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Let's Watch: Transformers: The Last Knight
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transformersAm 2. November wurde Transformers: The Last Knight auf DVD, Blu-ray, 3D Blu-ray und 4K Ultra HD veröffentlicht. So kann man nun auch im gemütlichen Heimkino mitverfolgen, wie die Maschinenwesen zum insgesamt fünften Mal die Erde vor ihrer Zerstörung retten.

Der größte Held unserer Welt wird zu unserem erbitterten Feind: Um seinen Heimatplaneten Cybertron zu retten, startet Optimus Prime eine Mission, bei der die Erde zerstört werden soll. Jetzt müssen Bumblebee und Cade Yeager (Mark Wahlberg) die Autobots gegen ihre einstigen Verbündeten in die ultimative Schlacht führen, um die Menschheit vor ihrer Vernichtung zu bewahren.

Filmkritik
Wer einen Transformers-Film in seinen Blu-ray-Player legt, wird sicherlich keine intellektuelle Geschichte erwarten. Doch was uns Michael Bay im nunmehr fünften Film rund um die Fahrzeug-Roboter auftischt, dürfte selbst die geringsten Erwartungen noch weit unterbieten. Schon allein der Anfang ist hanebüchen und vor Idiotie kaum zu übertreffen. Da will uns der Film tatsächlich weiß machen, dass der legendäre Zauberer Merlin seine Zauberkraft nur durch einen Stab erhalten hat, den ihm die Transformers überreicht haben? Und das ist nur der Anfang. Auch in späteren, für die Menschheit wichtigen Ereignissen, sollen die Transformers ihre metallenen Finger im Spiel gehabt haben. Die Ritter der Tafelrunde? - Transformers. Der Kampf gegen die Nazis? - Auch hier waren natürlich die Roboter ausschlaggebend. Und natürlich ist auch die Erde selber gar nicht das, wofür wir sie halten, sondern in Wirklichkeit der Erzfeind des Transformers-Planeten Cybertron und somit auch der Grund, weshalb sich Optimus Prime (zumindest kurzzeitig) gegen die Menschheit wendet. Auch die Tatsache, das der letzte Ritter, der die Menschheit vor ihrem sicheren Untergang retten soll, durch ein Amulett auserkoren und als Begleiterin eine Nachfahrin Merlins an die Seite gestellt bekommt, die selber gar nicht an dessen Existenz glaubt wirkt nicht wesentlich glaubhafter.
Obwohl man sich in Anbetracht dieser Story durchaus Fragen könnte, warum man sich den Film überhaupt ansehen sollte, gibt es doch auch einige Punkte, die genau dafür sprechen. Der Erste dürfte dabei für viele sicherlich auch gleich der ausschlaggebende sein: Die Action. In Transformers: The Last Knight kracht und rummst es nämlich gewaltig. Vor allem in der zweiten Filmhälfte gibt es kaum eine Minute, in der nicht irgendetwas in die Luft gesprengt, beschossen oder zumindest mit riesigen Roboterwaffen angegriffen wird. Action-Fans dürften hier also ihre wahre Freude dran haben, vor allem da das alles auch noch hervorragend aussieht. Denn gerade die Transformers, von denen es hier mehr als je zuvor gibt, und die zahlreichen anderen CGI- und Special-Effects sehen wirklich toll aus.
Ein weiterer Grund, der den Film sehenswert macht, sind die Schauspieler. Auch wenn Mark Wahlberg (Boston, Deep Water Horizon) die ganze Zeit etwas verkniffen ausschaut, ist seine Darbietung doch insgesamt sehr ordentlich. Selbiges gilt auch Laura Haddock (Da Vinci's Demons), die die toughe Professorin Vivian gut verkörpert. Und dann wäre da ja auch noch Anthony Hopkins (Das Schweigen der Lämmer, Thor). Obwohl man meinen könnte, dass der Oscar-Preisträger in einem solchen Film völlig deplatziert wirkt, ist genau das Gegenteil der Fall. Seine Rolle des Sir Edmund Burton ist mit Abstand die durchdachteste und er verleiht ihr das leicht Hochtrabende, welches diese Figur benötigt. Die anderen Darsteller wie etwa Stanley Tucci (Road to Perdition), Josh Duhamel (Transformers, So spielt das Leben) oder John Tuturro (Transformers 3) können nicht so überzeugen, was allerdings daran liegt, das ihre Rollen einfach austauschbar sind. Nicht austauschbar ist der Transformer-Butler von Sir Edmund Burton, Cogman, der mit seinem Gehabe und seinen zumeist deplatzierten Einlagen für einige Lacher sorgt.

Bild & Ton

Das Bild der Blu-ray wirkt etwas unruhig, was an den drei unterschiedlichen Bildformaten liegt (1.85:1, 2.00:1 und 2.35:1), in denen der Film immer wieder, teilweise sogar im Sekundentakt, hin und her wechselt. Diese unnötig hervorgerufene Unruhe ist wirklich schade, denn ansonsten ist das Bild nahezu perfekt. So bekommt man nicht nur wunderbar kräftige und strahlende Farben, einen sehr guten Schwarzwert und eine in beinahe jeder Szene tolle Schärfe, sondern auch eine enorme Plastizität, die 3D praktisch überflüssig werden lässt.
Beim Ton muss man keinerlei Abstriche befürchten. Ganz im Gegenteil, in Transformers: The Last Knight bietet Universal Pictures die deutsche Tonspur nämlich erstmals in Dolby Atmos 7.1 an. Somit ist die deutsche Tonspur technisch sogar besser als die englische, denn der Originalton liegt „nur“ in Dolby TrueHD7.1 vor. Dementsprechend beeindruckend hört sich der deutsche Sound natürlich auch an. Egal ob Surround Sound, Direktionalität, Dynamik, Bässe oder auch die Dialoge, alles hört sich toll an und befindet sich auf Referenz-Niveau. Wenn sich doch bloß alle Filme so gut anhören würden.

Bonusmaterial
An Bonusmaterial mangelt es der Blu-ray nicht, denn ganze acht Featurettes warten darauf angeschaut zu werden. Das mit rund 27 Minuten längste dieser Featurettes ist „Königliche Behandlung: Transformers im Vereinigten Königreich“, das neben Interviews mit den Darstellern und anderen Mitwirkenden vor allem zeigt, wie die Szenen in England entstanden sind. In „Vereinte Mythologien“ wird wiederum der Zusammenhang zwischen den Transformers und der Menschheit gezeigt, während „Motoren und Magie“ die einzelnen Transformers und deren Autos näher vorstellt. In „Die Ränge aufsteigen“ stehen hingegen die menschlichen Darsteller im Fokus und es wird gezeigt, welche Rolle das Militär bei der Ausbildung der Schauspieler hatte. Vornehmlich um Stunts sowie Special- und CGI-Effekte geht es in „Außerirdische Landschaft: Cybertron“, „Zerstörung schaffen: Im Inneren der Packard-Fabrik“ und „Enthüllung des Schrottplatzes“. Abgerundet wird das Ganze durch „Noch ein Riesen-Mistfilm“, was kein Vorgriff auf das Fazit zu der Blu-ray ist, sondern in dem mit einer guten Portion Humor über Regisseur Michael Bay gesprochen wird. Ein wirklicher Knaller ist unter den Extras nicht zu finden, doch schon alleine die reine Masse an Bonusmaterial, das löblicherweise nicht mit den sonst üblichen Trailern aufgefüllt wurde, dürfte dennoch bei jedem Filmfan für Freude sorgen.


Fazit:
Die Story von Transformers: The Last Knight kann man getrost vergessen, so absurd ist sie. Dennoch kommen Transformers- und Action-Fans hier auf ihre Kosten. Denn gerade was Action angeht, hat der fünfte Transformers-Film einiges zu bieten. Dabei bekommt man diese auch noch in einem herausragenden Bild präsentiert, denn technisch gehört die Blu-ray ganz sicher zur absoluten Spitze. Bis auf das aufgrund der andauernden Formatwechsel unruhig wirkende Bild, sind Bild und Ton stets auf Referenz-Niveau.
Wer einen beeindruckend aussehenden und klingenden Actionfilm sehen möchte, ohne sich dabei Gedanken über die Story machen zu müssen, der wird mit Transformers: The Last Knight also bestimmt glücklich werden.


Originaltitel: Transformers: The Last Knight
Darsteller: Mark Wahlberg, Josh Duhamel, Isabela Moner, Anthony Hopkins, Laura Haddopck u.a.
Regisseur(e): Michael Bay
Veröffentlichung: 2. November 2017
Studio/Verleih: Universal Pictures
Spieldauer: 155 Minuten
Altersfreigabe: Freigegeben ab 12 Jahren

Wer jetzt Interesse daran hat, sich Transformers: The Last Knight zu kaufen, kann dies u.a. über Amazon machen. Den Film gibt es dabei ab 12,99 Euro auf DVD, Blu-ray, 3D Blu-ray und 4K Ultra HD.
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Special vom: 30.11.2017
Autor dieses Specials: Stefan Heppert
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