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Let's Watch: Kill Switch - Two World Collide
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Kil_SwitchEin filmgewordener Ego-Shooter. Zumindest teilweise trifft dies auf die niederländische Produktion Kill Switch – Two Worlds Collide zu, die seit dem 18. August als DVD, Blu-ray und Video on Demand erhältlich ist.

Ein Experiment, das der Welt mit Hilfe von Paralleluniversen unbegrenzte Energiereserven hätte bringen sollen, ist deutlich schiefgelaufen. Nun steht die Erde kurz vor der Auslöschung. Um den Planeten vor der Implosion zu bewahren, wird der Pilot und Physiker Will Porter (Dan Stevens) mit der rätselhaften Redivider-Box auf eine lebensgefährliche Mission in die düstere Parallelwelt entsendet. Damit beginnt nicht nur für Will und seine Familie, sondern für die gesamte Menschheit ein Wettlauf gegen die Zeit …

Kritik
Die Grundidee von Kill Switch ist wirklich cool. Gerade die Sache mit der Ego-Perspektive ist für uns Gamer hochinteressant, da der Film dann, auch durch die Brain-Interface-Einblendungen, tatsächlich wie ein Ego-Shooter wirkt. Allerdings muss man leider auch sagen, dass es Regisseur Tim Smit mit den Perspektivwechseln eventuell ein wenig übertrieben hat. Selbst als Ego-Shooter-Fan passiert mir der Wechsel zwischen Ego- (Gegenwart) und Third-Person-Perspektive (Rückblenden) eindeutig zu oft und teilweise auch zu abrupt. Leider ist dies aber nicht das einzige Problem, mit dem Kill Switch zu kämpfen hat. Auch die Story weist so manchen Kritikpunkt auf. Zum einem wirkt die Erzählweise teilweise etwas unrund, zum anderen weist sie so manche Logikfehler auf. Natürlich kann dies bei einem Thema wie Gravitationsanomalien vorkommen, doch warum in der Zukunft zum Beispiel heutige Autos herumstehen oder warum für den Job überhaupt ein Physiker mit Pilotenschein vonnöten war, sind hingegen Dinge, die man mit ein bisschen mehr Willen sicherlich hätte besser machen können. Auch die Tatsache, dass die Drohnen selbst aus kürzester Distanz daneben schießen, wirkt etwas merkwürdig – gerade weil sie ja eben zum Töten von Personen konstruiert wurden. Und dies sind nur ein paar Beispiele, die einen als Zuschauer auffallen und einem die Atmosphäre rauben.
Ein weiteres Problem, das man Kill Switch deutlich anmerkt, ist dessen geringes Budget. Tim Smit kommt zwar aus dem Visual Effects-Bereich und weiß somit auch was er tut, doch wenn das Geld für wirklich hochwertige CGI-Effekte nicht da ist, hilft eben selbst das größte Fachwissen nicht. Genau dies ist hier der Fall. Allein genommen sehen die Drohnen, Explosionen und andere CGI-Effekte wirklich gut aus, allerdings fehlte ganz offensichtlich das Geld, um sie auch perfekt in den Film zu integrieren, weshalb sie sich nun eben deutlich von der Umgebung abheben, anstatt sich in sie zu fügen.
Woran man nichts herummäkeln kann, ist die schauspielerische Leistung der Darsteller. Gerade Dan Stevens (Downton Abbey) als Will spielt seine Rolle sehr überzeugend. Schade nur, dass er aber lediglich in den Rückblenden zu sehen ist und dem Film somit nicht seinen Stempel aufdrücken kann. Dies hätte dafür aber die zweite Berühmtheit im Film machen können. Denn im Gegensatz zu Stevens ist die Französin Bérénice Marlohe (James Bond 007: Skyfall) wesentlich öfters im Bild. Und obwohl sie auch eine tadellose Arbeit abliefert, wirkt sie für mich doch irgendwie unterfordert. Der Rest des Casts war zumindest mir gänzlich unbekannt, was aber nicht heißt, dass sie deswegen schlecht sind. Vielmehr ist es so. dass sie, bis auf Tygo Gernandt als Michael, einfach viel zu selten im Bild sind um einem großartig aufzufallen.

Bild & Ton
Die Bildqualität der Blu-ray ist wie der Film selber zweigeteilt. Wenn man das Geschehen aus der First-Person zu sehen bekommt, wirken die Farben verwaschen, es gibt eine ständige leichte Körnung und insgesamt wirkt alles recht unscharf. Ganz anders ist es, wenn der Film in die herkömmliche, sprich die Third-Person-Perspektive, wechselt. Dann bekommt man plötzlich ein wunderbar scharfes, detailliertes, kontrastreiches und absolut fehlerfreies Bild präsentiert, bei dem die Farben erstrahlen und der Schwarzwert ebenfalls exzellent ist.
Beim Ton gibt es eine solche krasse Zweiteilung glücklicherweise nicht. Es ist sogar egal, ob man den Film in Englisch oder Deutsch anschaut, denn beide Tonspuren sind in DTS-HD M 5.1 gehalten und bieten beide einen sehr guten Surround Sound mit guter Dynamik, toll klingenden Soundeffekten und sehr starken Bässen. Wenn das Geschehen aus der First-Person gezeigt wird, ist beides sogar noch mal einen Tick kräftiger, was ein schönes Detail ist. Zudem sind die Dialoge stets klar verständlich, egal ob in der First- oder Third-Person.

Bonusmaterial
Was einem am meisten an der Blu-ray enttäuscht ist aber sicherlich das hier gebotene Bonusmaterial. Mehr als ein knapp 4 Minütiges Featurette in dem Regisseur Tim Smit und Hauptdarsteller Dan Stevens die Story des Films in aller Kürze erklären, gibt es leider nichts, was einen den Filmabend noch zusätzlich versüßen könnte.


Fazit:
Wenn man sich Kill Switch – Two Worlds Collide anschaut, wird man den Anschein nicht los, dass hier vor allem die Idee mit der Ego-Perspektive Vorrang hatte. Das ein Film aber nicht nur von einer (ungewöhnlichen) Kameraperspektive leben kann, sondern auch storytechnisch etwas Ordentliches bieten sollte, wurde dabei aber leider vergessen. Denn genau daran hapert es. Die Geschichte wirkt nicht so flüssig wie man es gerne hätte und weist obendrein auch noch eine Menge Logikfehler auf. Der Zuschauer hat so kaum eine Chance richtig in die Story einzutauchen und das die CGI-Modelle als solche klar herausstechen, tut dem ganzen auch keinen Gefallen.
Die Qualität der Blu-ray passt sich dem Film leider an und bietet gerade aus der First-Person-Perspektive keine Spitzenqualität. Lediglich der Sound weiß vollends zu überzeugen. Ob einem das genügt, um sich Kill Switch - Two Worlds Collide zu kaufen, muss jeder für sich entscheiden.


Originaltitel: Kill Switch
Darsteller: Dan Stevens, Berenice Marlohe, Charity Wakefield
Regisseur(e): Tim Smit
Veröffentlichung: 18. August 2017
Studio/Verleih: Universum Film GmbH
Spieldauer: 91 Minuten
Altersfreigabe: Freigegeben ab 12 Jahren

Wer jetzt Interesse daran hat, sich Kill Switch – Two Worlds Collide zu kaufen, kann dies u.a. über Amazon machen. Den Film gibt es dabei ab 13,99 Euro auf DVD und Blu-ray.
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Special vom: 05.09.2017
Autor dieses Specials: Stefan Heppert
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