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UFC Undisputed 3

Entwickler: Yukes
Publisher: THQ

Genre: Sport
USK Freigabe: keine Jugendfreigabe gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: ab 52,26 €

Systeme: PlayStation 3, Xbox 360

Ausgezeichnet mit dem Splash Hit Inhalt:
Die UFC (Ultimate Fighting Championship) erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Nicht nur in den USA, wo sie mittlerweile zum Mainstream aufgestiegen und in renommierten Zeitungen auf dem Titelblatt zu sehen ist - und auf einem der großen Fernseh-Networks gezeigt wird; nein auch in Asien und vielen Teilen Europas steigen die Einschaltquoten und Fanzahlen immer weiter an. Nur in Deutschland tut sich die Mixed-Martial-Arts-Kampfliga dank eines im März 2010 in Kraft getretenen Übertragungsgesetz durch die Bayerische Landeszentrale für neue Medien, sehr schwer. Zum Glück ist dies für THQ aber kein Grund ihr neuestes UFC-Spiel namens UFC Undisputed 3 nicht auch hierzulande rauszubringen. Andernfalls hätten wir nämlich auf das (im Moment) beste Kampfsportspiel verzichten müssen.

Meinung:
Mixed-Martial-Arts verbindet die bekanntesten Kampfsportarten in einem Sport. Neben Boxen und Kickboxen werden unter anderem auch Techniken aus dem Muay Thai, Brazilian Jiu-Jitsu, Ringen und Judo genutzt. All dies zusammen sieht zunächst einmal ziemlich brutal aus, vor allem da auch auf am Boden liegende Gegner weiter eingeschlagen werden darf, und beinahe in jedem Kampf Blut fließt. Doch das ist noch lange nicht alles, was Mixed-Martial-Arts-Kämpfe ausmacht. Denn auch wenn es auf den ersten Blick nicht so aussehen mag, ist der Sport auch sehr strategisch. Ohne Vorausblick und der richtigen Taktik kommt man hier nämlich nicht sehr weit. Genau dasselbe gilt auch für die spielerische Umsetzung in UFC Undisputed 3. Genau wie beim echten Sport muss man auch hier stets die richtige Taktik parat haben. Mit einfachem Button Mashing, wie man es vielleicht in anderen Kampfsportspielen betreiben kann, gewinnt man nämlich auch hier keinen Blumentopf.

Komplexe Steuerung
Bis man alle Kniffe verinnerlicht hat, dauert es allerdings seine Zeit. Die Steuerung ist nämlich genauso komplex wie die gebotenen Möglichkeiten. So gibt es neben unterschiedlichen Schlägen, Tritten und Verteidigungsmanövern auch noch zahlreiche Konter, Clinches und Bodenattacken. Bis man all dies drauf hat ist Üben das allerwichtigste. Dabei wurde die Steuerung im Vergleich zum letzten UFC-Spiel (UFC Undisputed 2010) sogar etwas einfacher gestaltet. Neben der Profi-Steuerung, bei der man nach wie vor Griffe mit mehr oder minder schweren Stickbewegungen ausführen muss, gibt es nun nämlich auch die Amateur-Variante. Bei dieser muss man den rechten Stick lediglich nach oben bzw. unten bewegen, um einen neuen Griff oder seinen Stand zu ändern. Zudem wurden auch die Submissions von Grund auf geändert. Sobald man einen Submission-Hold ausführt oder in einen gerät, erscheint ein kleines Minispiel in dem man entweder einen Balken einholen oder aber vor ihm fliehen muss. All dies macht die Steuerung zwar wesentlich einfacher, komplex bleibt das Ganze aber wie gesagt dennoch.

Mike Goldberg hilft
Damit man im Wirrwarr der Schläge, Tritte und Griffe überhaupt durchblickt, gibt es in UFC Undisputed 3 zum Glück ein ausführliches Tutorial, das einem in vier Schwierigkeitsgraden die Steuerung und Taktiken erklärt. Denjenigen die das erste Mal einen UFC-Titel spielen oder in den letzten zwei Jahren (so viel Zeit ist seit dem letzten mittlerweile vergangen) nicht regelmäßig im Oktagon standen, würde ich dieses Tutorial dringendst empfehlen.
Doch auch nach dem Tutorial wird man nicht ganz alleine in die Kämpfe geschickt. Mike Goldberg, der uns auch schon durch das Tutorial führte, steht einem nämlich auch weiterhin mit dem einen oder anderen guten Tipp hilfreich zur Seite, und erklärt einem die einzelnen Menüpunkte. Wem das zu viel des guten ist, kann die Tipps natürlich auch schnell durchklicken.

Die Creme de la Creme der UFC
Obwohl die Kämpfer der UFC durch das TV-Verbot hierzulande eher unbekannt sind, dürfte es dennoch jeden freuen, dass sich THQ bzw. Yuke‘s nicht lumpen ließ und das Roster mit der Creme de la Creme der UFC-Welt vollgestopft hat. Nicht weniger als 120 original lizenzierte Kämpfer der verschiedenen Gewichtsklassen warten somit drauf, von Dir in das Oktagon geführt zu werden. Bei dieser Vielzahl an Kämpfern ist es natürlich selbstverständlich, dass auch die größten ihrer Zunft den Weg ins Spiel gefunden haben. Und so sind im riesigen Roster auch Namen wie Quinton Jackson, Frank Mir, Brock Lesnar (der vielen noch aus seiner Zeit in der WWE bekannt sein dürfte), Anderson Silva oder Paul St. George zu finden. Als ob all das noch nicht genug wäre, gibt es zusätzlich auch noch 30 Kämpfer aus der Pride-Liga, die das Teilnehmerfeld komplettieren.

Die Japaner sind noch härter
Moment mal, eine andere Liga als die UFC in UFC Undisputed 3? Ja, durch den Kauf von Zuffa (Besitzer der UFC) ist die ehemalige MMA-Liga Pride nun auch erstmals in einem UFC-Spiel vertreten. Und das nicht nur mit 30 Kämpfern, sondern auch mit all ihren Eigenheiten. So kämpft man in der Pride-Liga zum Beispiel in einem normalen Boxring. Weitere Unterschiede bestehen in den Regeln: Während die Kämpfen in der UFC (auch wenn es im ersten Moment nicht so aussehen mag) doch recht stark reglementiert sind, ist in der Pride-Liga nahezu alles erlaubt. So darf man hier beispielsweise auch Kniestöße gegen den Kopf austeilen. Des Weiteren ist die erste Runde im Pride-Modus nicht wie normal 5 Minuten lang, sondern satte zehn. All dies wurde in UFC Undisputed 3 natürlich ganz genau implementiert. Und nicht nur das. Zusätzlich dazu wurde sogar die in der Pride-Liga eingesetzte Ringrichter-Kamera ins Spiel eingebaut, welche das Kampfgeschehen so nah wie sonst noch nie auf den Bildschirm bringt. Die ehemaligen Kommentatoren Bas Rutten und Stephen Quadros wurden ebenfalls eingesetzt.

Große Auswahl
Neben der Möglichkeit nach Pride-Regeln zu kämpfen, kann man mit dem riesigen Roster natürlich auch noch an verschiedenen anderen Modi teilnehmen. Neben dem Schaukampf, einem Turnier, dem Eventmodus (bei dem man eigene Events kreieren kann) und dem Titelmodus (einem Arcademodus, in dem man nach drei Niederlagen die Chance auf den heiß ersehnten Titel begraben kann) gibt es natürlich auch wieder einen Onlinemodus. Und dieser hat es wirklich in sich. Hier hat man nämlich nicht nur die Möglichkeit normale Kämpfe auszutragen, sondern auch einem Fight Camp beizutreten und mit diesem gegen andere Camps zu kämpfen. So kommt echte Rivalität zustande, was die ohnehin schon tolle Atmosphäre (auf die wir gleich noch näher eingehen werden) noch intensiver macht. Trotz all dieser tollen Modi ist und bleibt das Herzstück des Spiels der Karrieremodus. In diesem gilt es sich entweder mit einem eigens erstellten Kämpfer, oder einem aus dem Roster von der kleinen WFA (World Fighting Alliance) bis in die Hall of Fame der UFC zu kämpfen.

Die Karriere
Der Weg dorthin ist allerdings anstrengend und langwierig. Insgesamt sind es 50 Kämpfe, die auf diesem Weg ausgetragen werden wollen. Bevor es losgeht heißt es aber erst mal sich für einen der insgesamt acht Kampfstile (Boxen, Muay Thai, Kickboxen, Ringen, Judo, Sambo, Jiu-Jitsu und MMA) zu entscheiden. Ist dies erledigt, geht es darum die Grundattribute durch ein paar Prüfungen rauszufinden. Als letzter Schritt vor der großen Karriere muss man dann noch einen Sparringskampf austragen, anhand dessen der geeignete Schwierigkeitsgrad gemessen wird. Wenn dies erledigt ist kann es endlich losgehen. Die ersten Matches in der WFA vermitteln noch den Eindruck, dass das Ganze zu einem Kinderspiel wird. Sobald man genügend Matches gewonnen hat, und sich damit auch genug Ansehen erkämpft hat, geht es in die UFC, wo es ganz anders zur Sache geht. Sich hier zu behaupten und genügend Ansehen zusammen zu kämpfen, ist harte Arbeit. Ganz wichtig dabei sind auch Trainingscamps (in denen man neue Aktionen lernt) und verschiedene Trainingseinheiten (bei denen man durch Minispiele seine Attribute verbessert). Diese, die man ebenfalls mit dem in den Kämpfen errungenen Ansehen bezahlt, sind auf dem Weg nach oben unumgänglich. Um noch mehr des heiß begehrten Ansehens zu bekommen, gibt es auch noch die Möglichkeit verschiedene Sponsorenverträge abzuschließen. Hierbei gilt das Motto: Je loyaler man sich zu seinem Sponsor verhält, desto mehr Ansehen staubt man ab. Will heißen, desto besser man das Logo auf der Hose sieht, desto mehr Ansehen gibt es am Ende.

Fast perfekte Atmosphäre
Besondere Momente der Karriere werden natürlich auch besonders inszeniert. So gibt es zum Beispiel vor dem ersten Titelkampf ein kleines Video, das man sich auch später nochmal genüsslich ansehen kann, und das die Atmosphäre sehr dicht werden lässt. Diesbezüglich ist der Karrieremodus aber leider der schwächste aller Modi. Denn auch wenn Mike Goldberg mit seinen Kommentaren alles versucht, um eine tolle Atmosphäre zu schaffen, ist sie - wenn man nicht gerade im Ring steht - leider so gut wie nicht vorhanden. Die Menüs, in denen man sich hier größtenteils befindet, lässt halt keine gute Stimmung aufkommen. Sobald man einen Kampf startet, ist sie allerdings wieder da. Und zwar so sehr, dass man denkt, das TV-Verbot sei aufgehoben worden. Mit den Ansagen von Bruce Buffer, den Kommentaren von Mike Goldberg und Joe Rogan, den aufwendig inszeniert Einzügen, den kurzen Vorstellungen der Kontrahenten und den in den Pausen eingreifenden Ärzten sieht wirklich alles wie ein echtes Pay-Per-View-Event der UFC aus. Abgerundet wird der grandiose Eindruck noch von einer tollen Soundkulisse und einer ebenso tollen Grafik, die (bis auf das Publikum) nicht nur alles gestochen scharf und die Kämpfer mit all ihren Tattoos so realitätsnah wie nur möglich zeigt, sondern auch butterweiche Animationen auf den Bildschirm zaubert.

Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters Stefan.Heppert stefanUFC Undisputed 3 ist zweifelsfrei das momentan beste Kampfsportspiel. Yuke’s hat hier so tolle Arbeit geleistet, dass es mir sogar schwer fällt auch nur ein paar negative Aspekte zu finden. Denn abgesehen davon, dass ab und an längere Ladezeiten auftreten, es im Karrieremodus während der Menüs an Atmosphäre fehlt, und man sich hier eventuell noch ein paar Pressekonferenzen oder ähnliches gewünscht hätte, ist UFC Undisputed 3 ein nahezu perfektes Spiel. Sobald man einen Kampf startet ist die Atmosphäre dermaßen dicht, dass man beinahe glaubt ein echtes UFC-Event im TV zu verfolgen. Was einen dann im Ring erwartet ist nicht weniger gelungen. Die tollen Animationen und vor allem die vielen taktischen Möglichkeiten, die sich in einem Match anbieten, sind wirklich mehr als gelungen. Um all dies zu genießen, muss man allerdings geübter UFC-Zocker sein oder aber viel Geduld mit sich bringen. Denn selbst mit der Amateuer-Steuerung dauert es seine Zeit, bis man die Steuerung wirklich komplett verinnerlicht hat, und alle Aspekte nutzen kann. Dennoch ist UFC Undisputed 3 für jeden Kampfsportspielefan ein absolutes Must Have!

UFC Undisputed 3 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Stefan.Heppert

Screenshots


















Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 9.125 Grafik: 8.50
Sound: 9.50
Steuerung: 9.00
Gameplay: 9.50
Wertung: 9.125
  • Während der Kämpfe herrscht eine unglaubliche Atmosphäre
  • Viele taktische Möglichkeiten
  • 150 Kämpfer
  • Pride-Regeln
  • Tolle Kommentatoren
  • Steuerung muss erlernt werden
  • Matschiges Publikum
  • Langweilige Menüs im Karrieremodus
  • Ab und zu lange Ladezeiten

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Rezension vom: 25.02.2012
Kategorie: Sport
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