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Let's Watch: Happy Deathday
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Let_s_watch


Happy_DeathdayHappy Deathday
ist ein waschechter Indie-Horrorstreifen, der dank Universal Pictures Home Entertainment seit dem 22. März 2018 auch zu Hause auf DVD und Blu-ray genossen werden kann.

Für die Studentin Tree verwandelt sich der Geburtstag in einen Alptraum: Nach der Party wird sie von einem Killer brutal ermordet und wacht am nächsten Tag auf, als wäre nichts passiert! Tree stellt fest, dass sie ihren Geburtstag nochmal durchlebt - und somit auch ihren "Deathday". Während sich die Ereignisse jeden Tag aufs Neue wiederholen, versucht sie verzweifelt, ihrer Ermordung zu entkommen.

Filmkritik

Happy Deathday ist eine Mischung aus Und täglich grüßt das Murmeltier und Scream. Was sich zunächst ein wenig seltsam anhört, funktioniert aber sehr gut. Die Indie-Schmiede Blumhouse hat es nämlich geschafft mit einem kleinen Budget von gerade mal 5 Millionen US-Dollar einen Horrorstreifen zu erschaffen, bei dem der Zuschauer trotz des vorhersehbaren Ablaufs (schließlich erlebt Studentin Tree immer und immer wieder denselben Tag) immer wieder mit neuen Wendungen überrascht wird. Auch wer nun der Mörder/die Mörderin ist, ist eine echte Überraschung – zumindest, wenn man bei einer bestimmten Schlüsselszene nicht ganz genau hinschaut, denn die verrät durch ein kleines Detail schon recht früh den Täter/die Täterin.
Das der Film so gut funktioniert, liegt aber nicht nur am gelungenen Buch von Regisseur und Drehbuchautor Christopher Landon (Disturbia, Paranormal Activity), sondern auch zu einem großen Teil an der Hauptdarstellerin. Jessica Rothe (La La Land, Parallels) spielt die Rolle als zunächst verängstigte, dann aber immer tougher werdende Studentin/Opfer wirklich gekonnt. Auch Israel Broussard (Good Kids – Apfelkuchen war gestern) als ihr One Night Stand Carter weiß zu überzeugen. Alle anderen sind leider zu selten im Bild, um wirklich einen tiefgreifenderen Eindruck zu hinterlassen. Zumindest lässt sich aber sagen, dass niemand abfällt und alle ihre Arbeit gut gemacht haben.
Was mir persönlich gut gefallen hat, anderen aber eventuell bitter aufstößt, ist die Tatsache, dass die Tötungsszenen nie wirklich zu sehen sind, und wenn dann in einem Rahmen, der auch für jüngere Zuschauer geeignet ist. Wer auf Splatter gehofft hat, wird hier also enttäuscht werden – allerdings würde es auch gar nicht zum Film passen. Denn dieser ist zwar ein waschechter Horrorthriller, lockert das Geschehen aber auch immer wieder durch einige Pointen auf, so dass ein Gemetzel hier völlig fehl am Platz gewesen wäre.

Bild & Ton
Ein Budget von fünf Millionen Dollar ist für einen Kinofilm wahrlich nicht viel. Wer glaubt, dass man dies aber im Bild wiedererkennt, der liegt falsch. Das Bild ist jederzeit tadellos, weißt einen guten Kontrast, natürliche Farben und einen ordentlichen Schwarzwert auf. Hier und da rauscht es im Dunklen zwar mal ein klein wenig und manche Szenen wirken etwas zu weichgezeichnet, aber das stört den guten Gesamteindruck so gut wie gar nicht, zumal der Schärfegrad stets sehr gut ist und selbst kleinste Hautunreinheiten erkennen lässt.
Beim Ton gibt es ebenfalls nicht viel zu beanstanden. Zwar liegt der deutsche Ton nur in DTS 5.1 vor, während der englische Originalton in DTS-HD Master Audio 5.1 vorliegt, der Unterschied zwischen beiden dürfte aber nur den allerwenigsten auffallen. In beiden Fällen bekommt man nämlich einen guten bis sehr guten Surround Sound zu hören, der die Effekte schön auf die verschiedenen Boxen verteilt. Auch der Subwoofer kommt auf beiden Tonspuren sehr gut zur Geltung und lässt es während der Action-Szenen und der Party schön krachen. Die Abmischung ist dabei aber stets so gelungen, dass auch die zahlreichen Dialoge immer sehr gut verständlich sind. Insgesamt ein wirklich gelungener technischer Auftritt, der sich vor weitaus teureren Produktionen sicherlich nicht verstecken muss.

Bonusmaterial
An Bonusmaterial bietet die Blu-ray neben einem rund zwei-minütigen alternativen Ende (das wesentlich dramatischer ist, als das was schlussendlich im Film zu sehen ist), drei unveröffentlichte Szenen (insgesamt rund 9 Minuten lang) sowie drei Featurettes. In „Der schlimmste Geburtstag aller Zeiten“ und „Hinter der Maske: Die Verdächtigen“ (ca. 3 Minuten) spricht u.a. Regisseur und Drehbuchautor Christopher Landon über den Film über das Design der Maske. Im dritten und letzten Featurette „Die vielen Tode von Tree“ werden in rund eineinhalb Minuten die zahlreichen Tode von Tree noch einmal zusammengetragen. Zudem sprechen der Regisseur und die Hauptdarstellerin hier über ihre „Lieblings-Tode“ von Tree.
Allzu umfangreich fällt das Bonusmaterial also leider nicht aus. Das ist sehr schade, denn zumindest ich persönlich hätte zum Beispiel gerne noch ein ausführliches Making-of oder auch einen Audiokommentar sehr gut gefunden.


Fazit:
Happy Deathday beweist mal wieder das gutes Kino auch ohne großes Budget funktioniert. Der Mix aus Und täglich grüßt das Murmeltier und Scream unterhält mit einer konstant hohen Spannung, vielen überraschenden Wendungen und einer sehr guten Hauptdarstellerin. Auch technisch weiß sowohl der Film als auch die Blu-ray zu überzeugen. Einziger Wermutstropfen ist das überschaubare Bonusmaterial. Das sollte aber niemanden, der auf solche Art Filme steht, davon abhalten, sich diesen Streifen auf jeden Fall anzusehen!


Originaltitel: Happy Death Day
Darsteller: Billy Slaughter, Blaine Kern III, Caleb Spillyards, Cariella Smith, Charles Aitken, Donna DuPlantier, Emily LaGroue, GiGi Erneta, Israel Broussard, Jason Bayle, Jessica Rothe, Phi Vu, Rachel Matthews, Ramsey Anderson, Rob Mello, Ruby Modine, Tenea Intriago
Regisseur(e): Christopher Landon
Veröffentlichung: 22. März 2018
Studio/Verleih: Universal Pictures Home Entertainment
Spieldauer: 96 Minuten
Altersfreigabe: Freigegeben ab 12 Jahren

Wer jetzt Interesse daran hat Happy Deathday in der Nachbarschaft zu kaufen, kann dies u.a. über Amazon machen. Den Film gibt es ab 12,99 Euro auf DVD und Blu-ray.

© Universal Pictures Germany
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Special vom: 05.04.2018
Autor dieses Specials: Stefan Heppert
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