfach willkürlich gewählt wurden, sondern zu der jeweiligen Rasse passen. Doch auch die Musik ist fantastisch und bietet jede Menge Melodien, die einen auf eine abenteuerliche Reise mitnehmen.

Obisidian Entertainment behält den isometrischen Grafikstil des Vorgängers bei. Er wird nur stellenweise verfeinert, sodass es immer noch ein grafischer Genuss ist. Das merkt man vor allem an den Charaktermodellen, die mit Liebe zum Detail glänzen.



Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters Götz Piesbergen
Pillars of Eternity II hätte ein grandioses Spiel werden können. Die Story ist faszinierend und die Welt lebendig und vielfältig. Allein wegen des Storytellings wird man lange am Game sitzen und es vermutlich auch oft wieder spielen, um die verschiedenen Entwicklungen zu erfahren. Doch die technische Seite ist ein Graus! Die Steuerung ist schwammig und unpräzise und die Wartezeiten zwischen den jeweiligen Weltgebieten zu lang. Am Ende ist es sicherlich besser, wenn man sich die PC-Version holt.

Übrigens ist auch eine Switch-Fassung geplant, deren Erscheinungsdatum aktuell auf Ende des Jahres datiert ist. Das wird sich vermutlich noch ändern.


Pillars of Eternity II: Deadfire Ultimate - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Götz Piesbergen

Screenshots


















Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 7.75 Grafik: 7.75
Sound: 9.00
Steuerung: 6.75
Gameplay: 7.50
Wertung: 7.75
  • Faszinierende Story
  • Lebendige Welt und Charaktere
  • Schwammige Steuerung
  • Lange Ladezeiten

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Rezension vom: 20.02.2020
Kategorie: Rollenspiele
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