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Let's Watch: Thor: Tag der Entscheidung
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Thor_Tag_der_EntscheidungMit Thor: Tag der Entscheidung veröffentlichen Disney und die Marvel Studios am 15. März 2018 den nunmehr dritten Film um den Gott des Donners auf DVD, Blu-ray, Blu-ray 3D und 4K Ultra HD für das Heimkino.

In Marvel Studios Thor: Tag der Entscheidung ist Thor ohne seinen mächtigen Hammer am anderen Ende des Universums gefangen und muss in einem Wettlauf gegen die Zeit versuchen, nach Asgard zu gelangen, um Ragnarök zu verhindern. Seine Welt, seine Heimat und die gesamte Asgard Zivilisation drohen, durch die plötzlich auftauchende und übermächtige Hela zerstört zu werden. Doch zuvor muss Thor im tödlichen Gladiatorenwettkampf überleben und gegen seinen früheren Verbündeten und Avengers Mitstreiter den Unglaublichen Hulk antreten!

Filmkritik
Die beiden bisherigen Thor-Filme waren eher düster und ernst. Damit fuhren die Filme auch sehr gut und konnten ordentliche 449,3 Millionen US-Dollar bzw. 644,8 Millionen US-Dollar einspielen. Allerdings bewiesen Guardians of the Galaxy Vol.2 mit über 860 Millionen US-Dollar und vor allem die beiden ersten Avengers-Filme, die jeweils mehr als 1,4 Milliarden US-Dollar einspielten, dass mit Humor noch mehr Geld einzunehmen ist. Und so haben sich die Marvel Studios und Disney dazu entschlossen, auch dem Gott des Donners etwas mehr Humor zu verpassen. Um dies zu realisieren wurden gleich Mal die bisherigen Regisseure Kenneth Branagh und Alan Taylor durch Taika Waititi ersetzt, der bisher wohl nur echten Cineasten durch seine schräge Horrorkomödie 5 Zimmer, Küche, Sarg ein Begriff war.
Mit ihm zog dann auch der Humor in Thors Welt ein - und das nicht zu knapp. Manchmal wird damit sogar übertrieben, in der Regel schaffte es Waititi aber eine gute Mischung aus Humor und Action - die es natürlich auch zur Genüge gibt - zu erzielen, so dass man nicht nur einmal kräftig lacht.
Humor ist aber nicht das Einzige, was Waititi veränderte. Auch der Look bekam ein radikales Make-over verpasst. Dies fängt schon beim Aussehen des Helden an, der kurzerhand seiner blonden Haarpracht entledigt wird - übrigens durch einen sehr unterhaltsamen Auftritt von Stan Lee. Noch auffälliger ist allerdings der kurzerhand neu erschaffene Planet Sakaar. Auch wenn man sich durchaus fragen darf, was die Gefangennahme Thors durch den Herrscher Sakaars, dem Grandmaster, mit der eigentlichen Story rund um den gerade stattfindenden Ragnarök zu tun hat, so beeindruckend ist diese neue Welt doch. Offensichtlich von Guardians of the Galaxy inspiriert, strotzt diese Welt nur so vor kräftigen Farben. Fans der bisherigen beiden Thor-Filme wird dies beinahe wie ein Kulturschock vorkommen, doch missen möchten die es nach dem Film bestimmt auch nicht mehr. Gleiches gilt auch für den ebenfalls ungewöhnlichen Soundtrack. Zwar gibt es in Asgard immer noch die mit viel Pathos vorgetragenen Stücke, doch gerade auf Sakaar bekommt man nun die von Mark Mothersbaugh (der mit seiner 90er Synthie-Band Devo große Erfolge feierte) komponierte und im Retro-Synthie-Stil gehaltene Musikuntermalung zu hören, die nahezu perfekt zu dem fröhlichen Look und Stimmung des Films passt.

Vorhin habe ich schon kurz angerissen, dass durch Thors Entführung die eigentliche Story des Films in den Hintergrund rückt. Doch nicht nur weil diese Geschichte gerade für Fans des Thor-Universums interessant ist, finde ich das etwas bedauerlich. Ich finde es vor allem deswegen bedauerlich, weil dadurch Cate Blanchett (Der seltsame Fall des Benjamin Button, Babel) als Hela zu einer etwas besseren Nebenfigur degradiert wird. Natürlich ist Jeff Goldblum (Jurassic Park, Die Fliege) als Grandmaster toll anzusehen, doch auch Blanchett spielt ihre Rolle hervorragend – doch leider sieht man davon eben zu wenig. Dies gilt mit ein paar Abstrichen auch für Karl Urban (Star Trek: Into Darkness) als den Executioner, Idris Elba (Pacific Rim, Beasts of No Nation) als Heimdall und Taika Waititi, der der unglaublich unterhaltsamen Figur Korg Leben eingehaucht hat. Sie alle spielen ihre Rollen hervorragend, doch kommen sie für meinen Geschmack zu kurz. Von Tessa Thompson (Selma, Westworld) kann man dies nicht behaupten, was auch gut ist. Für mich persönlich ist sie der eigentliche Star des Films. Denn so gut Chris Hemsworth (Star Trek: Into Darkness, Snow White and the Huntsman) Thor auch verkörpert, Thompson als toughe und schlagfertige Valkyrie hat mir noch besser gefallen. Tom Hiddlestone (Kong: Skull Island) hat ebenfalls gute Arbeit geleistet, allerdings wird seien Figur Loki hier nicht ganz so gewürdigt wie man es sich vielleicht wünschen würde, was sehr schade ist und die Frage aufwirft, welche Rolle Loki in den nächsten Marvel-Filmen einnehmen wird. Nicht zu vergessen sei natürlich auch Mark Ruffalo (Shutter Island, Spotlight) als Bruce Banner bzw. Hulk, der wie immer in diesen Rollen ein echtes Highlight darstellt.
Insgesamt bekommt man in Thor: Tag der Entscheidung also eine überaus überzeugende schauspielerische Leistung aller Darsteller geboten, wobei man manche gerne öfters im Bild sehen würde.

Bild & Ton
Die von uns getestete Standard Blu-ray-Version präsentiert sich im Großen und Ganzen auf einem hohen Niveau. Die Schärfe ist sehr gut und von Rauschen, Körnung oder ähnlichen gibt es nichts zu sehen. Was etwas schade ist, sind die mitunter etwas kontrastarm wirkenden Farben und der etwas zu schwache Schwarzwert. Das ist insbesondere deswegen bedauerlich, weil der Film von seinen Farben lebt. Der Film strotzt geradezu vor fröhlichen Farben, weshalb ein höherer Kontrast hier natürlich noch ein besseres Bild abliefern würde. Allerdings ist dies nörgeln auf hohem Niveau. Andere Filme würden sich nach so einem Bild die Finger lecken.
Beim Sound bekommt man, wenn man die deutsche Tonspur auswählt, einen Dolby-Digital-Plus 7.1-Sound zu hören, während die englische original Tonspur in DTS HD-MA 7.1 vorliegt. Allzu sehr muss man sich darüber aber nicht ärgern, denn im direkten Vergleich geben sich die beiden nicht viel. In beiden Fällen erhält man einen klasse Sound, wobei bei den zahlreichen Kämpfen und Schlachten natürlich auch der Subwoofer ordentlich eingesetzt wird und bei entsprechender Lautstärke auch mal das ein oder andere Glas zum Erzittern bringt. Doch nicht nur der Bass kann vollends überzeugen, auch die Dynamik und der Surround Sound befinden sich auf einem extrem hohen Niveau. Wenn Raumschiffe durch die Lüfte fliegen, irgendetwas umhergeworfen wird oder Thors Hammer die Gegner ringsherum umhaut, fühlt man sich dank der exzellenten Direktionalität inmitten des Geschehens. Perfekt abgerundet wird dies von einem Soundtrack, der ebenfalls exzellent klingt. Obwohl hier also vor allem die lauten Töne dominieren, ist die Abmischung des Ganzen doch so gut, dass auch leise Töne und die Dialoge jederzeit gut verständlich sind.

Bonusmaterial
Beim Bonusmaterial lässt sich die Blu-ray ebenfalls nicht lumpen. Absolutes Highlight hierbei ist meiner Meinung nach die fiktive Dokumentation „Team Darryl“, in der Jeff Goldblum als Grandmaster rund sechs Minuten lang beweist, wie unterhaltsam er ist. Lustig geht es ebenfalls in den circa 2-minütigen „Pannen bei Dreh“ zu und wer noch mal eine Kurzzusammenfassung aller Marvel-Filme benötigt, ist bei „Marvel Studios: Die ersten 10 Jahre“ genau richtig. Hier gibt es in knapp fünf Minuten noch mal einen Rückblick auf die Marvel-Filme der letzten zehn Jahre. Wer noch mehr Informationen zum Film haben möchte, kann sich zudem auch noch den äußerst gelungenen und interessanten Audiokommentar von Regisseur Waititi oder auch dessen 2-minütiges Intro anhören oder sich das fünfteilige und rund 34 Minuten lange Making-of ansehen. Hier werden neben Thors Veränderung („Den inneren Thor finden“) auch seine Schwester Hela („Nicht aufzuhalten: Hela & Walküre“) Korg („Wie Kork auf die Leinwand kam“) und Sakaar („Am Rand des bekannten und unbekannten“) genauer beleuchtet. Zudem erwartet einen hier auch noch eine „Reise in die Mysterien der Comics“. Abgerundet werden die Extras von fünf zusätzlichen Szenen (circa 8 Minuten), zwei sehr unterhaltsamen „8-Bit Sequenzen“ (ca. 3 Minuten) und natürlich den obligatorischen Trailern. Insgesamt ein wirklich ordentliches Angebot, das dem Filmabend gekonnt abrundet.


Fazit:
Als großer Fan der Guardians of the Galaxy-Filme gefällt mir auch der neue, wesentlich buntere und humorvollere Stil, den Regisseur Taika Waititi Thor verpasst hat, sehr gut. Manchmal neigt der Film sogar zu sehr in Slapstick zu verfallen, im Allgemeinen ist die Mischung aus Humor und Action aber genau richtig, so dass man nicht nur mitfiebern, sondern auch herzhaft mitlachen kann. Schade ist nur, dass die eigentliche Story um den Untergang Asgards etwas in den Hintergrund rückt. Dafür sind Film als auch Blu-ray audiovisuell auf einem sehr hohen Niveau. Es fehlt zwar ein wenig an Kontrast, doch allzu schwerwiegend ist dies nicht. Da auch die Extras, insbesondere der Audiokommentar und der Kurzfilm mit Jeff Goldblum, insgesamt mehr als ordentlich sind, kann ich die Blu-ray von Thor: Tag der Entscheidung jedem Superhelden-Fan oder demjenigen der einfach rund zwei Stunden gutes Hollywood-Popcorn-Kino genießen möchte, nur empfehlen.


Originaltitel: Thor: Ragnarok
Darsteller: Anthony Hopkins, Cate Blanchett, Chris Hemsworth, Idris Elba, Jamie Alexander, Jasper Bagg, Jeff Goldblum, Karl Urban, Mark Ruffalo, Ray Stevenson, Sam Neill, Tadanobu Asano, Tessa Thompson, Tom Hiddleston
Regisseur€: Taika Waititi
Veröffentlichung: 15. März 2018
Studio/Verleih: Walt Disney Studios Home Entertainment
Spieldauer: 130 Minuten
Altersfreigabe: Freigegeben ab 12 Jahren

Wer jetzt Interesse daran hat Thor: Tag der Entscheidung zu kaufen, kann dies u.a. über Amazon machen. Den Film gibt es ab 14,99 Euro auf DVD, Blu-ray, Blu-ray 3D und 4K Ultra HD.

© 2018 Marvel
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Special vom: 13.03.2018
Autor dieses Specials: Stefan Heppert
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