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Sim Simulator - Teil 148: theHunter: Call of the Wild (Konsolen)
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Der Landwirtschafts-Simulator ist der mit Abstand bekannteste und erfolgreichste seiner Zunft. Doch Simulator-Spiele im Allgemeinen boomen seit einiger Zeit. Ein Blick auf die monatliche Releaseliste zeigt, dass kein Monat vergeht, ohne dass zumindest ein oder zwei neue Simulatoren erscheinen. Dabei gibt es schon jetzt kaum einen Beruf oder eine Tätigkeit, die noch nicht in einem Simulator für jedermann zugänglich gemacht wurde. Da es bei diesem riesigen Angebot kaum machbar ist, alle Spiele zu testen, möchten wir euch in diesem Special in unregelmäßigen Abständen die neuesten, besten oder auch kuriosesten Simulatoren vorstellen.

Teil 148: theHunter: Call of the Wild (Konsolen)
thehunter_konsolenKnapp ein Jahr ist es mittlerweile her, dass theHunter: Call of the Wild veröffentlicht wurde. Wie unsere damalige Vorstellung zeigte, war selbst ich, als ausgesprochener Gegner der Jagd, von der Simulation sehr angetan. Allem Anschein nach stand ich damit auch nicht alleine, denn wie sich zeigen sollte, gab es wohl noch einige mehr, die das Spiel mochten und dies bis heute tun. Leider konnten bisher aber nur PC-Besitzer auf die virtuelle Jagd gehen – bis jetzt, denn seit Kurzem ist das Spiel auch für die Xbox One und PS4 erhältlich.

Ein Grund, weshalb sich theHunter: Call of the Wild auf dem PC bis heute einer solchen Beliebtheit erfreut, ist sicherlich die Grafik. Die Optik auf dem PC sah nämlich wirklich atemberaubend aus. Auf den Konsolen ist es nun auch nicht anders, denn auch hier lässt die Apex Engine ihre Muskeln spielen und zaubert auf den Konsolen zwei wundervoll aussehende Jagdgebiete auf den Bildschirm. Genau wie auf dem PC fühlt man sich also auch hier inmitten eines Waldes versetzt, wenn man die Bäume um sich herum stehen und das Gras im Wind wehen sieht. Perfekt gemacht wird die Illusion durch eine ebenso unglaubliche Soundkulisse, die sich extrem realistisch anhört.

Doch nicht nur der wunderschön anzusehende und ebenso toll klingende Wald wurde von der PC-Version übernommen. Auch sonst wurde im Prinzip alles 1:1 auf die Konsole gepackt. Folgerichtig darf man also auch diesmal wieder in den Jagdgebieten Hirschfelden, das wohl in Deutschland liegt, sowie Lake District, das wiederum irgendwo zwischen Oregon und der kanadischen Provinz British Columbia angesiedelt ist, auf die Pirsch gehen. Wie beim Original unterscheiden sich die beiden Reviere natürlich auch diesmal nicht nur in ihrem Namen, sondern auch in ihrem Aussehen. Während in Hirschfelden vor allem Buchen-, Espen- und Kieferwälder vorherrschen und einige Berge vorhanden sind, gibt es im nordamerikanischen Lake District Kiefer-, Lärchen- und Espenwälder, sowie einiges an Marschland. Auch die Tiere, die man in den beiden Gebieten antreffen und jagen kann, sind von der PC-Version übernommen worden. Somit darf man in Hirschfelden die typischen europäischen Arten wie Damhirsche, Wildschweine, Rehe, Wisente, Rothirsche und Rotfüchse vor die Flinten nehmen. Im Lake District geht man hingegen wie gewohnt auf die Jagd nach Elchen, Schwarzbären, Roosevelt-Wapitis, Weißwedelhirschen, Kojoten, Schwarzwedelhirschen und Bisons. Genau wie die Wälder, die insgesamt 128 Quadratkilometer groß und frei begehbar sind, sehen auch die Tiere beeindruckend realistisch aus. Zusammen mit den dynamischen Wetterereignissen und dem Tag- und Nachtzyklus, kommt auch auf den Konsolen eine grandiose Atmosphäre auf, die man so bisher selten in einer Simulation erlebt hat – erst recht auf der Xbox One oder PS4.

Natürlich gehört neben der tollen Grafik und dem tollen Sound auch das Gameplay zu den Dingen, die von der PC-Version übernommen wurden – alles andere wäre ja auch Quatsch gewesen. Schließlich wusste (bzw. weiß) die Jagdsimulation aus dem Hause astragon auf dem PC zu überzeugen. Warum hätte man es also ändern sollen? Vor allem das realistische Verhalten der Tiere war und ist etwas, was PC-Jäger bis heute an das Spiel fesselt. Auf der Konsole wird dies nicht anders sein, denn auch hier wird einem ein realistisches Jagdvergnügen geboten. Wer bei theHunter: Call of the Wild erfolgreich sein will, braucht nicht nur auf dem PC, sondern eben auch jetzt auf den Konsolen vor allem eines – Geduld. Manchmal streift man den ganzen virtuellen Tag durch den Wald und bekommt kein einziges Tier bzw. nicht das gesuchte, zu Gesicht. Da hilft selbst das Verfolgen von Spuren oder das Betätigen der kleinen Helferlein, wie etwa dem Fernglas oder der Lockrufpfeife, so manches Mal nicht weiter. Frustrierend wird es aber dennoch nie, denn wenn man dann endlich mal ein Tier zu Gesicht bekommt, ist dies ein ganz besonderes Ereignis, das einem sofort den Puls in die Höhe treibt. Dabei wäre aber gerade jetzt ein klarer Kopf und eine ruhige Hand vonnöten. Wer die Jagdsimulation bereits auf dem PC gespielt hat, weiß nämlich nur all zu gut, dass man nun seine Nerven im Zaum halten muss, um etwa den Hirsch tatsächlich erlegen zu können. Nur einmal zu laut bewegt oder falsch im Wind gestanden und das Tier ist weg. Schafft man es tatsächlich sich trotz aller Nervosität nah genug heranzuschleichen, steht nur noch eines zwischen Erfolg und Versagen: der Abschuss. Doch auch der war auf dem PC schon nicht einfach und ist es somit auch hier wieder nicht. Wie schon auf dem PC fehlt es gerade der anfänglichen Munition (mit der Zeit kann man sich neue Munition, aber auch neue Objekte oder natürlich Waffen, wie etwa Bögen, kaufen. Bis man dazu Gelegenheit hat, dauert es allerdings eine ganze Weile) an Durchschlagskraft. Um mit ihr tatsächlich etwas zu erlegen, braucht es einen gezielten Schuss – ansonsten verletzt man das Tier zwar, aber eben zumeist nicht tödlich. Leider gilt dies auch diesmal wieder für Kopfschüsse. Denn wie bereits auf dem PC sind diese auch hier entgegen dem großen Anspruch an Realismus, wieder nur in den seltensten Fällen sofort tödlich.

Ein weiterer Punkt, bei dem man sagen muss, dass er leider 1:1 von der PC-Version übernommen wurde, ist die Menüführung. Die war schon mit der Maus ein Graus und ist es mit dem Controller erst recht.
Sehr viel erfreulicher ist, dass der Multiplayer, der natürlich auch auf Xbox One und PS4 nicht fehlen darf, auch hier genauso viel Spaß bereitet wie auf dem PC – erst recht, wenn man tatsächlich mit bis zu 8 Freunden auf kooperative oder kompetitive Jagd geht.
Hier kommen dann auch die beiden DLCs, ATV und Tents & Ground Blinds, sehr gut zur Geltung. Anders als auf dem PC sind diese nämlich direkt und kostenlos mit im Spiel integriert, wodurch man also von Anfang an direkt mit seinem ATV durch die Wildnis düsen darf bzw. sich allein oder gemeinsam im Zelt ausruhen oder, wenn man das Tarnzelt nutzt, gesichert vor den Blicken des Wildes auf die Lauer legen kann.


Fazit:
Wie schon auf dem PC gehört theHunter: Call of the Wild auch auf den Konsolen nicht nur zu den besten Simulationen, die es auf dem Markt gibt, sondern macht auch hier richtig Spaß. Selbst jemand, der dem realen Jagen negativ gegenübersteht, wird von der Faszination, die von dieser Simulation ausgeht, sofort gefesselt werden und wohl nicht nur einmal erschrocken feststellen, wie lange er schon wieder durch den virtuellen Wald hinter seiner nächsten Trophäe hinterher geschlichen ist.


Special vom: 13.10.2017
Autor dieses Specials: Stefan Heppert
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