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Freedom FightersFreedom Fighters

Ein Spiel, das positiv überrascht. Viel hat man von Freedom Fighters vor Erscheinen nicht gehört. Unzählige Namensänderungen und die nicht erst seit Ende des Kalten Krieges abgedroschene Story ließen eigentlich eher ein mittelmäßiges Ergebnis erwarten. Doch feuert Io Interactive ein Action-Feuerwerk allererster Güte ab. Grafik und Sound verwöhnen Auge und Ohren, die effektive Steuerung sorgt für unkomplizierte Action und die gelungene KI lässt das Spielerherz höher schlagen. Das Missionsdesign und die Locations sind zwar auf Dauer etwas eintönig, können das positive Gesamtbild aber nicht trüben. Einzig der aus allen Ecken und Winkeln triefende Patriotismus könnte Spielern mit einer Abneigung gegenüber der Verherrlichung der amerikanischen Idealismen den Spaß verderben. Wer aber eher schmunzelt, wenn nach jeder erfolgreichen Mission die U.S Flagge gehisst wird und so manche Rede anscheinend dreist aus dem einen oder anderen erfolgreichen Film abgekupfert wurde, kann die fette Action voll genießen. Tiefgang und strategische Herausforderungen dürfen jedoch nicht erwartet werden, denn obwohl Freedom Fighters teambasierte Action bietet, beschränken sich die Interaktionsmöglichkeiten mit den Kameraden auf das nötigste. Somit bleibt ein geistloser Shooter der aber ordentlich Spaß macht. Und darauf kommt es doch an, oder?
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Autor der Rezension: Oliver Wormuth
Datum der Rezension: 24.09.2003
Midtown Madness 3Midtown Madness 3

Sightseeing mal anders
In "Midtown Madness 3" muss man sich nicht über öde Rundkurse quälen oder vor der Fahrt langwierige Feineinstellungen am Fahrzeug vornehmen. Keine realitätsnahe Fahrphysik oder detaillierte Tuningmöglichkeiten werden hier geboten, sondern Spaß, Action und Tempo. Als Szenarien stehen die Städte Paris und Washington D.C. zur Verfügung. Von beiden Metropolen wurde jeweils ein Ausschnitt des Gebietes mehr oder weniger originalgetreu nachgebildet. In Paris kann man durch enge, verwinkelte Gassen brausen und einen Blick auf den Louvre, den Eiffelturm oder Notre Dame werfen. Die Straßen Washingtons sind breiter, und hier gibt es unter anderem das Weisse Haus sowie das Washington Monument zu bewundern.

Damit "echte" Touristenattraktionen auch aus "echten" Autos heraus bewundert werden können, hat Microsoft in Sachen Lizenzen geklotzt und nicht gekleckert. Es stehen 32 verschiedene Fahrzeuge von Ford, Audi, Renault, Opel und anderen Herstellern zur Verfügung. Ein stolzer Fuhrpark, der nicht nur flotte Flitzer, sondern auch diverse Nutzfahrzeuge, vom Bus bis zum Müllwagen, bietet.

Raus auf die Piste
Für den Solo-Spieler gibt es vier verschiedene Spielmodi. Der Cruise-Modus ermöglicht das Erkunden der beiden Städte ohne Zeitdruck. Man kann eine Weile die Verkehrsregeln einhalten, flotte Stunts hinlegen oder eben mit vollem Tempo die halbe Stadt zerlegen. Bei Kontrollpunkt-Rennen müssen Checkpoints vor den CPU-Konkurrenten abgefahren werden, und bei den Blitz-Rennen gilt es, gegen die gnadenlos tickende Uhr zu fahren. Kernstück der Solo-Player-Modi ist der Karriere-Modus. Hier sind in der Rolle eines Undercover-Agenten verschiedene Aufgaben zu bewältigen. Mal ist man als Taxifahrer unterwegs, ein anderes Mal als Pizzabote oder Busfahrer.

Jedoch gaukelt die gesamte Hintergrundstory des Karriere-Modus, welche lediglich durch einige wenige Rendersequenzen und Sprachausgabe mit übertriebenem Akzent erzählt wird, spielerische Abwechslung nur vor. Bestehen alle Solomissionen letztendlich doch nur darin, von A nach B zu kommen und dabei Checkpoints abzugrasen. Macht aber nix. Wer zu „Midtown Madness 3" greift, will schließlich spaßige Renn-Action und keine dramaturgisch ausgefeilte Story in oscarreifer Präsentation. Wäre trotzdem schön gewesen.

Weg da!
Die Steuerung der Vehikel ist äußerst simpel. Gummi gibt man mit der rechten Schultertaste, gebremst wird mit der linken. Die Richtung wird wahlweise per Ministick oder Digikreuz bestimmt und mit dem X-Button läßt sich die Handbremse einsetzen. Wer es ganz besonders simpel mag, stellt im Optionsmenü die automatische Schaltung ein. Flugs für eine von vier Perspektiven entschieden und schon geht es los. Schnell hat man die Steuerung im Griff, und es stellt sich ein sehr gutes Fahrgefühl ein. Angst vor Karambolagen braucht man keine zu haben. Verkehrsampeln und Laternen fährt man einfach um, Passanten weichen meist rechtzeitig aus oder man fährt einfach durch sie hindurch und entgegenkommende oder im Weg stehende Fahrzeuge werden locker weggeschubst. Damit das Tempo stets hoch bleibt, kann man bei entsprechender Geschwindigkeit sogar durch Bäume fahren. Wäre auch ziemlich ärgerlich, wenn man bei einem Arcade-Racer ständig hängenbliebe. Die Kollisionsauswirkungen werden zwar durch das gelungene Schadenmodell sichtbar, wirken sich aber nicht auf die Fahrtüchtigkeit aus. Es braucht schon einige heftige Zusammenstöße bis mal die Anzeige "Totalschaden" zu sehen ist. Totalschaden bedeutet bei "Midtown Madness 3" allerdings nur eine kurze Verschnaufpause bevor die wilde Fahrt weitergehen kann.

Der Schwierigkeitsgrad zieht ordentlich an je weiter man im Spiel vorankommt. Daher ist wirklich ständig Vollgas angesagt und gegen Ende des Spiels kommt man ohne vorher erkundete Abkürzungen nicht weit. Frustration macht sich allerdings nicht breit, da die Missionen immer zu schaffen sind. Einfach nie bremsen, gefühlvoll um die Kurven driften und nach Möglichkeit dem Gegenverkehr ausweichen.

Ostereier
Die Städte sind groß und wirken durch den dichten Verkehr, die zahlreichen animierten Passanten, die auch mal mit einem X-Box Karton unter dem Arm unterwegs sind, und die bekannten Bauten sehr abwechslungsreich und lebendig. Darüber hinaus gibt es auch verschiedene Tages- und Jahreszeiten und die damit verbundenen Wettereffekte zu bestaunen. Paris im Winter bei dichtem Schneefall – ein Traum. Bei den Fahrten durch die beiden Metropolen fallen einem immer wieder neue Details auf, und die Vielzahl an unterschiedlichen Gebäuden vermittelt das Gefühl, sich tatsächlich in der jeweiligen Stadt zu befinden. Wem mal langweilig wird, der kann auch gerne durch die U-Bahn Schächte rasen oder im Park eine Partie Auto-Fußball spielen. Es lohnt sich also, jeden Winkel der beiden Städte zu erkunden, da es wirklich eine Menge zu entdecken gibt.

Schöne Aussichten, Kumpel und Rock'n Roll
Die Grafik ist nicht auf Hochglanz poliert, und man kann die eine oder andere grobe Kante entdecken, aber sie ist sehr detailliert und einfach hübsch anzuschauen. Insgesamt hat sich gegenüber den Vorgängern gerade in punkto Grafik eine Menge getan. Die Fahrzeuge sind gut modelliert und die Spiegeleffekte sind nett, werden aber nicht in Echtzeit berechnet. Schrammt man an Häuserwänden entlang, gibt es tolle Partikeleffekte zu sehen und die Umgebungsgrafik wird nie langweilig. Das beste: „Midtown Madness 3“ kann trotz der feinen Grafik mit einem sehr hohen Geschwindigkeitsgefühl überzeugen. Ruckler gibt es nicht, auch wenn eine ganze Menge Passanten unterwegs und die Fahrzeuge zahlreich sind.

Natürlich ist das Spiel in erster Linie auf Multiplayerspaß aus. Ob zu zweit per Splitscreen, mit acht Spielern per System-Link oder über „X-Box Live“ - ist man mit mehreren Leuten unterwegs, ist der Spielspaß schier grenzenlos. Zwar muß man bei „X-Box Live“ auf Gegenverkehr und Passanten verzichten, dafür gibt es dann auch hier keine Aussetzer und das Spiel bleibt schön flüssig. Damit „Midtown Madness 3“ nicht doch mal im Regal verstaubt, sind Downloads von Fahrzeugen, Missionen und möglicherweise sogar neuen Szenarien geplant.

Der Sound haut leider niemanden vom Hocker. Die Umgebungsgeräusche sind überzeugend, die Motorengeräusche könnten jedoch etwas satter klingen und die Hintergrundmusik läßt einen ziemlich kalt. Gott sei dank kann man das Gedudel durch eigene Tracks auf der X-Box Festplatte ersetzen. Düst man zu „Highway to Hell“ von AC/DC oder „Detroit Rock City“ von Kiss durch Washington oder Paris, gibt es echt kein Halten mehr - Geschwindigkeitsrausch pur.
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Autor der Rezension: Oliver Wormuth
Datum der Rezension: 23.07.2003

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