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Let's Watch: Rogue One: A Star Wars Story
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Rogue_One_CoverStar Wars ist ein riesiges Universum, in dem es unzählige Geschichten zu erzählen gibt. In Filmform wurde bisher aber lediglich die Story erzählt, in der der eine oder andere der Familie Skywalker eine tragende Rolle spielt. Wer abseits davon etwas über das Universum und den sich dort abspielenden Ereignissen erfahren wollte, musste sich bis vor Kurzem mit Büchern, Comics oder Animationsserien begnügen. Im Winter 2016 änderte sich das aber, denn pünktlich zu Weihnachten lief mit Rogue One: A Star Wars Story, der erste Stand-Alone-Film in den Kinos, der keinen der Skywalkers als Hauptprotagonist hatte. Trotz so mancher Zweifler war der Film mit einem weltweiten Einspielergebnis von über eine Milliarde US-Dollar nicht nur finanziell ein voller Erfolg, sondern auch die Presse und Fans waren zumeist sehr positiv gestimmt.
Nun erschien Rogue One auch endlich für das Heimkino und natürlich sagen wir euch, ob der Film auch hier so überzeugen kann.

Bei Rogue One: A Star Wars Story handelt es sich wie schon in den einleitenden Worten erwähnt, um den ersten Stand-Alone-Film aus dem Star Wars-Universum. Er ist zwischen Star Wars: Episode III - Die Rache der Sith und Krieg der Sterne angesiedelt und spielt sich unabhängig von den Geschehnissen der neuen Trilogie (Star Wars: Episode VII - Das Erwachen der Macht, Star Wars: Episode VIII und Star Wars: Episode IX) ab. Stattdessen steht der Zusammenbruch der Republik im Zentrum des Films; der Krieg der Sterne hat begonnen. Dementsprechend wird Rogue One: A Star Wars Story als Kriegsfilm umschrieben, an dem die Jedi-Ritter aufgrund ihrer Auslöschung durch die Order 66 nicht beteiligt sind.

Die Galaxie befindet sich im Wandel, und das Imperium bringt ein Sternensystem nach dem anderen unter seine Kontrolle. Der Todesstern fungiert dabei als unbesiegbares Symbol in einem Kampf, der bereits entschieden scheint. Doch die Rebellen-Allianz hat eine letzte Mission in die Wege geleitet, um das Schicksal der Galaxie zu ändern: Die Widerstandskämpfer rund um Jyn Erso (Felicity Jones) und Cassian Andor (Diego Luna) wollen die Pläne des Todesstern stehlen, um die Zerstörung weiterer Planeten, die sich nicht dem Machtarm des Imperators unterwerfen wollen, zu verhindern.

Filmkritik
Rogue One ist in vielerlei Hinsicht ein ganz besonderer Star Wars-Film. Nicht nur, dass er eben der erste eigenständige Film ist, der im Star Wars-Universum spielt, auch sonst bricht er mit zahlreichen Konventionen. Das beginnt schon ganz am Anfang. Anders als man es bisher gewohnt war, bekommt man hier nämlich nicht die heroische Star Wars-Titelmusik und den weltberühmten scrollenden Einleitungstext zu sehen bzw. hören, womit Disney deutlich machen will, dass es sich hier eben um keinen weiteren Teil der Saga handelt.
Die Besonderheiten gehen aber noch weiter. Auch die Tatsache das die Rebellen hier von einer Frau angeführt wird, ist etwas, was man von den "regulären" Filmen so nicht kennt. Wie sich zeigt, war diese Entscheidung, die auf die Ideen von Gary Whitta, John Knoll, Chris Weitz und Tony Gilroy zurückzuführen sind und von Regisseur Gareth Edwards (Godzilla) brillant umgesetzt wurden, ein wahrer Glücksgriff. Nicht nur, dass den Fans so etwas Neues geboten wird, nein, wie sich im Laufe des Films zeigt, ist Jyn auch die geborene Anführerin, die es versteht Leute für das Richtige zu überzeugen und selber auch alles dafür tut, das das angestrebte Ziel erreicht wird.
Doch nicht nur der Charakter der Jyn war eine mutige und gute Entscheidung, auch die des Cassian war nicht minder mutig. Schließlich handelt es sich hierbei nicht um den typischen Helden, wie man ihn aus Star Wars kennt, sondern um einen Spion, dem man als Zuschauer anfangs nicht ganz traut. Schließlich scheint es so, als ob er einfach nur die an ihn gerichteten Befehle ausführt - egal wer oder was sich ihm dabei in den Weg stellt. Mit der Zeit macht aber auch er eine Verwandlung durch. Wie diese genau aussieht, verrate ich an dieser Stelle aber natürlich genauso wenig wie weitere Details zur Handlung, schließlich möchte ich niemanden der den Film bisher noch nicht gesehen hat in irgendeiner Weise Spoilern.
Was verraten werden kann, ist aber das auch die Besetzung des Cassian eine mutige war, denn mit Diego Luna war es der erste mexikanische Schauspieler, der in einem Star Wars-Film eine Hauptrolle spielen durfte. Im Nachhinein muss man Disney für diese Entscheidung aber gratulieren. So wurden nämlich nicht nur die zahlreichen mexikanischen Star Wars-Fans geehrt, auch die Darbietung von Luna ist einfach nur hervorragend. Man merkt ihm in jeder einzelnen Sekunde an, dass er ein großer Fan dieses Universums ist und sein bestes gegeben hat. Dass er in Mexiko bereits in über 50 Filmen mitgespielt und sogar schon selber Drehbücher geschrieben und Regie geführt hat, war dem auch nicht abträglich.
Luna ist aber bei weitem nicht der einzige Schauspieler, der in seinem Heimatland schon vor Rogue One ein echter Star war. Das Gleiche gilt ebenso für die beiden Chinesen Donnie Yen und Jiang Weng, die den blinden Chirrut Imwe bzw. Baze Malbus spielen - und zwar hervorragend. Ohnehin muss man sagen, dass der gesamte Cast eine überragende Leistung geboten hat, was bei Namen wie Mads Mikkelsen, Ben Mendelsohn, Forest Whitaker oder Alan Tudyk (der den vorlauten aber auch unterhaltsamen Droiden K-2SO zu leben erweckte) ehrlich gesagt aber auch nicht anders zu erwarten war.
Mit der Unabhängigkeit zu den bisherigen Star Wars-Filmen, der veränderten Einleitung, den ungewohnten "Helden" und der Besetzung endet aber noch nicht die Reihe an Dingen, die Rogue One zu einem besonderen Star Wars-Film werden lassen. Ein ganz wichtiger Punkt ist auch die Handlung. Viele Szenen im Film erinnern nämlich an bekannte Bilder aus dem Zweiten Weltkrieg, was natürlich kein Zufall ist. Rogue One ist nämlich ein Mix aus Spionage- und Kriegsfilm, was für dieses Universum auch etwas ganz neues darstellt. Doch auch hier muss man sagen das sich der ungewöhnliche Weg gelohnt hat. Denn am Ende der 134 Minuten hat man einen Film gesehen, der spannend, Nerven zerreißend und actionreich war, ohne dabei auch nur eine Sekunde lang langweilig zu wirken.

Bild & Ton
Beim Bild macht Rogue One niemand etwas vor. Sowohl Schwarzwert, Bildschärfe, Farbe als auch Kontrast, gehören zur absoluten Spitze. Gar herausragend ist der Detailgrad, der es zum Beispiel zulässt, dass man bei den Schauspielern selbst die kleinste Falte sieht. Genauso gelungen ist auch die Plastizität, die gerade bei den Szenen im Weltraum ein fantastisches Bild auf den Bildschirm zaubert. Zu guter Letzt seien natürlich auch noch die Special-Effects zu nennen, die ebenfalls hervorragend aussehen.
Beim Ton gibt sich die Blu-ray ebenfalls keine Blöße. Sowohl die in DTS-HD Master Audio 5.1 vorliegende deutsche Tonspur als auch die englische, die in DTS-HD High Resolution 7.1 vorhanden ist, klingen beide dynamisch und schaffen einen nahezu perfekten Surround-Sound. Besonders eindrucksvoll ist der Bass, der Explosionen und die Blastergeräusche, die hier natürlich auch nicht fehlen dürfen, schön wuchtig erklingen lässt. Dass die Abstimmung aber nicht nur auf lautere Geräusche zugeschnitten ist, beweisen die Dialoge, die stets klar und verständlich sind und das Hörvergnügen so perfekt machen.

Bonusmaterial
Auf den ersten Blick sieht es so aus, als ob Rogue One gar kein Bonusmaterial dabei liegen würde. Das liegt aber nur daran, dass dies komplett auf der zweiten Blu-ray vorzufinden ist. Das ändert aber leider nichts daran, dass das Angebot doch etwas enttäuschend ist. Damit ist aber nicht etwa die Qualität gemeint, die ist dank HD und deutschen Untertitel einwandfrei. Vielmehr möchte ich damit die Quantität des Bonusmaterials ansprechen, das recht übersichtlich ausgefallen ist. Wer sich auf entfallene oder Extra-Szenen oder auf Audiokommentare des Regisseurs gefreut hat, muss nämlich feststellen, dass all dies nicht vorhanden ist. Stattdessen gibt es lediglich zwei Punkte: zum einem ein Featurette namens "Rogue - Zusammenhänge", in dem Easter Eggs und Fakten, die überall im Film versteckt sind und die Rogue One mit dem Star Wars Universum verbinden gezeigt werden, und zum anderen "Die Geschichte hinter Rogue One: A Star Wars Story". Immerhin ist dies ein rund 70-minütiges Making-of, das in zehn Beiträgen (die wahlweise einzeln oder am Stuck gesehen werden können) von der Entstehung bis zur Premiere die Geschichte des Films erzählt. Im Detail sind es folgende zehn Teile:

Die Geschichten hinter Rogue One: A Star Wars Story: Die Idee zu Rogue One – John Knoll von ILM (Industrial Light & Magic) erklärt, wie er das Konzept für den Film entwickelte und warum es der richtige Film ist, um die Star Wars Filme außerhalb der Skywalker-Saga einzuführen.
- Jyn: Die Rebellin– Lernen Sie die trotzige Überlebenskünstlerin im Zentrum von Rogue One kennen und finden Sie heraus, wie es für Felicity Jones war, sie auf der Leinwand zum Leben zu erwecken.
- Cassian: Der Spion – Darsteller Diego Luna lässt uns in seinen komplexen, getriebenen Charakter blicken, der durch Selbstlosigkeit, Beharrlichkeit und Leidenschaft zu einem Helden wird.
- K-2SO: Der Droide – Erkunden Sie die Entwicklung dieses umprogrammierten imperialen Sicherheitsdroiden, von den ersten Entwürfen über das Charakter-Design bis hin zu Alan Tudyks Performance.
- Baze & Chirrut: Die Wächter der Whills – Die chinesischen Stars Jiang Wen und Donnie Yen erklären die Beziehung ihrer unterschiedlichen Charaktere und deren Beitrag zum Rebellen-Team.
- Bodhi & Saw: Der Pilot & der Revolutionär – Forest Whitaker und Riz Ahmed sprechen über Saw Gerrera, den gebrochenen Führer einer Bande rebellischer Extremisten und Bhodi Rook, den ehemaligen Frachtpiloten des Imperiums.
- Das Imperium – Treffen Sie einen gefährlichen neuen Gegner, den Chef der imperialen Waffenentwicklung und kreuzen Sie erneut den Weg des ikonischsten Bösewichts aller Zeiten.
- Visionen der Hoffnung: Der Look von Rogue One – Die Filmemacher beschreiben die Herausforderungen und den Nervenkitzel, den sie bei der Entwicklung des komplett neuen Looks für einen Film verspürten, der gleichzeitig in die Original-Trilogie passen sollte.
- Die Prinzessin & der Gouverneur – Sehen Sie, was nötig war, um die junge Leia aus Star Wars: Eine neue Hoffnung und einen ihrer unvergesslichsten Feinde zurück auf die Leinwand zu bringen.
- Epilog: Die Geschichte geht weiter – Die Filmemacher und der Cast feiern die Premiere von Rogue One – und schauen in die Zukunft und auf die Star Wars Geschichten, die noch kommen.



Fazit:

Rogue One: A Star Wars Story zeigt ein gänzlich neues Bild des wohl berühmtesten Filmuniversums überhaupt. Die meisten der Figuren sind neu (oder kannte man bisher nur aus Büchern), die Locations sind neu und auch sonst gibt es eine Menge, dass man so bisher noch nicht von Star Wars kannte. Doch all das funktioniert sehr gut, das war schon im Kino so und ist nun auch auf der Blu-ray der Fall. Dank eines exzellenten Bildes und einer tollen Soundabmischung kommt auch hier das Feeling des Films perfekt rüber und man erlebt 134 Minuten, in denen es einem nicht auch nur eine Sekunde lang langweilig wird.
Das Einzige, was man bemängeln kann, ist das vorhandene Bonusmaterial. Zwar gibt es eine hübsches Zehn-Teiliges Making-of, Audiokommentare des Regisseurs oder zumindest ein paar entfallene Szenen wären aber trotzdem nett gewesen. Doch auch ohne die ist die 2-Disc Blu-ray von Rogue One: A Star Wars Story für jeden der auf spannende, actionreiche Weltraumfilme steht ein absoluter Pflichtkauf - und für Star Wars-Fans ohnehin!

Originaltitel: Rogue One: A Star Wars Story
Darsteller: Felicity Jones, Diego Luna, Ben Mendelsohn, Donnie Yen, Jiang Wen u.a.
Regisseur(e): Gareth Edwards
Veröffentlichung: 04. Mai 2017
Studio/Verleih: Walt Disney
Spieldauer: 134 Minuten
Altersfreigabe: Freigegeben ab 12 Jahren

Wer jetzt Interesse daran hat, sich Rogue One: A Star Wars Story zu kaufen, kann dies u.a. über Amazon machen. Den Film gibt es dabei ab 12,90 Euro auf DVD, Blu-ray und 3D-Blu-ray.
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Special vom: 04.05.2017
Autor dieses Specials: Stefan Heppert
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