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Let's Watch: Star Wars: Die letzten Jedi
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die_letzten_jedi_coverKurz bevor mit Solo: A Star Wars Story die Geschichte des jungen Han Solo erzählt wird, dürfen sich Fans erst einmal über die Heimkino-Fortsetzung der Sternensaga freuen. Denn am 26. April bringt Disney Star Wars: Die letzten Jedi auf DVD, Blu-ray und 4K Ultra HD heraus.

Auf faszinierende und unerwartete Weise setzt Star Wars: Die letzten Jedi die Handlung aus Star Wars: Das Erwachen der Macht fort.
Nachdem Luke Skywalker jahrelang verschwunden war, hat ihn Rey endlich gefunden, doch er ist nicht mehr derselbe wie früher. Anstatt ihn überreden zu können, in den Kampf gegen die Erste Ordnung zu ziehen und so die Rebellen vor einer Niederlage zu retten, erreicht sie lediglich, dass der Jedimeister sie im Umgang mit der Macht trainiert.
In der Zwischenzeit wird die Erste Ordnung zusehends stärker und der Widerstand versucht alles, um sie zu stoppen. Zu diesem Zweck schickt Leia Organa Finn und Wartungsarbeiterin Rose Tico auf eine Geheimmission, in der sie den besten Code-Knacker der Galaxie anwerben sollen. Der Oberste Anführer der Ersten Ordnung verfolgt währenddessen den Plan, Rey mit Hilfe von Kylo Ren in seine Gewalt zu bekommen und auf die Dunkle Seite zu ziehen, um so die Jedi endgültig zu vernichten.

Filmkritik
Wohl nicht nur ich saß nach dem Abspann von Episode VII mit einem Fragezeichen im Kino, schließlich blieben so viele Fragen offen. Wer sind Reys Eltern? Wer ist dieser neue Oberste Anführer der Ersten Ordnung Snoke? Ist Han Solo wirklich tot? Und was haben Kylo Ren und Rey für eine seltsame Verbindung? Die Antworten auf all diese Fragen habe ich mir von Episode VIII erwartet. Und die Anzeichen, dass all das beantwortet werden würde, standen auch nicht schlecht. Schließlich ist der Film mit 152 Minuten der bislang längste der gesamten Sternensaga. Und die Zeit MUSS ja wohl mit Antworten gefüllt sein.
Wie sich herausstellte, war dem dann aber leider nicht so. Ganz im Gegenteil: Am Ende lässt uns Regisseur Rian Johnson mit noch mehr offenen Fragen dastehen und zeigt statt Antworten lieber zahlreiche neue Charaktere, die, nachdem sie auf banale Missionen geschickt wurden, auch genauso schnell wieder aus der Star Wars-Universum verschwinden (und wohl auch niemandem im Gedächtnis bleiben). Was mir und zahlreichen anderen Fans aber noch mehr wehtut, ist die Tatsache, wie mit einer der Ikonen schlechthin umgegangen wird. Luke Skywalker wird hier nur noch als Schatten seiner Selbst dargestellt, der erst ganz zum Schluss wieder zur Ikone aufsteigen darf, nur um darauf hin … nun ja, ich möchte hier nicht zu viel spoilern. Darum sei nur so viel gesagt: Auch diesmal hinterlässt Luke ein großes Fragezeichen über den Köpfen der Zuschauer.

Obwohl ich hier bisher sehr viel genörgelt habe, muss man klar und deutlich sagen, dass all dies aus der Sicht eines eingefleischten Star Wars-Fans geschieht, der die klassische Trilogie über alles stellt. Wer weniger auf die klassischen Filme fokussiert ist oder gar ganz neu in die Saga einsteigt, für den dürfte Die letzten Jedi deutlich weniger kontrovers sein.
Allein für sich genommen ist der Film ja alles andere als schlecht. Aus Sicht eines Fans ist die Szene, in der Finn und Rose auf dem Casinoplaneten Canto Bright den mysteriösen Codeknacker suchen, zwar ein völlig banales Unterfangen, das nichts zur Geschichte beiträgt. Doch als neutraler Zuschauer kann man sich an der glitzernden Welt und der spannenden Verfolgungsjagd ganz sicher erfreuen. Und auch Rose dürfte ohne Vorbelastunggar nicht so sehr nerven, wie es bei mir der Fall war.
Gleiches gilt vermutlich für die Art Humor, die hier vorherrscht. Als alter Fan erwartet man den sarkastischen, ja, manchmal beinahe zu übersehenden Humor der Episoden IV bis VI und nicht diesen Slapstick-artigen Humor, der zwar für alle anderen durchaus lustig sein dürfte, aber für Fans der ersten Stunde, wie so vieles andere auch, sehr befremdlich wirkt.

Woran es nichts zu rütteln gibt, ist dass Episode VIII technisch atemberaubend geworden ist. Gerade die zahlreichen Weltraumschlachten sind faszinierend und lassen wirklich jeden mit offenem Mund zuschauen. Auch wenn AT-AT-Walker, der Millennium Falke oder andere ikonische Fahrzeuge/Raumschiffe über den Bildschirm laufen/fliegen, sitzt man mit großen Augen vor dem Bildschirm. Wenn dann noch die typischen Soundeffekte aus den Boxen dröhnen und die, zwar etwas überarbeitete, aber immer noch gut zu erkennende, Musikuntermalung einsetzt, vergessen selbst eingefleischte Star Wars-Fan jeglichen Ärger und sind nur noch selig all das wieder erfahren zu dürfen.

Bild & Ton
Das Bild der Blu-ray befindet sich zu jeder Zeit auf Referenzniveau. Vor allem die Schärfe, die selbst kleinste Details in den Gesichtern, den Kostümen und der Umgebung in absoluter Topqualität zeigt, ist atemberaubend. Aber auch die leuchtenden Farben, die mit einem perfekten Kontrast und einer tollen Natürlichkeit daherkommen, lassen alles wunderbar erstrahlen und so plastisch wirken, dass man gar keine 3D-Version benötigt. In dunklen Szenen ist der Schwarzwert genau so, wie man es sich wünscht und irgendwelches Rauschen oder andere störenden Elemente sucht man vergebens.

Bei einer so tollen Bildqualität ist es eigentlich müßig zu sagen, dass auch der Ton allerhöchsten Ansprüchen genügt. Zwar ist der deutsche Ton „nur“ in Dolby Digital Plus 7.1 vorhanden, während der englische Originalton in einer DTS-HD High Resolution 7.1 Abmischung vorliegt, doch diesen Unterschied merkt man zu keiner einzigen Sekunde. Ganz im Gegenteil: egal ob nun deutsch oder englisch – der Ton ist unglaublich gut.
Besonders bemerkenswert ist vor allem der Surround Sound, der den Zuschauer gerade in den zahlreichen Weltraumschlachten mitten ins Geschehen zieht. In solchen Momenten kann man richtiggehend hören, aus welcher Richtung der Schuss abgefeuert wurde. Passend dazu arbeitet der Subwoofer in solchen Situationen perfekt hinzu, sodass es gleichzeitig auch aus ihm wundervoll dröhnt. Genau so müssen sich Weltraumschlachten anhören! Doch nicht nur die Weltraumschlachten sind ein wahres Hörvergnügen, auch die restlichen Kämpfe hören sich toll an und dank einer perfekten Balance sind die leiseren Töne und Dialoge jederzeit kristallklar zu vernehmen.

Bonusmaterial
An Bonusmaterial wurde bei Star Wars: Die letzten Jedi wahrlich nicht gespart. Auf der Hauptdisc ist mit dem Audiokommentar von Regisseur und Drehbuchautor Rian Johnson gleich das Highlight zu hören. In diesem gibt er nämlich so viel Hintergrundwissen zum Film preis, dass man ihn, um wirklich alles mitzubekommen, gleich mehrfach anhören muss.
Die restlichen Extras befinden sich auf einer separaten Disc. Hier ist als allererstes ein mehr als 90-minütiges Making-of namens „Der Regisseur und der Jedi“ vorzufinden, in dem man Johnson beim Dreh des Films beobachten darf und weitere interessante Fakten zur Entstehung erfährt. Schon allein dieses Making-of ist für viele Star Wars-Fans sicherlich den Preis wert. Dabei war das noch nicht einmal alles. Denn zusätzlich dazu gibt es „Das Gleichgewicht der Macht“ (ca. 10 Minuten), in dem es um die (bei manchen sehr kontrovers angesehene) Interpretation des Films geht. In „Szenenanalyse“ (ca. 33 Minuten) werden drei Schlüsselszenen des Films akribisch unter die Lupe genommen und in ihre Einzelteile zerlegt. In „Andy Serkis Live! (Nur eine Nacht)“ (ca. 6 Minuten) kann man sich die Thron-Szene mit Snoke, also Andy Serkis, in der Rohfassung ohne irgendwelche Computereffekte ansehen. Zum Abschluss gibt es noch – nein, keinen Trailer – sondern 14 „Zusätzliche Szenen“, die insgesamt ungefähr 24 Minuten dauern und neben einem optionalen Intro noch viele weitere herausgeschnittene Szenen beinhalten.

Was soll man groß drum herum reden – das hier gebotene Bonusmaterial ist nicht nur im Umfang riesig, sondern auch riesig anzusehen. Schon alleine der Audiokommentar und das Making-of lassen 99 % der auf anderen Blu-rays vorzufindenden Extras alt aussehen. Dabei sind sie hier nur ein Teil eines unglaublich umfangreichen Angebots, das wirklich keinerlei Wünsche offen lässt.


Fazit:
Als Star Wars-Fan ist man sicherlich darüber enttäuscht, dass Regisseur Johnson die offenen Fragen, die man nach Episode VII hatte, kaum beantwortet hat und die Zeit lieber dazu nutzte, banale Szenen mit uninteressanten und kurzlebigen Charakteren zu füllen. Doch das ändert nichts daran, dass Die letzten Jedi für sich allein genommen ein toll gemachter Film ist, der mit spektakulären Schlachten, fulminanten Bildern, großartigen Soundeffekten und einer grandiosen Musikuntermalung gutes Popcorn-Kino liefert.
All das wird auf der Blu-ray in hervorragender Weise und mit tollen Extras auf den heimischen Fernseher gebracht, sodass man als Freund imposant gemachter Actionfilme, trotz aller Ärgernisse, eigentlich nicht daran vorbeikommt, sich Star Wars: Die letzten Jedi zuzulegen.
Alle Star Wars-Fans hoffen aber dennoch sehnlichst, dass Solo: A Star Wars Story bitte besser werden möge.


Originaltitel: Star Wars: The Last Jedi
Darsteller: Adam Driver, Akshay Kumar, Andy Serkis, Anthony Daniels, Benicio Del Toro, Billie Lourd, Carrie Fisher, Daisy Ridley, Domhnall Gleeson, Gwendoline Christie, Jimmy Vee, John Boyega, Kelly Marie Tran, Laura Dern, Lupita Nyong'o, Mark Hamill, Mark Lewis Jones, Mike Quinn, Oscar Isaac, Peter Mayhew, Simon Pegg, Tim Rose, Togo Igawa, Warwick Davis
Regisseur(e): Rian Johnson
Veröffentlichung: 26. April 2018
Studio/Verleih: Walt Disney Studios Home Entertainment
Spieldauer: 152 Minuten
Altersfreigabe: Freigegeben ab 12 Jahren

Wer jetzt Interesse daran hat, Star Wars: Die letzten Jedi zu kaufen, kann dies u.a. über Amazon machen. Den Film gibt es ab 12,99 Euro auf DVD, Blu-ray und 4K Ultra HD.

© Walt Disney Company (Germany) GmbH
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Special vom: 23.04.2018
Autor dieses Specials: Stefan Heppert
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