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Kurz vorgestellt: Sega Mega Drive Classics
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sega_mega_drive_classics_coverNicht wenige behaupten, dass Kinder, die ein Mega Drive zu Hause hatten, eine schlechte Kindheit hatten. Schließlich hätte man zur gleichen Zeit und für dasselbe Geld auch das SNES haben können. Ich war eines der Sega-Kinder und kann dieses Vorurteil ganz und gar nicht unterstützen. Ich hatte eine tolle Kindheit und habe es geliebt, an meinem Mega Drive zu sitzen. Aus diesem Grund war ich auch hocherfreut, als Sega die Sega Mega Drive Classics für die Xbox One und PS4 ankündigte. Endlich könnte ich meine geliebten Spiele von damals auch auf einfachere Art und Weise zocken, ohne andauernd die alte Konsole an den Fernseher zu stöpseln.
Nun ist Sega Mega Drive Classics endlich erschienen und ich war natürlich gespannt, ob sich meine Vorfreude gelohnt hat oder ob Sega nur ein Stück vom aktuellen Retro-Hype abhaben wollte. Die Antwort darauf, erfährst Du natürlich in diesem kleinen Test.

Das Wichtigste bei einer Retro-Collection sind natürlich deren Spiele. In dieser Hinsicht hat sich der Publisher mit dem Igel als Maskottchen wahrlich nicht lumpen lassen. Ganze 50 Spiele sind hier auf nur einer einzigen Disc und für gerade einmal etwa mehr als 25 Euro enthalten - wenn ich nur daran denke, wie viel man damals dafür bezahlt hätte, unvorstellbar.
Doch zurück zu den enthaltenen Spielen, denn trotz aller Euphorie über die schiere Anzahl macht sich auch schnell etwas Ernüchterung breit. Denn genau wie in der vor rund zehn Jahren für Xbox 360 und PS3 veröffentlichten Mega Drive Ultimate Collection sind auch diesmal wieder ausschließlich original Sega-Titel enthalten. Klassiker, mit denen ich Stunden, ja ganze Wochen verbracht habe, wie etwa Aladdin, Cool Spot, Earthworm Jim, Mickey Mania - The Timeless Adventures of Mickey Mouse oder das von mir geliebte World Cup Italia 90 (ich weiß, das zählt nicht gerade zu den besten Mega Drive-Spielen, dennoch habe ich es geliebt) blieben so leider wieder außen vor. Selbst Sega eigene Hits wie etwa Ecco the Dolphin 1&2, Sonic & Knuckles oder auch andere bekannte Sonic-Titel sind genauso wenig zu finden, wie Sportspiele. Dafür haben es aber eher unbekanntere Titel wie Sword of Vermillion, ToeJam & Earl oder auch Gunstar Heroes in die Sammlung geschafft. Obwohl also viele liebgewonnene Spiele fehlen, so manches dabei ist, das man kaum oder gar nicht kennt und sich einige Spiele auch schon in der von mir bereits erwähnten 360-/PS3-Sammlung befanden, stecken in Sega Mega Drive Classics natürlich dennoch zahlreiche echte Hits und Klassiker. So sind zum Beispiel alle drei Golden Axe-Teile, Streets of Rage 1-3, Phantasy Star 2-4, The Secret of Shinobi und The Revenge of Shinobi und natürlich einige Sonic-Titel enthalten.

Für diejenigen, die es genauer wissen möchten, ist hier einmal die komplette Liste aller enthaltenen Spiele:

- Alex Kidd in the Enchanted Castle
- Alien Soldier
- Alien Storm
- Altered Beast
- Beyond Oasis
- Bio-Hazard Battle
- Bonanza Bros.
- Columns
- Columns III: Revenge of Columns
- Comix Zone Crack Down
- Decap Attack
- Dr. Robotnik’s Mean Bean Machine
- Dynamite Headdy
- ESWAT: City Under Siege
- Fatal Labyrinth
- Flicky
- Gain Ground
- Galaxy Force II
- Golden Axe
- Golden Axe II
- Golden Axe III
- Gunstar Heroes
- Kid Chameleon
- Landstalker
- Light Crusader
- Phantasy Star II
- Phantasy Star III: Generations of Doom
- Phantasy Star IV: The End of the Millennium
- Ristar
- Shadow Dancer: The Secret of Shinobi
- Shining Force
- Shining Force II
- Shining in the Darkness
- Shinobi III: Return of the Ninja Master
- Sonic 3D Blast
- Sonic Spinball
- Sonic the Hedgehog
- Sonic the Hedgehog 2
- Space Harrier II
- Streets of Rage
- Streets of Rage 2
- Streets of Rage 3
- Super Thunder Blade
- Sword of Vermillion
- The Revenge of Shinobi
- ToeJam & Earl in Panic on Funkotron
- ToeJam & Earl
- VectorMan
- VectorMan 2
- Virtua Fighter 2
- Wonder Boy III: Monster Lair
- Wonder Boy in Monster World

Was mir richtig gut gefallen hat, ist das Auswahlmenü. Anstatt wie ich, die Spiele in einer langweiligen Liste darzustellen, wird ein typisches 90er-Jahre Kinderzimmer gezeigt, in dem die einzelnen Spiele in einem Regal stehen. Wenn man sich für eines entschieden hat, wird es anschließend in die Konsole geschoben und am alten Röhrenfernseher, an dem die Konsole angeschlossen ist, schlussendlich noch die Grafikeinstellung festgelegt. Eine nette Idee, die zwar so auch schon in der Steam-Version zu sehen ist, aber dennoch nichts von ihrem Charme verloren hat. Alles andere als charmant ist hingegen das gebotene Extra. Zwar gibt es ein schönes, doppelseitiges Poster mit den alten Covern von Golden Axe und Streets of Rage, doch Ingame gibt es leider nichts dergleichen. Keine Artworks, keine zusätzlichen Infos, ja nicht einmal die alten Cover sind zu sehen. Dass all das fehlt, ist wirklich schade, weil es meiner Meinung nach eigentlich zu einer Classic-Collection dazugehören sollte.

Technisch geben sich die Sega Mega Drive Classics hingegen keinerlei Blöße. Dass man hier kein Grafik-Feuerwerk erwarten darf, sollte jedem klar sein. Ein wenig auffrischen kann man das Ganze, wenn man denn möchte, durch Pixelskalierung und unterschiedliche Filter aber trotzdem. Zudem kann man die Darstellung des Bildrandes ändern, sodass man keine hässlichen schwarzen Balken ertragen muss. Am komfortabelsten sind aber sicherlich die modernen Neuerungen, denn im Gegensatz zu früher kann man nun jederzeit speichern und Rücksetzpunkte setzen. Man kann sogar die Zeit zurückspulen und einen verkorksten Abschnitt so nochmal angehen. Dies ist wirklich eine Erleichterung, denn im Vergleich zu heutigen Spielen, waren die Games früher wesentlich anspruchsvoller. Wer dennoch tatsächlich eine größere Herausforderung sucht, kann es sich aber auch gerne schwerer machen und die Level spiegeln, wodurch die Figuren nicht mehr wie gewohnt nach rechts, sondern eben nach links laufen.
Zusätzlich zu all dem gibt es in manchen Spielen zudem noch die Möglichkeit, online gegen- oder miteinander zu spielen. Allerdings fehlte es hier während meiner Testphase leider andauernd an Mitspielern bzw. Gegnern.
Zu guter Letzt gibt es nun natürlich auch jede Menge Gamerscorepunkte bzw. Trophies zu gewinnen – was für viele sicherlich schon Anreiz genug ist.


Fazit:
Natürlich fehlen in den Sega Mega Drive Classics einige Klassiker des Mega Drives. Als jemand, der in seiner Kindheit selbst ein Mega Drive hatte, finde ich die Sammlung dennoch gelungen. Denn auch wenn es schön gewesen wäre, mal wieder Aladdin oder auch nur alle Sonic-Titel zu spielen oder sich über Bonusmaterial erfreuen zu können, macht es doch eine große Freude lieb gewonnene Spiele aus der Kindheit auch als Konsolero endlich wieder spielen zu können, ohne extra die gute alte Konsole aus dem Schrank hervorkramen zu müssen. Dass man dabei nicht nur das Aussehen dank Pixelfilterung und weiteren Features etwas aufhübschen kann, sondern sich auch über moderne Dinge wie eine Speicherfunktion und Online-Modus freuen darf, macht das Ganze natürlich noch besser.
Trotz des kleinen Wermutstropfens über fehlende Klassiker und ebenso fehlendes Bonusmaterial kann ich die Sega Mega Drive Classics deswegen auch jedem alten Mega Drive-Kid und heutigen Retro-Fan nur empfehlen.
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Special vom: 18.06.2018
Autor dieses Specials: Stefan Heppert
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