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Sim Simulator - Teil 139: theHunter: Call of the Wild
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Der Landwirtschafts-Simulator ist der mit Abstand bekannteste und erfolgreichste seiner Zunft. Doch Simulator-Spiele im Allgemeinen boomen seit einiger Zeit. Ein Blick auf die monatliche Releaseliste zeigt, dass kein Monat vergeht, ohne dass zumindest ein oder zwei neue Simulatoren erscheinen. Dabei gibt es schon jetzt kaum einen Beruf oder eine Tätigkeit, die noch nicht in einem Simulator für jedermann zugänglich gemacht wurde. Da es bei diesem riesigen Angebot kaum machbar ist, alle Spiele zu testen, möchten wir euch in diesem Special in unregelmäßigen Abständen die neuesten, besten oder auch kuriosesten Simulatoren vorstellen.

Teil 139: theHunter: Call of the Wild
thehunter_call_of_the_wild_coverObwohl ich nach wie vor kein Freund der echten Jagd bin, gehört das virtuelle Pendant Namens theHunter: Call of the Wild zu den besten Simulationen, die es momentan überhaupt gibt. Warum ich dieser Meinung bin, erkläre ich in diesem 139. Teil unseres Simulator-Specials.

Ein Grund, weshalb ich theHunter: Call of the Wild für eines der aktuell besten Simulationsspiele halte, sieht man auf den ersten Blick: Die Grafik. Die Optik bei Simulationsspielen ist in letzter Zeit zwar im Allgemeinen deutlich hübscher geworden, doch die Avalanche Studios, die früher u.a. Just Cause gemacht haben und nun eben für theHunter: Call of the Wild zuständig waren, habe in dieser Hinsicht noch mal eins drauf gepackt. Die beiden Jagdgebiete sehen dank der hier genutzten und vorher schon mehrfach preisgekrönten Apex Engine, nicht nur für Simulationsverhältnisse atemberaubend aus. Man fühlt sich tatsächlich wie inmitten eines Waldes versetzt, wenn man die Bäume um sich herum stehen und das Gras im Wind wehen sieht. Zur Auswahl stehen einem dabei zwei unterschiedliche Jagdgebiete: Einmal das wohl in Deutschland gelegene Hirschfelden und zum anderen das Jagdrevier Lake District, das im pazifischen Nordwesten, also irgendwo zwischen Oregon und der kanadischen Provinz British Columbia, gelegen ist. Die beiden Reviere unterscheiden sich natürlich nicht nur in ihren Namen, sondern auch in ihrem Aussehen. Während in Hirschfelden vor allem Buchen-, Espen- und Kieferwälder vorherrschen und einige Berge vorhanden sind, gibt es im Nordamerikanischen Lake District Kiefer-, Lärchen- und Espenwälder, sowie einiges an Marschland. Auch die Tiere, die man antrifft und jagen kann, sind unterschiedlich. In Hirschfelden kann man die typischen europäischen Arten wie Damhirsche, Wildschweine, Rehe, Wisente, Rothirsche und Rotfüchse vor die Flinte bekommen. Im Lake District geht man hingegen auf die Jagd nach Elchen, Schwarzbären, Roosevelt-Wapitis, Weißwedelhirsche, Kojoten, Schwarzwedelhirsche und Bisons. Genau wie die Wälder, die insgesamt 128 Quadratkilometer groß und frei begehbar sind, sehen auch die Tiere beeindruckend realistisch aus. Zusammen mit den dynamischen Wetterereignissen, Tag- und Nachtzyklus und der ebenso realistisch wirkenden Soundkulisse, kommt so eine grandiose Atmosphäre auf, die man so bisher selten in einer Simulation erlebt hat.

Doch nicht nur Grafik und Sound sind mehr als gelungen, auch spielerisch weiß die Jagdsimulation aus dem Hause astragon zu überzeugen. Wer denkt mal kurz an den Rechner zu gehen und einen Hirsch niederstrecken zu können, ist weit gefehlt. Bei theHunter: Call of the Wild handelt es sich nämlich um eine waschechte Simulation. Und auch wenn ich persönlich noch nie in echt Jagen war (und es auch nie sein werde), weiß ich doch zumindest so viel, dass man, wenn man nicht gerade eine Menge Glück hat, sehr viel Geduld aufbringen muss, um etwas vor die Flinte zu bekommen. Das ist auch hier der Fall. Manchmal streift man den ganzen Tag durch den Wald und bekommt kein einziges Tier bzw. nicht das Gesuchte, zu Gesicht. Da hilft manchmal selbst das Verfolgen von Spuren oder das Betätigen der kleinen Helferlein, wie etwa dem Fernglas oder der Lockrufpfeife. Doch selbst wenn man dann doch irgendwann einmal einen Hirsch entdeckt hat, heißt das noch lange nicht, dass man ihn auch erlegen kann. Bis dahin muss man nämlich noch einiges beachten. Zunächst heißt es sich heranzuschleichen, wobei man den Wind im Auge behalten muss. Weht der ungünstig, riecht einen das Tier und rennt weg. Hat man auch dies beachtet, steht die nächste Hürde bevor. Die Tiere verfügen nämlich allesamt über ein fantastisches Gehör. Selbst wenn man an sie heran robbt, reicht ein Ast aus und die Tiere nehmen reiß aus. Sollte man auch diese geschafft haben, steht einem noch die letzte Hürde vor dem großen Erfolg: Der Abschuss. Gerade bei der anfänglichen Munition (mit der Zeit kann man sich neue Munition, aber auch neue Objekte oder natürlich Waffen, wie etwa Bögen, kaufen. Bis man dazu Gelegenheit hat, dauert es allerdings eine ganze weile) mir so vor, als ob es ihr an Durchschlagskraft fehlt. Zumindest ist es mir des Öfteren passiert, das ein klarer Treffer keinerlei Auswirkungen auf das Wild hatte. Und selbst wenn man trifft, braucht es manchmal zwei bis drei Treffer, bis das Tier endlich erlegt ist - egal ob man nun nur in ein Bein oder in den Kopf getroffen hat. Auch wenn das manchmal doch etwas frustrierend und konträr zum Simulationsanspruch ist, macht die virtuelle Jagd dennoch sehr viel Spaß, gerade wenn man nicht nur allein durch den Wald streift. Das Spiel gibt einem nämlich die Möglichkeit kooperativ oder kompetitiv mit bzw. gegen bis zu sieben weitere(n) virtuellen Jägern auf die Pirsch zu gehen.

Ein Punkt, der mir ebenfalls negativ aufgefallen ist, ist die Menüführung. Nicht nur, das diese extrem unübersichtlich ausgefallen ist, auch das sich manche Texte überlagern, ist nicht gerade vorteilhaft.
Zum Schluss aber noch etwas Positives. Im Gegensatz zum vorhergegangenen theHunter, gibt es in Call of the Wild keine zusätzlichen Kosten. Wenn man das Spiel einmal gekauft hat, kann man also den gesamten Inhalt des Spiels so oft und so lange nutzen, wie man möchte. Ein wirklich gute Änderung, wie wohl nicht nur ich finde.



Fazit:
Auch wenn wahrlich nicht alles perfekt ist, ist theHunter: Call of the Wild eine der besten aktuellen Simulationen. Gerade was Grafik und Soundkulisse anbelangt, ist es ganz oben mit anzusiedeln. Aber auch spielerisch kann es, gerade wenn man zu mehreren spielt, voll überzeugen und macht selbst einem wie mir, der vom echten Jagen absolut gar nichts hält, sehr viel Spaß - ein größeres Kompliment kann man einer Jagd-Simulation wohl nicht machen.
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Special vom: 14.03.2017
Autor dieses Specials: Stefan Heppert
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