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Anna's Quest

Entwickler: Daedalic Entertainment
Publisher: Daedalic Entertainment

Genre: Adventure
USK Freigabe: Freigegeben ab 6 Jahren gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: 29,99 €

Systeme: Linux, Mac, PC

Testsystem: Windows 8.1 64 Bit, 16 GB RAM, intel i5-4679 3,40 GHZ, Nvida Geforce GTX 970 4GB

Anforderungen: OS: ab Windows XP 32 Bit SP3; CPU: ab 2 GHz Dual Core; ab 2GB RAM; ab 512MB VRAM; DirectX: 9.0c; Festplatte: 1,4 GB frei

Inhalt:
ANNAs_QUEST_LOGO

 

Daedalic arbeitet weiter daran, ihre beliebten und oftmals preisgekrönten Adventures auf die Konsolen zu bringen. Nachdem Konsoleros sich bereits über Edna bricht aus, Harveys neue Augen und die Deponia-Trilogie freuen durften, kommt nun auch endlich Anna's Quest an die Reihe. Auch wenn das Spiel bereits sechs Jahre auf dem Buckel hat, bin ich doch sehr froh, dass sich Daedalic auch hier für einen Konsolen-Release entschieden hat, schließlich habe ich die kleine Anna bereits seit der damaligen PC-Preview-Version in mein Herz geschlossen, in dem sie bis heute ihren Platz hat.



Meinung:

 

Für all diejenigen, die bisher noch nichts von Anna's Quest gehört haben (auch wenn das gerade für Adventure-Fans eine echte Wissenslücke wäre) möchte ich hier noch einmal kurz erläutern, wer Anna überhaupt ist und worum es in ihrem Spiel geht:
Bei Anna's Quest handelt es sich um ein klassisches Point and Click-Adventure, das von Daedalic in Zusammenarbeit mit Dane Krams entwickelt wurde. Krams, der bereits seit 2010 an dem Spiel arbeitet, hat dabei eine wundervolle Welt erschaffen, in der die kleine Anna die Hauptprotagonistin ist. Anna lebt mit ihrem Großvater auf einer Farm inmitten eines dunklen Waldes, wo sie an und für sich ein ruhiges Leben führen. Die einzige Regel, an die sich Anna halten muss, ist die, dass sie nicht in den Wald gehen darf, denn dort lauern laut ihrem Großvater viele Gefahren und böse Menschen. Obwohl sie auch gerne mal auf den Markt gehen würde, um dort die Waren, die sie produzieren, zu verkaufen, hört sie auf ihren Großvater und meidet den Wald.
Als der Großvater eines Tages an einer mysteriösen Krankheit erkrankt und ihr keine andere Möglichkeit bleibt, als ein Heilmittel im naheliegenden Dorf Wunderhorn zu holen, bricht sie ihr ihr Versprechen und geht doch durch den Wald. Tatsächlich lauert ihr dort schon bald die böse Hexe Winfriede auf, die die kleine Anna kurzerhand entführt. So findet sich Anna bald in einem – zugegebenermaßen sehr nett eingerichteten - Zimmer im Hexenturm wieder, in dem Winfriede seltsame Experimente mit ihr durchführt. Doch was sollen diese Experimente und wieso entführt die böse Hexe gerade Anna, das kleine, normale Mädchen? Was Anna selbst nicht wusste, aber die Hexe um so mehr, ist, dass Anna mitnichten ein ganz normales Mädchen ist. In der Kleinen schlummern ganz besondere, telekinetische Kräfte und genau die versucht Winfriede durch ihre Experimente zu entfachen. Tatsächlich gelingt ihr das auch und so sieht sich die böse Hexe am Ziel ihrer Träume – Annas besondere Kraft für ihre Zwecke auszunutzen. Doch die kleine Anna macht es Winfriede nicht so einfach und schafft es, gemeinsam mit ihren neu entdeckten Fähigkeiten und dem in einen Teddy verwandelten Jungen Ted, der in ihrem Zimmer stand, aus dem Turm zu fliehen und sich endlich auf den Weg zu machen, das Heilmittel für ihren kranken Großvater zu besorgen.

Kein neues Edna, Deponia oder Whispered World
Im Dorf Wunderhorn angekommen wird Anna aber enttäuscht, denn so leicht wie sie es sich erhofft hatte, ist es nicht, an das Heilmittel zu kommen. Zunächst muss sie verschiedene Gegenstände finden und Aufgaben meistern. Bei all dem wird Anna nicht nur von Winfriede verfolgt, die die kleine Anna schnellstmöglich wieder gefangen nehmen möchte, sondern trifft auch auf wunderliche Gestalten. Den meisten dürften diese Gestalten aber sicherlich bekannt vorkommen, denn Krams hat sich rigoros an den grimmschen Märchen bedient und zahlreiche Protagonisten daraus in seine Welt verfrachtet und mit Hilfe von Jorinde und Joringel, Hänsel und Gretel und vielen weiteren bekannten Märchenfiguren seine ganz eigene, traumhafte Märchenwelt, gepaart mit modernen Ansätzen (zum Beispiel beobachtet die böse Hexe Anna mit Hilfe einer Überwachungskamera), erschaffen. Zwar schafft es diese Welt, ihren ganz eigenen Charme zu entwickeln, doch ganz so fantastisch, wie man es von vielen anderen Daedalic-Adventures gewohnt ist, wirkt Anna's Quest dennoch nicht. Dies liegt vor allem an der doch eher detailärmeren 2D-Welt, die im Gegensatz zu Deponia oder Edna bricht aus regelrecht platt wirkt. Das merkt man auch daran, dass Anna oft nicht direkt mit Gegenständen interagiert, sondern eher davor steht und irgendwelche Bewegungen in ihre Richtung vollführt.
Genauso können auch die meisten Charaktere den sonst so hohen Daedalic-Standard nicht ganz erreichen. Dazu fehlt es auch hier einfach an Charme, Witz und guten Dialogen, eben was andere bekannte Daedalic-Charaktere und -Titel sonst so ausmacht. Das gilt sogar für Anna, die aber dennoch süß und niedlich ist und deswegen sofort jedes Herz erobert.

Auch am Spielspaß hakt es etwas
Dieses „am hohen Daedalic-Standard scheitern“ geht leider auch beim Spielerischen weiter. Dabei wird das altbekannte Point-and-Click-Gameplay durch die Telekinese-Kraft schön ergänzt. Mit ihr kann Anna nämlich auch an Dinge kommen, die scheinbar unerreichbar sind, was insgesamt frischen Wind ins alteingesessene Adventure-Gameplay bringt. Andererseits gibt es aber eben auch den einen oder anderen Hakler, der das Lösen eigentlich ganz einfacher Rätsel zu einer echten Geduldsprobe werden lässt. So weigert sich Anna nicht nur einmal, etwas zu machen, bevor nicht andere bestimmte Dinge getätigt oder entdeckt wurden. Ein gutes Beispiel dafür ist ein Rohr, das nur entnommen werden muss – eigentlich eine ganz einfache Sache. Doch Anna wehrt sich dagegen mit Händen und Füßen. Erst wenn sie entdeckt hat, dass im Rohr Haare stecken und diese das Rohr verstopfen, ist sie bereit, das Rohr zu entnehmen. Warum das so ist – keine Ahnung. Ich weiß nur, dass solche Momente relativ häufig vorkommen und nicht selten sind die Lösungsansätze sogar noch seltsamer und verstrickter als bei diesem Beispiel. Trotzdem muss man, wenn man weiter kommen möchte, immer selbst drauf kommen, was Anna noch möchte (oder im Internet danach suchen). Eine echte Hilfestellung, die einem bei den Rätseln auf die Sprünge hilft, gibt es nämlich nicht. Anna gibt einem zwar manchmal nach einer gewissen Zeit ein paar Hinweise, doch immer ist dies eben auch nicht der Fall. Die einzige echte und konstante Hilfe, die einem immer zur Verfügung steht, ist somit die Hotspot-Anzeige, die einem auf Knopfdruck alle zu untersuchenden Objekte und Punkte einer Location anzeigt.
Leider stören diese kleineren Hakler das Spielgeschehen insgesamt doch recht stark, weshalb einfach nicht der Spielspaß aufkommen will, den man von Daedalic-Adventures sonst gewohnt ist.

Genauso ist es auch beim Sound, denn auch da kann Anna's Quest mit den großen Daedalic-Titeln nicht mithalten. Das gilt nicht nur für die Tatsache, dass es erst gar keine deutsche Synchronisation gibt, sondern auch für die englischen Sprecher. Die wirken manchmal sehr angestrengt und künstlich und nicht so souverän, wie man es von anderen Daedalic-Spielen gewohnt ist.

Ohne Fehl und Tadel ist hingegen die Steuerung per Controller ausgefallen. Die funktioniert (mit dem von mir genutzten Xbox Pro Controller) wirklich einwandfrei und lässt einen Anna genau dahin steuern, wo man sie hin haben möchte. Auch das Anklicken verschiedenster Gegenstände funktioniert tadellos - ganz gleich, wie klein der Gegenstand auch sein mag.



Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters Stefan.Heppert

Auch wenn Anna's Quest nicht ganz an die Brillianz der Deponia-Trilogie oder der anderen bisher auf den Konsolen veröffentlichten Daedalic-Adventures heranreicht, bin ich dem Hamburger Publisher dankbar, dass sie sich auch hier doch noch für eine Konsolen-Portierung entschieden haben - und das nicht nur der Vollständigkeit halber. Wenn man es mit anderen, nicht aus dem Hause Daedalic stammenden Adventures vergleicht, ist Anna's Quest nämlich sehr gut. Die Märchenwelt ist einfallsreich, die Story wunderbar und die kleine Hauptprotagonistin einfach herzzerreißend niedlich. Wer Anna's Quest, aus welch einem Grund auch immer, bisher noch nicht gespielt hat, sollte dies nun schleunigst nachholen.



Anna's Quest - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Stefan.Heppert

Screenshots


















Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 7.375 Grafik: 7.00
Sound: 7.00
Steuerung: 8.00
Gameplay: 7.50
Wertung: 7.375
  • Anna muss man ins Herz schließen
  • Viele bekannte Märchenfiguren
  • Märchenhafte Welt
  • Telekinese
  • Kommt nicht an Edna bricht aus, Deponia und The Whispered World heran
  • Rätsel mit Haklern
  • Detailarme Grafik
  • Keine deutsche Sprachausgabe

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Rezension vom: 11.07.2021
Kategorie: Adventure
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