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Uncharted 3: Drake's Deception

Entwickler: Naughty Dog
Publisher: Sony Computer Entertainment

Genre: Adventure
USK Freigabe: Freigegeben ab 16 Jahren gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: 54,95 €

Systeme: PlayStation 3

Ausgezeichnet mit dem Splash Hit Inhalt:
Die beiden ersten Teile der Uncharted-Reihe gelten vier bzw. zwei Jahre nach ihrem Erscheinen noch immer als die Kronjuwelen des Action-Adventure-Genres. Kein Wunder, dass die Erwartungen gegenüber Uncharted 3: Drake’s Deception ungefähr so groß waren, wie die an den FC Bayern München vor jeder Saison. Wie uns Bayern München letztes Jahr lehrte, können solche Erwartungen zu hoch sein. Ob dies auch bei Drakes neustem Abenteuer der Fall ist? Du wirst es in den nächsten Zeilen erfahren.

Meinung:
Nathan Drake ist Schatzsucher. Darum ist es wenig verwunderlich, dass er sich auch in seinem dritten Abenteuer, Drake’s Deception, wieder auf den Weg macht, einen Schatz zu bergen. Genauer gesagt suchen er und sein treuer Freund und Mentor Victor Sullivan diesmal die legendäre, verschollene Stadt Iram, auch bekannt als das „Atlantis des Sandes“.

Zu viel von der Story möchte ich an dieser Stelle nicht verraten. Soviel sei aber gesagt: Sie ist abwechslungsreich und führt einen an exotische Plätze auf der ganzen Welt. Einen sehr ungewöhnlichen Ort haben sich die Entwickler für den Einstieg ausgedacht. Um dem Spieler die Steuerung näher zu bringen, gibt es eine nette Kneipenschlägerei in einem Londoner Pub. Die Steuerung ist relativ simpel geblieben. Allerdings bedeutet das in diesem Fall nicht, dass die Schlägereien auch gleichzeitig langweilig sind. Ganz im Gegenteil, dadurch dass die Aktionen immer von mehreren Faktoren, wie z.B. Stellung zum Gegner oder ob ein Gegenstand/eine Wand in der Nähe ist, abhängt, wirken die Prügelszenen sehr lebensecht. Andauernd sieht man neue Aktionen und Manöver, und das obwohl man genau dieselben Knöpfe gedrückt hat wie vor ein paar Sekunden.

Abwechslungsreich wie eh und je
Nach der Kneipenschlägerei geht das Abenteuer aber erst richtig los. In einem südamerikanischen Land bekommt man auch direkt das zu sehen, was die Uncharted-Reihe so einzigartig macht, nämlich die Abwechslung. Nicht nur, dass man hier bereits die erste, für Uncharted-Fans sehr interessante, Story-Wendung miterlebt. Darüber hinaus bekommt man auch noch gezeigt, dass in Uncharted 3: Drake‘s Deception nicht nur Action und Ballern angesagt ist. Anstatt das Schießeisen zu nutzen, muss man hier in einem Museum nach einer bestimmten Vitrine suchen, über Dächer fliehen und einem „fremden“ Mann unbemerkt folgen. Einen kleinen Kritikpunkt gibt es allerdings doch. Mir persönlich war der Rätselanteil ein wenig zu gering. Dafür merkt man aber bei all dem Vorhandenen, dass sich die Jungs und Mädels von Naughty Dog wirklich Zeit gelassenen, und viel Liebe ins Detail gesteckt haben. Denn egal, ob man „nur“ durch Straßen schlendert, sich im Museum alle Ausstellungsstücke (die übrigens gut recherchiert sind) anschaut, oder sich eine wilde Verfolgungsjagd gibt: Alles strotzt nur so vor kleinen Details, die man oft erst beim zweiten oder dritten Durchspielen erblickt. Und so geht es das ganze Abenteuer über weiter. Es gibt kein einziges unter den 22 Kapiteln, bei dem man sagen würde: „Oh, hier fehlt aber irgendetwas“. Stattdessen steigert sich das Ganze immer weiter, bis zum großen Finale. Und genau das sorgt dafür, dass man von der ersten Sekunde an gefesselt ist, und dies auch bis zum Abspann bleibt.

Nah an der Perfektion
Einen großen Anteil daran hat neben der kinoreifen Story sicherlich auch die Grafik. Was die Entwickler hier gezaubert haben, ist nämlich das Beste was ich bisher gesehen habe. Neben den bereits genannten, mit kleinen Details vollgestopften Arealen, weiß nämlich auch das Charakterdesign zu begeistern. Die Bewegungen sind flüssig und die Mimik erinnert mehr an echte Schauspieler als an ein Videospiel. Selbst die Lippensynchronisation ist bis auf ein oder zwei Aussetzer nahezu perfekt. Daneben können auch noch sämtliche Effekte wie Licht und Schatten, Rauch oder Partikeleffekte vollends überzeugen. Obwohl durch all dies, wie bereits gesagt, etwas auf den Bildschirm gezaubert wird, was bis dato noch nicht dagewesen war, ist es besonders schön zu wissen, dass man dennoch keine minutenlangen Ladezeiten in Kauf nehmen muss. Naughty Dog hat es nämlich irgendwie geschafft, das Ganze ohne spürbare Ladezeiten hinzubekommen. Selbst wenn man von einem Kapitel ins nächste kommt wird der Spielfluss nicht unterbrochen. Das einzige, was man neben dem Spielgeschehen zu sehen bekommt, sind ebenfalls wunderschön anzuschauende Zwischensequenzen.

Ein Beispiel an Detailverliebtheit möchte ich an dieser Stelle noch kurz besonders erwähnen. Wie jeder weiß spielt sich in Uncharted 3: Drake’s Deception viel in der Wüste ab. So etwas gab es natürlich auch schon in anderen Spielen, und wenn wir daraus eines gelernt haben, dann das Wüsten- oder Sandregionen in Videospielen nie besonders gut aussehen. Bis jetzt! Naughty Dog hat den Sand nämlich dermaßen gut hinbekommen, dass man beinahe jedes einzelne Sandkorn erkennen kann. Das war bestimmt eine Heidenarbeit und zeigt auf eindrucksvolle Art und Weise, mit wie viel Liebe zum Detail hier wirklich gearbeitet wurde.

So muss sich ein Spiel anhören
Die Soundtechnik steht der Grafikpracht beinahe in nichts nach. Lediglich ein paar weibliche Stimmen passen nicht ganz zu den Charakteren. Ansonsten wurde aber auch hier tolle Arbeit geleistet. So sind alle Soundeffekte genauso gut wie ihre grafischen Pendants. Und auch die restliche Sprachausgabe ist einwandfrei. Man merkt dem Spiel an, dass hier nicht irgendwelche Laiendarsteller sondern professionelle Sprecher engagiert wurden. Und das ist auch gut so. Denn so ist garantiert, dass die Sätze nicht nur runter geleiert werden, sondern immer mit der entsprechenden Emotion gesprochen werden. Und das nicht nur im englischen Original so. Auch die deutsche Sprachausgabe ist (beinahe) perfekt geworden.

Abgerundet wird das Ganze mit einem zu hundert Prozent passenden Soundtrack, der das Spielgeschehen noch intensiver werden lässt. Ein kleiner Tipp an alle die den Soundtrack genauso klasse finden wie ich: Dem offiziellen Uncharted 3: Drake’s Deception Lösungsbuch von Piggyback liegt eine Bonus-CD mit zehn Titeln des Soundtracks bei.

Der Multiplayermodus
Wenn man mit der Singleplayer-Kampagne durch ist, ist der Spaß aber noch lange nicht vorbei. Uncharted 3: Drake’s Deception besitzt nämlich auch einen großen Multiplayermodus, der die normale Spielzeit von rund neun Stunden um einiges vervielfacht. Neben einem klassischen Onlinemodus mit mehreren Spielmodi gibt es hier auch einen Co-op-Modus bei dem man zu zweit durch - an die Kampagne angelehnte - Levels läuft, und sich dabei gegenseitig immer wieder hilfreich zur Seite stehen muss.

Im Onlinemultiplayermodus muss man ab und an auch zusammenarbeiten. Zumindest dann, wenn man sich für den entsprechenden Spielmodus entschieden hat. Denn neben Deathmatch, Team-Deathmatch und Deathmatch mit drei Teams (je drei Zweierteams treten gegeneinander an), die wohl allesamt keinerlei Erklärung mehr benötigen, gibt es zum Beispiel auch noch Plündern, bei dem zwei Teams um einen auf der Karte versteckten Schatz kämpfen. Um hier erfolgreich zu sein, MUSS man sich im Team gut absprechen und den Träger des gehobenen Schatzes gut beschützen.

Der individuelle Abenteurer
Ebenfalls miteinander arbeiten muss man beim Modus Team-Ziel. Hier warten auf die zwei Teams nämlich verschiedenste Aufgaben. Unter anderem gibt es hier zum Beispiel auch einen Modi in dem beide Teams einen VIP beschützen müssen, während das andere Team ihn jagt. Ein weiterer Modus, der einen hier erwartet ist Mein Königreich. Hier muss das verteidigende Team einen Hügel beschützen, während das andere Team versucht ihn einzunehmen. Für genügend Abwechslung ist hier also allemal gesorgt. Und die Langzeitmotivation ist ebenfalls gegeben. Ähnlich wie in Battlefield 3 gibt es nämlich auch hier verschiedenste Perks, die erst nach und nach freigeschaltet werden. Zudem kann man mit dem gewonnenen Geld, welches man durch Abschüsse, Siege oder ähnliches erhält, auch neue Waffen, Gadgets etc. kaufen. Zum krönenden Abschluss kann man seinem Charakter auch noch neue Klamotten, wie beispielsweise eine Winzermütze, Gasmaske oder eine Flickenhose kaufen, und ihm somit ein individuelles Aussehen verpassen.

Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters Stefan.Heppert stefanMit Uncharted 3: Drake’s Deception ist den Jungs und Mädels von Naughty Dog ein wahres Meisterwerk gelungen. Mit seiner kinoreifen Story voller Wendungen, dem abwechslungsreichen Gameplay, den real anmutenden Schlägereien, tollen Animationen und einer Präsentation, die Ihresgleichen sucht, lässt Uncharted 3: Drake’s Deception jedes Gamerherz höher schlagen. Dass es dennoch nicht ganz für die Traumnote 10 gereicht hat, liegt nur an Nuancen. So passen zum Beispiel die Synchronstimmen nicht immer hundertprozentig zu den jeweiligen Charakteren. Außerdem war mir persönlich der Rätselanteil ein wenig zu gering und manche Handlungsstränge zu plötzlich beendet. Dennoch ist Uncharted 3: Drake’s Deception bereits jetzt mein persönliches Game of the Year und sollte spätestens nach Weihnachten bei jedem PS3-Besitzer im Regal stehen!

Uncharted 3: Drake's Deception - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Stefan.Heppert

Screenshots


















Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 9.3125 Grafik: 10.00
Sound: 9.50
Steuerung: 8.50
Gameplay: 9.25
Wertung: 9.3125
  • Kinoreife Präsentation
  • Wendungsreiche Story
  • Abwechslungsreiche Locations
  • Toller Mix aus Action, Rätsel und Schleichen
  • Tolle Sprachausgabe
  • Zu wenig Rätsel
  • Ein paar Handlungsstränge enden plötzlich
  • Synchronstimmen passen nicht immer 100%ig zu den (weiblichen) Charakteren

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Rezension vom: 22.11.2011
Kategorie: Adventure
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